Brigitte Kronauer

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Brigitte Kronauer (* 29. Dezember 1940 in Essen) ist eine deutsche Schriftstellerin. Von ihr sind bisher neun Romane sowie zahlreiche Erzählungen und Essays zur Literatur erschienen.

Brigitte Kronauer beim Signieren ihrer Bücher (2011)

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Kronauer, die bereits als 16-Jährige eigene Hörspiele schrieb und an Verlage sandte, begann bereits als Kind mit dem Schreiben erster Geschichten, als sie infolge einer unleserlichen Schrift seitens ihres Vaters dazu angehalten wurde Schreibübungen zu machen und dies damit verband. Sie studierte Germanistik sowie Pädagogik und war zunächst einige Jahre als Lehrerin in Aachen und Göttingen tätig. Sie ist mit dem Kunstwissenschaftler und Pädagogen Armin Schreiber verheiratet. Seit 1974 lebt und arbeitet die im Ruhrgebiet aufgewachsene Kronauer in Hamburg als Autorin. In den 1970er und 1980er Jahren hatte sie mit der österreichischen Zeitschrift das pult und deren Herausgeber Klaus Sandler Kontakt. Ihr erster Roman Frau Mühlenbeck im Gehäus (1980) erweckte bereits große Aufmerksamkeit. Der Roman Teufelsbrück aus dem Jahr 2000 spielt teilweise in Arosa, wo sich Kronauer regelmäßig ferienhalber aufhält.

Sie ist Trägerin mehrerer Literaturpreise.

[Bearbeiten] Beurteilungen

In der Sendung Doppelkopf von hr2-kultur sagte Kronauer, sie fühle sich der Prosa von Ror Wolf sehr nahe.

In einer Rezension für literaturkritik.de[1] schrieb Peter Mohr anlässlich des Romans Verlangen nach Musik und Gebirge (2004):

„Brigitte Kronauer ist eine der gebildetsten, sprachmächtigsten und ambitioniertesten Schriftstellerinnen im deutschen Sprachraum. Die gebürtige Essenerin, die seit vielen Jahren in Hamburg lebt und mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet worden ist, hat nun einen Roman vorgelegt, der in Schönheit erstarrt. Ein Buch über die Liebe, über die Kunst, über Philosophie und Politik – ein polyphones, stärker essayistisches als erzählendes Wortgemälde, bei dem jeder Pinselstrich wohl überlegt ist, das aber trotzdem relativ spurlos am Betrachter/Leser vorbeizieht.“

Zu einer anderen Einschätzung kommt Eberhard Hübner im Spiegel Special 4/2004. Er schreibt über Verlangen nach Musik und Gebirge: „Kronauers Sätze wollen die innere Optik des Lesers verändern, zumindest für die Dauer des Romans. Man wird hineingezogen in ein Kaleidoskop aus Wahrnehmungen und Imaginationen, das mit üblicher Romanrealistik kaum etwas gemeinsam hat.“ Und weiter: „Der Titel ist ein Nietzsche-Zitat aus den Aphorismen seiner „Morgenröte“. Es seien „Erdichtungen“, so führt Nietzsche das aus, die diesem Verlangen „Spielraum und Entladung“ geben. Beides erfüllt Brigitte Kronauers Roman in einer für die gegenwärtige deutsche Literatur ganz einzigartigen Weise.

Tilman Krause beschließt seine Kritik in der WELT vom 2. Oktober 2004 mit den Worten: „... lustvoll, daß man am liebsten sofort wieder von vorn lesen würde.

[Bearbeiten] Auszeichnungen

Verleihung des Jean-Paul-Preises durch den Bayerischen Staatsminister Wolfgang Heubisch

[Bearbeiten] Werke

[Bearbeiten] Romane

[Bearbeiten] Erzählungen

[Bearbeiten] Sonstiges

[Bearbeiten] Literatur

  • Bettina Clausen: Die Metasprache der Struktur. Brigitte Kronauers „Rita Münster“. In: The German Quarterly 1990, S. 437 ff.[2]
  • Bettina Clausen: Brigitte Kronauer. In: Frank Rainer Max und Christine Ruhrberg (Hrsg.): Reclams Romanlexikon. Bd. 5: 20. Jahrhundert III. Reclam, Stuttgart 2000, S. 329 ff.
  • Wo die Welt zu Ende und verriegelt ist. In: Ueli Haldimann (Hrsg.): Hermann Hesse, Thomas Mann und andere in Arosa – Texte und Bilder aus zwei Jahrhunderten. AS Verlag und Buchkonzept AG, Zürich 2001, ISBN 3-905111-67-5, S. 169–172.

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Peter Mohr: Wettlauf mit James Ensor - Brigitte Kronauers Roman „Verlangen nach Musik und Gebirge“. www.literaturkritik.de. Abgerufen am 25. September 2009.
  2. Auch in: Paul Michael Lützeler (Hrsg.): Spätmoderne und Postmoderne. Fischer TB, Frankfurt am Main 1991, S. 157 ff.
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