Sestrorezk

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Stadt
Sestrorezk
Сестрорецк
Flagge Wappen
Flagge
Wappen
Föderationskreis Nordwestrussland
Stadt mit
Subjektstatus
Sankt Petersburg
Rajon Kurort
Gegründet 1714
Stadt seit 1925
Bevölkerung 37.248 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Zeitzone UTC+3
Telefonvorwahl (+7)812
Postleitzahl 197701–197704
Kfz-Kennzeichen 78, 98, 178
OKATO 40 281 520
Website mo-sestroretsk.spb.ru
Geographische Lage
Koordinaten 60° 6′ N, 29° 58′ O60.129.966666666667Koordinaten: 60° 6′ 0″ N, 29° 58′ 0″ O
Sestrorezk (Europäisches Russland)
Red pog.svg
Lage im Westteil Russlands
Sestrorezk (Sankt Petersburg)
Red pog.svg
Lage in Sankt Petersburg
Liste der Städte in Russland

Sestrorezk (russisch Сестрорецк, finnisch Siestarjoki, schwedisch Systerbäck) ist eine Stadt an der Mündung des Flusses Sestra in den Finnischen Meerbusen, etwa 35 Kilometer nordwestlich des Stadtzentrums von Sankt Petersburg. Sie gehört verwaltungstechnisch zum Rajon Kurort der Stadt Sankt Petersburg und hat 37.248 Einwohner (Stand 14. Oktober 2010).[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Eine schwedische Ortschaft an der Stelle des heutigen Sestrorezk wurde bereits 1643 erstmals erwähnt. 1714 wurde hier durch Zar Peter den Großen eine neue Siedlung gegründet, die später den Namen Sestrorezk nach dem Fluss Sestra (Sestrorezk = wörtlich „Stadt am Fluss Sestra“) erhielt. 1724 wurde dort unter Leitung von Georg Wilhelm Henning eine Waffenfabrik erbaut, die im 19. Jahrhundert einer der führenden Rüstungshersteller im Russischen Reich war.

Mitte des 18. Jahrhunderts diente Sestrorezk als Militärstützpunkt, so während des Krimkrieges. Ab dem späten 19. Jahrhundert entwickelte sich die nähere Umgebung von Sestrorezk aufgrund ihrer landschaftlich reizvollen Lage zwischen dem Finnischen Meerbusen und ausgedehnten Nadelwäldern zu einem beliebten Datschen- und Naherholungsvorort.

Auf der Pferdetram entlang der Strandpromenade experimentierte Fjodor Pirozki 1875 auf einer Streckenlänge von einem Kilometer mit elektrischen Antrieb im Schienenverkehr.

1925 erhielt Sestrorezk Stadtrechte. Während der Sowjetzeit entstand hier eine Reihe von Sanatorien und Erholungshäusern, in denen sich auch etliche prominente Personen behandeln ließen. Die ehemalige Waffenfabrik von Sestrorezk ist seit 1918 als „Sestrorezker Gerätewerk“ bekannt.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohner
1939 28.212
1959 25.205
1970 31.605
1979 29.441
1989 35.498
2002 40.287
2010 37.248

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Zu den bekanntesten historischen Sehenswürdigkeiten von Sestrorezk gehören der Landschaftspark Dubki, der Anfang des 18. Jahrhunderts eine Sommerresidenz Peter des Großen beherbergte, sowie der städtische Friedhof mit einer Reihe von Gräbern bekannter Personen und einer Sammelbegräbnisstätte aus dem Zweiten Weltkrieg.

Verkehr[Bearbeiten]

Der Bahnhof von Sestrorezk

Sestrorezk liegt an der Bahnstrecke Sankt Petersburg – WyborgHelsinki.

Von Sestrorezk gelangt man über den nördlichen Teil des Petersburger Damms über die Newabucht zur Inselstadt Kronstadt, der als Teil der Ringautobahn KAD gilt.

Persönlichkeiten (Auswahl)[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sestrorezk – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien