Burkhard Jung

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Burkhard Jung

Burkhard Jung (* 7. März 1958 in Siegen) ist deutscher Politiker (SPD). Er ist seit 29. März 2006 der Oberbürgermeister von Leipzig

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben und Wirken

Jung besuchte von 1964 bis 1968 die evangelische Volksschule Gosenbach in Siegen. Nach dem Erlangen der allgemeinen Hochschulreife im Jahr 1977 begann Burkhard Jung an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster das Studium der Germanistik und Evangelischen Theologie.

Am Evangelischen Gymnasium in Siegen-Weidenau begann er 1986 als Lehrer für Deutsch und Ev. Religion und beschäftigte sich als Unterstufenkoordinator insbesondere mit neuen Formen des fächerübergreifenden Unterrichts.

1991 wurde er als Schulleiter an das Evangelische Schulzentrum Leipzig zum Aufbau einer Grund-, Mittelschule und eines Gymnasiums in kirchlicher Trägerschaft abgeordnet. Er leitete diese zum damaligen Zeitpunkt in Sachsen einmalige kooperative Gesamtschule bis Februar 1999. Jung und Hilbk entwickelten das neue sozial-diakonische Profil der Mittelschule. Eine Reihe von Fachveröffentlichungen stammen aus dieser Zeit. Jung war während der Siegener und Leipziger Lehrtätigkeit Mitautor des gymnasialen Lesewerks "Lektüre" aus dem Schroedel-Verlag.

Von 1999 bis 2006 war Jung Beigeordneter für Jugend, Schule und Sport, nach einer Verwaltungsumstrukturierung im April 2001, Beigeordneter für Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule der Stadt Leipzig. Für die Bewerbung Leipzigs für die Olympischen Spiele 2012 war er zwei Jahre städtischer Olympiabeauftragter, bis er im November 2003 von diesem Posten aufgrund einer Provisionszahlung an die Marketingagentur SCI zurücktrat und als Beigeordneter von seinen Dienstgeschäften entbunden wurde. Die Affäre skandalisierte der Redakteur Jens Weinreich der Berliner Zeitung. Nach einem Monat Beurlaubung und Einstellung der staatsanwaltlichen Vorermittlungen trat Jung im Dezember 2003 seinen Dienst als Beigeordneter wieder an. Ab Januar 2006 war Jung darüber hinaus WM-Beauftragter der Stadt Leipzig.

Seine Schwerpunkte als Beigeordneter waren die Schwerpunktsetzung von Sportarten in der Sportförderung, die Jugendhilfeplanung, im Rahmen der Subsidiarität zahlreiche Übergaben von Kindertagesstätteneinrichtungen in freie Trägerschaft, die Schulentwicklungs-; Altenhilfe-, Behindertenhilfe- und Sozialplanung.

Im Jahr 2000 trat er in die SPD ein. Nach der Amtsabgabe seines Vorgängers Wolfgang Tiefensee, der im November 2005 als Bundesverkehrsminister nach Berlin gewechselt war, bewarb sich Jung um das Amt des Oberbürgermeisters der Stadt Leipzig. Nachdem er im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit verfehlt hatte, wurde er am 26. Februar 2006 bei einer Wahlbeteiligung von 31,7 % mit 51,6 % der Stimmen zum neuen Stadtoberhaupt Leipzigs gewählt[1] und übt dieses Amt seit dem 29. März 2006 aus.

[Bearbeiten] Privatleben

Burkhard Jung ist verheiratet und hat vier Kinder, unter anderem die Schauspielerin Alissa Jung (* 1981).

[Bearbeiten] Veröffentlichungen

  • B. Jung, Wege zur Unterrichtserneuerung, in: 25 Jahre Evangelisches Gymnasium des Kirchenkreises Siegen, Hrsg. Evangelisches Gymnasium, Siegen 1989
  • Haar/Jung/Treude, Die zwei Regenbögen, in: Unterrichtserneuerung mit Wagenschein und Comenius, Versuche Evangelischer Schulen 1985-1989, hrsg.v. Berg/Gerth/Potthast, Comenius Institut Münster 1990
  • B. Jung, Buchempfehlungen, in: Lektüre, Lesebuch für Gymnasien, Bände 5-10, Schroedel Schulbuchverlag, 1991-1993
  • B. Jung (Hrsg.), Evangelisches Schulzentrum Leipzig -5 Jahre- Versuch einer Standortbestimmung, Leipzig 1996
  • B. Jung (Hrsg.), Himmel und Heide: ein ABC zu Fragen des Glaubens/ erarb. von Schülerinnen und Schülern des Evangelischen Schulzentrums Leipzig, Evang. Verl.-Anst., Leipzig 1997
  • B. Jung, Vorwort, in: Rechtsextreme Jugend: Eine Erschütterung der Gesellschaft? Ursachen, Ausdrucksformen, Prävention und Intervention, Leipzig 2001
  • B. Jung, Visionen einer Sportstadt, in: Leipzig sportlich. Das Sportleben der Stadt in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, Leipzig 2002

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Amt für Statistik und Wahlen

[Bearbeiten] Weblinks


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