Schweinau

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49.4321211.0501Koordinaten: 49° 25′ 56″ N, 11° 3′ 0″ O

Stadt Nürnberg
Höhe: 310–318 m ü. NN
Fläche: 74,5 ha
Einwohner: 4675 (31. Dez. 2012)[1]
Eingemeindung: 1. Januar 1899
Postleitzahl: 90441
Vorwahl: 0911
Karte

Lage Statistischer Bezirk 19 Schweinau

Lage der Gemarkung 3468 Schweinau

Schweinau ist ein südwestlich der Altstadt innerhalb des mittleren Ringes gelegener Stadtteil von Nürnberg und war einst ein eigenständiger Markt mit einer zeitweisen Magistratsverfassung. Den Namen Schweinau tragen heute die Gemarkungen 3468 und der Statistischen Bezirk 19

Geographie[Bearbeiten]

Das heutige Stadtviertel Schweinau erstreckt sich zwischen der S-Bahn-Linie nach Ansbach (Norden) bis zum Main-Donau-Kanal (Süden), von den ehemaligen Kasernen (heutiger Tillypark) im Westen bis zur Bahnlinie im Osten. In Schweinau steht der Fernmeldeturm Nürnberg.

Statistische Nachbarbezirke
St. Leonhard
Nachbargemeinden Sandreuth
Hohe Marter

Geschichte[Bearbeiten]

Die „Schwein“-Au (Schweinwiese) entstand am feuchten Wiesengelände des in den einstigen „Geißsee“ einmündenden Hirtengrabens, etwa drei Kilometer weit vorm Spittlertor der Reichsstadt. Am Namen unschwer erkennbar handelte es sich ursprünglich um einen von Viehzucht geprägten Raum[2].

Mittelalterliche Rodungen drängten den für die Viehzucht wichtigen Wald zurück und Schweinau lag schließlich komplett im Rodungsland.

Schweinaus günstige Lage an der Landstraße via Ansbach nach Stuttgart und via Schwabach nach München verhalfen dem Ort im 19. Jahrhundert zu großem Aufschwung, da man zunächst ausreichend weit von der Stadt Nürnberg entfernt war, um eine eigene Entfaltung verwirklichen zu können.

1850 wurde Schweinau ein eigenständiger Markt.[2] Am 1. Januar 1899 wurde er in die Stadt Nürnberg eingegliedert.[3] Im 19. und 20. Jahrhundert wurde das Bild des Stadtviertels vornehmlich von großen Industriebetrieben wie Bosch, Mehnert & Veeck, Vereinigte Deutsche Metallwerke und Zündapp dominiert. Im Zweiten Weltkrieg verzeichnete Schweinau schwere Schäden durch Fliegerangriffe.

Durch die städtische Überbauung vor dem Ersten Weltkrieg verlor Schweinau seinen abgeschlossenen Siedlungscharakter und verwuchs über St. Leonhard im Norden fest mit der Stadt Nürnberg. Erst mit der Brache des Schlachthofgeländes und der Einrichtung des Frankenschnellwegs wurde diese Verbindung wieder schwächer.

Galerie[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Jahrbuch der Stadt Nürnberg 2013 (PDF; 7,7 GB)
  2. a b Artikel über die Geschichte des Ortes Schweinau, Portal des BV Leonhard / Schweinau.
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 602

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schweinau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien