Malaysia Airlines
| Malaysia Airlines | ||
|---|---|---|
| IATA-Code: | MH | |
| ICAO-Code: | MAS | |
| Rufzeichen: | MALAYSIAN | |
| Gründung: | 1947 | |
| Sitz: | Kuala Lumpur, |
|
| Drehkreuz: | ||
| Heimatflughafen: | Kuala Lumpur | |
| Leitung: | Azmil Zahruddin, CEO | |
| Mitarbeiterzahl: | 20.000 (2010) | |
| Umsatz: | 13.587.610 RM (3.323.200 €)[1] (2010) | |
| Bilanzsumme: | 12.432.076 RM (3.040.590 €)[1] (2010) | |
| Fluggastaufkommen: | 15,708 Mio. (2010) | |
| Allianz: | vsl. ab Ende 2012 oneworld[2] | |
| Vielfliegerprogramm: | Enrich | |
| Flottenstärke: | 101 (+ 57 Bestellungen) | |
| Ziele: | National und international | |
Malaysia Airlines, kurz MAS, ist die größte malaysische Fluggesellschaft mit Sitz in Kuala Lumpur und Basis auf dem Flughafen Kuala Lumpur.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
1947 begann Malaysia Airlines als Malayan Airways, wurde aber in Malaysian Airways umbenannt. Nach der Unabhängigkeit Singapurs wurde sie 1966 in Malaysia Singapore Airlines (MSA) umbenannt. MSA betrieb unter anderem einige Flugzeuge des Typs Boeing 707.
1971 wurde Malaysia Singapore Airlines in die beiden Fluggesellschaften Singapore Airlines und Malaysian Airline System (MAS) aufgeteilt. Damit entstanden zwei im asiatischen Raum führende Airlines. Zunächst flog MAS mit neun Fokker F-27 und drei Britten-Norman Islander nur Ziele innerhalb Malaysias an. 1974 wurde erstmals eine Boeing 707 für wöchentliche Flüge von und nach London eingesetzt. Kurze Zeit später folgten als weitere Ziele Amsterdam, Zürich und Frankfurt am Main. 1976 erhielt die Airline die erste DC-10-30; ab 1979 sechs Airbus A300; und 1982 folgten zwei Boeing 747-200, die erstmals Ziele in den USA ansteuerten.
1987 erhielt die Gesellschaft ihren jetzigen Namen; die Abkürzung MAS blieb und das Erscheinungsbild wurde erneuert.
München kam 1992 als neues Ziel in den Linienflugplan und MAS expandierte weiter. 1994 trafen die ersten Airbus A330 als Ersatz für die DC-10 ein und auch die ersten MD-11. 1997 erhielt die Airline die ersten Boeing 777, die die Boeing 747-200 und DC-10-30 auf den Langstreckenflügen ersetzten.
Malaysia Airlines wurde – ähnlich wie andere Fluggesellschaften im asiatischen Raum – stark durch die Asienkrise Ende der 90er-Jahre geschwächt; es kam zu Streckenstilllegungen, Flugzeuge wurden verkauft oder an die Leasinggeber zurückgegeben. Erst Anfang 2000 fing sich die Airline und setzte ihren Expansionskurs fort. Im Jahr 2005 wurde die Airline von Skytrax mit dem "5-Star-Airline Award" ausgezeichnet und die Economy Class als weltweit Beste eingestuft.
Malaysia Airlines ist Mitglied der IATA und befördert jährlich rund 14 Millionen Passagiere.[3] Sie ist im FTSE Bursa Malaysia KLCI gelistet und hat mehrere Tochtergesellschaften wie zum Beispiel MAS Aerotechnologies, MASkargo Logistics, FlyFirefly oder Malaysian Aerospace Engineering.[4]
Am 6. Juni 2011 wurde bekanntgegeben, dass Malaysia Airlines voraussichtlich Ende 2012 der Luftfahrtallianz oneworld beitreten wird.[2]
Am 9. August 2011 wurde ein Rahmenvertrag zur Zusammenarbeit mit der Tune Air Sdn Berhad geschlossen, welche Eigentümer der Fluggesellschaften AirAsia und AirAsia X ist. Diese Gesellschaften sind zur Zeit der größte Konkurrent von MAS. Danach sollen die Abteilungen Flugzeugeinkauf, Wartung und Schulung von MAS und den Air Asia-Fluggesellschaften stärker miteinander kooperieren, um Kosteneinsparungen zu erzielen.
