Thomas-Mann-Preis
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Der Thomas-Mann-Preis ist ein Literaturpreis, der 1975 zum 100. Geburtstag von Thomas Mann von der Hansestadt Lübeck gestiftet wurde. Der Preis wird alle drei Jahre an Persönlichkeiten verliehen, „die sich durch ihr literarisches Wirken ausgezeichnet haben im Geiste der Humanität, die das Werk von Thomas Mann prägte“. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.
Bei der letzten Verleihung der Auszeichnung am 18. Oktober 2008 wurde Daniel Kehlmann (Ich und Kaminski; Die Vermessung der Welt) mit dem Preis geehrt. Laut Jurybegründung gilt die Ehrung „dem scharfsinnigen Essayisten und klugen Geschichtenerzähler, dessen Romane und Novellen mit artistischer Verve und in leichtfüßiger Nachfolge Thomas Manns mit Humor, Ironie und tieferer Bedeutung ihre sehr ernsten Scherze treiben.“[1]
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[Bearbeiten] Preisträger
- 2008 Daniel Kehlmann
- 2005 Walter Kempowski
- 2002 Hanns-Josef Ortheil
- 1999 Ruth Klüger
- 1996 Günter Grass
- 1993 Hans Wysling
- 1990 Günter de Bruyn
- 1987 Marcel Reich-Ranicki
- 1984 Siegfried Lenz
- 1981 Joachim C. Fest
- 1978 Uwe Johnson
- 1975 Peter de Mendelssohn
[Bearbeiten] Weitere Thomas-Mann-Preise
Seit 2008 verleiht die Bayerische Akademie der Schönen Künste ihren Großen Literaturpreis unter der Bezeichnung Thomas Mann-Literaturpreis. Die Deutsche Thomas Mann-Gesellschaft in Lübeck protestierte daraufhin in einem offenen Brief gegen die Benennung des bayerischen Preises. Dieser würde das Ansehen des Autors beschädigen und zu Irritationen führen. 75 Jahre zuvor war Mann aus München vertrieben worden.[1]
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ a b vgl. Daniel Kehlmann mit Thomas-Mann-Preis geehrt bei ndr.de, 18. Oktober 2008

