Ulm (Greifenstein)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

50.5816678.298333215Koordinaten: 50° 34′ 54″ N, 8° 17′ 54″ O

Ulm
Gemeinde Greifenstein
Höhe: 215 m
Fläche: 8,59 km²
Einwohner: 695 (30. Jun. 2010)
Eingemeindung: 1. Februar 1972
Eingemeindet nach: Ulmtal
Postleitzahl: 35753
Vorwahl: 06478
Ulm (Hessen)
Ulm

Lage von Ulm in Hessen

Ulm ist ein Ortsteil der Gemeinde Greifenstein im Lahn-Dill-Kreis in Mittelhessen.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung des Orts datiert auf das Jahr 1325. Bis 1791 war ein Landgericht im Ort angesiedelt. Von 1877 bis 1934 war Ulm Sitz einer Amtsbürgermeisterei, die 10 Gemeinden verwaltete.

Im Rahmen der Gebietsreform in Hessen schloss sich am 1. Februar 1971 die Gemeinde Ulm mit den Nachbargemeinden Allendorf und Holzhausen freiwillig zur Gemeinde Ulmtal zusammen.[1] Ulmtal wurde am 1. Januar 1977 durch das Gesetz zur Neugliederung des Dillkreises, der Landkreise Gießen und Wetzlar und der Stadt Gießen mit der Gemeinde Greifenstein und weiteren Gemeinden zur neuen Gemeinde Greifenstein zusammengeschlossen.[2][3]

Am 7. Oktober 2010 wurde Ulm als dolles Dorf in der hessenschau ausgelost.

Verkehr[Bearbeiten]

Ulmtalbahn[Bearbeiten]

Im Jahr 1922 wurde die Ulmtalbahn von Stockhausen nach Beilstein vollendet. Damit wurde es ermöglicht einerseits die Rohstoffe aus dem Ulmtal abzutransportieren und andererseits einen Personenverkehr zu ermöglichen. Nach Beendigung des Personenverkehrs 1976 und des Güterverkehrs im Jahr 1988 wurde die Ulmtalbahn stillgelegt und kurz darauf abgebaut. Zur Zeit (2013) entsteht auf der ehemaligen Trasse ein Radweg.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kulturdenkmäler in Ulm[Bearbeiten]

siehe Liste der Kulturdenkmäler in Ulm

Dianaburg[Bearbeiten]

Die Dianaburg ist ein ehemaliges Jagdschloss auf der 412 M.ü.NN. hohen bewaldeten Basaltkuppe Kesselberg. Vorbild der im Geist der Romantik erbauten Burg war ein Turm der Prager Karlsbrücke. Der begeisterte Jäger Ferdinand zu Solms-Braunfels ließ die Dianaburg 1842/43 in der Nähe seines Schlosses Braunfels erbauen. Nach dem Tod des Fürsten 1873 diente die Burg als Wohnung des Revierförsters, war sie seit 1898 Ausflugslokal. Nach 1969 wurden die Nebengebäude abgerissen; nur der Turm blieb erhalten. Nach einer Dachsanierung 2008 ist die Dianaburg seit 2011 Eigentum von Johannes Graf von Oppersdorf Solms-Braunfels. Der Turm ist von April bis November an jedem ersten Sonntag des Monats zur Besichtigung geöffnet.

Bekannte Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Erwin Piscator (* 17. Dezember 1893 in Greifenstein, † 30. März 1966 in Starnberg), Theaterintendant, Regisseur und Theaterpädagoge.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 380.
  2. Gesetz zur Neugliederung des Dillkreises, der Landkreise Gießen und Wetzlar und der Stadt Gießen vom 13. Mai 1974. In: GVBl. I S. 237
  3. Gerstenmeier, K.-H. (1977): Hessen. Gemeinden und Landkreise nach der Gebietsreform. Eine Dokumentation. Melsungen. S. 293

Weblinks[Bearbeiten]