Rimini
| Rimini | ||
|---|---|---|
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| Staat: | Italien | |
| Region: | Emilia-Romagna | |
| Provinz: | Rimini (RN) | |
| Lokale Bezeichnung: | Rèmin / Remni | |
| Koordinaten: | 44° 3′ N, 12° 34′ O44.0512.5666666666675Koordinaten: 44° 3′ 0″ N, 12° 34′ 0″ O | |
| Höhe: | 5 m s.l.m. | |
| Fläche: | 134 km² | |
| Einwohner: | 143.321 (31. Dez. 2010)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 1070 Einw./km² | |
| Postleitzahl: | 47900 | |
| Vorwahl: | 0541 | |
| ISTAT-Nummer: | 099014 | |
| Demonym: | Riminesi | |
| Schutzpatron: | San Gaudenzo (14. Oktober) | |
| Website: | Rimini | |
Rimini ist eine Stadt an der italienischen Adriaküste in der Emilia-Romagna mit 143.321 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2010) und Hauptstadt der Provinz Rimini. Sie ist heute ein Zentrum des Badetourismus.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
Rimini wurde 268 v. Chr. von den Römern als Kolonie Ariminum (wegen der Mündung des Flusses Ariminus) gegründet, um gegen die vordringenden Gallier eine Garnison einzurichten. Von hier aus eroberten die Römer die Po-Ebene. Cäsar bemächtigte sich 49 v. Chr. der Stadt, um von hier aus den Rubikon zu überschreiten.
359 wurde das Konzil von Rimini abgehalten. Vom 13. bis ins 16. Jahrhundert herrschten die Malatesta in der Stadt, 1528 ging sie an den Kirchenstaat. Ein Erdbeben verschüttete 1671 den Hafen.
[Bearbeiten] Bevölkerungsentwicklung
| 1861 | 1881 | 1901 | 1921 | 1936 | 1951 | 1961 | 1971 | 1981 | 1991 | 2001 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 27.996 | 32.096 | 36.487 | 47.026 | 58.622 | 69.873 | 92.912 | 118.419 | 127.813 | 127.960 | 128.656 |
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Tempio Malatesta
Der heutige Bau des Domes von Rimini (Tempio Malatestiano) wurde von Sigismondo Malatesta in Auftrag gegeben, wobei der bedeutende Architekt Leon Battista Alberti im 15. Jahrhundert den bestehenden gotischen Bau mit einer (nur unvollständig vollendeten) Renaissance-Fassade ummantelte. Bedeutendste Werke im Inneren: Grabkapelle des Sigismondo Malatesta. Kruzifix von Giotto (frühes 14. Jahrhundert) über dem Hauptaltar. Fresko von Piero della Francesca (2. Hälfte des 15. Jahrhunderts) mit der Darstellung Sigismondo Malatestas, der dem Papst huldigt. Das Fresko war ursprünglich in der Sakristei, wurde jedoch unlängst abgenommen und ist heute in der letzten rechten Seitenkapelle ausgestellt.
[Bearbeiten] Fontana della Pigna
Die Fontana della Pigna (Pinienzapfen-Brunnen) befindet sich auf der Piazza Cavour, sie wurde 1400 von Giovanni da Carrara konstruiert. Das Besondere an diesem Brunnen ist, dass seine Bestandteile größtenteils aus früheren Brunnen zusammengesetzt wurden. So stammt das Becken aus dem 15. Jahrhundert, andere Teile stammen sogar aus römischen Epochen. 1807 wurde die Fontana restauriert, dabei wurde der Zapfen durch eine Statue des San Paolo ersetzt, jedoch wurde dies später wieder rückgängig gemacht.
[Bearbeiten] Arco di Augusto
Ein römischer Triumphbogen aus der Zeit des Kaisers Augustus.
[Bearbeiten] Ponte di Tiberio
Auch Ponte d’Augusto genannte Brücke aus der Zeit des römischen Kaisers Tiberius, über die noch heute der Verkehr läuft. Die Brücke über den Marecchia, der im Altertum Ariminus hieß und der Stadt ihren Namen gab, wurde im Jahr 14 n. Chr. von Augustus begonnen und, wie eine Inschrift innen an der Brüstung erinnert, von Tiberius im Jahr 21 n. Chr. vollendet. Aus istrischem Stein gebaut, entwickelt sie sich über fünf Bögen, die auf massiven Stützpfeilern mit Flutbrechern ruhen, welche schräg zur Brückenachse angeordnet sind, um den Durchfluss zu unterstützen.
