Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn
Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn
Deutschlandkarte, Position der Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn hervorgehoben
49.4905555555567.9025Koordinaten: 49° 29′ N, 7° 54′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Kaiserslautern
Fläche: 64,12 km²
Einwohner: 12.495 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 195 Einwohner je km²
Verbandsschlüssel: 07 3 35 5002
Verbandsgliederung: 4 Gemeinden
Adresse der
Verbandsverwaltung:
Hauptstraße 18
67677 Enkenbach-Alsenborn
Webpräsenz: www.enkenbach-alsenborn.de
Bürgermeister: Jürgen Wenzel (CDU)
Lage der Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn im Landkreis Kaiserslautern
Karte

Vorlage:Infobox Gemeindeverband in Deutschland/Wartung/Wappen

Die Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn ist eine Verwaltungseinheit in der Rechtsform einer Gebietskörperschaft im Landkreis Kaiserslautern in Rheinland-Pfalz. Der Verbandsgemeinde gehören vier eigenständige Ortsgemeinden an, der Verwaltungssitz ist in der namensgebenden Gemeinde Enkenbach-Alsenborn.

Verbandsangehörige Gemeinden[Bearbeiten]

Ortsgemeinde Fläche (km²) Einwohner
Enkenbach-Alsenborn 30,03 6.803
Mehlingen 21,92 3.730
Neuhemsbach 6,66 826
Sembach 5,49 1.136
Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn 64,12 12.495

(Einwohner am 31. Dezember 2012)[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn wurde im Rahmen der Mitte der 1960er Jahre begonnenen rheinland-pfälzischen Gebiets- und Verwaltungsreform auf der Grundlage des „Dreizehnten Landesgesetzes über die Verwaltungsvereinfachung im Lande Rheinland-Pfalz“ vom 1. März 1972, in Kraft getreten am 22. April 1972, neu gebildet. Die Gemeindeverwaltungen Enkenbach-Alsenborn und Neuhemsbach, die „Gemeinschaftlichen Bürgermeistereien“ Mehlingen und Sembach und die Steuer- und Gemeindeeinnehmerei Enkenbach-Alsenborn wurden aufgelöst und die Verwaltung der Ortsgemeinden der Verbandsgemeindeverwaltung übertragen.[2]

Politik[Bearbeiten]

Verbandsgemeinderat[Bearbeiten]

Der Verbandsgemeinderat Enkenbach-Alsenborn besteht aus 28 ehrenamtlichen Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem hauptamtlichen Bürgermeister als Vorsitzenden.

Sitzverteilung im Verbandsgemeinderat:[3]

Wahl SPD CDU FDP FWG Gesamt
2009 11 11 2 4 28 Sitze
2004 10 12 1 5 28 Sitze

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bürgermeister der Verbandsgemeinde waren seit Gründung im Jahr 1972:

  1. Karl Ruby vom 18. Mai 1972 bis zum 17. Mai 1982
  2. Hans Buch vom 18. Mai 1982 bis zum 31. Dezember 2001
  3. Jürgen Metz vom 1. Januar 2002 bis zum 11. Juni 2004
  4. Jürgen Wenzel seit 8. September 2004

Wappen[Bearbeiten]

Beschreibung: In achtfach von Rot und Silber geteiltem Schildbord unter einem durch eine Wellenlinie geteilten silbernen Schildhaupt, darin zwei rote Bollen, in Blau eine silberne Lilie. Genehmigt wurde es am 25. August 1978.

Ortsgemeinden[Bearbeiten]

Die Orte im Bereich der heutigen Verbandsgemeinde unterstanden vor der Französischen Revolution unterschiedlichen Herrschaften, die sich in den Wappen der Ortsgemeinden wiederfinden.

Ortschaften einschließlich deren Uznamen[Bearbeiten]

Vor dem Gebäude der Verbandsgemeindeverwaltung in Enkenbach steht ein Brunnen, auf dem die Ortschaften symbolisch dargestellt sind. Die Uznamen sind folgenden Orten zuzuordnen:

Uzname Bild Lage Wappen Anmerkungen
Alsenborner Bajass Alsenborner Bajass Lage in der Verbandsgemeinde Wappen Alsenborn war längere Zeit als das Zirkusdorf bekannt. Der Spitznamen der Alsenborner, Bajass, leitet sich vom italienischen Wort Bajazzo (= „Possenreißer“) her. Dieser Bajass ist mit einer spitzen Clownsmütze und einer Balancierstange in der Hand dargestellt. Enkenbach und Alsenborn gehörten zur Kurpfalz.
Baalborner Stier Baalborner Stier Lage in der Verbandsgemeinde Wappen In Baalborn diskutierten Gemeinderäte und Bauern in der Wirtschaft heftig über kommunale Angelegenheiten. Dabei soll der Ausspruch gefallen sein: „Die Hälft' der Baalborner Gemeinderät' sind Ochsen!“ Vor Gericht sollte der Beschuldigte seine Behauptung entweder beweisen oder zurücknehmen. Er tat es mit den Worten: „Die Hälfte der Baalborner Gemeinderäte sind keine Ochsen!“
Enkenbacher Kuckuck Enkenbacher Kuckuck Lage in der Verbandsgemeinde Wappen Die Enkenbacher Kirchweih hat den Namen „Kuckuckskerwe“ und fällt in die Zeit, in der der Kuckuck sein Rufen einstellt, deshalb behaupten die Bewohner der benachbarten Dörfer, die Enkenbacher hätten den Kuckuck geschlachtet, um einen Kerwebraten daraus zu machen.
Die 1969 neu gebildete Ortsgemeinde Enkenbach-Alsenborn bekam das Wappen von Enkenbach verliehen, das mit dem Säulenbrunnen das Ortswappen von Alsenborn enthält.
Mehlinger Hohlwampe Mehlinger Hohlwampe Lage in der Verbandsgemeinde Wappen In Mehlingen wohnte ein alter Mann, der als Soldat bei den kaiserlichen Kürassieren gedient hatte und als starker Esser stets doppelte Portionen erhalten hatte. Der Mann wurde von den Kindern mit dem Spitznamen „Hohlwampe“ (= leerer Bauch) bedacht, der sich auf das ganze Dorf übertrug.
Mehlingen und Sembach gehörten den Kolb von Wartenberg. Auch deren Verwandte, die Randecker, verfügten über Besitzungen im Gebiet der heutigen Verbandsgemeinde. Das Wappen von Mehlingen zeigt den Mann mit dem Kolben aus der Helmzier des Wappens der Kolb von Wartenberg, das als redendes Symbol der Kolb von Wartenberg aufzufassen ist.
Neuhemsbacher Windmacher Neuhemsbacher Windmacher Lage innerhalb des Landkreises Kaiserslautern Wappen Der Neuhemsbacher Windmacher wird dargestellt als Knabe mit Schlips, der wild gestikuliert. Den „Windmachern“ sagt man nach, dass sie immer Flausen im Kopf haben.
Neuhemsbach gehörte zunächst den Herren von Flersheim und anschließend den Grafen von Sayn-Wittgenstein. Das Wappen von Neuhemsbach zeigt einen blaubewehrten und -bezungten goldenen Leoparden. Die Leoparden stammen aus dem Wappen der Familie Sayn-Wittgenstein, vermehrt um die Farben der Herren von Flersheim.
Neukirchener Besenbinder Neukirchener Besenbinder Ehemaliges Neukircher Wappen In Neukirchen wohnten viele arme Leute, die sich durch Besenbinden etwas dazuverdienten. Onwohl es Besenbinder früher in jeder Gemeinde gab, lebten in Neukirchen überdurchschnittlich viele.
Sembacher Wind Sembacher Wind Lage in der Verbandsgemeinde Wappen Der Sembacher Wind wird dargestellt als kniender, wasserspeiender Knabe. Auf der Hochfläche von Sembach weht immer der Wind, in den Herbst- und Wintermonaten oftmals extrem stark. Dies verhalf den Sembachern zu dem Uznamen „Sembacher Wind“.
Wappen: Von Silber und Rot geteilt, belegt mit einem silbernen Herzschild mit rotem Balken, beseitet von oben zwei, unten einer roten Kugel, oben wachsend ein blaugekleideter Mann mit Zipfelmütze, die Linke in die Hüfte gestützt, in der Rechten einen roten Kolben haltend, unten ein goldenes Posthorn (genehmigt am 26. November 1954).

Die Kolb von Wartenberg führten in ihrem Wappen drei rote Bollen. Das Wappen von Sembach vereint die drei Symbole der Familie Kolb von Wartenberg: Im Mittelschild das Wappen der Kolb von Wartenberg, darüber der einen Kolben schwingende Mann aus der Helmzier und unten ein Posthorn aus ihrem Amtswappen, nachdem Johann Casimir Kolb von Wartenberg Generalpostmeister in Preußen geworden war.

Literatur[Bearbeiten]

  • Lothar Horter u. Michael Tilly: Mahnende Zeugen der Vergangenheit. (Hrsg.: Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn), Otterbach 1998, 110 S. m. zahlr. Abb.; darin: „Die Juden in Sembach“, „Die Juden in Mehlingen“ und „Der jüdische Friedhof in Mehlingen“

Quellen und Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Geschichte der Verwaltung
  3. Kommunalwahl Rheinland-Pfalz 2009, Verbandsgemeinderat auf wahlen.rlp.de

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Enkenbach-Alsenborn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien