USS The Sullivans (DD-537)

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USS The Sullivans (DD-537)
USS The Sullivans (DD-537)
Übersicht
Typ Zerstörer
Bauwerft

Bethlehem Shipbuilding Corporation, San Francisco

Kiellegung 10. Oktober 1942 (als Putnam)
Stapellauf 4. April 1943
1. Dienstzeit Flagge
Dienstzeit

30. September 1943 –
7. Januar 1965

Verbleib Museumsschiff
Technische Daten
Verdrängung

2.150 ts

Länge

114,8 Meter (376 ft 6 in)

Breite

12,1 Meter (39 ft 8 in)

Tiefgang

4,1 Meter (13 ft 5 in)

Besatzung

9 Offiziere, 264 Mannschaften

Antrieb
Geschwindigkeit

35 Knoten

Reichweite

4.900 Seemeilen (9.075 km) bei 12 Knoten

Bewaffnung

bei Indienststellung

  • 5 × 5 Zoll/38 Mk 30 (5 Einzeltürme)
  • 10 × 40 mm Flak Mk 1 (5 Zwillingsgeschütze)
  • 7 × 20 mm Flak Mk 4
  • 10 × 21 Zoll Torpedorohre Mk 14 und Mk 15 (2 Fünfergruppen)
  • 6 Mk 6 WaBo-Werfer
  • 2 Mk 3 WaBo-Ablaufgestelle

ab 1945

  • 5 × 5 Zoll/38 Mk 30 Einzeltürme
  • 6 × 40 mm Flak Mk 1 (3 Zwillingsgeschütze)
  • 8 × 40 mm Flak Mk 2 (2 Vierlingsgeschütze)
  • 12 × 20 mm Flak Mk 24 (6 Zwillingsgeschütze)
  • 5 × 21 Zoll Torpedorohre Mk 14 (1 Fünfergruppe)
  • 6 Mk 6 WaBo-Werfer
  • 2 Mk 3 WaBo-Ablaufgestelle

ab 1959

  • 4 × 5 Zoll/38 Mk 30 Einzeltürme
  • 6 × 3 Zoll/50 Mk 27 (3 Zwillingsgeschütze)
  • 5 × 21 Zoll Torpedorohre Mk 14 (1 Fünfergruppe)
  • 2 7,2 Zoll Mk 10 Hedgehog
  • 2 Mk 3 WaBo-Ablaufgestelle

Die USS The Sullivans (DD-537) ist ein Zerstörer der United States Navy und das erste Schiff, das diesen Namen trägt. Sie ist nach den Sullivan-Brüdern benannt. Das Schiff diente von 1943 bis 1965 in der US-Marine und ist heute ein Museumsschiff.

Technik[Bearbeiten]

Für ausführliche Angaben siehe den Artikel zur Klasse: → Fletcher-Klasse

Geschichte[Bearbeiten]

Die Sullivan-Brüder an Bord der USS Juneau (CL-52). Von links nach rechts: Joseph, Francis, Albert, Madison und George Sullivan

Bau und Indienststellung[Bearbeiten]

Der Zerstörer DD-537 wurde am 10. Oktober 1942 in San Francisco auf Kiel gelegt und sollte ursprünglich Putnam heißen. Der Name wurde am 6. Februar 1943 zu Ehren der fünf Sullivan-Brüder, die infolge der Versenkung des Kreuzers USS Juneau am Freitag den 13. November 1942 in der Seeschlacht von Guadalcanal ums Leben gekommen waren, zu The Sullivans geändert. Das Schiff lief am 4. April 1943 vom Stapel; Taufpatin war Mrs Thomas F. Sullivan, die Mutter der fünf Brüder. Am 30. September 1943 wurde die The Sullivans in Dienst gestellt.

Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten]

Unter dem Kommando von Commander Kenneth Gentry erreichte die The Sullivans am 28. Dezember 1943 Pearl Harbor. In den nächsten 18 Monaten wurde sie bei verschiedenen Operationen als Geleitschutz, zum Küstenbombardement oder als Anti-Kamikaze-Vorposten eingesetzt. Beispielsweise diente sie zur Abschirmung von Flugzeugträgern bei Luftangriffen auf das Kwajalein-Atoll im Rahmen der Schlacht um Kwajalein sowie auf Truk im Rahmen der Operation Hailstone. Dabei schoss sie am 29. April 1944 ihr erstes Flugzeug ab.

Am 28. September 1944 wurde die The Sullivans beschädigt, als sie in Saipan gegen das Schlachtschiff USS Massachusetts (BB-59) gedrückt wurde. Sie musste auch den verheerenden Taifun Cobra, der am 18. Dezember 1944 die Task Force 38 etwa 200 Seemeilen östlich der Philippinen schwer traf, überstehen.

Bei verschiedenen Gelegenheiten unterstützte die The Sullivans andere Schiffe, die bei Angriffen beschädigt worden waren. So begleitete sie beispielsweise die am 17. Februar durch einen Torpedotreffer schwer beschädigte USS Intrepid. Sie übernahm 118 Seeleute von der am 16. Oktober 1944 torpedierten USS Houston (CL-81) sowie 166 Überlebende von der USS Bunker Hill (CV-17), die am 11 Mai 1945 von zwei Kamikazefliegern getroffen worden war.

Ihre letzte Kampfhandlung im Zweiten Weltkrieg erlebte die The Sullivans, als sie am 14. Mai 1945 während der Unterstützung der USS Enterprise (CV-6) ein Flugzeug abschoss. Am 10. Januar 1946 wurde sie in San Diego außer Dienst gestellt.

Koreakrieg[Bearbeiten]

Am 6. Juli 1951 wurde die The Sullivans für den Dienst im Korea-Krieg wieder in Dienst gestellt. Sie diente als Geleitschutz für die Flugzeugträger und führte Küstenbombardements zur Unterstützung der Bodentruppen durch. Zu ihren bevorzugten Zielen gehörten Eisenbahntunnel, Brücken und rollendes Material.

Kalter Krieg[Bearbeiten]

Ab April 1954 wechselte die The Sullivans zwischen Operationen vor der Ostküste der Vereinigten Staaten und im Mittelmeer. Insbesondere unterstützte sie die Landungen in Beirut während der Libanonkrise 1958.

Am 5. Mai 1961 nahm der Zerstörer an der Weltraummission Mercury-Redstone 3 teil, indem er bei der Rückkehr des Astronauten Alan Shepard unterstützte.

Während der Kubakrise im Oktober 1962 war die The Sullivans an der Seeblockade von Kuba beteiligt.

Museumsschiff[Bearbeiten]

Der Zerstörer The Sullivans (hinten links) neben dem Kreuzer Little Rock und dem U-Boot Croaker

Am 7. Januar 1965 wurde die The Sullivans in Philadelphia außer Dienst gestellt. Danach lag sie in der Philadelphia Naval Shipyard, bis sie 1977 von der Stadt Buffalo erworben wurde, um als Museumsschiff ausgestellt zu werden. Heute liegt sie neben dem Kreuzer USS Little Rock (CL-92) und dem U-Boot USS Croaker (SS-246) im Buffalo and Erie County Naval & Military Park.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Al Ross: The Destroyer The Sullivans. Conway Maritime Press Ltd, London 1988, ISBN 0-85177-476-8.
  •  Conway’s All the World’s Fighting Ships 1922–1946. Conway Maritime Press Ltd, London 1980, ISBN 0-85177-146-7, S. 130–132.
  •  Conway’s All the World’s Fighting Ships 1947–1995. Naval Institute Press, Annapolis, Maryland 1996, ISBN 978-1-557-50132-5, S. 560–563, 593.

Weblinks[Bearbeiten]

42.877555555556-78.880388888889Koordinaten: 42° 52′ 39″ N, 78° 52′ 49″ W