Transportrisiko

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche

Als Transportrisko bezeichnet man jedes einzelne Ereignis, das transportierten Gütern in irgendeiner Form einen Schaden zufügen kann.

Wesentliches Merkmal dieser Ereignisse ist, dass die Auswirkung zufällig, unerwartet, nicht naturgemäß und nicht voraussehbar eintritt. Das auf diese Weise definierte Transportrisiko ist grundsätzlich versicherbar. Soweit die Kosten dafür den Wert der Ware übersteigen, wird hierauf aber in der Regel verzichtet. Dies gilt insbesondere für private Post.

Bei der Versendung von Waren, insbesondere beim Versendungskauf, muss rechtlich geregelt werden, welche der Parteien das Transportrisiko, also das Risiko einer von keiner der Parteien zu vertretenden Beschädigung oder Verlustes der Sendung trägt, vor allem dann, wenn dieses Risiko nicht versichert wird. Nach deutschem Recht geht die Gefahr auf den Käufer über, sobald der Verkäufer die Ware dem Spediteur, Frachtführer oder sonst zur Versendung bestimmten Person oder Anstalt ausgeliefert hat (§ 447 BGB). Eine abweichende Regelung gibt es beim Verbrauchsgüterkauf, § 474 Abs. 2 BGB. Auch vertraglich können abweichende Regelungen getroffen werden (dispositives Recht). Gegen das Transportrisiko kann eine Transportversicherung abgeschlossen werden.

Zur Haftung der Versendungsperson selbst siehe Spediteur, Frachtführer usw.

Rechtshinweis Bitte den Hinweis zu Rechtsthemen beachten!
Deutschlandlastige Artikel Dieser Artikel oder Absatz stellt die Situation in Deutschland dar. Hilf mit, die Situation in anderen Ländern zu schildern.
Persönliche Werkzeuge
Buch erstellen