Peter Handke

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Peter Handke, 2006
Unterschrift von Peter Handke

Peter Handke (* 6. Dezember 1942 in Griffen, Kärnten) ist ein vielfach ausgezeichneter Schriftsteller und Übersetzer und einer der bekanntesten zeitgenössischen österreichischen Autoren. Nach seiner Kritik der Sprach- und Bewusstseinsschablonen befasste sich Handke vor allem mit der Entfremdung zwischen Subjekt und Umwelt. Frühwerke wie „Publikumsbeschimpfung“ und „Die Angst des Tormanns beim Elfmeter“ machten ihn in den späten 1960er Jahren schlagartig bekannt. In den Jugoslawienkriegen der 1990er Jahre vertrat er serbische Positionen gegenüber der antiserbischen Mehrheitsmeinung.[1]

Biografie[Bearbeiten]

1942 bis 1945 – Geburt und Kriegsjahre[Bearbeiten]

Peter Handke wurde im Haus seines Großvaters Gregor Siutz am 6. Dezember 1942 geboren. Zwei Tage später empfing er in der Stiftskirche Maria Himmelfahrt in Griffen die katholische Taufe. Seine Mutter war Maria Handke, geborene Sivec (1920–1971), eine Kärntner Slowenin. Sie hatte 1942 seinen bereits verheirateten leiblichen Vater, den deutschen Bankangestellten Erich Schönemann, der als Soldat in Kärnten stationiert war, kennengelernt und war von ihm schwanger geworden. Noch vor seiner Geburt heiratete seine Mutter dann den Berliner Straßenbahnschaffner und Wehrmachtssoldaten Adolf Bruno Handke († 1988), seinen späteren Stiefvater. Peter Handke erfuhr erst als Volljähriger kurz vor seiner Matura von seinem leiblichen Vater.

Zunächst blieb die Familie vom Krieg weitgehend unberührt. Kurz vor Kriegsende waren die Auswirkungen des Krieges auch in Griffen zu spüren: Einheimische Slowenen wurden in Konzentrationslager verschleppt und gelegentlich war die Gegend auch das Ziel von Aktionen slowenischer Partisanen. Auch Bomben fielen, wobei die Dorfbewohner Felsenhöhlen als Luftschutzbunker nutzten.

1945 bis 1948 – Berlin und Rückkehr nach Griffen[Bearbeiten]

Die Familie bezog eine Wohnung in Pankow, das dem größtenteils zerstörten sowjetischen Sektor von Berlin angehörte. Doch weder fand Adolf Handke eine dauerhafte Arbeit, noch machte die politische Situation Hoffnungen auf Besserung. Kurz vor der am 24. Juni 1948 verhängten Berlin-Blockade verließ die inzwischen vierköpfige Familie (Tochter Monika war am 7. August 1947 zur Welt gekommen) im Morgengrauen die Stadt und fuhr mit der Bahn zurück in Richtung Griffen. Die Grenzüberfahrt nach Österreich erfolgte mangels Pässen illegal in einem Lastwagen. Für Peter Handke gehörte dieses Abenteuer zu den ersten intensiven Kindheitserlebnissen, an die er sich später erinnern konnte. In einem Schulaufsatz von 1957 beschreibt er die Umstände der Rückkehr ausführlich.

1948 bis 1954 – Dorfleben und erste Schuljahre in Griffen[Bearbeiten]

In Griffen fand der sechsjährige Peter auch wegen seines berlinerischen Dialekts zunächst nur schwer Anschluss an Spielkameraden. Bis heute spricht Peter Handke nur selten kärntnerischen Dialekt, meist spricht er dialektfrei. Der Vater erhielt eine Zeit lang Arbeitslosenunterstützung, die er jedoch zunehmend für Alkohol ausgab. Zwischen den Eltern kam es regelmäßig zu lautstarken Streitereien. Schließlich fand der Vater Anstellung bei seinem Schwager Georg Siutz, doch in einer von der Kirche und lokalen Grundbesitzern dominierten Gegend gehörten die Handkes auch weiterhin zur ärmeren Bevölkerung. Handke selbst wird sich später einen „Kleinhäuslersohn“ nennen.

Doch neben den Problemen erfuhr das Kind auch ein idyllisch-provinzielles Dorfleben, das durch wiederkehrende Arbeiten, Kirchenbesuche, Spaziergänge, Schlachtfeste und Kartenspiele geprägt war. Viele dieser Eindrücke verarbeitete Handke später in seinen Büchern. So besteht beispielsweise sein Erstlingsroman „Die Hornissen“ aus vielen bildreichen Schilderungen dieses Dorflebens.

Peter Handke wurde am 13. September 1948 eingeschult und besuchte die Volksschule Griffen bis zum 14. September 1952. Nach der 4. Klasse wechselte er für zwei Jahre bis zum 10. Juli 1954 auf die Griffener „Hauptschule für Knaben und Mädchen“. Seine schulischen Leistungen wurden fast ausschließlich mit „gut“ und „sehr gut“ benotet. Den anschließenden Wechsel in das Priesterseminar Marianum in Maria Saal mit dem angeschlossenen katholisch-humanistischen Gymnasium Tanzenberg leitete der Zwölfjährige selbst ein, indem er sich vom Pfarrer im Stift die nötigen Formulare besorgte. Das Marianum diente primär der Heranbildung von Priesternachwuchs, eine Aufnahme erfolgte in der Regel nur auf Empfehlung eines Geistlichen. Doch am Gymnasium selbst lehrten weltliche Schulprofessoren in humanistischer Tradition. Am 7. Juli 1954 bestand Peter die Aufnahmeprüfung, wurde aber auf Anraten eines Schulprofessors in die zweite – statt in die altersmäßig angemessene dritte – Klasse des Gymnasiums eingeschult, da er noch über keinerlei Lateinkenntnisse verfügte.

1954 bis 1959 – Internatszeit in Tanzenberg[Bearbeiten]

Kurz nach Schulbeginn in Tanzenberg verfasste der Schüler Peter Handke einen sechzehnseitigen Text mit dem Titel „Mein Leben. 2. Teil“ – die Anfänge seiner Affinität zum Schreiben. Seine schulischen Leistungen blieben auch im Gymnasium hervorragend, er schloss alle Klassen mit sehr guten Ergebnissen ab. Zur sprachlichen Ausbildung gehörten die Fächer Latein, Griechisch, Englisch sowie – jeweils nur ein Jahr – Italienisch und Slowenisch, zudem zwei Jahre Kurzschrift. Eine wichtige Beziehung baute er zum Schulprofessor Dr. Reinhard Musar auf, der ab 1957 die Klasse übernahm und in Deutsch und Englisch unterrichtete. Musar erkannte das Schreibtalent des Jungen und bestärkte ihn darin. Handke las ihm Texte vor und besprach sie mit ihm auf Spaziergängen. Später nahm Musar Einfluss auf die Studienwahl Handkes: Er empfahl ihm, der Schriftsteller werden wollte, ein Jurastudium, da dieses nur wenige Monate im Jahr intensives Faktenlernen erfordere und der Rest der Zeit zum Schreiben frei bleibe. In der Tanzenberger Zeit veröffentlichte er erste literarische Texte für die Internatszeitschrift Fackel.

