Stefan Esders (Unternehmer)

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Porträtmedaillon in der Kaasgrabenkirche
Todesanzeige
Straßenschild

Stefan Esders (* 6. Juli 1852 in Haren an der Ems; † 15. September 1920 in Wien; auch Stephan Esders) war ein belgisch-österreichischer Unternehmer.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Stefan Esders und sein Bruder Henri Esders schufen eine große Kleiderfabrik in Brüssel mit Filialen in Berlin, Paris, St. Petersburg, Rotterdam und Wien. Um sein 1895 in Wien errichtetes Warenhaus Zur großen Fabrik (Mariahilfer Straße 18) gab es heftigen politischen Streit. Esders führte dort als erster in Wien auch ein System der Gewinnbeteiligung (Prämienzahlungen) für seine Angestellten ein.

Esders war zusammen mit seinem Bruder der Hauptsspender des Emsland-Doms in seinem Geburtsort Haren. Er ließ sich in Wien nieder und stiftete die Kaasgrabenkirche. Am 20. September 1920 wurde er dort in der von Hans Schwathe gestalteten Gruft beigesetzt.

Den Platz vor der Kaasgrabenkirche und seiner ehemaligen Villa wurde ihm zu Ehren 1935 von der Stadt Wien nach ihm benannt; zum Zeitpunkt der Anlage 1912 hieß er Hohenwartplatz und ab 1917 Ettinghausenplatz.

Die Villa Esders[Bearbeiten]

Seine ehemalige Residenz am heutigen Stefan-Esders-Platz 1, das ebenso wie sein Warenhaus und die von ihm gestiftete Kirche ein um 1910 errichtetes Werk der Architekten Franz Kupka (1855–1924) und Gustav Orglmeister (1861–1953) ist, wurde nach seinem Tod dem Orden der Schwestern vom Armen Kinde Jesu übergeben. Sie wurde zum Clara-Fey-Kinderdorf umgebaut und mit mehreren Zubauten erweitert und ist heute samt dem großen Park eine Sonderschule des Ordens.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]