Orinoco

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Orinoco
Brücke über den Orinoco bei Ciudad Bolívar, Venezuela (2004)

Brücke über den Orinoco bei Ciudad Bolívar, Venezuela (2004)

Daten
Lage Venezuela, Kolumbien
Länge 2140 km
Quellgebiet in der Sierra ParimaVorlage:Infobox Fluss/QUELLKOORDINATE_fehlt
Mündung Atlantischer Ozean8.5674417909245-60.509948730469Koordinaten: 8° 34′ 3″ N, 60° 30′ 36″ W
8° 34′ 3″ N, 60° 30′ 36″ W8.5674417909245-60.509948730469
Flusssystem Orinoco/Amazonas
Rechte Nebenflüsse Río Ventuari, Río Caura, Río Caroní
Linke Nebenflüsse (Brazo Casiquiare), Río Guaviare, Río Vichada, Río Tomo, Río Meta, Río Arauca, Río Apure

Der Orinoco ist mit einer Länge von 2.140 Kilometern einer der längsten Flüsse Südamerikas. Der Orinoco befindet sich zu etwa drei Vierteln auf venezolanischem Staatsgebiet und zu etwa einem Viertel auf kolumbianischem Staatsgebiet.

Die Quelle des Orinocos befindet sich in der Gegend von Parima nahe der Grenze Venezuelas zu Brasilien. Von hier fließt er in einem weiten, westwärts gerichteten Bogen nordwärts zum Atlantik, in den er schließlich mündet. Er fließt dabei zunächst an der Grenze zwischen Venezuela und Kolumbien entlang und dann auf seinem Unterlauf quer durch Venezuela. Sein Delta bildet eine 41.001 km² große Sumpflandschaft, die durch einen enormen Tierreichtum und große Erdölvorkommen bekannt ist. Durch den Brazo Casiquiare ist der Orinoco mit dem Rio Negro verbunden und damit mit dem Amazonas.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Erkundung des Orinocos

Das Orinoco-Becken

Die erste Landkarte, in der der Orinoco eingezeichnet war, stammt aus dem Jahr 1529 und geht auf Diego Ribeiro zurück. Aber erst im 18. Jahrhundert fand die erste große Expedition unter Führung von José Solano statt. Vom oberen Orinoco-Tal drang sie bis zum Rio Negro vor. 1800 unternahmen der deutsche Forscher Alexander von Humboldt und der französische Botaniker Aimé Bonpland eine Expedition von der Mündung des Río Apures bis ins obere Orinoco-Tal. Sie sammelten wichtige Daten über die Flora und Fauna des Flusses. Die Quelle des Orinocos wurde dagegen erst im November 1951 von venezolanischen Forschern in der Sierra Parima nahe der Grenze zu Brasilien entdeckt.

[Bearbeiten] Bifurkation

Eine Besonderheit des Orinocos ist die Bifurkation, ein sehr seltenes Naturphänomen. Bifurkation ist die wissenschaftliche Bezeichnung für die Gabelung eines Flusslaufs. Ein Arm des Orinocos, der Casiquiare, fließt bei hohem Wasserstand auch zum Río Negro, der in den Amazonas einmündet. Wasser, das der Orinocoquelle entspringt, strömt also unter Umständen nicht durch das Orinocodelta in den Atlantik

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Orinoco River Basin – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
Commons Commons: Orinoco – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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