1959 bis 1961 – Schulabschluss in Klagenfurt[Bearbeiten]

Mitte des Schuljahres 1959, in der siebten Gymnasialklasse, war es wiederum Peter Handke selbst, allerdings getrieben von den äußeren Umständen, der einen Schulwechsel herbeiführte. Die katholische Internatsenge mit ihren morgendlichen Messen und vielen Verboten war dem Schüler zunehmend unerträglich geworden. Als ihm eines Tages die Lektüre verbotener Bücher (von Graham Greene) nachgewiesen wurde, zog er selbst die Konsequenz. Er kehrte nach Griffen zurück, wo die Eltern in jahrelanger Mühe ein eigenes Haus auf dem Grundstück des Großvaters gebaut hatten, und besuchte fortan das humanistische Gymnasium im 35 Kilometer entfernten Klagenfurt. Die Fahrt dorthin legte er allmorgendlich mit dem Bus zurück. Noch 1959 nahm er an einem Klagenfurter Schüler-Literaturwettbewerb teil und erhielt dort eine Auszeichnung, woraufhin zwei Texte von ihm (Der Namenlose am 13. Juni 1959 und In der Zwischenzeit am 14. November 1959) in der Kärntner Volkszeitung veröffentlicht wurden. Von seinen nun intensiveren Schreibversuchen gibt auch eine Aussage der Schwester Monika Zeugnis, die sich über seine schlechte Laune beschwerte, wenn es mit dem Schreiben nicht voranging. 1961 erlangte er die Matura mit Auszeichnung, was nur zwei weiteren siebzehnjährigen Mitschülern gelang.

1961 bis 1965 – Studium in Graz[Bearbeiten]

Noch 1961 begann Handke ein Studium der Rechtswissenschaften in Graz. Während der gesamten Studienzeit bewohnte er ein kleines Zimmer im Stadtteil Graz-Waltendorf zur Untermiete. Seine Studienpflichten absolvierte er wenn auch nicht mit Begeisterung, so doch regelmäßig und erfolgreich. Prüfungen absolvierte er meist mit Auszeichnung. Die Finanzierung des Studiums erfolgte über ein Stipendium, Geld von den Eltern sowie durch studienbegleitendes Arbeiten. Er gab Nachhilfe in Griechisch und nahm eine Tätigkeit in einem Warenversandhaus an. Die Arbeit in einem von Leuchtstofflampen erhellten Verpackraum schmerzte mit der Zeit seinen Augen, weshalb ihm ein Arzt eine Brille mit dunklen Gläsern verschrieb. Die dunklen Brillengläser sollten später zu einem Markenzeichen des jungen Schriftstellers bei seinen öffentlichen Auftritten werden.

Während der Studienzeit bildeten sich zahlreiche Vorlieben aus, die auch im künftigen Leben Handkes von Bedeutung bleiben sollten. So besuchte er phasenweise fast täglich das Kino, an manchen Tagen mehrfach. Am Betrachten von Filmen schätzte er, dass „jeder Vorgang im Kino deutlicher wird und jeder eigene Zustand im Kino bewusster wird“ (in einem 1972 veröffentlichten Aufsatz über Landkinos und Heimatfilme). Im Lauf seines Lebens wird er nicht nur Drehbücher schreiben und selbst gelegentlich Regie führen, sondern auch als Berichterstatter von Filmfestspielen und als Mitglied von Filmjurys agieren. Eine weitere Leidenschaft sollte das Hören von Rockmusik werden. In Cafés, die er zunehmend häufig aufsuchte, um zu lernen oder auch zu schreiben, wurde er ein eifriger Jukebox-Benutzer und begeisterte sich für die Beatles, die Rolling Stones und andere junge Musiker der Zeit, auf deren Liedtexte sich in Handkes Büchern später immer wieder Anspielungen finden werden.

50 Jahre manuskripte: Peter Handke und Alfred Kolleritsch

Vor allem ab 1963 nahm Handkes literarische Aktivität deutlichere Gestalt an. Er lernte Alfred Holzinger kennen, der die Literatur- und Hörspielabteilung von Radio Graz leitete. Dort wurden nun nicht nur erste Kurztexte von Handke gelesen, sondern Handke schrieb auch Radio-Feuilletons zu verschiedenen Themen: Ob Beatles, Fußball, James Bond, Zeichentrickfilme oder Schlagertexte – Handke widmete sich unterschiedlichen Massenphänomenen und übte sich in einer neuen, themenbezogenen Form des Schreibens. Auch zahlreiche Buchbesprechungen gehörten zum Programm. Ein anderer wichtiger Förderer, den er 1963 kennenlernte, war Alfred Kolleritsch, der Herausgeber der Literaturzeitschrift manuskripte, in welcher ab 1964 erste Handke-Texte veröffentlicht wurden. Weitere Bekanntschaften, etwa zu dem Maler und Schriftsteller Peter Pongratz, schloss der junge Autor auf dem Forum Stadtpark der Grazer Gruppe, dem er sich ab 1963 anschloss. Am 21. Januar 1964 wurden dort zum ersten Mal Texte von Handke verlesen.

1964 begann Handke mit der Arbeit an seinem Erstlingsroman Die Hornissen. Im Juli und August dieses Jahres hielt er sich mit einem alten Schulfreund auf der jugoslawischen Insel Krk auf und verfasste dort große Teile einer ersten Romanversion, die er im Herbst 1964 an Radio Klagenfurt sandte, aber im Januar 1965 nochmals überarbeitete. Nachdem der Luchterhand Verlag abgelehnt hatte, nahm der Suhrkamp Verlag im Sommer 1965 das Manuskript zur Veröffentlichung an. Wenig später brach Handke sein Studium vor der dritten Staatsprüfung ab, um sich ganz der Tätigkeit als Schriftsteller zu widmen.

1966 – Jahr des Durchbruchs[Bearbeiten]

Noch vor der Auslieferung seines Erstlingsromans im Frühjahr 1966 machte Handke, der damals eine Pilzkopf-Frisur im Stil der Beatles trug, durch einen spektakulären Auftritt auf einer Tagung der Gruppe 47 in Princeton auf sich aufmerksam. Nach stundenlangen Lesungen zeigte er sich angewidert von den Werken seiner etablierten Kollegen und hielt eine längere Schmährede, in der er die „Beschreibungsimpotenz“ der Autoren beklagte und auch die Literaturkritik nicht verschonte, „die ebenso läppisch ist wie diese läppische Literatur“. Mit dieser Rede hatte er zugleich einen Tabubruch begangen, da es auf den Treffen der Gruppe 47 unüblich war, allgemeine Grundsatzdebatten über literarische Themen anzuzetteln. Grundlage der Gespräche sollte immer der jeweilige Text bleiben, nicht das Wesen von Literatur an sich. Eine erhaltene Tonbandaufnahme zeugt davon, dass Handke Gelächter, Gemurmel und Zwischenrufe erntete, und obwohl er einige Kollegen, unter ihnen Günter Grass – wie sich an deren späteren Kommentaren zeigen sollte – durchaus getroffen hatte, wurde seine Kritik von anderen Teilnehmern vereinnahmt, umformuliert und – etwas abgeschwächt – wiederholt und blieb im Großen und Ganzen unwidersprochen. Handke hatte das literarische Establishment ins Mark getroffen, und für die Feuilletons war sein Auftritt zu einem Diskussionsthema geworden.

Im selben Jahr wurde Handkes Sprechstück Publikumsbeschimpfung in der Regie von Claus Peymann uraufgeführt. Die Verbundenheit mit Peymann als Freund und Regisseur blieb bis heute erhalten. Die Theaterkritik feierte das provokante, neuartige Stück – Handke war nun endgültig der Durchbruch als Autor gelungen, und sein Ruf als Enfant terrible wurde weiter genährt. Auch die früher geschriebenen Sprechstücke Weissagung (von 1964) und Selbstbezichtigung (von 1965) wurden 1966 unter der Regie von Günther Büch, dem anderen großen Förderer Handkes, am Theater Oberhausen uraufgeführt und durchweg positiv von der Kritik aufgenommen. Der vierundzwanzigjährige Peter Handke war innerhalb von Monaten zu einer Art Popstar der deutschen Literaturszene geworden.

Noch 1966 erhielt Handkes Lebensgefährtin und baldige Ehefrau, die Schauspielerin Libgart Schwarz, ein Engagement an den Düsseldorfer Kammerspielen. Im August 1966 zog das junge Paar daher nach Düsseldorf.

1967 bis 1970 – Düsseldorf, Paris, Kronberg[Bearbeiten]

In Düsseldorf lebte Handke bis 1968. In dieser Zeit veröffentlichte er seinen Roman Der Hausierer (1967) und das Sprechstück Kaspar (Uraufführung am 11. Mai 1968 in Frankfurt unter Claus Peymann und Oberhausen unter Günther Büch). 1967 las Handke Verstörung von Thomas Bernhard und reflektierte dieses Leseerlebnis in dem Text Als ich ‚Verstörung‘ von Thomas Bernhard las. Zu dieser Zeit übte Bernhard eine große Wirkung auf Peter Handke aus. Später entwickelte sich zwischen den beiden österreichischen Schriftstellern eine gegenseitige Abneigung.

1968 zog das Ehepaar nach Berlin, und am 20. April 1969 wurde Tochter Amina geboren. Das Kind bedeutete für Handke eine völlige Umstellung seines bisherigen Lebensstils. Er „sah sich zu Hause gefangen und dachte auf den stundenlangen Kreisen, mit denen er nachts das weinende Kind durch die Wohnung schob, nur noch phantasielos, dass das Leben nun für lange Zeit aus sei“ (Kindergeschichte, 1981). Später erzählte er, dass dieses Kind für ihn ein ganz wichtiges und liebevolles Erlebnis war.[2] 1969 war Peter Handke Gründungsmitglied des Frankfurter Verlags der Autoren. 1970 zog die Familie nach Paris, doch obwohl Handke heute dort seinen Hauptwohnsitz gefunden hat, erwies sich die Entscheidung zur damaligen Zeit als kurzlebig. An einem Waldrand bei Kronberg im Taunus wurde ein Haus gekauft, in das man im Herbst 1970 übersiedelte. Doch zu diesem Zeitpunkt war die Ehe bereits gescheitert. Auch wenn sich Vater und Mutter zunächst in der Betreuung des Kindes abwechselten, dauerte es nur wenige Monate, bis die Mutter das Haus verließ und sich auf ihren beruflichen Weg konzentrierte. Fortan kümmerte sich primär Vater Handke um das Kind, auch wenn die Ehe mit Libgart erst 1994 in Wien geschieden wurde.

1971 bis 1978 – Jahre in Paris[Bearbeiten]

In der Nacht vom 19. zum 20. November 1971 nahm sich Handkes Mutter, Maria Handke, nach jahrelangen Depressionen das Leben. Dieses traumatische Erlebnis wurde später in der Erzählung Wunschloses Unglück (1972), welche 1974 verfilmt wurde, verarbeitet. Kurz vor ihrem Tod besuchte Peter Handke im Juli 1971 seine Mutter mit Ehefrau Libgart und Tochter Amina ein letztes Mal. Diesem Besuch ging eine Reise durch die USA mit seiner Frau und dem Schriftsteller Alfred Kolleritsch voraus. Im selben Jahr wie Wunschloses Unglück erschien Der kurze Brief zum langen Abschied (1972), der Teile von Handkes USA-Reise beinhaltet. Im November 1973 zog er mit seiner Tochter Amina nach Paris an die Porte d’Auteuil am Boulevard Montmorency, wechselte 1976 nach Clamart, im Südwesten von Paris, und blieb dort bis 1978 wohnhaft. Anfang der 1970er folgten Verleihungen des Schiller-Preises (1972) in Mannheim und 1973 des Georg-Büchner-Preises der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt. Ein Jahr später erschien das Theaterstück Die Unvernünftigen sterben aus (1974), das in Zürich uraufgeführt wurde. Etwa zur gleichen Zeit verfilmte Peter Handkes langjähriger Freund und Weggefährte, der Regisseur Wim Wenders, Falsche Bewegung (Premiere 1975).

Der Ritt über den Bodensee (erschienen 1971) wurde 1974 Handkes erfolgreichstes Stück in Frankreich und trug dort viel zur großen Bekanntheit des Schriftstellers bei. In diesem Jahr lernte er in Paris Jeanne Moreau kennen.[3] Ein Jahr später erschien Die Stunde der wahren Empfindung (1975) und Peter Handke begann mit den Journal-Aufzeichnungen (Das Gewicht der Welt. Ein Journal, 1977), welche bis 1990 fortgeführt wurden. 1976 folgte ein Krankenhausaufenthalt des Schriftstellers, ausgelöst durch panikartige Angstanfälle und Herzrhythmusstörungen. Im folgenden Jahr erschien die Verfilmung von Die linkshändige Frau (erschienen 1976). Während dieser Zeit verlor Handke nicht den Bezug zu seiner Heimat Österreich und war von 1973 bis 1977 Mitglied der Grazer Autorenversammlung. 1978 blieb seine Tochter Amina das Schuljahr bei ihrer Mutter in Berlin. Handke trat währenddessen eine große Reise nach Alaska (USA) an und kehrte über New York in seine Heimat zurück. Diese Heimkehr sorgte Ende 1978 für seine bisher größte und die Existenz bedrohende Krise seiner schriftstellerischen Laufbahn. Handke korrespondierte mit Hermann Lenz, dem er seine Verzweiflung schilderte, die er mit dem Schreiben von Langsame Heimkehr hatte.

1979 bis 1987 – Rückkehr nach Österreich[Bearbeiten]

Nach langem Aufenthalt in verschiedenen europäischen Städten kehrte Peter Handke im August 1979 nach Österreich zurück. In Salzburg bezog er am Mönchsberg eine Wohnung im Anbau des Hauses seines Freundes Hans Widrich auf der Richterhöhe und blieb bis November 1987 dort wohnhaft. In jener ungewöhnlich langen Zeit seiner Sesshaftigkeit unternahm er nur kurze „Ausflüge“ und kehrte immer wieder nach Salzburg zurück. In diese Anfangszeit seiner Heimkehr fiel die Publikation der Tetralogie Langsame Heimkehr. Der gleichnamige erste Teil erschien 1979 und bedeutete die Überwindung und das Ende der Krise, welche ihn seit 1978 gefangen hielt. Peter Handke bekam in diesem Jahr den Franz-Kafka-Preis als erster Preisträger verliehen. Die drei restlichen Teile von Langsame Heimkehr wurden in Salzburg verfasst. Die Lehre der Sainte-Victoire erschien 1980, das dramatische Gedicht Über die Dörfer (uraufgeführt bei den Salzburger Festspielen 1982) und Kindergeschichte erschienen 1981, wobei die Erzählung Kindergeschichte sehr stark autobiographisch geprägt ist und sich mit den Jahren in Paris auseinandersetzt.

Peter Handke begann Anfang der 1980er bewusst, unbekannte fremdsprachige Autoren ins Deutsche zu übersetzen, um einerseits keinem professionellen Übersetzer dessen Arbeit streitig zu machen, andererseits jenen Autoren zu einem höheren Bekanntheitsgrad zu verhelfen. Vor allem war es ihm daran gelegen, slowenischer Literatur im deutschen Sprachraum Aufmerksamkeit und somit eine Existenz zu verschaffen. Peter Handke übersetzt aus dem Englischen, Französischen, Slowenischen und schließlich aus dem Altgriechischen (Prometheus, gefesselt, Salzburger Festspiele, 1986).

Damals unterhielt Handke eine Beziehung mit der Schauspielerin Marie Colbin.[4]

Die Mordgeschichte Der Chinese des Schmerzes entstand 1982/83 auf dem Mönchsberg in Salzburg und erschien im Jahr ihrer Fertigstellung. Im epischen Roman Die Wiederholung (1986) thematisiert Handke die Kärntner Slowenen und deren Geschichte. Gleichzeitig wurde das Gedicht an die Dauer veröffentlicht. 1987 beendete die Erzählung Nachmittag eines Schriftstellers Peter Handkes Salzburger Jahre. Der Film Himmel über Berlin vom Regisseur Wim Wenders, bei dem Handke das Drehbuch verfasste, feierte im selben Jahr Premiere. Dieses Werk wurde auf europäischer Ebene mit vielen Auszeichnungen dekoriert. Nach achtjähriger Schaffensperiode und Sesshaftigkeit verließ der Schriftsteller Salzburg nach dem Abitur seiner Tochter Amina und trat eine drei Jahre dauernde Weltreise an.

1987 bis 1990 – Auf Weltreise[Bearbeiten]

Am 19. November 1987 begann Peter Handke seine Weltreise in Jesenice (heute Slowenien). Per Autobus und Bahn fuhr er in das südliche Jugoslawien, von Mazedonien über Griechenland nach Ägypten. Mitte Januar 1988 kehrte der Schriftsteller nach Europa zurück, fuhr nach Paris, Berlin, Belgien und schließlich in den Fernen Osten nach Japan. Seine weiteren Stationen: Europa, Anchorage in Alaska, London, Lissabon, Spanien, Galizien, dann Südfrankreich. Ende Mai 1988 ging die Reise zurück nach Österreich, weiter nach Aquileia, erneut nach Paris, in den slowenischen Karst und zum Ausgangspunkt der Reise – Jesenice. Zum Jahreswechsel 1988/89 hielt Handke sich in England, Frankreich und kurze Zeit in Österreich auf. Nach Stationen in Slowenien, Italien, Österreich, Deutschland kam er schließlich in Chaville bei Paris an. In dieser rastlosen Zeit starb 1988 sein Stiefvater Bruno Handke.

Während dieser Jahre machte Handke Aufzeichnungen, welche erst fünfzehn Jahre später, im Jahr 2005, mit dem Titel Gestern unterwegs. Aufzeichnungen November 1987 bis Juli 1990 veröffentlicht wurden. Dieses Buch bildet einen Werkzusammenhang mit Das Gewicht der Welt (1975–1977), Die Geschichte des Bleistifts (1976–1980), Phantasien der Wiederholung (1981–1982) und Am Felsfenster morgens (1982–1987).

1990 bis heute[Bearbeiten]

Im Sommer 1990 erwarb Peter Handke ein Haus in Chaville, südwestlich von Paris, wo er bis heute lebt. Kurz nach dem Einzug lernte er die französische Schauspielerin Sophie Semin kennen. Sie ist die Tochter eines Pariser Fabrikanten aus Lothringen. Das Paar zog rasch zusammen und bereits ein Jahr später, am 24. August 1991, wurde ihre gemeinsame Tochter Leocadie geboren. Erst Anfang August 1994 ließ sich Handke von seiner ersten Ehefrau Libgart Schwarz in Wien scheiden und heiratete im Herbst 1995 Sophie Semin.

In diesem Ort in der Pariser Peripherie scheint Handke seinen Lebensmittelpunkt gefunden zu haben. Es ist sein dritter Wohnort in und außerhalb der französischen Hauptstadt. Chaville liegt in der Nähe von Clamart, wo er 1977 und 1978 mit seiner ältesten Tochter Amina, die später Malerei und visuelle Mediengestaltung studierte, gewohnt hatte.

In seinem Haus spielte auch ein Teil des Filmes Die Abwesenheit mit Bruno Ganz, seiner Frau Sophie Semin, Eustaquio Barjau und Jeanne Moreau in den Hauptrollen. Weitere Drehorte waren die Pyrenäen nördlich von Barcelona. Bis 1996 erschienen die Übersetzungen Noch einmal für Thukydides (1990) und Shakespeare: Das Wintermärchen (1991), Versuch über die Jukebox (1990), Abschied des Träumers vom Neunten Land (1991), Versuch über den geglückten Tag. Ein Wintertagtraum (1991), Die Theaterstücke (1992), Die Kunst des Fragens (1994), Mein Jahr in der Niemandsbucht. Ein Märchen aus den neuen Zeiten (1994) und das Theaterstück Die Stunde, da wir nichts voneinander wußten. Ein Schauspiel (1992), das unter der Regie von Claus Peymann am Wiener Burgtheater im selben Jahr uraufgeführt wurde. Von 2001 bis 2006 war die Schauspielerin Katja Flint seine Lebensgefährtin.

Eine Jury des Deutschen Buchpreises hatte Handkes Buch «Die morawische Nacht» als einen von 20 Titeln auf die Liste für den besten deutschsprachigen Roman des Jahres 2008 gesetzt. In einem Brief an den Vorsitzenden des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels bedankte er sich dafür, verzichtete jedoch darauf, um die Nominierung einem der jüngeren Autoren zu überlassen.[5]

Themen und Stil[Bearbeiten]

In Handkes Frühwerk nimmt die Sprache das zentrale Thema ein, die Wirklichkeit wird von ihm durch und in der Sprache erfahren und reflektiert (Die Innenwelt der Außenwelt der Innenwelt, 1969). Ansätze zu einer klassischen Erzählweise sind erstmals in den Erzählungen Die Angst des Tormanns beim Elfmeter (1970) und Der kurze Brief zum langen Abschied (1972) erkennbar, eine Folge seiner Auseinandersetzung mit den Autoren Karl Philipp Moritz, Gottfried Keller und Adalbert Stifter.

Ende der 1970er Jahre wendet sich Handke ab der Erzählung Langsame Heimkehr (1979) einer hochstilisierten Sprache mit teilweise mythisch überhöhten Metaphern zu, um seinen Selbstfindungsprozess darzustellen. Mit dem Roman Mein Jahr in der Niemandsbucht (1994) greift Handke erstmals autobiographische Themen auf und beschäftigt sich darin mit der Schriftstellerexistenz. In seinen jüngsten Schriften ab Der Bildverlust oder Durch die Sierra de Gredos (2002) kritisiert er die aktuelle mediale Bildüberflutung.

Peter Handke und Wim Wenders[Bearbeiten]

Mit dem deutschen Regisseur Wim Wenders verbindet Handke eine seit 1966 anhaltende Freundschaft und Arbeitsbeziehung, es ist die längste Freundschaft im Leben von Wenders. Er lernte Peter Handke während seiner Studienzeit nach einer Aufführung von dessen Stück «Publikumsbeschimpfung» im Theater von Oberhausen kennen.[6] Beide Künstler haben viele persönliche Gemeinsamkeiten und ästhetische Verwandtschaften.[7] Vor allem eint sie eine Vorliebe für eine intensive, manchmal existenzialistische Darstellung von Landschaften, denen sie ungleich viel mehr an Beachtung und Bedeutung schenken als den Worten und Handlungen ihrer Akteure.[8] Zwischen 1969 und 1986 arbeiteten sie bei der Produktion von drei Filmen zusammen, Wenders wiederum ließ sich durch die Lektüre von Handkes Veröffentlichungen bei wichtigen Entscheidungen in seinem Leben und Werk beeinflussen.[8]

Serbien-Kontroverse[Bearbeiten]

1996 kam es in den Massenmedien nach der Veröffentlichung von Handkes Reisebericht Eine winterliche Reise zu den Flüssen Donau, Save, Morawa und Drina oder Gerechtigkeit für Serbien zu heftigen Kontroversen, die bis heute andauern. Kritiker werfen ihm eine Verharmlosung der serbischen Kriegsverbrechen vor,[9] während Handke für sich eine differenziertere Wortwahl und Darstellung der Ereignisse als in der allgemeinen journalistischen Berichterstattung in Anspruch nimmt. Im März 2004 unterzeichnete Peter Handke einen vom kanadischen Autor Robert Dickson verfassten Künstlerappell zur Verteidigung Slobodan Miloševićs. Zu den Unterzeichnern gehörte auch der spätere Literaturnobelpreisträger Harold Pinter.[10] Im selben Jahr besuchte er Milošević im Gefängnis in Den Haag. 2005 wurde er von den Verteidigern des jugoslawischen Ex-Präsidenten, der vor dem UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag des Völkermords und der Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt war, als Zeuge eingeladen. Handke lehnte dies ab und veröffentlichte wenig später einen Essay mit dem Titel Die Tablas von Daimiel, der den Untertitel Ein Umwegzeugenbericht zum Prozess gegen Slobodan Milošević trägt. Am 18. März 2006 trat Handke bei der Beerdigung von Slobodan Milošević als Grabredner auf,[11] was zu einem Wiederaufleben der Kontroverse führte.

Im Zusammenhang mit Handkes Grabrede wurde auch sein Stück Spiel vom Fragen oder die Reise ins sonore Land vom Spielplan der Pariser Comédie-Française abgesetzt, was abermals sowohl befürwortende als auch kritische Stimmen hervorrief. Am 2. Juni 2006 verzichtete Peter Handke aufgrund der entbrannten politischen Diskussion auf den erstmals mit 50.000 Euro dotierten Heinrich-Heine-Preis 2006 der Stadt Düsseldorf.

Von Schauspielern des Berliner Ensembles ging im Juni 2006 eine Initiative mit dem Titel „Berliner Heinrich-Heine-Preis“[12] aus, die die Attacken des Düsseldorfer Stadtrates als „Angriff auf die Freiheit der Kunst“ bezeichnete und für Handke das Preisgeld in gleicher Höhe sammeln wollte. Mitglieder der Initiative waren u.a. Käthe Reichel, Rolf Becker, Dietrich Kittner, Arno Klönne, Monika und Otto Köhler, Eckart Spoo, Ingrid und Gerhard Zwerenz und Claus Peymann.[13] Am 22. Juni 2006 bedankte sich Handke für die Bemühungen, lehnte jedoch seine Annahme ab und bat stattdessen um eine Spende an serbische Dörfer im Kosovo.[14] Anlässlich der Uraufführung seines Stückes Spuren der Verirrten am 21. Februar 2007 wurde ihm die vollständig gesammelte Preissumme und der Preis übergeben.[15] Er spendete das Preisgeld an das hauptsächlich von Serben bewohnte Dorf Velika Hoča, an dessen Bürgermeister Dejan Baljoševic Handke das Geld an Ostern 2007 übergab.[16][17]

Im Januar 2008 äußerte Handke, dass er, wäre er Serbe, den serbischen Nationalisten und stellvertretenden Vorsitzenden der SRS, Tomislav Nikolić wählen würde.[18]

Am 22. Februar 2008 verfasste Handke einen kleinen Kommentar in der französischen Zeitung „Le Figaro“, in dem er noch einmal an die gemeinsame Geschichte Jugoslawiens in Bezug auf den Sieg über den Nationalsozialismus hinwies und die westlichen Staaten als „Gaunerstaaten“ bezeichnete.[19]

Archiv[Bearbeiten]

Peter Handke verkaufte am 6. Dezember 2007 Handschriften und Materialien aus den letzten zwei Jahrzehnten als Nachlass zu Lebzeiten – auch Vorlass genannt – für den Betrag von 500.000 Euro an das Literaturarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek.[20] Der Kauf wurde vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur unterstützt.[21] Daneben stellte der Autor Anfang 2008 seine 66 Tagebücher aus der Zeit von 1966 bis 1990 dem Deutschen Literaturarchiv Marbach für eine unbekannte Summe zur Verfügung.[22]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Werke[Bearbeiten]

1966 bis 1969 1991 bis 1999
  • Die Hornissen, Roman, 1966
  • Der Jasager und der Neinsager 1966 uraufgeführt unter der Regie von Günther Büch, Theater Oberhausen
  • Weissagung und Selbstbezichtigung 1966 uraufgeführt unter der Regie von Günther Büch, Theater Oberhausen
  • Publikumsbeschimpfung und andere Sprechstücke, 1966, uraufgeführt unter der Regie von Claus Peymann am Theater am Turm
  • Begrüßung des Aufsichtsrates, 1967
  • Der Hausierer, 1967
  • Kaspar, 1967, uraufgeführt am 11. Mai 1968 am Theater Oberhausen unter der Regie von Günther Büch und am Theater am Turm unter der Regie von Claus Peymann
  • Deutsche Gedichte, 1969
  • Die Innenwelt der Außenwelt der Innenwelt, 1969
  • Prosa, Gedichte, Theaterstücke, Hörspiele, Aufsätze, 1969
  • Das Mündel will Vormund sein, Regie: Claus Peymann, Theater am Turm, 1969
1970 bis 1979
1980 bis 1989
  • Die Lehre der Sainte-Victoire, 1980 [= LH II]
  • Über die Dörfer, 1981 [= LH III]
  • Kindergeschichte, 1981 [= LH IV]
  • Die Geschichte des Bleistifts, 1982
  • Der Chinese des Schmerzes, 1983
  • Phantasien der Wiederholung, 1983
  • Die Wiederholung, 1986
  • Gedicht an die Dauer, 1986
  • Die Abwesenheit. Ein Märchen, 1987 (verfilmt in der Regie des Autors 1992)
  • Der Himmel über Berlin, mit Wim Wenders, 1987
  • Nachmittag eines Schriftstellers, 1987
  • Das Spiel vom Fragen oder Die Reise zum sonoren Land, 1989
  • Versuch über die Müdigkeit, 1989
1990
  • Noch einmal für Thukydides, 1990
  • Versuch über die Jukebox, 1990
  • Shakespeare: Das Wintermärchen, 1991, Übersetzung
  • Abschied des Träumers vom Neunten Land, 1991
  • Versuch über den geglückten Tag. Ein Wintertagtraum, 1991
  • Die Stunde, da wir nichts voneinander wußten. Ein Schauspiel, 1992, Uraufführung unter der Regie von Claus Peymann, Wien, Burgtheater, 1992
  • Die Theaterstücke, 1992
  • Drei Versuche. Versuch über die Müdigkeit. Versuch über die Jukebox. Versuch über den geglückten Tag, 1992
  • Langsam im Schatten. Gesammelte Verzettelungen 1980–1992, 1992
  • Die Kunst des Fragens, 1994
  • Mein Jahr in der Niemandsbucht. Ein Märchen aus den neuen Zeiten, 1994
  • Eine winterliche Reise zu den Flüssen Donau, Save, Morawa und Drina oder Gerechtigkeit für Serbien, 1996
  • Sommerlicher Nachtrag zu einer winterlichen Reise, 1996
  • Zurüstungen für die Unsterblichkeit. Königsdrama, Regie: Claus Peymann, Wien, Burgtheater, 1997
  • In einer dunklen Nacht ging ich aus meinem stillen Haus, 1997
  • Am Felsfenster morgens. Und andere Ortszeiten 1982–1987, 1998
  • Ein Wortland. Eine Reise durch Kärnten, Slowenien, Friaul, Istrien und Dalmatien mit Liesl Ponger, 1998
  • Die Fahrt im Einbaum oder Das Stück zum Film vom Krieg, 1999, Uraufführung am Wiener Burgtheater
  • Lucie im Wald mit den Dingsda. Mit 11 Skizzen des Autors, 1999
2000 bis 2009
  • Unter Tränen fragend. Nachträgliche Aufzeichnungen von zwei Jugoslawien-Durchquerungen im Krieg, März und April 1999, 2000
  • Der Bildverlust oder Durch die Sierra de Gredos, 2002
  • Mündliches und Schriftliches. Zu Büchern, Bildern und Filmen 1992–2000, 2002
  • Rund um das Große Tribunal, 2003
  • Untertagblues. Ein Stationendrama, 2003
  • Warum eine Küche? (frz./dt.), 2003
  • Sophokles: Ödipus auf Kolonos, 2003, Übersetzung[28]
  • Don Juan (erzählt von ihm selbst), 2004
  • Die Tablas von Daimiel, 2005
  • Gestern unterwegs. Aufzeichnungen November 1987 bis Juli 1990, 2005
  • Spuren der Verirrten, uraufgeführt unter der Regie von Claus Peymann am BE 2007
  • Kali. Eine Vorwintergeschichte, 2007
  • Leben ohne Poesie. Gedichte, 2007
  • Meine Ortstafeln. Meine Zeittafeln. Essays 1967–2007, 2007
  • Die morawische Nacht. Erzählung, 2008
  • Bis daß der Tag euch scheidet oder Eine Frage des Lichts, Lesung in Salzburg 2008
  • Die Kuckucke von Velika Hoca. 2009
2010 bis in die Gegenwart

Briefwechsel[Bearbeiten]

Gespräche[Bearbeiten]

  • Aber ich lebe nur von den Zwischenräumen. Ein Gespräch mit Peter Handke, geführt von Herbert Gramper. Zürich 1987
  • André Müller im Gespräch mit Peter Handke. Weitra 1993
  • Janko Ferk / Michael Maier: Die Geographie des Menschen. Wien 1993
  • Herlinde Koelbl: Peter Handke in: Im Schreiben zu Haus  −  Wie Schriftsteller zu Werke gehen  −  Fotografien und Gespräche, Knesebeck Verlag, München 1998, ISBN 3-89660-041-9; S.10-15; Fotodokumentation Handkes, die den Autor an seinem Arbeitsplatz und im persönlichen Umfeld porträtiert und im Interview sowohl Grundlage seiner Berufung als auch Rahmenbedingungen und individuelle Vorgehensweise bei der Entstehung seiner Werke darstellt.
  • Peter Handke / Heinz-Norbert Jocks: Über die Freiheit des Unterwegsseins. Ein Gespräch mit Peter Handke,Basler Zeitung, 25.September 2004,S.14-17
  • Peter Handke / Peter Hamm: Es leben die Illusionen. Gespräche in Chaville und anderswo. Wallstein, Göttingen 2006, 184 S., ISBN 978-3-8353-0040-8
  • Peter Handke: … und machte mich auf, meinen Namen zu suchen…. Peter Handke im Gespräch mit Michael Kerbler. Klagenfurt 2007, 68 S., ISBN 978-3-85129-543-6
  • Gero von Boehm: Peter Handke. 17. April 2008. Interview in: Begegnungen. Menschenbilder aus drei Jahrzehnten. Collection Rolf Heyne, München 2012, ISBN 978-3-89910-443-1, S.585-591

Filmografie[Bearbeiten]

Regie und Drehbuch[Bearbeiten]

  • Drei amerikanische LPs, 1969 (gemeinsam mit Wim Wenders)
  • Chronik der laufenden Ereignisse, 1971
  • Die linkshändige Frau, 1977
  • Das Mal des Todes, 1986, Produktion: ORF
  • Die Abwesenheit. Ein Märchen, 1992

Drehbuch[Bearbeiten]

Hörspiele[Bearbeiten]

Tonträger[Bearbeiten]

  • Hörspiel, Deutsche Grammophon und Luchterhand Verlag 2574 005, 1973
  • Wunschloses Unglück – Eine Auswahl des Autors gelesen von Bruno Ganz, Deutsche Grammophon Literatur 2570 014, 1978
  • Die Innenwelt der Außenwelt der Innenwelt – Eine Auswahl, gelesen vom Autor, Deutsche Grammophon Literatur
  • Gestern unterwegs – Eine Auswahl, gelesen vom Autor; ca. 300 Minuten, Hoffmann & Campe, 2006

Übersetzungen[Bearbeiten]

Handke ist Übersetzer folgender Autoren: Adonis, Aischylos, Dimitri T. Analis, Bruno Bayen, Emmanuel Bove, René Char, Marguerite Duras, Euripides, Jean Genet, Georges-Arthur Goldschmidt, Julien Green, Gustav Januš, Florjan Lipuš, Patrick Modiano, Walker Percy, Francis Ponge, William Shakespeare, Sophokles

  • Adonis / Dimitri T. Analis: Unter dem Licht der Zeit. Briefwechsel, 2001
  • Aischylos: Prometheus, gefesselt, UA Salzburger Festspiele (Felsenreitschule) 1986
  • Dimitri T. Analis: Land für sich. Gedichte, 1999
  • Bayen, Bruno:
    • Bleiben die Reisen. Roman, 1997
    • Die Verärgerten. Roman, 2000
  • Bove, Emmanuel:
    • Meine Freunde, 1981
    • Armand. Roman, 1982
    • Bécon-les-Bruyères, 1984
  • René Char:
    • Rückkehr stromauf. Gedichte 1964-1975, 1984
    • Die Nachbarschaften Van Goghs, 1990
  • Marguerite Duras: Die Krankheit Tod, 1985
  • Euripides: Helena, UA Burgtheater Wien, 2010
  • Genet, Jean (mit Peter Krumme): Splendid`s / Sie: Zwei Stücke, 1994
  • Goldschmidt, Georges-Arthur:
    • Der Spiegeltag. Roman, 1982
    • Die Absonderung. Erzählung, 1991
    • Der unterbrochene Wald. Erzählung, 1992
  • Green, Julien: Der andere Schlaf, 1988
  • Janus, Gustav:
    • Gedichte 1962-1983, 1983
    • Wenn ich das Wort überschreite, 1988
    • Mitten im Satz, 1991
    • Der Kreis ist jetzt mein Fenster, 1998
    • Wort, verwandelt in Farben. Gesammelte Gedichte 1962 - 2009, 2009
  • Lipuš, Florjan (mit Helga Mracnikar): Der Zögling Tjaž, 1981
  • Modiano, Patrick:
    • Eine Jugend, 1985
    • Die kleine Bijou. Roman, 2003
  • Percy, Walker:
  • Ponge, Francis:
    • Notizbuch vom Kiefernwald. La Mounine, 1982
    • Kleine Suite des Vivarais, 1988
  • Shakespeare, William: Das Wintermärchen, 1991
  • Sophokles: Ödipus in Kolonos, UA Burgtheater Wien, 2003

Literatur[Bearbeiten]

  • Heinz Ludwig Arnold (Hrsg.): Peter Handke. edition text + kritik 24/24a (1969; 1971; 1976; 1978; 1989; 1999 jeweils mit fortgeschriebener, detaillierter Bibliographie)
  • Carlo Avventi: Mit den Augen des richtigen Wortes. Wahrnehmung und Kommunikation im Werk Wim Wenders und Peter Handkes. Gardez!-Verlag, Remscheid 2004, ISBN 978-3-89796-126-5, Dissertation[31]
  • Lilian Birnbaum: Peter Handke. Porträt des Dichters in seiner Abwesenheit. Verlag Müry Salzmann, Salzburg 2011. ISBN 978-3-99014-042-0.
  • Thorsten Carstensen: Romanisches Erzählen. Peter Handke und die epische Tradition. Wallstein, Göttingen 2013. ISBN 978-3-83531-108-4.
  • Thomas Deichmann (Hrsg.): Noch einmal für Jugoslawien: Peter Handke. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1999, ISBN 3-518-39406-1
  • Leopold Federmair: Die Apfelbäume von Chaville. Annäherungen an Peter Handke. Jung und Jung, Salzburg und Wien 2012, ISBN 978-3-99027-029-5
  • Wolfram Frietsch: Peter Handke – C. G. Jung: Selbstsuche – Selbstfindung – Selbstwerdung. Der Individuationsprozess in der modernen Literatur am Beispiel von Peter Handkes Texten. scientia nova, Gaggenau 2006, 2. Auflage, ISBN 978-3-935164-01-6
  • Herwig Gottwald; Andreas Freinschlag: Peter Handke. UTB, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-8252-3220-7
  • Kurt Gritsch: Peter Handke. Gerechtigkeit für Serbien: Eine Rezeptionsgeschichte. Studien Verlag, 2008, ISBN 978-3-7065-4614-0
  •  Gerhard Fuchs und Gerhard Melzer (Hrsg.): Peter Handke. In: Dossier Extra. Peter Handke. Droschl, Graz 1993, ISBN 3-85420-337-3.
  • Fabjan Hafner: Peter Handke: Unterwegs ins Neunte Land. Zsolnay, Wien 2008, ISBN 978-3-552-05427-1
  • Adolf Haslinger: Peter Handke. Jugend eines Schriftstellers, 1999, ISBN 3-518-38970-X
  • Malte Herwig: Meister der Dämmerung. Peter Handke. Eine Biografie. DVA, München 2010, 364 S., ISBN 978-3-421-04449-5
  • Hans Höller: Peter Handke. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2007, ISBN 978-3-499-50663-5
  • Volker Georg Hummel: Die narrative Performanz des Gehens. Peter Handkes „Mein Jahr in der Niemandsbucht“ und „Der Bildverlust“ als Spaziergängertexte. Transcript Verlag. Bielefeld 2007, ISBN 3-89942-637-1
  • Peter Jamin: Der Handke-Skandal – Wie die Debatte um den Heinrich-Heine-Preis die Kulturgesellschaft entblößte. Gardez!-Verlag, Remscheid 2006, ISBN 3-89796-180-6
  • Klaus Kastberger (Hrsg.): Peter Handke. Freiheit des Schreibens – Ordnung der Schrift, Magazin des Österreichischen Literaturarchivs, Band 16, Paul Zsolnay Verlag, Wien 2009
  • Klaus Kastberger und Katharina Pektor (Hrsg.): Die Arbeit des Zuschauers. Peter Handke und das Theater. Katalog zur Ausstellung im Österreichischen Theatermuseum. Jung und Jung, Salzburg 2012, ISBN 978-3-99027-030-1. Die Ausstellung vom 31. Januar bis 8. Juli 2013 gibt erstmals einen umfassenden Einblick in Entstehung und Wirkung von Handkes Bühnenarbeiten.
  • Klaus Kastberger: Bodensatz des Schreibens. Peter Handke und die Geologie. Originalbeitrag auf handkeonline.onb.ac.at, 19. November 2012.
  • Klaus Kastberger: Lesen und Schreiben. Peter Handkes Theater als Text. online-Datei auf handkeonline.onb.ac.at, 21. Januar 2013.
  • Christoph Kepplinger-Prinz und Katharina Pektor: Zeichnendes Notieren und erzählendes Zeichnen. Skizzen, Zeichnungen und Bilder in Peter Handkes Notizbüchern von 1972 bis 1990. Originalbeitrag auf http://handkeonline.onb.ac.at, 8. August 2012.
  • Herlinde Koelbl: Peter Handke in: Im Schreiben zu Haus  −  Wie Schriftsteller zu Werke gehen  −  Fotografien und Gespräche, Knesebeck Verlag, München 1998, ISBN 3-89660-041-9; S.10-15; Fotodokumentation Handkes, die den Autor an seinem Arbeitsplatz und im persönlichen Umfeld porträtiert und im Interview sowohl Grundlage seiner Berufung als auch Rahmenbedingungen und individuelle Vorgehensweise bei der Entstehung seiner Werke darstellt.
  • Louise L. Lambrichs: Le cas Handke: conversation à bâtons rompus. Inventaire/Invention, 2003, französisch
  • Simone Malaguti: Wim Wenders’ Filme und ihre intermediale Beziehung zur Literatur Peter Handkes. Peter Lang, Frankfurt a.M., Berlin 2008, ISBN 978-3-631-58064-6.
  •  Rainer Nägele, Renate Voris: Peter Handke. Autorenbücher. In: Heinz Ludwig Arnold und Ernst-Peter Wieckenburg (Hrsg.): Autorenbücher. 8, Beck, München 1978, ISBN 3-406-07118-X.
  • Georg Pichler: Die Beschreibung des Glücks. Peter Handke. Eine Biografie. Wien, 2002, ISBN 3-8000-3883-8
  • Anja Pompe: Peter Handke. Pop als poetisches Prinzip. Böhlau: Köln, Weimar, Wien 2009. ISBN 978-3-412-20386-3
  • Peter Pütz: Peter Handke. Suhrkamp Verlag, Frankfurt a.M. 1982, ISBN 3-518-37354-4
  • Carsten Rohde: Träumen und Gehen. Peter Handkes geopoetische Prosa seit „Langsame Heimkehr“. Wehrhahn Verlag, Hannover 2006, ISBN 978-3-86525-045-2
  • Michael Scharang (Hrsg.): Über Peter Handke. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1972.
  • Andreas Schirmer: Peter-Handke-Wörterbuch. Prolegomena. Mit 619 begonnenen Artikeln auf einer CD-ROM. Praesens Verlag, Wien 2007, ISBN 978-3-7069-0441-4
  • Ute Seiderer: Handkes Fahrt im Einbaum. Poetik des Grenzflusses, in: Wassersprachen. Flüssigtexte aus Österreich, hg. v. Klaus Kastberger, Österreichische Nationalbibliothek, Wien 2006 [= Reihe Literatur im StifterHaus; Bd. 18], S. 121-129, ISBN 978-3-900424-54-1
  • Martin Sexl: Poesie als Medienkritik. Die Jugoslawien-Kriege im Werk Peter Handkes. Originalbeitrag auf handkeonline.onb.ac.at, 4. März 2013.
  • Lothar Struck: Keuschnig statt Kobal. Das Wechselspiel von Sprachkritik und Erzählen im Werk Peter Handkes. Originalbeitrag auf handkeonline.onb.ac.at, 18. Februar 2013.
  • Lothar Struck: „Der Geruch der Filme“. Peter Handke und das Kino. Mirabilis Verlag 2013, ISBN 978-3-9814925-4-5.
  • Lothar Struck: „Der mit seinem Jugoslawien.“ Peter Handke im Spannungsfeld zwischen Literatur, Medien und Politik. Verlag Ille & Riemer, Leipzig, Weißenfels 2012, ISBN 978-3-95420-002-3
  • Katja Thomas: Poetik des Zerstörten. Zum Zusammenspiel von Text und Wahrnehmung bei Peter Handke und Juli Zeh. VDM Verlag Dr. Müller 2007, ISBN 3-8364-2753-2
  • Rhea Thönges-Stringaris: Je länger aber das Ereignis sich entfernt … – zu Joseph Beuys und Peter Handke. FIU-Verlag, Wangen/Allgäu 2002 (Originaltext von Handke zu Beuys und Interview mit Johannes Stüttgen zur Lage im Kosovo 1999) ISBN 978-3-928780-27-8
  • Karl Wagner: Weiter im Blues. Studien und Texte zu Peter Handke. Weidle Verlag, Bonn 2009, ISBN 978-3-938803-22-6
  • Ralf Zschachlitz: „Epiphanie“ ou „illumination profane“? L'oeuvre de Peter Handke et la théorie esthétique de Walter Benjamin, Lang-Verlag, Bern 2000, ISBN 3-906758-53-2

