Sozial bedingte Ungleichheit von Gesundheitschancen

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Der Begriff sozial bedingte Ungleichheit von Gesundheitschancen bezeichnet den Zusammenhang zwischen Armut, mangelnder Bildung und schlechterem Gesundheitszustand, und in Konsequenz die statistisch erhöhten Krankheitsrisiken sozial benachteiligter Menschen. Diese Ungleichheit wird von der Medizinsoziologie und in der Forschung zu sozialer Ungleichheit empirisch untersucht und aufgearbeitet.

Hierzu gibt es verschiedene Theorien:

1. Kausationshypothese: Armut macht krank: Dies kann sich direkt (Fehl- oder Mangelernährung) oder indirekt (Gratifikationskrise) manifestieren.
2. Selektions- oder Drifthypothese: Krankheit macht arm: Im Umkehrschluss ist es möglich, dass kranke Personen schwerer in das Erwerbsleben integrierbar sind.
3. Armut oder Krankheit werden beide durch einen dritten Faktor ausgelöst.[1]

Soziale Ungleichheit der Gesundheitschancen weltweit[Bearbeiten]

Armut hat häufig Konsequenzen für den Gesundheitszustand.[2]

Auf internationalen Konferenzen hat sich der Terminus „Health Inequality“ (Gesundheitliche Ungleichheit) zur Benennung gesundheitlicher Ungleichheiten zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen durchgesetzt. Die Weltgesundheitsorganisation veröffentlicht Informationen zu Fragen durch Ungleichheit im Gesundheitswesen.[3] Der Zusammenhang von sozialer Ungleichheit und Gesundheit ist auch Gegenstand des Weltgesundheitsreports.[4]

In Kanada gelangte das Thema der sozialen Ungleichheit der Gesundheitschancen durch den LaLonde Report zu allgemeiner Aufmerksamkeit. In Großbritannien wurden durch den Black Report von 1980 die Ungleichheiten dokumentiert.

Die Armutskrankheit AIDS ist für eine rückläufige Lebenserwartung in einigen südafrikanischen Staaten verantwortlich (Quelle: World Bank World Development Indicators, 2004)

Unterschied zwischen armen und reichen Ländern[Bearbeiten]

Es gibt große Unterschiede zwischen armen und reichen Ländern. Die Lebenserwartung in den Entwicklungsländern ist in der Regel kürzer als in den entwickelten Ländern. In einigen Teilen Afrikas ist die Lebenserwartung gar auf unter 33 Jahre gefallen. In Sambia zum Beispiel liegt die durchschnittliche Lebenserwartung bei nur 32,4 Jahren. Zum Vergleich: In Norwegen dagegen sind es 78,9 Jahre. Einer der Gründe dafür ist die AIDS-Epidemie. In Sambia sind 16,5 Prozent der Bevölkerung HIV-infiziert, in Simbabwe sogar 25 Prozent.[5] Als einer der Gründe für die AIDS-Pandemie wird Armut gesehen.[6]

Siehe auch: AIDS in Afrika

Die Armut in den Entwicklungsländern führt zu schlechter Gesundheitsvorsorge und mangelhafter Ernährung. Dies wiederum wirkt sich nachteilig auf die geistige, motorische und sozial-emotionale Entwicklung aus. Die betroffenen Kinder sind weniger leistungsfähig, erzielen später ein schlechteres Einkommen und können schlechter für ihre eigenen Kinder sorgen: ein Teufelskreis. Weltweit sind 219 Millionen Kindern unter fünf Jahren durch Armut kognitiv eingeschränkt. Das sind 39 Prozent aller Kinder dieser Altersgruppe in den Entwicklungsländern. In Afrika sind es gar 61 %.[7]

Säuglingssterblichkeit in Europa, 2007

Die Säuglingssterblichkeit ist in armen Ländern stark erhöht. Es lassen sich nicht nur zwischen Entwicklungsländern und Industriestaaten, sondern auch zwischen reichen und armen Industriestaaten Unterschiede feststellen.[8] [9]

Soziale Ungleichheit der Gesundheitschancen in den Vereinigten Staaten[Bearbeiten]

In den Vereinigten Staaten sind die gesundheitliche Disparitäten zwischen gesellschaftlichen Minderheiten wie Afroamerikanern, Native Americans, asiatischen Amerikanern, Latinos, und Weißen gut dokumentiert.[10] Im Vergleich dieser Minoritätsgruppen mit der weißen Bevölkerung fallen erhöhte Häufigkeit chronischer Krankheiten, höhere Sterblichkeitsrate, und schlechtere Gesundheitschancen auf.[10] Unter den krankheitsspezifischen ethnischen Ungleichheiten in den Vereinigten Staaten ist beispielsweise die gegenüber Weißen um 10 % erhöhte Krebsausdehnungs-Rate unter Afroamerikanern zu nennen.[11] Zusätzlich existiert bei erwachsenen Latinos und Afroamerikanern eine, verglichen mit Weißen, ungefähr zweimal höhere Wahrscheinlichkeit Diabetes mellitus zu bekommen.[11] Die Rate der Herzgefäßkrankheiten, die Wahrscheinlichkeit an HIV/AIDS zu erkranken und die Säuglingssterblichkeit sind ebenfalls höher als bei Weißen.[10]

Gegenden, in denen ein Zugang zu frischen Lebensmitteln fehlt, werden in den USA food desert (Lebensmittelwüste) genannt. Dort ist der Weg zum nächsten Supermarkt oder Discounter deutlich länger als zum nächsten Fast Food Restaurant. In diesem Zusammenhang wird es als problematisch bezeichnet, dass in den USA einer Studie des US-Landwirtschaftsministeriums zufolge 23,5 Millionen Menschen, davon ein Zehntel ohne Auto, in Gegenden mit einem extrem niedrigen Durchschnittseinkommen leben und eine Meile oder länger bis zum nächsten Supermarkt fahren müssen.[12]

Psychosoziale Gesundheit[Bearbeiten]

Ein niedriger Sozialstatus ist ein Risikofaktor für psychische Erkrankungen. Dies trifft unter anderem auf die posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) zu. Schon bei der Wahrscheinlichkeit jemals eine traumatisierende Situation zu erleben, lassen sich soziale Ungleichheiten erkennen (Quotenverhältnis 3,2:1 für highschool dropouts: college graduates). Nach dem Erlebnis lassen sich Unterschiede in der Traumaverarbeitung erkennen. Je niedriger der Bildungsabschluss, desto wahrscheinlicher ist es, dass sich das Vollbild der PTBS entwickelt und desto wahrscheinlicher sind komorbide Störungen wie zum Beispiel Alkohol oder Drogenmissbrauch.[13] Die National Vietnam Veterans’ Readjustment Study lieferte wichtige Erkenntnisse über Risiko- und Schutzfaktoren für die Entwicklung einer PTBS bei Vietnamkriegsveteranen. Ein hoher sozioökonomischer Status und eine Collegeausbildung zählten zu den Schutzfaktoren.[14]

Soziale Ungleichheit der Gesundheitschancen in Polen[Bearbeiten]

In Polen führt Armut zu einer schlechteren Ernährung der davon Betroffenen:

Aus Ersparnisgründen werden Mahlzeiten minderer Qualität zubereitet – stark mit Wasser verdünnte Milch, Teigwaren, Pfannkuchen, Kartoffeln, Kohl, Brot mit Schweineschmalz.[15]

Zwar konnte Tarkowska beobachten, dass die Bedürfnisse der Kinder in den Familien – solange diese nicht pathologisch sind – im Vordergrund stehen, doch oft sind sie trotzdem unterernährt und anfällig für Infektionen.[15]

Im Fall einer Krankheit sind die Familien oft nicht in der Lage, die Medikamente zu bezahlen.[15]

Die Wohnverhältnisse sind durch Raummangel geprägt. Dieser wird im Winter verstärkt, denn arme Familien nutzen im Winter oftmals nur Teile der Wohnung, um Heizkosten zu sparen. Um Wasserkosten zu sparen, baden die armen Familien nur einmal pro Woche und es werden mehrere Kinder im selben Wasser gewaschen. Zwei, drei oder mehr Leute schlafen in einem Bett. In den Untersuchungen von Tarkowska teilte eine Frau das Bett mit vier ihrer jüngsten Kinder. Dies trägt zur Verbreitung von Infektionskrankheiten bei.[15] Im Norden Polens ist die Tuberkulose auf dem Vormarsch und trifft verstärkt sozial benachteiligte Bevölkerungsgruppen. Um die Tuberkulose zu bekämpfen, wurden inzwischen kostenlose Beratungsstellen eingerichtet.[16]

Soziale Ungleichheit der Gesundheitschancen in Deutschland[Bearbeiten]

Armut ist in Deutschland, laut H.G. Schlack, einer der Hauptrisikofaktoren für die körperliche, seelische und geistige Gesundheit.[17] Die ungleichen Gesundheitschancen aufgrund von Armut und Reichtum nehmen in Deutschland zu:

„Die sozial bedingten Unterschiede bei der Gesundheit haben in den letzten 20 Jahren zugenommen. Ein Beispiel: Mehr Frauen und Männer aus der niedrigsten Einkommensgruppe beurteilen heute ihren Gesundheitszustand als ‚weniger gut‘ oder ‚schlecht‘. Bei Frauen und Männern, die sehr gut verdienen, ist eine gegenläufige Entwicklung zu sehen. Armut wirkt sich auch unmittelbar auf die Lebenserwartung aus. Die mittlere Lebenserwartung von Männern der niedrigsten Einkommensgruppe liegt bei der Geburt fast elf Jahre unter der von Männern der hohen Einkommensgruppe. Bei Frauen beträgt der Unterschied acht Jahre.“"[18]

Nach Beobachtungen des Robert-Koch-Instituts[19] zeigten sich Zusammenhänge von sozialer Schicht und Gesundheitschancen in den Bereichen:

In Untersuchungen wurde festgestellt, dass von Armut betroffene Menschen häufiger unter Übergewicht leiden, häufiger rauchen und weniger Sport treiben. Die Folge sind vermehrte Herz-Kreislauf-Erkrankungen.[20] Winkler und Stolzenberg konnten nachweisen, dass Arme häufiger von Lungenkrebs, Bluthochdruck, Herzinfarkt, Durchblutungsstörungen im Gehirn, Durchblutungsstörungen in den Beinen, Diabetes Typ II, Bandscheibenschäden und Hepatitis betroffen waren als Nichtarme.[21]

Gesundheit und Armut bei Kindern und Jugendlichen[Bearbeiten]

Die Kinderarmut nimmt in Deutschland stark zu.[22] In diesem Bereich ist die Verschränkung von Armut und Gesundheit bedeutsam, weil sie die Möglichkeiten der Kinder auf ein „gutes Leben“ einschränken. Vor der Einschulung werden bei Kindern aus armen Familien bereits vermehrt Entwicklungsverzögerungen und Gesundheitsstörungen festgestellt. Psychiatrische Krankheiten im Kindesalter treten bei ihnen gehäuft auf. Es kommt zu Verzögerungen bei der Sprachentwicklung und einer Verzögerung der intellektuellen und psychomotorischen Entwicklung.[23] Zudem sind sie häufiger von Unfallverletzungen und zahnmedizinischen Problemen betroffen.

In einer Broschüre des Robert-Koch-Instituts zum Thema heißt es:

Neben schlechteren Startchancen in Schule und Beruf kommen ein oftmals schlechterer Gesundheitszustand und ungünstige Gesundheitsverhaltensmuster zum Tragen. Gleichzeitig weist die neuere sozialpsychologische Forschung aus, dass die Ergebnisse des Sozialisationsprozesses durch eine Vielzahl von sozioökonomischen Faktoren mitbestimmt werden.[24]

Im Jugendalter lässt sich ein Zusammenhang zwischen sozialer Lage, psychosozialem Wohlbefinden, dem Vorkommen von Schmerzen, sowie dem Gesundheitsverhalten herstellen. Nach Strohmeier sind 80 % der Jugendlichen in den bürgerlichen Vierteln Bochums gesund. In den Trabantenvierteln sind es nur 10 bis 15 Prozent. Als Krankheiten, die mit Kinderarmut einhergehen, nennt er vor allem Übergewicht und motorische Störungen.[25]

Arbeitslosigkeit und Gesundheit[Bearbeiten]

Das Robert-Koch-Institut stellte fest, dass arbeitslose Menschen einen ungünstigeren Gesundheitszustand haben als Berufstätige:

Die Wahrscheinlichkeit, die eigene Gesundheit weniger gut oder schlecht einzuschätzen, erhöht sich mit der Dauer der Arbeitslosigkeit. Ein oder mehrere Jahre lang arbeitslose Männer geben bis viermal so häufig einen weniger guten oder schlechten Gesundheitszustand an wie berufstätige Männer ohne Zeichen von Arbeitslosigkeit.

Auch das gesundheitsbewusste Verhalten ist weniger ausgeprägt, wobei sich hier ein geschlechtsspezifischer Unterschied zeigt, wie das Beispiel Rauchen verdeutlicht:

Während 49 % der im Bundes-Gesundheitssurvey 1998 befragten arbeitslosen Männer rauchen, sind es unter den berufstätigen männlichen Befragten 34 %. Die Unterschiede bei den Frauen sind mit 31 % Raucherinnen unter den arbeitslosen Frauen und 28 % Raucherinnen unter den berufstätigen Frauen geringer.[26]

Die Auswertung aktueller Krankenkassendaten zeigt:

  • Arbeitslose Männer verbringen mehr als doppelt so viele Tage im Krankenhaus wie berufstätige Männer.
  • Arbeitslose Frauen verbringen 1,7-mal so viele Tage im Krankenhaus wie berufstätige Frauen.
  • Die Sterblichkeit steigt in Abhängigkeit von der vorausgehenden Arbeitslosigkeitsdauer kontinuierlich.
  • Es wurden Hinweise dafür gefunden, dass Arbeitslosigkeit ursächliche Auswirkungen auf die Entwicklung schwerer Krankheiten hat.[26]

Kinder arbeitsloser Eltern[Bearbeiten]

Kinder arbeitsloser Eltern reagieren häufig mit Entmutigung und Resignation, Verschlechterung der Konzentration,[27] Verhaltensauffälligkeiten und emotionaler Instabilität .[28]

Gesundheit alleinerziehender Mütter und Väter[Bearbeiten]

Belastungen alleinerziehender und verheirateter Mütter
Belastungen/Beunruhigungen alleinerziehende Mütter verheiratete Mütter
Unsicherheit wie eigene Zukunft weitergeht 48,8 % 26,4 %
finanzielle Probleme 47,7 % 18,7 %
Erziehung und Ausbildung der Kinder 34,5 % 27,1 %
zu viele Aufgaben in der Familie 23,8 % 13,0 %
Anforderungen nicht mehr gewachsen sein 22,7 % 11,4 %
nicht genug Erfolg 20,3 % 7,5 %
fehlende Harmonie in der Familie 17,9 % 4,1 %
Probleme mit der Wohnsituation 16,6 % 6,2 %
Gefühl, überflüssig zu sein 15,5 % 8,9 %
Robert-Koch-Institut/Statistisches Bundesamt: Gesundheitsberichterstattung des Bundes, Heft 14: Gesundheit alleinerziehender Mütter und Väter

Alleinerziehende ohne Partnerin oder Partner gelten als belastet. Alleinerziehende Mütter sind nicht nur durch finanzielle Probleme, sondern auch durch Zukunftsängste, Anzeichen von Überforderung und durch ein geringes Selbstwertgefühl stärker belastet als verheiratete Mütter (siehe nebenstehende Tabelle des Robert-Koch-Instituts).

Alleinerziehende Mütter litten oder leiden deutlich häufiger unter

  • Nieren- und Lebererkrankungen,
  • chronischer Bronchitis und
  • Migräne.

Besonders auffällig ist, dass sie mit 24,7 % mehr als doppelt so häufig psychische Erkrankungen angeben wie die verheirateten Mütter. Zudem leiden sie häufiger und stärker unter Schmerzen als verheiratete Mütter, wodurch sie sich auch häufiger in der Bewältigung des Alltagslebens schwerer beeinträchtigt fühlen. Vor allem in der unteren Sozialschicht fühlen sich alleinerziehende Mütter durch Schmerzen und emotionale Probleme stärker beeinträchtigt als die verheirateten Mütter. Das Robert-Koch-Institut geht davon aus, dass sich „hier die negativen Effekte des Alleinerziehens auf Einzelaspekte der gesundheitsbezogenen Lebensqualität durch die Zugehörigkeit zur unteren Sozialschicht noch verstärk[en].“[29]

Alleinerziehende und verheiratete Mütter nehmen ungefähr gleichhäufig Arzttermine und Kuren in Anspruch. Allerdings nehmen alleinerziehende Mütter seltener Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch als verheiratete. Die Arzttermine werden zudem häufiger aufgrund akuter Beschwerden denn aufgrund von Beratung in Anspruch genommen.

Auch für die Schweiz, Kanton Zürich, wies der Bericht „Gesundheit von Müttern und Kindern unter sieben Jahren“ des Instituts für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Zürich nach, dass allein erziehende Mütter, aber auch Mütter von mehr als zwei Kindern, in besonderem Maße gesundheitlich gefährdet seien. Diese Gefährdung stehe meist in Verbindung mit einer kombinierten Belastung in Familie, im Beruf (mehrheitlich in Teilzeitarbeit) und im Haushalt.[30]

Gesundheitliche Ungleichheit und Migration[Bearbeiten]

Die sozialepidemiologische Forschung weist immer wieder darauf hin, dass eine besondere Belastung von Migranten auch in der zweiten und dritten Generation nachweisbar ist.[31]

Insbesondere haben Kinder mit Migrationshintergrund eine erhöhte Säuglingssterblichkeit und im späteren Kindesalter eine erhöhte Gefährdung durch Unfälle[32]

Kinder mit Migrationshintergrund leiden häufiger unter Übergewicht als deutsche Kinder.[33]

Viele Flüchtlinge leiden unter Bedingungen, die ihre Gesundheit und ihr Leben gefährden. Zu extremen Bleivergiftungen kam es in den Flüchtlingslagern auf dem Gebiet von Trepča (Kosovo).

Asylbewerber, die Leistungen nach § 1 AsylbLG und nicht nach § 2 AsylbLG erhalten, erhalten ebenso wie ihre Kinder eine nach § 4 AsylbLG eine auf Leistungen bei akuter Krankheit bzw. akutem Behandlungsbedarf und bei schmerzhafter Krankheit eingeschränkte medizinische Versorgung. Als Ermessensleistung kann sie durch Leistungen nach § 6 AsylbLG ergänzt werden. Die Gesundheitsversorgung dieser Personen liegt unterhalb derjenigen von gesetzlich Krankenversicherten.

Gründe des Zusammenhangs von Armut und geringer Gesundheit[Bearbeiten]

Aktuelle Modelle zur Erklärung des Zusammenhangs gehen nicht von einem direkten Einfluss des sozialen Status auf die Gesundheit und Lebenserwartung aus (Mackenbach 2006). Stattdessen wirkt der soziale Status indirekt, weil er ein wichtiger Bestimmungsfaktor für Unterschiede in gesundheitlich relevanten Faktoren – wie materiellen und psychosozialen Ressourcen und Belastungen sowie dem Gesundheitsverhalten – ist. Die Chancen und Risiken für die Gesundheitsentwicklung im weiteren Leben sind bereits in Kindheit und Jugend ungleich verteilt; diese Verteilung kann sich im weiteren Lebensverlauf durch Wechselwirkungen zwischen dem sozialen Status und dem Gesundheitszustand verfestigen.

Die Gründe dafür, dass sozial benachteiligte Menschen häufiger erkranken, liegen nach Andreas Mielck[34] in

  • Unterschieden in den gesundheitlichen Belastungen (z. B. Belastungen am Arbeitsplatz)
  • Unterschieden in den Bewältigungsressourcen (z. B. soziale Unterstützung)
  • Unterschieden in der gesundheitlichen Versorgung (z. B. Arzt-Patient-Kommunikation).

Dies zusammengenommen führt wiederum zu

  • Unterschieden beim Gesundheits- und Krankheitsverhalten (z. B. Ernährung, Rauchen).

Insgesamt führen diese Faktoren zu

Gesundheitlichen Belastungen[Bearbeiten]

Gesundheitliche Belastungen am Arbeitsplatz[Bearbeiten]
Gesundheitliche Belastungen durch Erwerbslosigkeit[Bearbeiten]

Nach einer Studie im Auftrag des Deutschen Gewerkschaftsbundes bestehe in der Wissenschaft Übereinstimmung dahingehend, dass Erwerbslosigkeit einen kausalen Einfluss auf gesundheitsbezogenes Verhalten und auf die Entstehung „gesundheitlicher Probleme, sowohl psychosozialer als auch physischer Art“. Durch Forschungen lassen sich laut Studie „drastische Unterschiede zwischen Arbeitslosen und Beschäftigten belegen: Depressivität, Ängstlichkeit, Hoffnungslosigkeit und Hilflosigkeit bis hin zur Resignation sowie ein verringertes Selbstwertgefühl, geringeres Aktivitätsniveau und Einsamkeit stellen wesentliche Symptome einer schlechteren psychischen Gesundheit von Arbeitslosen dar.“[35]

Während die Krankenstandsquote in Deutschland bei den Erwerbstätigen gerade mal 4,4 % betrage, liege sie bei Beziehern von ALG I schon bei 7,9 % und bei Beziehern von ALG II sogar bei 10,9 %. Die tatsächlichen Zahlen könnten noch höher sein, da man davon ausgehen kann, dass Arbeitslose bei kurzen Erkrankungen eher auf eine Krankmeldung verzichten.

Umweltbelastungen[Bearbeiten]

Bereits im 19. Jahrhundert problematisierte die Sozialhygiene den Einfluss von Wohn- und Arbeitsumwelt auf die Gesundheit der Menschen.

Eine neue Debatte um eine Umweltbezogene Gerechtigkeit begann in den Vereinigten Staaten, als im Kontext der Bürgerrechtsbewegungen einkommensschwache und nicht-weiße Gesellschaftsgruppen begannen, eine „Environmental Justice“ (umweltbezogene Gerechtigkeit) einzufordern. Eine schichtspezifisch geringere Gesundheit wurde mit dem Arbeits- und dem Wohnumfeld und mit dem Verkehr in Zusammenhang gebracht.

Nach Schlüns[36] treffe die These aus Ulrich BecksRisikogesellschaft“, nach der Umweltbelastungen eher gleichmäßig über die verschiedenen Schichten der Gesellschaft verteilt würden, nicht mehr generell zu. Neuere Erkenntnisse zeigten, dass wohlhabende Schichten größere Möglichkeiten hätten, sich den Umweltbelastungen zu entziehen. Menschen aus unteren Schichten seien einerseits durch Umweltbelastungen stärker belastet (z. B. Lärm und Feinstaub im Wohn- und Arbeitsumfeld), könnten sie aber andererseits schlechter ausgleichen oder bewältigen (z. B. durch geringeren Zugang zu Grünflächen).

Bewältigungsressourcen[Bearbeiten]

Gratifikationskrise[Bearbeiten]

Nach dem Erklärungsansatz der Gratifikationskrise erkranken Menschen dann, wenn sie sich stark verausgaben und hierfür nicht entsprechend belohnt werden. Besonders betroffen von der Gratifikationskrise sind gering qualifizierte Arbeiter und alleinerziehende Mütter.

Informationsdefizite[Bearbeiten]

Antje Richter hat herausgefunden, dass sozial benachteiligte Personen Informationsdefizite haben. Sozial Benachteiligte wissen wenig über:

  • Risikovermeidung und die Bewältigung von gesundheitlichen Problemen
  • Gesundheitsförderung allgemein und die Umsetzung von gesundheitsbezogenen Empfehlungen im Alltag
  • Die gesundheitliche Regelversorgung und die relevanten Ansprechpartner
  • Bedarfe von Kinder und Jugendlichen und besondere Fördermöglichkeiten
  • Ihre Rechte.[37]

Gesundheitliche Versorgung[Bearbeiten]

Teilnahme an den Vorsorgeuntersuchungen U1 bis U8
in Hamburg nach Berufstätigkeit des Vaters[38]
Beruf des Vaters Teilnahmequote
Arbeitslose 30,3 %
einfache Arbeiter 38,4 %
Facharbeiter 65,7 %
hochqualifizierte Arbeitnehmer 77 %
Freiberufliche 70,4 %
Selbständige 67 %

Das Problem sozialer Ungleichheit im Bereich der medizinischen Versorgung ist in der Bundesrepublik Deutschland bislang nicht umfangreich untersucht worden. Zwischenergebnisse einer aktuellen Studie zeigen, dass sozial benachteiligte Personen psychische, soziale und strukturelle Barrieren vor der Inanspruchnahme von Leistungen erfahren. Als Beispiele werden die Kindervorsorgeuntersuchungen U1 bis U9 und schmerzbezogenen Behandlungen genannt.[39]

Es besteht ein signifikanter Unterschied in der Wahrscheinlichkeit, einen Internisten aufzusuchen. Für Angehörige aus Gesellschaftsgruppen mit wenigen Ressourcen beträgt die Wahrscheinlichkeit prinzipiell einen Internisten zu besuchen etwa 16 % bis 29 %, während bei Oberschichtangehörigen diese Wahrscheinlichkeit bei etwa 41 % bis 59 % liegt.[40]

Das Problem einer schichtspezifischen gesundheitlichen Versorgung wird teilweise auch unter dem Schlagwort Zwei-Klassen-Medizin problematisiert, wobei allerdings die Grenze zwischen den Klassen (Gesetzliche bzw. Privatversicherung) bei 4.800 Euro/Monat bis 5.600 Euro/Monat (Beitragsbemessungsgrenze) liegt.

Auch bei der Versorgung mit Medikamenten gibt es schichtspezifische Unterschiede. So müssen etwa nach einem Urteil des LSG Rheinland-Pfalz in Mainz die Kosten für das Medikament Ritalin bei Erwachsenen von den gesetzlichen Krankenkassen nicht mehr übernommen werden.[41] Das billigste Ritalin-Generikum kostet für Erwachsene zwischen 22,32 € (niedrigste wirksame Dosis) und 89,28 € (hohe, oft erforderliche Dosis von 80 mg am Tag) im Monat.

