The Allman Brothers Band

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The Allman Brothers Band
The Allman Brothers (Konzert 2010)
The Allman Brothers (Konzert 2010)
Allgemeine Informationen
Genre(s) Rock
Gründung 1969
Website http://www.allmanbrothersband.com/
Gründungsmitglieder
Gregg Allman
Berry Oakley (bis † 1972)
Gitarre
Duane Allman (bis † 1971)
Gitarre, Gesang
Dickey Betts (bis 2000)
Butch Trucks
Jai Johanny „Jaimoe“ Johanson (bis 1980)
Aktuelle Besetzung
Gesang, Keyboard, Gitarre
Gregg Allman
Oteil Burbridge (seit 1997)
Gitarre
Derek Trucks (seit 1999)
Gitarre, Gesang
Warren Haynes (1989-1997; seit 2000)
Schlagzeug
Butch Trucks
Schlagzeug
Jai Johanny „Jaimoe“ Johanson (seit 1989)
Marc Quinones (seit 1991)
Ehemalige Mitglieder
Keyboard
Chuck Leavell (1972–1976)
Bass
Lamar Williams (1972–1976 † 1983)
Gitarre
Dan Toler (1978–1982 † 2013)
Bass
David „Rook“ Goldflies (1978–1982)
Schlagzeug
David Toler (1980–1982)
Keyboard
Mike Lawler (1980–1982)
Bass
Allen Woody (1989–1997 † 2000)
Keyboard
Johnny Neel (1989–1990)
Gitarre
Jack Pearson (1997–1999)

Die Allman Brothers Band ist eine Rockband aus Macon, Georgia, im Süden der USA. Sie ist die erste und auch eine der wichtigsten Bands des Southern Rock. Ihre größten Erfolge hatten sie Anfang der 1970er Jahre.

Werdegang[Bearbeiten]

Gegründet 1969, bestand die Band ursprünglich aus Duane Allman (Gitarre), Gregg Allman (Gesang, Keyboard), Dickey Betts (Gitarre), Berry Oakley (Bass), Butch Trucks (Schlagzeug) und Jai Johanny „Jaimoe“ Johanson (Percussion). Die eigentlichen Allman-Brüder, Duane and Gregg, spielten zuvor in verschiedenen Gruppen, u. a. den Escorts, den Allman Joys und zuletzt Hour Glass. Als Hour Glass ihren Plattenvertrag verloren, gründete Duane die Allman Brothers Band.

1969 brachten sie ihr gelobtes, aber wenig beachtetes erstes Album heraus, The Allman Brothers Band. Das zweite Album Idlewild South (1970) war bereits ein Achtungserfolg. Das dritte Album At Fillmore East (1971) brachte den endgültigen Durchbruch. Wenig später starb Duane Allman an den Folgen eines Motorradunfalls.

Die Band beendete das mit Duane begonnene Album Eat a Peach. Chuck Leavell (Piano) wurde in die Band aufgenommen. Nach der Veröffentlichung von Eat a Peach starb auch Berry Oakley durch einen Motorradunfall, nicht weit von der Stelle, an der Duane verunglückt war.

Lamar Williams ersetzte Berry. Das nächste Album Brothers and Sisters erschien 1973. Es enthielt die heute bekanntesten Hits der Band, Ramblin' Man und das Instrumentalstück Jessica.

Aufgrund persönlicher Differenzen driftete die Band auseinander. Gregg Allman und Dickey Betts starteten Solokarrieren. Gregg heiratete Cher, und das gleich zweimal. Drogenmissbrauch forderte seinen Tribut. 1975 entstand das Album Win, Lose or Draw, im selben Jahr wurde außerdem noch das Kompilationsalbum The Road Goes On Forever veröffentlicht. Im Mai 1976 kam das Ende der Band, nachdem Gregg Allman in einem Drogenverfahren gegen einen Bandmitarbeiter ausgesagt hatte. Leavell, Johanson und Williams gründeten Sea Level, während Betts an seiner Solokarriere arbeitete. Es erschien mit Wipe the Windows, Check the Oil, Dollar Gas ein Livealbum, welches auch bisher unveröffentlichtes Material brachte.

1978 gab es eine Wiedervereinigung der Band ohne Chuck Leavell und Lamar Williams, aber mit Dan Toler (Gitarre) als neuem Mitglied. 1979 kam das Album Enlightened Rogues heraus. Aber bereits 1982 brach die Gruppe erneut auseinander.[1]

Erst 1989 stellte sich der Erfolg mit der Reformierung der Band und mit Seven Turns, dem ersten Studioalbum seit 9 Jahren, wieder ein. Seit dieser Zeit ist Warren Haynes Gitarrist der Gruppe, er wurde von Dickey Betts eingeführt und war vorher bereits Mitglied in dessen Dickey Betts Band.[2]

1995 wurde die Allman Brothers Band in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen [3].

Im Jahr 2000 kam es dann zur Trennung der Gruppe von ihrem Gründungsmitglied Dickey Betts.[4] Seit dieser Zeit sind Derek Trucks und Warren Haynes, der kurzzeitig nicht mehr Teil der Band war, die beiden Gitarristen der Gruppe. Diese Formation mit Gregg Allman, Butch Trucks, Jaimoe, Marc Quinones, Oteil Burbridge, Derek Trucks und Warren Haynes wurde eine der stabilsten und dauerhaftesten der gesamten Bandgeschichte.[5]

Im Januar 2014 entschieden Derek Trucks und Warren Haynes, dass beide im Laufe des Jahres die Band verlassen werden um mehr Zeit und Energie in ihre eigenen Gruppen zu investieren.[6] Gregg Allman gab daraufhin bekannt, dass die Allman Brothers Band damit beendet wären und auch er sein Solo-Projekt Gregg Allman and Friends verfolgen würde.[7]

Diskografie[Bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten]

Live-Alben[Bearbeiten]

  • 1971: At Fillmore East
  • 1972: Eat a Peach (Doppelalbum, teilweise live)
  • 1976: Wipe the Windows, Check the Oil, Dollar Gas
  • 1991: Live at Ludlow Garage 1970 (retrospektiv)
  • 1992: An Evening with the Allman Brothers Band - First Set
  • 1992: The Fillmore Concerts (Doppel-CD)
  • 1995: An Evening with The Allman Brothers Band - 2nd Set
  • 1996: Fillmore East Feb '70 (retrospektiv)
  • 2000: Peakin' at the Beacon
  • 2003: The Allman Brothers Band: Live at the Beacon Theatre (DVD)
  • 2004: One Way Out
  • 2014: The 1971 Fillmore East Recordings
  • zudem zahlreiche vollständige Konzertmitschnitte in der Reihe Instant Live bei dem bandeigenen Label „The Allman Brothers Band Recording Company“[8]

Kompilationen[Bearbeiten]

  • 1973: Beginnings (Neuveröffentlichung der ersten beiden Alben)
  • 1975: The Road Goes On Forever
  • 1981: The Best of the Allman Brothers
  • 1981: Story of the Allman Brothers
  • 1989: Dreams
  • 1991: Decade of Hits 1969-1979
  • 1992: Ramblin' Man
  • 1993: Collection
  • 1994: Best Of: Hell and High Water
  • 1998: Mycology
  • 2001: The Road Goes On Forever
  • 2001: "Madness of the World"

Singles[Bearbeiten]

  • 1969: Black Hearted Woman
  • 1970: Revival
  • 1972: Ain't Wastin' Time No More
  • 1972: Melissa
  • 1972: One Way Out
  • 1973: Ramblin' Man
  • 1973: Jessica
  • 1975: Nevertheless
  • 1975: Louisiana Lou and Three Card Monty John
  • 1979: Crazy Love
  • 1979: Can't Take It with You
  • 1980: Angeline
  • 1980: Mystery Woman
  • 1981: Straight from the Heart
  • 1981: Two Rights
  • 1990: Good Clean Fun
  • 1990: Seven Turns
  • 1990: It Ain't Over Yet
  • 1991: End Of The Line
  • 1994: No One To Run With
  • 1994: Back Where It All Begins
  • 2003: Firing Line

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten]

Auf der LP/CD "Brothers and Sisters" wirkte als zweiter Gitarrist neben Dickey Betts auch Les Dudek mit. Er war auch bei einigen Live-Auftritten dabei, die nach der Plattenveröffentlichung liefen. Les Dudek brachte selbst einige Platten heraus, u.a. Ghost Town Parade. Sein Gitarrenspiel kam der Wirkung von Duane Allman sehr nahe.

Das wohl bekannteste Stück der Allman Brothers, das Instrumentalstück Jessica, war in den 1970er und frühen 1980er Jahren die Titelmelodie der BR-Rockmusiksendungen im Zündfunk (Club 16, Zündfunk Club). Sie eröffnet seit 2002 bis heute die britische TV-Sendung Top Gear des Senders BBC. Allerdings handelt es sich dabei nicht um die Originalversion der Allman Brothers, sondern um eine stark gekürzte Interpretation von höchstens 20 Sekunden Länge. Gespielt wird das Stück jeweils zu Beginn einer Folge als Begleitung des Vorspanns. In der 11. Folge der 6. Staffel wurde durch einen der Moderatoren (James May) sogar versucht, den Top Gear Tune mittels Motorengeräuschen unterschiedlicher Motoren bei verschiedenen Drehzahlen wiederzugeben.

Literatur[Bearbeiten]

  • William Perkins: No Saints, No Saviours. My Years With the Allman Brothers Band. ISBN 0-86554-967-2

Quellen[Bearbeiten]

  1. Bibliographieabschnitt der 80er bei thebighousemuseum.com
  2. The Gibson Interview: Warren Haynes von Ted Drozdowski bei gibson.com
  3. Rock and Roll Hall of Fame Die Allman Brothers Band in der Rock and Roll Hall of Fame
  4. Meldung bei relix.com
  5. Bibliographieabschnitt der 2000er bei thebighousemuseum.com
  6. Warren Haynes and Derek Trucks Leaving Allman Brothers Band von Patrick Doyle bei rollingstone.com
  7. Gregg Allman Says The Allman Brothers Will Stop Touring After 2014 bei relix.com
  8. Hittin' the Note

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: The Allman Brothers Band – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien