Serravalle (San Marino)

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Serravalle (San Marino)
Wappen der Gemeinde Serravalle
Italien Chiesanueva Montegiardino Fiorentino Faetano Acquaviva Serravalle Domagnano Stadt San Marino Borgo MaggioreLage der Gemeinde innerhalb San Marinos
Über dieses Bild
Geografische Lage 43° 59′ N, 12° 29′ O43.97555555555612.478333333333148Koordinaten: 43° 59′ N, 12° 29′ O
Höhe 148 m s.l.m.
Fläche 10,53 km²
Einwohner 10.571 (31. Dezember 2012)
Bevölkerungsdichte 1.004 Einw./km²
Name der Einwohner Serravallesi
Postleitzahl RSM-47891
Vorwahl +387

Serravalle ist eine der neun Gemeinden (italienisch Comune, san-marinesisch Castello) von San Marino.

Geografie[Bearbeiten]

Mit ihren 10.571 Einwohnern (davon knapp 2000 ausländischer Herkunft) und einer Fläche von 10,53 km² ist sie die größte und am dichtesten besiedelte Gemeinde der Republik.

Sie grenzt an die san-marinesischen Gemeinden Domagnano und Borgo Maggiore und an die italienischen Gemeinden Verucchio, Rimini und Coriano (alle Provinz Rimini).

Zu den Ortsteilen (italienisch Frazione, sanmarinesich Curazie) gehören Dogana (150 Höhenmeter, ca. 7000 Einwohner), Rovereta (148 m), Falciano (148 m, ca. 1000 Einwohner) und Galazzano.

Die Ortschaft Dogana, die an der Grenze zu Italien am Anfang der Landstraße nach Rimini liegt, ist mit ihren fast 7.000 Einwohnern das Ballungszentrum und die größte Ortschaft des Landes.

Geschichte[Bearbeiten]

In den mittelalterlichen Quellen hieß der Hauptort Castrum Olnani, das Dorf der Ulmen oder der Wildeschen. Der heutige Name stammt von den italienischen Wörtern serra (Bergkette) und valle (Tal). Erstmals dokumentiert wurde der Ort am 15. August 962 in einer Schrift von Otto I. als Serravallum.[1] Der zentrale Platz im Hauptort Serravalle ist Giuseppe Bertoldi gewidmet, einem einheimischen Gelehrten, der die Meisterwerke Dante Alighieris eingehend studiert hatte. Hier wurde er 1350 geboren. Der Ortsteil Rovereta ist außerdem wegen der kontroversen Ereignisse vom 30. Oktober 1957 bekannt, als ein Putschversuch gegen die damalige linksgerichtete Regierung in San Marino von Vertretern der Opposition durchgeführt wurde (Siehe Auseinandersetzungen von Rovereta).

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Castello dei Malatesta, auch Castello di Serravalle[2] genannt, ehemalige Burg der Malatesta im historischen Ortskern von Serravalle.
  • Chiesa di Sant’Andrea (Sankt-Andreas-Kirche), 1824 gebaut und 1973 vom italienischen Architekten Luigi Fonti aus Rimini renoviert.
  • Collezione Maranello Rosso, Automobilmuseum (Ferrari und Abarth im Ortsteil Falciano)

Wirtschaft[Bearbeiten]

Im Gemeindegebiet befinden sich viele bedeutende Gewerbe- und Industriegebiete wie Rovereta, Galazzano und La Ciarulla.

Sport[Bearbeiten]

Serravalle ist mit den Mannschaften SS Cosmos, SS Folgore/Falciano und AC Juvenes/Dogana in der Liga Campionato Sammarinese di Calcio vertreten. Der Verein San Marino Calcio spielt in der italienischen dritten Liga Lega Pro Prima Divisione.

Zudem befindet sich in Serravalle das Stadio Olimpico, in dem die San-marinesische Fußballnationalmannschaft ihre Heimspiele austrägt.

Umwelt[Bearbeiten]

In Serravalle gibt es weite Parkanlagen, der Parco Ausa bei Dogana und der „Parco Laiala“, der erst vor kurzem eingeweiht wurde.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

In der Gemeinde Serravalle gibt es recht viele öffentliche Einrichtungen, darunter viele Kindergärten und Grundschulen, eine moderne Mittelschule, ein Gesundheitszentrum und zahlreiche Apotheken sowie ein Kino, ein Theater, eine Sala Polivalente (Kongresssaal) und das Sozialzentrum bei Dogana.

Allein in Dogana befinden sich drei große Kaufhäuser, die dank der in San Marino wesentlich niedrigeren Mehrwertsteuer günstigere Ware als in Italien verkaufen und von einem gedeihenden Außenhandel leben. Im Aufbau ist auch das San Marino World Trade Center, ein großes Handelszentrum mit vielen Kongresssälen, Hochhäusern für Regierungsämter und Ausstattungen für Erholung und Freizeit, nur eineinhalb Kilometer entfernt von der Grenze zu Italien.

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Bilder[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Serravalle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Offizielle Webseite der Segreteria di Stato per i Rapporti con le Giunte di Castello zur Geschichte von Serravalle
  2. nicht zu verwechseln mit der Gemeinde Castello di Serravalle in der Provinz Bologna