Deutsche Volleyballnationalmannschaft der Männer

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Deutschland
Flag of Germany.svg
Verband Confédération Européenne de Volleyball
FIVB-Mitglied seit 1956
Weltrangliste Platz 10
Trainer Vital Heynen
Co-Trainer Ralph Bergmann, Stefan Hübner
Homepage Deutscher Volleyball-Verband (DVV)
Weltmeisterschaft
Endrundenteilnahmen 1956, 1966, 1994, 2006, 2010
Bestes Ergebnis Achter 2010
Olympische Spiele
Endrundenteilnahmen 1972, 2008, 2012
Bestes Ergebnis Fünfter 2012
Europameisterschaft
Endrundenteilnahmen 1958–1971, 1981, 1989–1997, 2001, 2003, 2007, 2009, 2011, 2013
Bestes Ergebnis Vierter 1991 und 1993
World Cup
Endrundenteilnahmen 1969, 1991
Bestes Ergebnis Siebter 1991
Weltliga
Endrundenteilnahmen 1992–1994, 2001–2003, 2010–2014
Bestes Ergebnis Fünfter 2012
Europaliga
Endrundenteilnahmen 2004–2009
Bestes Ergebnis Sieger 2009
(Stand: 10. Juli 2014)

Die deutsche Volleyballnationalmannschaft der Männer ist eine Auswahl der besten deutschen Spieler, die den DVV bei internationalen Turnieren und Länderspielen repräsentiert. Ihre bisher größten Erfolge waren der fünfte Platz bei den Olympischen Spielen 2012 sowie zwei vierte Plätze bei Europameisterschaften. Während der deutschen Teilung spielte gleichzeitig die Nationalmannschaft der DDR. Nach der Wiedervereinigung setzten einige DDR-Spieler ihre Karriere in der gemeinsamen deutschen Mannschaft fort.

Aktueller Kader[Bearbeiten]

vor dem Weltliga-Spiel in Stuttgart 2014

Im Sommer 2014 bereitet sich die Nationalmannschaft mit folgenden Spielern auf die Weltmeisterschaft vor.

Name Verein Größe Geburtsdatum Position
Michael Andrei Saint-Nazaire Volley-Ball Atlantique 2,10 m 06. Aug. 1985 MB
Marcus Böhme Generali Haching 2,11 m 25. Aug. 1985 MB
Tim Broshog Moerser SC 2,05 m 02. Dez. 1987 MB
Philipp Collin Tours Volley-Ball 2,04 m 28. Okt. 1990 MB
Christian Fromm Pallavolo Città di Castello 2,04 m 15. Aug. 1990 AA
Simon Hirsch Generali Haching 2,05 m 03. Apr. 1992 D
Björn Höhne TV Bühl 1,93 m 27. Mär. 1991 AA
Denis Kaliberda Copra Piacenza 1,92 m 24. Sep. 1990 AA
Lukas Kampa Czarni Radom 1,93 m 29. Nov. 1986 Z
Georg Klein SWD Powervolleys Düren 2,01 m 22. Aug. 1991 MB
Merten Krüger VSG Coburg/Grub 1,95 m 08. Nov. 1990 Z
Sebastian Kühner Berlin Recycling Volleys 2,03 m 15. Mär. 1987 Z
Marvin Prolingheuer TV Bühl 2,09 m 29. Juni 1990 D
Moritz Reichert Volleyball-Internat Frankfurt 1,94 m 15. Mär. 1995 AA
Jochen Schöps Resovia Rzeszów 2,00 m 08. Okt. 1983 D
Ruben Schott Berlin Recycling Volleys 1,92 m 08. Juli 1994 AA
Markus Steuerwald Paris Volley 1,82 m 07. Mär. 1989 L
Tom Strohbach Generali Haching 1,99 m 27. Mai  1992 AA
Ferdinand Tille Generali Haching 1,85 m 08. Dez. 1988 L
Dirk Westphal Czarni Radom 2,03 m 31. Jan. 1986 AA
Jaromir Zachrich SWD Powervolleys Düren 2,01 m 14. Apr. 1985 MB
Jan Zimmermann VfB Friedrichshafen 1,90 m 12. Feb. 1993
Positionen: AA = Annahme/Außen, D = Diagonal, L = Libero, MB = Mittelblock, Z = Zuspiel

Am 27. Februar 2012 ernannte der DVV den Belgier Vital Heynen, der bisher den Erstligisten Noliko Maaseik betreut hatte, zum neuen Trainer der Nationalmannschaft.[1] Ihm assistieren die ehemaligen Nationalspieler Stefan Hübner und Ralph Bergmann.[1] Heynen wurde Nachfolger des Argentiniers Raúl Lozano, der nach der erfolglosen Europameisterschaft im November 2011 entlassen worden war. Bis zu den Olympischen Spielen 2008 in Peking war Stelian Moculescu Bundestrainer.

Zum Betreuerstab gehören außerdem Physiotherapeut Oliver Klenk, die Ärzte Dieter Heinold, Thomas Stahl, Kai Dragowsky, Karsten Holland.