Dokumentarfilme[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Peter Handke – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Meyers großes Taschenlexikon in 25 Bänden, B.I.-Taschenbuchverlag, Mannheim, Leipzig, Wien und Zürich, 7. Auflage, 1999, Band 9, ISBN 3-411-11097-X, S. 170
  2. Video Nachtstudio: Volker Panzer trifft Peter Handke (10. März 2008) in der ZDFmediathek, abgerufen am 6. Februar 2014 (offline)
  3. Malte Herwig: Peter Handke und seine Affäre mit Jeanne Moreau. In: Die Welt vom 2. November 2011.
  4. P. Handke, H. Lenz, Berichterstatter des Tages. Briefwechsel. Frankfurt a.M., Leipzig, 2006. S. 366
  5. Deutscher Buchpreis. Peter Handke verzichtet auf Nominierung, Spiegel Online, 4. September 2008
  6. „Von einem der auszog – Wim Wenders' frühe Jahre“, arte, 19. Februar 2007
  7. Michael Ellenbogen: „Zwei Giganten der Wahrnehmung“, Wiener Zeitung, 29. November 2007 (abgerufen am 7. November 2013)
  8. a b Andrea Gnam: „Verlust und Wiedergewinn der Bilder. Wim Wenders und Peter Handke“, NZZ, 26. August 2005
  9. Carolin Emcke: „Versuch über das geglückte Kriegsverbrechen“, Spiegel Online, 4. Juni 2006
  10. Künstler-Appell für Milosevic. Montreal-New York-Moskau-Paris, März-April 2004 (PDF; 14 kB)
  11. Peter Handke: « J'écris pour ouvrir le regard », Le Monde des Livres, 5. Mai 2006, Stellungnahme zur Kritik an seiner Grabrede (kostenpflichtig), Wiederabdruck bei éditions Verdier
    „Die Welt, die vermeintliche Welt, weiß alles über Slobodan Milošević. Die vermeintliche Welt kennt die Wahrheit. Eben deshalb ist die vermeintliche Welt heute nicht anwesend, und nicht nur heute und hier. Ich kenne die Wahrheit auch nicht. Aber ich schaue. Ich begreife. Ich empfinde. Ich erinnere mich. Ich frage. Eben deshalb bin ich heute hier zugegen.“ Grabrede, übersetzt von Johannes Willms
    (« Le monde, le prétendu monde, sait tout sur Slobodan Milošević. Le prétendu monde sait la vérité. C'est pour ça que le prétendu monde est absent aujourd'hui, et pas seulement aujourd'hui, et pas seulement ici […]. Je ne sais pas la vérité. Mais je regarde. J'entends. Je sens. Je me rappelle. Je questionne. C'est pour ça que je suis présent aujourd'hui. »)
  12. Berliner Heinrich-Heine-Preis
  13. Klaus Stein: „Nach Peter Handkes Verzicht auf den Düsseldorfer Preis: Krähwinkels Magistrat wird wieder frech“, Neue Rheinische Zeitung, 20. Juni 2006
  14. „Handke lehnt Alternativpreis ab“, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22. Juni 2006
  15. „Berliner Ensemble: Berliner Heine-Preis für Handke“, dpa / Die Zeit, 22. Februar 2007
  16. Eckart Spoo: „Bei den Serben im Kosovo – Teil III“, Neue Rheinische Zeitung, 23. Mai 2007
  17. Wolfgang Büscher: „Ich wollte Zeuge sein“, Die Zeit, 12. April 2007
  18. „Serbien: Peter Handke unterstützt Nationalisten“, Süddeutsche Zeitung, 23. Januar 2008
  19. Peter Handke: Notre vénérable Europe a perdu son cœur. In: Le Figaro, 20. Februar 2008 (französisch).
  20. siehe Website Handke online der Österreichischen Nationalbibliothek
  21. Paul Jandl: Jahreszeiten des Schreibens In: NZZ, 19. Dezember 2007.
  22. Literaturarchiv: Marbacher Archiv erwirbt Handke-Tagebücher. In: Die Zeit, 6. Januar 2008; auch  Malte Herwig: Willkommen, oh Schattenreich. In: Der Spiegel. Nr. 2, 2008, S. 143 (7. Januar 2008, online).
  23. Thomas Steinfeld: Die Selbstinszenierung der üblen Nachrede.“ In: Süddeutsche Zeitung, 31. Mai 2006.
  24. Peter Handke erhält Vinzenz-Rizzi-Preis 2010. In: ORF, 4. Dezember 2010, abgerufen am 2. Februar 2011
  25. Großer Kunstpreis des Landes für Literatur 2012 geht an Peter Handke. In: Salzburger Landeskorrespondenz, 21. November 2012.
  26. Nikolic Decorates Peter Handke. In: The Balkans Daily, 8. April 2013 (englisch).
  27. Homepage Internationaler Ibsen-Preis (engl.)
  28. Vgl. Andreas Dorschel: „Das, Vater, ist kein Wortgedudel“. Sophokles' „Ödipus in Kolonos“, Peter Handkes Übertragung und die Misere seiner Kritiker. In: Süddeutsche Zeitung, 4. Juni 2003, Nr. 127, S. 16 (siehe den Reiter Rezension).
  29. Kleine Meinungen, Literatur I in Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 25. März 2012, Seite 30
  30. Peter Handke. ‹Die schönen Tage von Aranjuez›. In: burgtheater.at, aufgerufen am 15. Dezember 2013.
  31. Rezension von „Wahrnehmung und Kommunikation im Werk Wim Wenders und Peter Handkes“, Literaturkritik.de