Tschechische Volleyballnationalmannschaft der Männer

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Tschechien
Flag of the Czech Republic.svg
Verband Confédération Européenne de Volleyball (CEV)
Weltrangliste Platz 17
Trainer Stewart Bernard
Homepage Český Volejbalový Svaz
Weltmeisterschaft
Endrundenteilnahmen 1949-1990, 1998-2006
Bestes Ergebnis Weltmeister 1956 und 1966
Olympische Spiele
Endrundenteilnahmen 1964-1980
Bestes Ergebnis Silber 1964
Europameisterschaft
Endrundenteilnahmen 1948, 1950, 1955-1987, 1991-2005
Bestes Ergebnis Europameister 1948, 1955 und 1958
World Cup
Endrundenteilnahmen 1965, 1969, 1985
Bestes Ergebnis 3. Platz 1965 und 1985
Weltliga
Endrundenteilnahmen 2003
Bestes Ergebnis 4. Platz 2003
Europaliga
Endrundenteilnahmen 2004, 2005, 2007
Bestes Ergebnis Sieger 2004
(Stand: 19. März 2012)

Die tschechische Volleyballnationalmannschaft der Männer ist eine Auswahl der besten tschechischen Spieler, die den tschechischen Verband (Český Volejbalový Svaz) bei internationalen Turnieren und Länderspielen repräsentiert. Bis 1993 spielte die tschechoslowakische Volleyballnationalmannschaft.

Geschichte[Bearbeiten]

Weltmeisterschaften[Bearbeiten]

1949 war die Tschechoslowakei Gastgeber der ersten Volleyball-Weltmeisterschaft und unterlag im Finale der Sowjetunion. Das gleiche Ergebnis gab es 1952 in der Sowjetunion. 1956 wurde die Tschechoslowakei gegen Rumänien erstmals Weltmeister. Bei den nächsten beiden Turnieren musste sich der Titelverteidiger wieder den Sowjets geschlagen geben. 1966 gewannen die Tschechoslowaken im eigenen Land und wieder gegen Rumänien den zweiten Titel. Anschließend kamen sie nicht mehr unter die ersten Drei. Über Platz vier und fünf ging es abwärts bis auf Rang neun. 1994 fehlten die Tschechen zum bisher einzigen Mal bei einem WM-Turnier. 1998 und 2002 kamen sie nicht über zweistellige Plätze hinaus. Bei der WM 2006 schieden sie in der zweiten Runde aus.

Olympische Spiele[Bearbeiten]

Beim ersten Turnier 1964 in Tokio gab es für die Tschechoslowakei den größten olympischen Erfolg. Sie musste sich nur der Sowjetunion geschlagen geben und gewann Silber. Beim Turnier 1968 gab es die Bronzemedaille. Anschließend reichte es noch zu den Plätzen sechs (1972), fünf (1976) und sieben (1980). Seitdem konnten sich die Tschechen nicht mehr qualifizieren, auch 2008 in Peking sind sie nicht dabei.

Europameisterschaften[Bearbeiten]

Die Tschechoslowakei wurde 1948 der erste Volleyball-Europameister. Zwei Jahre später unterlag der Titelverteidiger im Finale der Sowjetunion. Nach dem verpassten Turnier 1951 gewannen die Tschechoslowaken 1955 und 1958 jeweils gegen Rumänien zwei weitere Titel, einmal gegen den Gastgeber und einmal vor eigenem Publikum. 1963 wurden sie nur Fünfter, aber 1967 und 1971 standen sie erneut im Endspiel gegen die Sowjets. Es folgten drei sechste Plätze sowie die Ränge vier und fünf, ehe es 1985 die vierte Finalniederlage gegen den großen Rivalen aus dem Osten gab. Nach einem erneuten sechsten Rang und einer verfehlten Qualifikation konnten die Tschechen in den 1990er Jahren zunächst nicht an die früheren Erfolge anknüpfen. 1999 und 2001 reichte es nochmal zum vierten Platz. Doch 2003 schied Tschechien ebenso nach der Vorrunde aus wie 2005. Für die 2007 konnten sich die Tschechien nicht qualifizieren.

World Cup[Bearbeiten]

Bei der ersten Ausgabe des World Cup wurde die Tschechoslowakei Dritter. 1969 belegte sie den fünften Rang. 1985 erreichten die Tschechoslowaken erneut den dritten Platz.

Weltliga[Bearbeiten]

Tschechien spielte 2003 zum bislang einzigen Mal in der Weltliga mit und belegten den vierten Rang.

Europaliga[Bearbeiten]

Das erste Final Four der Europaliga fand 2004 in Tschechien statt und der Gastgeber gewann den Titel. 2005 und 2007 reichte es nur noch zum siebten und neunten Rang.

Bekannte Spieler[Bearbeiten]

  • Josef Musil, 2004 zum Volleyballspieler des Jahrhunderts in Tschechien gekürt
  • Jan Stokr, spielt bei Trentino in Italien
  • Lukáš Ticháček, bis 2011 bei VfB Friedrichshafen, seit 2011 bei Rzeszow, Polen

Weblinks[Bearbeiten]