Geschichte[Bearbeiten]

Weltmeisterschaft[Bearbeiten]

die deutsche Nationalmannschaft bei der WM 2006

Bei der ersten Teilnahme 1956 in Frankreich kam die Mannschaft der Bundesrepublik nicht über den 24. und somit letzten Platz hinaus. 1966 in der Tschechoslowakei waren die Westdeutschen auf Platz 20 kaum erfolgreicher. Während die DDR vier Jahre später Weltmeister wurde, qualifizierte sich das DVV-Team bis zur Wiedervereinigung nicht mehr für die Weltmeisterschaft. 1994 qualifizierte sich die Mannschaft des nun vereinigten Deutschlands zum ersten Mal für eine Weltmeisterschaft. In Griechenland reichte es zum neunten Platz. Die folgenden Turniere erlebte Deutschland jedoch wieder nur als Zuschauer. Diese Flaute endete erst 2006, als sich die Mannschaft von Stelian Moculescu für die WM in Japan qualifizierte. Dort starteten die Männer mit vier Siegen in den ersten vier Spielen erfolgreicher als erwartet. Nach einer sieglosen Zwischenrunde erreichten sie schließlich noch den neunten Rang. Die beste Platzierung der bundesdeutschen WM-Geschichte erreichten die deutschen Männer mit Bundestrainer Raúl Lozano bei der WM 2010 in Italien mit einem achten Platz. Im Januar 2014 qualifizierten sie sich für die WM in Polen.

Europameisterschaft[Bearbeiten]

Drei EM-Turniere fanden bereits in Berlin statt (1983, 1991 und 2003), aber die deutschen Mannschaften konnten sich noch nie unter den besten Drei einer Europameisterschaft platzieren. Als Gruppenzweiter schaffte die DVV-Auswahl in einer Playoff-Runde gegen Tschechien die Qualifikation für die EM 2007 in Russland. Dort scheiterten die Deutschen in der zweiten Gruppenphase. Bei der EM 2009 in der Türkei belegten die deutschen Männer den sechsten Platz, und bei der EM 2011 in Tschechien schied man als Gruppenletzter bereits in der Vorrunde aus. 2013 in Polen und Dänemark belegte Deutschland erneut Platz sechs.

Olympische Spiele[Bearbeiten]

Die Bundesrepublik war 1972 in München als Gastgeber erstmals qualifiziert und belegte am Ende den elften Platz. Nach dem Turnier im eigenen Land musste Deutschland 36 Jahre lang auf die nächste Teilnahme an den Olympischen Spielen warten. Am 25. Mai 2008 qualifizierte sich die Nationalmannschaft mit dem Turniersieg in Düsseldorf für das Turnier in Peking. Dort gelang der DVV-Auswahl lediglich ein Sieg gegen Ägypten, weshalb sie nach der Vorrunde ausschied und Neunter wurde. 2012 schafften es die deutschen Volleyballer erneut, sich nach dem 3:1-Sieg gegen Tschechien für Olympia zu qualifizieren. In London erreichten die deutschen Männer nach zwei Vorrunden-Siegen über Serbien und Tunesien das Viertelfinale, in dem sie gegen Bulgarien mit 0:3 verloren.

World Cup[Bearbeiten]

Die Bundesrepublik belegte beim Turnier 1969, das in Berlin stattfand, den zehnten Platz. 1991 war Deutschland zum bislang letzten Mal beim World Cup dabei und erreichte den vierten Platz.

Weltliga[Bearbeiten]

Von 1992 bis 1994 sowie 2001 bis 2003 nahm Deutschland jeweils dreimal in Folge an der Weltliga teil. Die deutsche Mannschaft kam jedoch nie über die Vorrunde hinaus. Nach einer Pause von sechs Jahren nahm Deutschland 2010 und 2011 erneut an der Weltliga teil und schied mit einem guten zweiten bzw. dritten Platz erneut jeweils in der Vorrunde aus. 2012 gelang den deutschen Männern erstmals die Qualifikation für die Finalrunde, in der sie den fünften Platz erreichten. 2013 erreichte die Mannschaft den achten Platz. In der Weltliga 2014 schied Deutschland als Gruppendritter nach der Vorrunde aus.

Europaliga[Bearbeiten]

Bei der Premiere der Europaliga wurde Deutschland 2004 Vierter. Nach zwei fünften Plätzen 2005 und 2006 belegten die DVV-Männer 2007 den sechsten Rang. Im Wettbewerb 2008 erreichte die meistens mit einer B-Auswahl angetretene Mannschaft nach dem Gruppensieg (gegen Österreich, die Türkei und Weißrussland) das Final Four, bei dem den Deutschen nach Niederlagen gegen die Slowakei und Gastgeber Türkei nur der vierte Platz blieb. 2009 gelang es erstmals, die Europaliga zu gewinnen. Im Finale bezwang die DVV-Auswahl Spanien mit 3:2.


Trainer der A-Nationalmannschaft[Bearbeiten]

von bis Name
1956 1956 Eberhard Schulz
1957 1958 Werner Lohr
1958 1970* Edgar Blossfeldt
1959 1960 Jerzey Plawczyk
1961 1964 Alexander Mühle
1965 1971 Miroslaw Rovny
1971 1971 Josef Stolarik
1971 1971 Akira Kato
1971 1972 Manfred Kindermann
1973 1974 Michael Gregori
1974 1975 Sebastian Mihailescu
1976 1983 Michael Gregori
1983 1987 Zbigniew Jasiukiewicz
1987 1990 Stelian Moculescu
1990 1994 Igor Prieložný
1995 1998 Olaf Kortmann
1999 2008 Stelian Moculescu
2008 2011 Raúl Lozano
seit 2012 Vital Heynen

* Wechselnde Bundestrainer beim DVV von 1958 bis 1970

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b DVV-Männer: Belgier Vital Heynen neuer Bundestrainer – Stefan Hübner und Ralph Bergmann Co-Trainer. DVV, 27. Februar 2012, abgerufen am 27. Februar 2012.