Hidden Track
Ein Hidden Track (engl. für „versteckter Titel“), auch Ghosttrack (engl. für „Geistertitel“) ist ein Titel auf einer Audio-CD, der nicht auf dem Cover aufgeführt ist und zudem so platziert ist, dass er nicht sofort entdeckt wird. Als Vorgänger können mit Musik, Geräuschen oder Sprache versehene Auslaufrillen von Schallplatten angesehen werden.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Methoden
[Bearbeiten] Lange Pausen
Auf einer Audio-CD ist es möglich, einen Titel mit einer langen Pause zu versehen, auf die der Hidden Track folgt. Meist geschieht dies beim letzten Track. Ein bekanntes Beispiel ist das Album Nevermind von Nirvana. Dort folgen nach dem Ende des letzten Stücks rund zehn Minuten Stille, bevor die instrumentale Improvisation Endless, Nameless beginnt.
[Bearbeiten] Pregap
Beim Abspielen einer CD beginnen CD-Spieler grundsätzlich mit Titel 1. Es besteht jedoch die Möglichkeit, einen gewöhnlichen Titel innerhalb des sogenannten Pregaps zu speichern. Er kann gehört werden, indem man beim Start der CD vor den ersten Track zurückspult. Dieser Titel wird als Null-Track bezeichnet, das Verfahren als Hidden Track One Audio (HTOA). Mit manchen Geräten ist die Wiedergabe nicht möglich.
Beispiele Null-Tracks
- The Real Song for the Deaf auf Album Songs for the Deaf (2002) von Queens of the Stone Age
- eine Variante des Songs Lullaby auf dem Album Fear of Fours (1999) von Lamb
[Bearbeiten] Index-0-Lücke
Vor einem Titel einer Audio-CD befinden sich in der Regel einige Sekunden Stille, die als Index 0 im CD-Spieler angezeigt, allerdings nur beim kontinuierlichen Hören der CD abgespielt werden. Üblicherweise sind diese Pausen nicht länger als ein bis zwei Sekunden, jedoch ist es technisch auch möglich, die Pausen mit vollständigen Liedern zu füllen. Befindet sich der Hidden Track beispielsweise im Index 0 des Tracks 7, so wird der versteckte Song abgespielt, nachdem Track 6 beendet ist; einzeln lässt sich dieser Hidden Track jedoch nicht anwählen, da der CD-Player in diesem Fall direkt mit dem Index 1 beginnt.
[Bearbeiten] Geschichte
Obwohl der Begriff Hidden Track erst nach Einführung der Audio-CD Anfang der 1980er Jahre geprägt wurde, gab es schon zuvor – wenn auch deutlich begrenzte – Möglichkeiten, Musik oder andere Klänge auf Tonträgern so zu platzieren, dass sie nur schwer zu finden sind. Schon auf Schellackplatten wurden gelegentlich Töne oder Sprachbeiträge in die Auslaufrille der Platte gepresst. Ein bekanntes Beispiel dafür ist das Album Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band der Beatles. Sie komponierten eine experimentelle Klangcollage, die beim Abspielen der Auslaufrille dieser LP erklingt (übliche Plattenspieler heben den Arm schon in den Rillen mit der zunehmenden Steigung ab und erreichen die kreisförmige Auslaufrille nie). Einige Tonträger enthalten - angeblich oder tatsächlich - Rückwärtsbotschaften. Bei Vinyl-Schallplatten wurden auch zusätzliche Rillen geprägt, wobei der Anfang der versteckten Rille manchmal erst nach dem Einlauf begann und sehr schwer zu treffen war.