[Bearbeiten] Sport
- Im Fußball, die Rimini Calcio spielte mehrere Jahre in Serie B, die zweithöchste Spielklasse in Italien.
- Im Basketball, die Basket Rimini erreicht die höchste italienische Spielklasse und qualifizierte sich zweimal für der europäischen Korać-Cup.
- Im Baseball, Rimini gewann mehrere italienische und europäische Titel.
- Paganello ist ein jährlich um die Osterzeit ausgetragenes Ultimate-Turnier.
[Bearbeiten] Tourismus
Bei Rimini befindet sich Italiens größter Miniaturpark, der Italia in Miniatura, in dem neben Bauwerken Italiens auch andere europäische Bauwerke in einem Miniaturformat ausgestellt sind. Angeschlossen an den Park ist außerdem ein Freizeitpark, der unter anderem eine Wildwasserbahn besitzt. Ebenso ist Rimini bekannt für die vielen Diskotheken, welche von vielen Jugendreisen besucht werden.
[Bearbeiten] Verkehr
Rimini ist gut an das italienische Verkehrsnetz angebunden. Die Stadt liegt an der Adria-Autobahn A14 und an der parallel dazu verlaufenden Strada Statale 16 Adriatica. Zudem liegt die Stadt an der Bahnstrecke Bologna–Ancona und der Bahnstrecke Ferrara–Rimini [2]. Auf Stadtgebiet finden sich heute folgende Bahnhöfe und Haltestellen: Rimini, Rimini Miramare, Rimini Viserba, Rimini Torre Pedrera, Von 1932 bis 1944 verkehrte eine Nebenbahn nach San Marino [3] und ab 1916 wurde eine Nebenbahn nach Novafeltria gebaut, die bis 1960 in Betrieb stand [4]
Rimini hat einen Flughafen.
In der Antike endete die Via Flaminia in Rimini.
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt
- Alex De Angelis (* 1984), san-marinesischer Motorradrennfahrer
- Pier Paolo Bianchi (* 1952), Motorradrennfahrer
- Matteo Brighi (* 1982), Fußballspieler
- Claudio Maria Celli (* 1941), Kurienerzbischof und Präsident des Päpstlichen Rates für die sozialen Kommunikationsmittel
- Peppe Consolmagno (* 1958), Jazz- und Weltmusiker, Perkussion
- Luca Drudi (* 1962), Automobilrennfahrer
- Federico Fellini (1920–1993), Filmemacher und Regisseur
- Scilla Gabel (* 1938), Schauspielerin
- Angelina Monti (* 1941), Schlagersängerin
- Mattia Pasini (* 1985), Motorradrennfahrer
- Renzo Pasolini (1938–1973), Motorradrennfahrer
- Hugo Pratt (1927–1995), Comic-Autor
- Stechinelli (1640–1694), Landdrost und Hofbankier der Welfenherzöge des 17. Jahrhunderts
- Siegfried Stohr (* 1952), Autorennfahrer
- Carlo Tessarini (* um 1690; † 1766), Violinist und Komponist
- Michelangelo Tonti (1566–1622), Kardinal der römisch-katholischen Kirche
[Bearbeiten] Städtepartnerschaften
Rimini ist Städtepartnerschaften eingegangen mit
Saint-Maur-des-Fossés, Frankreich, seit 1967
Ziguinchor, Senegal, seit 1974/76
Seraing in Wallonien, Belgien, seit 1976/77
Sotschi, Russland (seit 1977)
Fort Lauderdale in Florida, USA, seit 1985/87
Yangzhou, China, seit 1999/2004
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Statistiche demografiche ISTAT. Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica vom 31. Dezember 2010.
- ↑ Bahnstrecke Rimini-Ferrara (italienisch)
- ↑ Nebenbahn Rimini-San Marino (italienisch)
- ↑ Nebenbahn Rimini-Novafeltria (italienisch)
[Bearbeiten] Literatur
- Christian Hülsen: Ariminum. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band II,1, Stuttgart 1895, Sp. 828–830.
[Bearbeiten] Weblinks
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