TuS Dornberg

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TuS Dornberg
Vereinslogo
Voller Name Turn- und Sportverein
Dornberg 02 e.V.
Gegründet 1902
Stadion BIPA Sportarena
Plätze 3.000
Trainer István Gal
Homepage tus-dornberg.de
Liga Westfalenliga 1
2013/14 18. Platz (Oberliga Westfalen)
Heim
Auswärts

Der TuS Dornberg (vollständiger Name: Turn- und Sportverein Dornberg 02 e.V.) ist ein Sportverein aus dem Bielefelder Stadtteil Großdornberg. Die erste Fußballmannschaft spielt seit 2014 in der sechstklassigen Westfalenliga. Neben Fußball bietet der Verein die Sportarten Volleyball, Turnen und Badminton an.

Geschichte[Bearbeiten]

Frühe Jahre (1902 bis 1999)[Bearbeiten]

Der Verein wurde im Jahre 1902 gegründet. Die Fußballer spielten jahrzehntelang lediglich auf Kreisebene, ehe es Mitte der 1970er Jahre den ersten Aufschwung gab. Im Jahre 1975 wurde der TuS Dornberg erstmals Bielefelder Kreismeister und stieg in die Bezirksliga auf. Ein Jahr später gelang der Mannschaft der Durchmarsch in die damals viertklassige Landesliga Westfalen. Dort belegten die Dornberger zunächst den elften Platz und wurden danach zweimal in Folge Dreizehnter. Die erfolgreichste Spielzeit war die Saison 1979/80, als die Dornberger Neunter wurden. Zwei Abstiege in Folge sorgten für die Rückkehr in die Kreisliga A im Jahre 1982. Während der Saison 1994/95 gab es noch einmal ein kurzes Bezirksligagastspiel, ehe finanzielle Probleme zum Absturz in die Kreisliga C, der untersten Spielklasse führten.[1]

Aufschwung (1999 bis 2011)[Bearbeiten]

Die sportliche Wende begann im Jahre 1999, als eine Sponsorengruppe unter Führung des ehemaligen Sat. 1-Nachrichtensprechers Hans-Hermann Gockel den Verein übernahm. Fünf Aufstiege in Folge brachten die Dornberger bis zum Jahre 2004 in die Verbandsliga Westfalen. Einen großen Anteil am Aufschwung hatte Stürmer Tony Agyemang, der während der fünf Jahre über 150 Tore erzielte.[2] Der Sprung in die Verbandsliga erwies sich jedoch als zu groß, so dass der Abstieg in die Landesliga die Folge war.

Der direkte Wiederaufstieg wurde unter dem neuen Trainer Jürgen Prüfer verpasst. Mit fünf Punkten Rückstand auf Mitabsteiger SC Wiedenbrück 2000 wurden die Dornberger nur Vizemeister. Nach einem Jahr im Mittelfeld der Tabelle schaffte die Mannschaft in der Saison 2007/08 die Meisterschaft und den Wiederaufstieg in die mittlerweile in Westfalenliga umbenannte Spielklasse. Zwar verloren die Dornberger am letzten Spieltag mit 1:0 bei FT Dützen, profitierte aber von dem 3:3-Unentschieden des Konkurrekten Union Minden beim VfB Fichte Bielefeld.

Nach einem neunten Platz in der Aufstiegssaison 2008/09 übernahm Mario Ermisch das Traineramt. Er führte die Mannschaft zunächst auf Platz fünf und in der Saison 2010/11 zur Meisterschaft. Am vorletzten Spieltag wurde der Titel durch ein 2:2 gegen die zweite Mannschaft des SC Paderborn 07 perfekt gemacht und der TuS Dornberg stieg in die NRW-Liga auf. Abteilungsleiter Hans-Werner Freese sprach scherzhaft davon, dass sich der Verein „verlaufen“ habe.[3]

Gegenwart (seit 2011)[Bearbeiten]

Da es in der NRW-Liga-Saison 2011/12 keine Absteiger gab ging der Verein gelassen in die Saison. Schließlich wurden die Dornberger Zwölfter, besiegten den Meister FC Viktoria Köln zu Hause mit 1:0 und kamen zu einem 2:0-Auswärtssieg beim ehemaligen Bundesligisten KFC Uerdingen 05. Dennoch musste Trainer Frederic Kollmeier am Saisonende gehen. Während der Saison zog sich der Hauptsponsor Hartmut Ostrowski zurück, so dass der Etat für die kommende Spielzeit um 60 Prozent verkleinert werden musste. Ein zwischenzeitlich geplanter Rückzug wurde verworfen.[4]

Seit 2012 tritt der Verein in der wieder eingeführten Oberliga Westfalen an. Das Traineramt übernahm Zafer Atmaca. Die Mannschaft geriet in der Saison 2012/13 in den Abstiegskampf und konnte sich erst am letzten Spieltag trotz einer 2:4-Niederlage beim FC Gütersloh 2000 retten. Nachdem die Dornberger in der Saison 2013/14 aus den ersten elf Spielen nur drei Punkte holten, musste Trainer Atmaca im Oktober 2013 gehen. Nachfolger wurde István Gal,[5] der den Abstieg als Tabellenletzter nicht verhindern konnte.

Stadion[Bearbeiten]

Heimspielstätte des TuS Dornberg ist der Sportplatz Mühlenbrink mit einer Kapazität von 3.000 Plätzen. Es gibt keine überdachten Plätze. Der Sportplatz hatte ursprünglich einen Aschebelag. Nach einem Umbau im Jahre 2006 wurde am Mühlenbrink ein Kunstrasen verlegt. Seit 2011 trägt das Stadion den Namen BIPA Sportarena.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehemalige Spieler[Bearbeiten]

Trainerhistorie[Bearbeiten]

  • bis 2005: Andreas Brandwein
  • 2005-2006: Jürgen Prüfer
  • 2006-2009: Mirko Jerenko
  • 2009-2011: Mario Ermisch
  • 2011-2012: Frederic Kollmeier
  • 2012-2013: Zafer Atmaca
  • seit 2013: István Gal

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Hans-Jürgen Heide (Hrsg.): Die Fußball-Chronik: Von Montevideo bis Ostwestfalen-Lippe. 2007, S. 30-32.
  2. Dornberg Echo 2002. TuS Dornberg, abgerufen am 7. September 2013 (ZIP; 4,0 MB).
  3. Thorsten Richter: "Wir haben uns einfach verlaufen". RevierSport, abgerufen am 7. September 2013.
  4. Dornberg trennt sich von Kollmeier. Neue Westfälische, abgerufen am 7. September 2013.
  5. Elmar Redemann: Der nächste Oberligist zieht die Reißleine. RevierSport, abgerufen am 23. Oktober 2013.

Weblinks[Bearbeiten]

52.0450238.446778Koordinaten: 52° 2′ 42″ N, 8° 26′ 48″ O