Spike Milligan

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Sir Spike Milligan, KBE (* 16. April 1918 in Ahmadnagar, Indien; † 27. Februar 2002 bei Rye in East Sussex) war ein irischer Komiker, Schriftsteller, Dichter, Schauspieler und Jazz-Musiker (Trompete und Gitarre).

Biografie[Bearbeiten]

Spike Milligan wurde als Terence Alan Milligan in Indien geboren. Sein Vater war ein irischer Offizier in der britischen Armee. Obwohl er den Großteil seines Lebens in Großbritannien gelebt hat und in der britischen Armee diente, wurde er 1960 für „staatenlos“ erklärt und erlangte später die irische Staatsbürgerschaft.

Während der 1930er- und frühen 1940er-Jahre trat er in erster Linie als Jazz-Trompeter auf, hin und wieder aber auch als Komiker. Im Zweiten Weltkrieg diente er in der Royal Artillery in Nordafrika und Italien, wo er schließlich wegen einer Kriegsneurose hospitalisiert wurde. Danach wurde er aus dem Militärdienst entlassen und wurde Gitarrist in einer Jazz/Comedy-Gruppe namens „The Bill Hall Trio“. Am Anfang traten sie vor allem für die Truppen auf, später aber auch für kurze Zeit auf öffentlichen Bühnen. Milligan wechselte zur Gruppe „Central Pool of Artists“ und begann Parodien zu schreiben, die später zum Hauptbestandteil der Goon Show wurden.

Milligan war der Hauptautor der Goon Show und trat auch selbst darin auf. In weiten Kreisen gilt er als der Vater der modernen britischen Komödie, der viele andere Komiker beeinflusst hat – darunter auch Monty Python. Mit einer Show pro Woche war er jedoch überfordert. Er hatte mehrere Nervenzusammenbrüche; einmal soll er sogar Peter Sellers mit einem Messer gejagt haben.

Bei einer BBC-Umfrage im August 1999 wurde Milligan zur „lustigsten Person der letzten 1000 Jahre“ gewählt.

Milligan war bipolar krank (manisch-depressiv) und litt sein ganzes Leben an dieser Erkrankung.

Milligan trat in über 70 Filmen und (Fernseh-) Serien auf; sein 1963 veröffentlichter und zum Bestseller avancierter Roman Puckoon wurde im Jahr 2002 von Terence Ryan verfilmt.

Weblinks[Bearbeiten]