Gesundheitsverhalten[Bearbeiten]

Ernährung[Bearbeiten]

Lauterbach weist auf die niedrigere Qualität der Ernährung der in Armut lebenden Kinder hin. Sie nähmen weniger Obst und Vollkornbrot, dafür aber mehr Chips und Pommes frites zu sich.[42]

Der 2. Armuts- und Gesundheitsbericht weist darauf hin, dass die Unterschiede im Ernährungsverhalten zwischen armen und reichen Kindern nur gering seien, was nach Auffassung der Arbeiterwohlfahrt „vielleicht darauf schließen lässt, dass sich bei der Ernährung die Eltern zugunsten ihrer Kinder einschränken.“[43]
Dies konnte in einer Studie bewiesen werden.[44]

Sonstiges Gesundheitsverhalten[Bearbeiten]

Arme Kinder sind seltener im Sportverein aktiv und sie putzen sich seltener die Zähne.[45] Es gibt eine Korrelation zwischen dem Bildungsniveau und dem Rauchverhalten: In den unteren Schichten ist der Anteil der Raucher höher als in den oberen Schichten.

siehe auch: Rauchen und soziale Schichten

Soziale Ungleichheit und Lebenserwartung[Bearbeiten]

Für viele Länder ist ein deutlicher Zusammenhang zwischen der Länge des Lebens eines Menschen und seinem sozialen Status – gemessen über den Bildungsabschluss, den Berufsstatus und / oder das Einkommen – dokumentiert (Mackenbach 2006). Diese Befunde waren einer der Ausgangspunkte, um auf europäischer Ebene eine eigene Strategie zum Abbau gesundheitlicher Ungleichheiten zu fordern (EU-Projekt 'Closing the Gap').

Auch für Deutschland weisen Analysen auf Basis des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) deutliche Einkommensunterschiede in Relation zur Lebenserwartung aus (Lampert et al. 2007[46]). So werden Männer und Frauen aus der Armutsrisikogruppe durchschnittlich nur 70 bzw. 77 Jahre alt, während Männer und Frauen mit sehr hohen Einkommen fast 10 Jahre länger leben (81 bzw. 85 Jahre). Die Ergebnisse verweisen zudem darauf, dass auch der Anteil der in Gesundheit verbrachten Lebensjahre deutlich variiert.

Gemäß Daten aus der privaten Rentenversicherung aus den Jahren 1995–2002 liegt die auf ein Jahr bezogene Sterbewahrscheinlichkeit für Bezieher hoher Renten um bis zu 20 % niedriger als für Bezieher geringer Renten. Aus Daten der gesetzlichen Rentenversicherung und des statistischen Bundesamtes geht hervor, dass die Wahrscheinlichkeit für einen 65-jährigen Mann, innerhalb eines Jahres zu sterben, für Versicherte der Arbeiterrentenversicherung fast doppelt so hoch ist wie für Versicherte der Angestelltenversicherung und für Beamte.[47]

Soziale Unterschiede in der Lebenserwartung werden auch als volkswirtschaftlich relevant angesehen. So verweist der Rentenexperte der SPD, Karl Lauterbach, seit langem darauf, dass die unterschiedlichen Rentenbezugsdauern von einkommensschwachen und einkommensstarken Rentnern zu einer Umverteilung im System der gesetzlichen Rentenversicherung von unten nach oben führe (Lauterbach et al. 2006[48]).

Politische Thematisierung[Bearbeiten]

Die EU möchte mit zwei aufeinanderfolgenden Initiativen die soziale Ungleichheit der Gesundheitschancen in Europa verringern. Auf die Initiative Closing the Gap (2004–2007) folgt die Initiative Determine (2007–2010).[49]

Mit dem Bielefelder Memorandum zur Verringerung gesundheitlicher Ungleichheiten[50] möchten Wissenschaftler darauf hinwirken, dass die nächste Gesundheitsreform das oberste Ziel habe, die zunehmende gesellschaftliche Spaltung im Bereich Gesundheit zu vermindern.

In Großbritannien gibt es eine Diskussion darüber, ob es erwünscht sei, das Gesundheitsverhalten der Arbeiterklasse zu verbessern oder nicht. Es wird befürchtet, dass die letztlich paternalistische Sorge um die Gesundheit der Arbeiterklasse eine Obsession der gebildeten Mittelschicht (“obsession of the learned middle class”) sei.[51]

Gesundheitsminister John Reid, Sohn einer Arbeiterfamilie, tat sich durch diese Meinung hervor. Er sagte: „Ich sage nur: Lasst uns aufpassen, dass wir diese Leute nicht gönnerhaft behandeln. Wie meine Mutter es sagen würde: Die Leute aus diesen niedrigen sozio-ökonomischen Kategorien haben sehr wenige Freuden im Leben und als eine davon betrachten sie das Rauchen“.[52]

Literatur[Bearbeiten]

  • Bauer, U./Bittlingmayer, U.H./Richter, M. (Hrsg.) (2007) Health Inequalities. Determinanten und Mechanismen gesundheitlicher Ungleichheit, Wiesbaden: VS (i.E.)
  • Bauer, U./Büscher, A. (Hrsg.) (2007) Soziale Ungleichheit und Pflege. Befunde angewandter Pflegeforschung, Wiesbaden: VS
  • Gabriele Bolte/Andreas Mielck (Hrsg.): Umweltgerechtigkeit – Die soziale Verteilung von Umweltbelastungen, Weinheim-München 2004
  • Joachim Heinrich u. a.: Soziale Ungleichheit und umweltbedingte Erkrankungen in Deutschland, Landsberg 1998
  • Bita Kolahgar: Die soziale Verteilung von Umweltbelastungen und gesundheitlichen Folgen an industriellen Belastungsschwerpunkten in Nordrhein-Westfalen, Essen 2006
  • Lampert, T./Kroll, L.E. (2014) Soziale Unterschiede in der Mortalität und Lebenserwartung GBE kompakt 5(2) Hrsg. Robert Koch-Institut, Berlin. PDF
  • Lampert, T./Kroll, L.E./Dunkelberg A (2007). Soziale Ungleichheit der Lebenserwartung APuZ 42/2007. PDF Soziale Ungleichheit der Lebenserwartung in Deutschland
  • Lampert, T./Ziese, T. (2005). Armut, soziale Ungleichheit und Gesundheit. Expertise des Robert Koch-Instituts zum 2. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung Schriftenreihe Lebenslagen in Deutschland. Bonn: BMGS. Download
  • Lauterbach K, Lüngen M, Stollenwerk B, Gerber A und Klever-Deichert G (2006) Zum Zusammenhang zwischen Einkommen und Lebenserwartung. Studien zu Gesundheit, Medizin und Gesellschaft 1/2006 PDF
  • Mackenbach JP (2006) Health Inequalities: Europe in Profile. UK Presidency of the EU, Rotterdam PDF
  • Mielck, Andreas: Soziale Ungleichheit und Gesundheit. Einführung in die aktuelle Diskussion Bern 2005 ISBN 3-456-84235-X
  • Julia Schlüns: Umweltbezogene Gerechtigkeit in Deutschland Aus Politik und Zeitgeschichte, Nr. 24 / 11. Juni 2007 [2]
  • Karin Tiesmeyer / Michaela Brause / Meike Lierse: Der blinde Fleck. Ungleichheiten in der Gesundheitsversorgung KBT Huber & Partner, Oktober 2007 ISBN 3-456-84493-X

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Helmert et al (2000): Müssen Arme früher sterben? Soziale Ungleichheit und Gesundheit in Deutschland. Juventa ISBN 978-3-7799-1192-0
  2. Mielck, A. (Hrsg.): Krankheit und soziale Ungleichheit. Opladen: Leske + Budrich.
  3. WHO – Health and health inequalities
  4. WHO – World Health Report
  5. Lebenserwartung in Teilen Afrikas unter 33 Jahre, vista verde news, abgerufen am 18. Dezember 2006
  6. Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. 2013. Hunger und Fehlernährung haben viele Ursachen. Hintergrund.
  7. Studie: Armut beeinträchtigt die geistige Entwicklung von Kindern, wissenschaft.de (abgerufen am 18. Dezember 2007).
  8. apoverlag.at (Version vom 28. Dezember 2008 im Internet Archive)
  9. europa.s-cool.org
  10. a b c Goldberg, J., Hayes, W., and Huntley, J. „Understanding Health Disparities.“ Health Policy Institute of Ohio (November 2004), pages 4–5.
  11. a b American Public Health Association (APHA), Eliminating Health Disparities: Toolkit (2004).
  12. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatFast Food statt Vitamine: In der Lebensmittelwüste. taz, 22. Oktober 2010, abgerufen am 1. November 2010.
  13. Sarah Gold: PTSD and social class. Trauma Alliance.
  14. Jennifer L. Price, Ph.D.: Findings from the National Vietnam Veterans’ Readjustment Study – Factsheet. National Center for PTSD. United States Department of Veterans Affairs (abgerufen am 27. September 2012).
  15. a b c d Elzbieta Tarkowska (2005): Kinderarmut und soziale Ausgrenzung in Polen (Übersetzung aus dem englischen von Rudolph Müllan). In: Margherita Zander: Kinderarmut. Wiesbaden. VS Verlag für Sozialwissenschaften. ISBN 3-531-14450-2, S. 39-40
  16. Woiwodschaft Lodz (2003): Das Woiwodschaftprogramm zur Prophylaxe der Lungentuberkulose
  17. Schlack, Hans (1995): Lebenswelten von Kindern. In Schlack, Hans (Hgg.): Sozialpädiatrie – Gesundheit – Krankheit – Lebenswelten. Stuttgart/Jena/NewYork: Gustav Fischer Verlag, ISBN 3-437-11664-9, S. 90
  18. PM des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung: Mehr Jobs, aber auch mehr Armut. Abgerufen am 26. November 2013.
  19. Robert-Koch-Institut: Armut und Gesundheit (PDF-Download 836 kB) (abgerufen am 26. November 2013).
  20. J. Winkler, Die Bedeutung der neueren Forschungen zur sozialen Ungleichheit der Gesundheit für die allgemeine Soziologie, in: Helmert u. a.: Müssen Arme früher sterben? Weinheim und München: Juventa
  21. Winkler, J. und Stolzenberg, H.: (1999): Der Sozialschichtindex im Bundesgesundheitssurvey. In: Gesundheitswesen, 61. Sonderheft 2
  22. faz.net-Artikel zum Kinderreport Deutschland 2007 vom 15. November 2007
  23. Richter, Antje (2005): Armutsprävention – ein Auftrag für Gesundheitsförderung, S. 203. In: Margherita Zander: Kinderarmut. Wiesbaden. VS Verlag für Sozialwissenschaften. ISBN 3-531-14450-2
  24. Robert Koch-Institut: Gesundheitsberichterstattung des Bundes. Heft 4: Armut bei Kindern und Jugendlichen (abgerufen am 27. September 2012).
  25. Magazin Mitbestimmung 1+2/2006 (Hans Böckler Stiftung): Interview mit Klaus Peter Strohmeier: „Für unsere Gesellschaft sieht es düster aus“ (abgerufen am 27. September 2012).
  26. a b Robert-Koch-Institut: Gesundheitsberichterstattung des Bundes – Heft 13: Arbeitslosigkeit und Gesundheit, Februar 2003 (abgerufen am 27. September 2012).
  27. Bolger, Kerry E., Charlotte J. Petterson und William W. Tompson (1995): Psychological Adjustment among Children Experiencing Persistent and Intermittent Family Economic Hardship. Child Development 66: S. 1107–1129
  28. Caspi, Avshalom, Glen H. Elder und Ellen S. Herbener (1990): Childhood Personality and the prediction of Life-course Patterns. S. 13–35 in: Lee N. Robins und Michael Rutter (Hrsg.): Straight and Devious Pathways from Childhood to Adulthood. Cambridge. Cambridge University Press
  29. Robert Koch Institut / Statistisches Bundesamt: Gesundheitsberichterstattung des Bundes, Heft 14: Gesundheit alleinerziehender Mütter und Väter (abgerufen am 27. September 2012).
  30. Berichts „Gesundheit von Müttern und Kindern unter sieben Jahren“ des Institutes für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Zürich vom 13. Januar 2006, zitiert nach [1] (abgerufen am 29. Januar 2008).
  31. Zu dieser Problematik gab es einen Themenkomplex während einer Tagung in Bielefeld: Health Inequalities V (2010)
  32. Richter, Antje (2005): Armutsprävention – ein Auftrag für Gesundheitsförderung, S. 202. In: Margherita Zander: Kinderarmut. Wiesbaden. VS Verlag für Sozialwissenschaften. ISBN 3-531-14450-2
  33. Gesund essen mit Freude: Präventionsprojekt auf bkk.de (abgerufen am 30. August 2012).
  34. Mielck, 2005, S.53
  35. DGB: Arbeitsmarkt aktuell, Nr. 9. August 2010, S. 2f. (PDF-Download 1,4 MB) (abgerufen am 27. September 2012).
  36. Aus Politik und Zeitgeschichte, Nr. 24 / 11. Juni 2007, Seite 26-31 Julia Schlüns: Umweltbezogene Gerechtigkeit in Deutschland (abgerufen am 30. August 2012).
  37. Richter, Antje (2005): Armutsprävention – ein Auftrag für Gesundheitsförderung, S. 201. In: Margherita Zander: Kinderarmut. Wiesbaden. VS Verlag für Sozialwissenschaften. ISBN 3-531-14450-2
  38. Roland Merten (2002): Psychosoziale Folgen von Armut im Kindes- und Jugendalter. In Christoph Butterwegge, Michael Klundt (Hrsg.): Kinderarmut und Generationengerechtigkeit. Opladen: Leske und Budrich, ISBN 3-8100-3082-1, S. 150.
  39. Soziale Ungleichheit in der Gesundheitsversorgung. Der Einfluss sozialer Faktoren auf das Leistungsgeschehen im deutschen Gesundheitswesen, Kongress Medizin und Gesellschaft 2007. Augsburg, 17.-21.September 2007.
  40. Nicole Thode, Eckardt Bergmann, Panagiotis Kamtsiuris, Bärbel-Maria Kurth: Einflussfaktoren auf die Inanspruchnahme des deutschen Gesundheitswesens und mögliche Steuerungsmechanismen, S.88 (abgerufen am 30. August 2012).
  41. Kein Anspruch von Erwachsenen auf Ritalin bei ADHS (abgerufen am 1. Januar 2008).
  42. Lauterbach, Wolfgang: Armut in Deutschland – Folgen für Familien und Kinder. Oldenburg: Oldenburger Universitätsreden. ISBN 3-8142-1143-X, S. 31
  43. Arbeiterwohlfahrt: Stellungnahme des Bundesverbandes der Arbeiterwohlfahrt e. V. zum 2. Nationalen Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung http://www.awo.org/pub/soz_pol/armut/narb_stn_05/caarticle_file_download/elem0/NARB_Stellungnahme_endg.pdf (Version vom 26. Mai 2005 im Internet Archive)Vorlage:Webarchiv/Wartung/Linktext_fehlt
  44. Richter, Antje (2005): Armutsprävention – ein Auftrag für Gesundheitsförderung, S. 206. In: Margherita Zander: Kinderarmut. Wiesbaden. VS Verlag für Sozialwissenschaften. ISBN 3-531-14450-2
  45. Lauterbach, Wolfgang: Armut in Deutschland – Folgen für Familien und Kinder. Oldenburg: Oldenburger Universitätsreden. ISBN 3-8142-1143-X, S. 31
  46. Thomas Lampert, Lars Eric Kroll und Annalena Dunkelberg (2007): Soziale Ungleichheit der Lebenserwartung in Deutschland. Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ) 42/2007 (abgerufen am 24. April 2014).
  47. Herleitung der DAV-Sterbetafel 2004R für Rentenversicherungen
  48. Lauterbach K, Lüngen M, Stollenwerk B, Gerber A und Klever-Deichert G (2006): Zum Zusammenhang zwischen Einkommen und Lebenserwartung. Studien zu Gesundheit, Medizin und Gesellschaft 1/2006 (abgerufen am 24. April 2014, PDF 455kB)
  49. Europa Projekt Health Inequality
  50. Bielefelder Memorandum zur Verringerung gesundheitlicher Ungleichheiten (abgerufen am 27. September 2012; PDF; 24 kB).
  51. Smoking ban is just ‘obsession of middle class’, says minister Artikel vom 9. Juni 2004
  52. Smoking ‘working class pleasure’ Artikel vom 9. Juni 2004