[Bearbeiten] Flugziele
Malaysia Airlines ist die einzige asiatische Fluggesellschaft, die den Flughafen Ezeiza in Buenos Aires anfliegt. In Deutschland wird Frankfurt am Main fünfmal wöchentlich von Kuala Lumpur aus mit einer Boeing 777-200ER angeflogen. Ihr Hauptdrehkreuz befindet sich am Flughafen Kuala Lumpur. Weitere Knotenpunkte befinden sich in Penang, Kuching und Kota Kinabalu. Die Fluggesellschaft verbindet weiterhin Kuala Lumpur mit Los Angeles (Zwischenstopp in Taipeh), Buenos Aires (über Kapstadt), Denpasar auf Bali, sowie fünf Städte in Australien, darunter auch Perth. Das gesamte Streckennetz umfasst über 100 Ziele.
[Bearbeiten] Flotte
Mit Stand November 2011 besteht die Flotte der Malaysia Airlines aus 101 Flugzeugen[5] mit einem Durchschnittsalter von 12,4 Jahren[6]:
| Flugzeugtyp | aktiv | bestellt[7][8] | Anmerkungen | Sitzplätze[9] (First/Business/Economy) |
|---|---|---|---|---|
| Airbus A330-200 | 3 | 229 (-/42/187) | ||
| Airbus A330-200F | 2 | 2 | Frachtmaschinen der MASkargo | - |
| Airbus A330-300 | 14 | 10 | 294 (-/44/250) | |
| Airbus A380-800 | 6 | Auslieferung voraussichtlich ab dem 1. Halbjahr 2012[10] | - offen - | |
| Boeing 737-400 | 34 | 144 (16/-/128) | ||
| Boeing 737-800 | 15 | 39 | 152 (16/-/136) | |
| Boeing 747-200F | 2 | Frachtmaschinen der MASkargo; betrieben von Southern Air | - | |
| Boeing 747-400 | 12 | 1 soll zur Frachtmaschine konvertiert werden | 359 (12/41/306) | |
| Boeing 747-400F | 2 | Frachtmaschinen der MASkargo | - | |
| Boeing 777-200ER | 17 | 282 (-/35/247) | ||
| Gesamt | 101 | 57 |
[Bearbeiten] Zwischenfälle
- Am 4. Dezember 1977 explodierte eine entführte Boeing 737 auf dem Malaysia-Airlines-Flug 653 über Tanjung Kupang, Johor; alle 100 Passagiere und Besatzungsmitglieder wurden getötet.
- Am 15. September 1995 stürzte eine Fokker 50 beim Landeanflug auf den Tawau Airport auf Borneo ab, wobei 34 der 53 Insassen starben.[11]
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ a b Wechselkurs vom 31. Dezember 2010
- ↑ a b airliners.de - Malaysia Airlines tritt oneworld bei 6. Juni 2011
- ↑ Website - Verkehrszahlen
- ↑ Malaysia Airlines – Group Structure & Directory (englisch) abgerufen am 2. April 2010
- ↑ ch-aviation.ch - Flotte der Malaysia Airlines (englisch) abgerufen am 17. Dezember 2011
- ↑ airfleets.net - Flottenalter der Malaysia Airlines (englisch) abgerufen am 17. Dezember 2011
- ↑ airbus.com - Orders & deliveries (englisch) abgerufen am 17. Dezember 2011
- ↑ boeing.com - Orders and Deliveries (englisch) abgerufen am 17. Dezember 2011
- ↑ Malaysia Airlines – Sitzpläne (PDF)
- ↑ Malaysia Airlines' first A380 is delayed (englisch) Stand: 30. April 2010
- ↑ Flugunfalldaten und -bericht im Aviation Safety Network