Troublegum

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Troublegum
Studioalbum von Therapy?
Veröffentlichung 7. Februar 1994
Aufnahme Anfang – Mitte 1993
Label A&M Records
Genre Rock, Alternative Rock, Pop-Punk
Anzahl der Titel 14 (15 in der japanischen Version)
Laufzeit 45:39

Besetzung

Produktion Chris Sheldon
Studio Black Barn Studios, Surrey, England (Track 2), Livingstone Studios, London, England (Track 11), Chipping Norton Studios, Oxford, England, Rak Studios und Church Studios, London, England
Chronologie
Nurse
(1992)
Troublegum Infernal Love
(1995)

Troublegum ist das zweite Major-Label-Album der nordirischen Band Therapy?. Es wurde am 7. Februar 1994 bei A&M Records veröffentlicht. Das Album bedeutete den Durchbruch für die Band, es erreichte Platz fünf in den britischen Charts.

Entstehung und Stil[Bearbeiten]

Das Album wurde 1993 in verschiedenen englischen Studios aufgenommen: Der Song Screamager im Februar 1993 in den Black Barn Studios, er wurde bereits im März 1993 auf der EP Shortsharpshock veröffentlicht und erreichte mit dieser Platz neun der britischen Charts. Auf der EP Face the Strange erschien im Mai 1993 bereits Turn, das im März 1993 in den Livingstone Studios aufgenommen wurde. Die restlichen Aufnahmen fanden Mitte 1993 in den Chipping Norton Studios in Oxford sowie in zwei Londoner Studios statt. Die Songs entstanden anders als bei Nurse nicht in Jamsessions, sondern auf der Akustikgitarre, wodurch der Gesang mehr in den Vordergrund rückte.[1] Bei der Aufnahme legte die Band im Gegensatz zum Vorgängeralbum wert darauf, dass der Klang nicht mehr so „sauber und klinisch“ sei[1], Sheldons Produktion war aber im Endeffekt differenziert[2] und eher metalähnlich. Auch sollten die Songstrukturen weniger komplex ausfallen. Zwar gab die Band an, nach wie vor Industrial Rock zu hören, wollte zu jener Zeit aber „melodische, songorientierte Kompositionen“ aufnehmen.[1] Andy Cairns sagte, es handle sich nicht um ein „reines Bubblegum-Album wie aus den Sixties“, es ginge aber in diese Richtung. Da die Texte ernster seien, habe sich das Wortspiel des Albumtitels mit Trouble (Ärger, Schwierigkeiten), angeboten.[1] Einige Gastmusiker waren beteiligt, beim Song Unbeliever wirkte etwa Page Hamilton von Helmet mit.[1] Acht Singles wurden (inklusive Promo-Veröffentlichungen) ausgekoppelt, darunter das Joy-Division-Cover Isolation.

Anlässlich des 20-jährigen Bandjubiläums spielte die Band im Jahr 2010 das Album auf einigen Konzerten komplett.

Rezeption[Bearbeiten]

Troublegum erhielt gute Kritiken. Andy Kellman von Allmusic.com nannte die Platte einen „Meilenstein (engl. landmark)“. Kellman lobte vor allem das Songwriting. Obwohl die Songs einfach seien, gebe es doch eine große Vielfalt, keine zwei Songs klängen gleich. Er vergab viereinhalb von fünf Sternen sowie die Auszeichnung „AMG Album Pick“.[3] Screamager wurde in seiner Bedeutung für Teenager mit Nirvanas Smells Like Teen Spirit verglichen.[2] Im Rock Hard gefielen Uwe „Buffo“ Schnädelbach die eingängigen Melodien mit „Ohrwurmcharakter“. Das Album sei ein „brillanter Streifzug durch den umfangreichen Fundus der Rockmusik“. Er vergab neun von zehn Punkten [4] Das Album lag in der monatlichen „Richterskala“ des Magazins auf dem dritten Platz hinter Prongs Cleansing und Hanging in the Balance von Metal Church. 2005 nahm das Magazin Visions das Album auf Platz 99 in seine „150 Alben für die Ewigkeit“ auf.[5]

Titelliste[Bearbeiten]

  1. Knives (Cairns) – 1:55
  2. Screamager (Cairns/McKeegan/Ewing) – 2:36
  3. Hellbelly (Cairns) – 3:21
  4. Stop It You're Killing Me (Cairns) – 3:50
  5. Nowhere (Cairns/McCarrick) – 2:26
  6. Die Laughing (Cairns/McKeegan/Ewing) – 2:48
  7. Unbeliever (Cairns) – 3:28
  8. Trigger Inside (Cairns) – 3:56
  9. Lunacy Booth (Cairns) – 3:55
  10. Isolation (Curtis/Sumner/Hook/Morris) – 3:10
  11. Turn (Cairns/McKeegan/Ewing) – 3:50
  12. Femtex (Cairns) – 3:14
  13. Unrequited (Cairns) – 3:03
  14. Brainsaw (Cairns) / You are My Sunshine (Davis/Mitchell) (Hidden Track) – 3:58 (25:27 US)
  15. Pantopon Rose (Cairns/McKeegan) – 2:19 (japanische Version)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e Marcus Schleutermann: Clowns & Massenmörder, in: Rock Hard, Nr. 82, März 1994, S.16-17
  2. a b www.allmusic.com: Biografie Therapy?
  3. www.allmusic.com: Rezension Troublegum von Andy Kellman
  4. www.rockhard.de: Rezension Troublegum von Uwe „Buffo“ Schnädelbach
  5. Visions, Nr. 151, Oktober 2005, S. 62

Weblinks[Bearbeiten]