Tourismus in der Slowakei

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Napoleontherme in Piešťany

Die Slowakei ist in weiten Teilen ein vom Tourismus noch unentdecktes Land, wenn man von wenigen Zentren in der Tatra und der nahe Wien gelegenen Hauptstadt Bratislava absieht.

Gebirge[Bearbeiten]

Die alpine Landschaft der Tatra ist die touristische Hauptattraktion der Slowakei. Um die Orte Poprad und Štrbské Pleso (siehe Vysoké Tatry) finden sich gut erschlossene Wintersport- und Wandergebiete mit Möglichkeiten zum Bergsteigen.

Die meistens noch „ungezähmten“ Flüsse wie zum Beispiel die obere Waag (Váh) bieten Wildwasserrafting-Möglichkeiten. Eine weitere beliebte Form des Urlaubs ist der Jagdurlaub in der Slowakei, da sich hier noch eine nahezu unberührte Natur findet. Im Land befinden sich neun Nationalparks (Tatra, Niedere Tatra, Pieninen, Slowakisches Paradies, Slowakischer Karst, Große Fatra, Kleine Fatra, Poloniny, Muránska planina) und zahlreiche Naturschutzgebiete - es gibt kaum ein Gebirge, das nicht einer Form von Naturschutz unterliegt.

Überdies ist für die Slowakei ein häufiges Vorkommen von Höhlen charakteristisch. 13 Höhlen sind für Besucher zugänglich, die größte davon - die Demänováer Freiheitshöhle - ist fast 9 km lang.

Kuraufenthalte[Bearbeiten]

Der bekannteste Kurort der Slowakei ist Piešťany im Westen des Landes, unweit der Grenze zur Tschechischen Republik. Piešťany besitzt eine lange Tradition als Heilbad. Weitere Kurorte sind Bojnice, Brusno, Dudince, Lúčky, Sklené Teplice, Sliač, Smrdáky, Trenčianske Teplice, Turčianske Teplice, Nový Smokovec, Štós, Štrbské Pleso, Tatranské Matliare, Bardejovské Kúpele, Číž, Nimnica, Rajecké Teplice und Vyšné Ružbachy

Kultur[Bearbeiten]

Burg Bojnice
Folkloristische Architektur in Čičmany

Außerdem hat das Land zahlreiche mittelalterliche Burgen und Schlösser zu bieten. Darunter die Zipser Burg (Spišský hrad), die seit 1993 zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt.

Doch die Slowakei hat auch viel für den kulturell interessierten Besucher zu bieten. Durch ihre grenznahe Lage zu jeweils mehreren Ländern und durch viele ethnische Minderheiten wirken die Städte Bratislava und Košice trotz ihrer geringen Größe sehr kosmopolitisch. Hinzu kommt die für die ehemals österreich-ungarischen Städte typische "Kaffeehausatmosphäre" und die in beiden Städten hervorragend erhaltene Altstadt mit spektakulären Sehenswürdigkeiten wie der Burg Bratislava. Aber auch viele kleinere Städte sind sehr reizvoll, insbesondere, da sie noch nicht von Touristen überlaufen sind.

Infrastruktur[Bearbeiten]

Das Land ist gut durch ein relativ dichtes Eisenbahnnetz erschlossen. Auch das Busverkehrsnetz ist sehr dicht. Das mautpflichtige Autobahn- und Schnellstraßennetz befindet sich noch im Aufbau und erschließt zurzeit am besten den Westen und Norden des Landes. Insgesamt gilt es als günstig und bietet sich deshalb auch beispielsweise für Rucksacktouristen an.

Durch die Slowakei führt der Internationale Bergwanderweg Eisenach–Budapest.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]