Silk Air

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Silk Air
Logo der Silk Air
Airbus A320-200 der Silk Air
IATA-Code: MI
ICAO-Code: SLK
Rufzeichen: SILKAIR
Gründung: 1989
Sitz: SingapurSingapur Singapur
Heimatflughafen:

Singapur-Changi

Unternehmensform: Private Limited
Flottenstärke: 24 (+54 Bestellungen)
Ziele: Kontinental

Silk Air, rechtlich SilkAir (Singapore) Private Limited, ist eine Fluggesellschaft aus Singapur und ein Tochterunternehmen der Singapore Airlines.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Geschichte von Silk Air geht bis auf das Jahr 1975 zurück, als Singapore Airlines das Touristikunternehmen Tour Operator Tradewinds Pte Ltd gründete. Tradewind bot nur Pauschalreisen mit Flügen der Singapore Airlines in die nähere Umgebung des Stadtstaates an. 1989 wurde das Angebot mit eigenen Flügen unter einer gleichnamigen Airline erweitert. Ziel waren Pattaya, Phuket, Hatya, Kuantan und Tioman.

1992 wurde Tradewinds in SilkAir umbenannt. Gleichzeitig wurde auch die Angebotsstruktur geändert. SilkAir flog fortan als Regional Airline mit vollem Service. Tradewind Tours & Travel Division wurde eine Untergruppe von SilkAir.

Silk Air war der erste Anbieter in Asien, der auf Flügen mit dem digEplayer 5500 portables Video-on-Demand anbietet, allerdings nur auf Flügen nach China und Indien.

Ziele[Bearbeiten]

Silk Air bedient 25 Städte in Südostasien, Südasien, China und Taiwan. Ab dem 26. März 2012 wurde zusätzlich Darwin in das Flugprogramm aufgenommen[1] und ab dem 30. Mai 2015 wird auch Cairns angeflogen.[2] Sie betreibt 25 der 49 Kurzstrecken der Singapore-Airlines-Gruppe. Darüber hinaus unterhält sie Codeshare-Abkommen mit der Muttergesellschaft Singapore Airlines sowie Malaysia Airlines, Air India, Garuda Indonesia, Bangkok Airways und Virgin Australia.

Flotte[Bearbeiten]

Economy-Kabine an Bord eines Airbus A320-200 der Silk Air

Mit Stand August 2013 besteht die Flotte der Silk Air aus 24 Flugzeugen[3]:

Bestellungen[4][5]

Zwischenfall[Bearbeiten]

Am 19. Dezember 1997 stürzte die Boeing 737 vom Silk-Air-Flug 185 mitten im Reiseflug von Jakarta nach Singapur zehn Kilometer senkrecht in den Fluss Musi auf Sumatra und zerschellte mit Schallgeschwindigkeit auf dem Boden, wobei alle 104 Personen an Bord starben. Weil das gesamte Flugzeug zerstört war und beide Flugschreiber, die alle wichtigen Daten und Gespräche im Cockpit aufzeichnen, noch vor dem Sturzflug ausgefallen waren, konnten die indonesischen Ermittler nicht erklären, was geschehen war. Fachkräfte des US-amerikanischen NTSB hingegen kamen zu dem Schluss, dass einer der beiden Piloten (wahrscheinlich der Kapitän selbst) die Boeing mit Absicht hatte abstürzen lassen. Er war schon des Öfteren von Kopiloten kritisiert worden und hatte auch schon auf vorherigen Flügen beide Flugschreiber vom Cockpit aus deaktiviert. Zudem wiesen die Sturzflugcharakteristika darauf hin, dass der Sturz durch die Steuerknüppel gelenkt wurde.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. silkair.com: [1] (englisch) abgerufen am 12. Januar 2012
  2. silkair.com: [2] (englisch) abgerufen am 12. November 2014
  3. caas.gov.sg - Behördliches Luftfahrzeugregister S. 3 (englisch; PDF; 32 kB), 31. Juli 2013
  4. airbus.com Orders & deliveries (englisch), abgerufen am 5. August 2013
  5. boeing.com Customer Summary Through June 2013 (englisch), abgerufen am 5. August 2013

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Silk Air – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien