The Iceman

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Filmdaten
Deutscher Titel The Iceman
Originaltitel The Iceman
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2012
Länge 103 Minuten
Altersfreigabe FSK ab 16 Jahre
Stab
Regie Ariel Vromen
Drehbuch Ariel Vromen
Morgan Land
Produktion Boaz Davidson
Danny Dimbort
Avi Lerner
Musik Haim Mazar
Kamera Bobby Bukowski
Schnitt Danny Rafic
Besetzung

The Iceman ist ein US-amerikanischer Thriller aus dem Jahr 2012, der vom Regisseur Ariel Vromen inszeniert wurde. Er behandelt das Leben des Mafia-Killers Richard Kuklinski, Spitzname „The Iceman“, der über 100 Menschen ermordet haben will. In den Hauptrollen sind Michael Shannon, Winona Ryder und Ray Liotta zu sehen. Anthony Bruno schrieb die Buchvorlage.

Der Film wurde 2012 auf den Filmfestivals von Venedig, Toronto und Telluride präsentiert.

Handlung[Bearbeiten]

Der Film beginnt mit einem alten Richard Kuklinski, der im Gefängnis interviewt wird. In einer Rückblende erzählt der Film seine Lebensgeschichte. Richard Kuklinski ist Sohn polnischer Einwanderer und wächst in ärmlichen Verhältnissen im Arbeiterviertel von Jersey City (New Jersey) auf. Sein sadistischer Vater prügelt ihn bereits in jungen Jahren. Kuklinski arbeitet in der Herstellung von illegalen Pornofilmen. Dieses Geschäft gehört dem italoamerikanischen Gangster Roy DeMeo. DeMeo gehört zu dieser Zeit noch nicht der Gambino-Familie an. Kuklinski führt nach außen hin ein bürgerliches Leben und erzählt seiner Freundin, er würde für Disney-Cartoons arbeiten. Als jemand aus dem kriminellen Umfeld Kuklinskis Freundin beleidigt, ermordet er ihn kaltblütig. DeMeo, der eng mit seinem Ziehsohn Josh Rosenthal zusammenarbeitet, beendet die Pornoherstellung und fordert Kuklinski auf, einen völlig unbeteiligten Obdachlosen zu ermorden, was Kuklinski ohne zu zögern auch tut. Da Kuklinski ein Talent im Ermorden und Beseitigen von Leichen hat, ist er als zuverlässiger und kaltblütiger Killer geschätzt und wird kontinuierlich von DeMeo mit Morden beauftragt. Gleichzeitig baut er sich ein privates Glück auf, er heiratet und wird Vater. Es gelingt ihm, seine Familie jahrelang zu täuschen, indem er neben seiner „Arbeit“ ein mustergültiges Privatleben führt. Die Täuschung gelingt auch deshalb, weil seine Frau außerordentlich naiv ist und gelegentliche Hinweise auf Kuklinskis andere Natur übersieht. Kuklinski arbeitet dabei exklusiv für den Italoamerikaner DeMeo. Dabei bedient Kuklinski sich unterschiedlichster Methoden und verspottet seine Opfer auch, bevor er sie umbringt. Kuklinski tötet jedoch keine Frauen und Kinder und lässt einmal sogar eine Zeugin laufen. DeMeo, der Ärger mit der Gambino-Familie und irischen Gangstern hat, ist darüber sehr empört und suspendiert Kuklinski. Kuklinski besucht seinen Bruder Joseph im Gefängnis, der wegen Mordes an einem Mädchen einsitzt. Der Bruder prophezeit Richard, dass er ebenfalls im Gefängnis enden werde. Der Profikiller Robert 'Mr. Softee' Pronge stellt sich Richard vor und überredet diesen zu einer Partnerschaft. Pronge ist als unabhängiger Killer für diverse Gangster tätig und einigt sich mit Kuklinski darauf, die Leichen, die ihm Kuklinski anliefert, zu beseitigen. Dies passiert meistens in einem abgelegenen Schlachthaus. DeMeo wird seinerseits von Leonard Marks von der Gambino-Familie beauftragt, sich von Rosenthal zu trennen, da dieser Ärger mit lateinamerikanischen Gangstern hat und auch auf eigene Rechnung gearbeitet hat. Schweren Herzens erschießt DeMeo Rosenthal in Gegenwart Marks‘. Bei diesem Mord kommt es zu einem Handgemenge, mit DeMeos Freund Mickey Scicoli und Marks. Damit unterschreibt Scicoli sein Todesurteil und Marks beauftragt Pronge mit dessen Ermordung. Kuklinski sprüht ihm in einer Disco Gift in den Mund und lässt das Ableben Scicolis als natürlichen Tod aussehen. Allerdings trifft er unbeabsichtigt daraufhin einen Freund, der die Anwesenheit Kuklinskis in der Disco Roy DeMeo berichtet. Kurz darauf besucht DeMeo Kuklinski und kündigt ihm an, ihn und dessen Familie auszulöschen, wenn sich ihre Wege noch einmal kreuzen sollten. Kuklinksi ermordet daraufhin den gemeinsamen Bekannten. Als Marks Kuklinski nicht bezahlen will, erschießt er diesen. Pronge und Kuklinskis Familie werden jetzt massiv von DeMeo bedroht. Als Pronge Kuklinski vorschlägt, dass beide gegenseitig ihre jeweiligen Familien ermorden, erschießt Kuklinksi diesen auf der Stelle. Die Polizei beobachtet ihn und setzt den Ermittler Dominick Polifrone, der sich Dominick Provenzano nennt, auf ihn an, der sich Kuklinski gegenüber als potentieller Kunde ausgibt. Als Kuklinski diesem gegenüber bereitwillig von seinen Erfahrungen als Mörder erzählt, hat die Polizei genug Material, um ihn festzunehmen. Dann springt der Film wieder an den Anfang zurück: Kuklinski sagt, dass er nichts bereue nur das, was er seiner Familie angetan habe. Einblendungen zum Schluss teilen dem Zuschauer mit, dass Kuklinksi, der über 100 Menschen ermordet haben soll, im selben Zellenblock im Trenton Prison wie sein Bruder Joseph endete. Seine Familie sah er nie wieder und er starb kurz bevor er eine Aussage gegen einen Mafioso der Gambino-Familie machen konnte, was den Verdacht begründete, das man hier nachgeholfen hätte.

Produktion[Bearbeiten]

Gefilmt wurde in Detroit, Michigan und Shreveport, Louisiana.

Hintergrund[Bearbeiten]

Kuklinskis Leben konnte detailliert rekonstruiert werden, da dieser nach seiner Verurteilung sehr bereitwillig Auskunft über sein Leben gab. Im Gefängnis gab er zahlreiche Interviews und arbeitete mit dem Autor Philip Carlo zusammen, der die Biografie The Ice Man: Confessions of a Mafia Contract Killer über ihn schrieb.

Kritiken[Bearbeiten]

The Iceman stieß tendenziell auf gute Kritiken. 68 % der auf der Website Rotten Tomatoes gezählten Kritiken waren positiv. Der Konsens wird wie folgt zusammengefasst: "Obwohl der Film bessere Regie und ein stärkeres Drehbuch verdient hätte, ist 'The Iceman' schon alleine für Michael Shannons fesselnde Leistung zu empfehlen."[1] David Rooney vom The Hollywood Reporter lobte die starken schauspielerischen Leistungen[2] Betsy Sharkey von der Los Angeles Times kritisierte den Film dafür, dass man sich Sorgen um den Killer machen würde.[3].

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. The Iceman Abgerufen am 2. Oktober 2013
  2. David Rooney: The Iceman: Venice Review. The Hollywood Reporter. 30. August 2012. Abgerufen am 24. März 2014.
  3. Betsy Sharkey: Review: 'The Iceman' can't heat up, even with Michael Shannon. Los Angeles Times. 2. Mai 2013. Abgerufen am 24. März 2014.