Verbandsgemeinde Otterbach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Verbandsgemeinde Otterbach
Verbandsgemeinde Otterbach
Deutschlandkarte, Position der Verbandsgemeinde Otterbach hervorgehoben
49.4833333333337.7333333333333Koordinaten: 49° 29′ N, 7° 44′ O
Basisdaten (Stand 2014)
Bestandszeitraum: 1971–2014
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Kaiserslautern
Fläche: 47,17 km²
Einwohner: 9304 (31. Dez. 2012)
Bevölkerungsdichte: 197 Einwohner je km²
Verbandsgliederung: 7 Gemeinden
Adresse der
Verbandsverwaltung:
Konrad-Adenauer-Straße 19
67731 Otterbach
Webpräsenz: www.vg-otterbach.de
Lage der Verbandsgemeinde Otterbach im Landkreis Kaiserslautern
Karte
Vorlage:Infobox Gemeindeverband in Deutschland/Wartung/Wappen

Die Verbandsgemeinde Otterbach war eine Verwaltungseinheit in der Rechtsform einer Gebietskörperschaft im Landkreis Kaiserslautern in Rheinland-Pfalz. Der Verbandsgemeinde gehörten sieben eigenständige Ortsgemeinden an, der Verwaltungssitz war in der namensgebenden Gemeinde Otterbach. Zum 1. Juli 2014 wurde die Verbandsgemeinde Otterbach mit der Verbandsgemeinde Otterberg zur Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg zusammengelegt.

Die Verbandsgemeinde lag im oberen Lautertal, unmittelbar vor der Universitätsstadt Kaiserslautern und wurde von der Bundesstraße 270 auf ihrer gesamten Länge durchzogen, parallel verlief die Bahnstrecke Kaiserslautern-Lauterecken/Grumbach.

Verbandsangehörige Gemeinden[Bearbeiten]

Ortsgemeinde Fläche (km²) Einwohner
Frankelbach 5,29 318
Hirschhorn/Pfalz 3,32 752
Katzweiler 9,42 1.693
Mehlbach 9,02 1.117
Olsbrücken 7,22 1.065
Otterbach 6,20 3.917
Sulzbachtal 6,71 442
Verbandsgemeinde Otterbach 47,17 9.304

(Einwohner am 31. Dezember 2012)

Geschichte[Bearbeiten]

Die Verbandsgemeinde Otterbach entstand im Jahr 1971 im Rahmen einer Funktional- und Gebietsreform im Land Rheinland-Pfalz.

Im Zuge der zweiten, im Jahr 2010 begonnenen, rheinland-pfälzischen Kommunal- und Verwaltungsreform sollten die Verbandsgemeinden Otterbach und Otterberg auf der Basis der bis zum 30. Juni 2012 laufenden und sogenannten „Freiwilligkeitsphase“ zusammengelegt werden.

Am 14. Dezember 2010 beschlossen die Verbandsgemeinderäte der beiden Verbandsgemeinden in getrennten, aber zeitgleich stattfindenden Sitzungen die Fusion der benachbarten Verbandsgemeinden im Jahr 2014. Der Fusionsvertrag wurde von den beiden Bürgermeistern, Harald Westrich (Verbandsgemeinde Otterbach) und Martin Müller (Verbandsgemeinde Otterberg), am gleichen Tag unterzeichnet.

Nach dem am 20. Dezember 2011 erlassenen „Landesgesetz über die freiwillige Bildung der neuen Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg“ wurde zum 1. Juli 2014 eine neue Verbandsgemeinde mit dem Namen „Otterbach-Otterberg“ gebildet. Verwaltungssitz ist die Stadt Otterberg, in Otterbach soll eine zweite Verwaltungsstelle bleiben. Die Wahl zum Verbandsgemeinderat sowie des Bürgermeisters der neuen Verbandsgemeinde fand am Tag der allgemeinen Kommunalwahlen im Jahr 2014 statt.[1]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Die Entwicklung der Einwohnerzahl der Verbandsgemeinde Otterbach bezogen auf das Verwaltungsgebiet zum Zeitpunkt der Auflösung; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2]

Jahr Einwohner
1815 2.415
1835 3.710
1871 4.205
1905 5.880
1939 7.043
1950 7.979
Jahr Einwohner
1961 8.521
1970 8.922
1987 8.481
1997 9.594
2007 9.684
2010 9.516

Politik[Bearbeiten]

Verbandsgemeinderat[Bearbeiten]

Der Verbandsgemeinderat Otterbach bestand aus 24 ehrenamtlichen Ratsmitgliedern und dem hauptamtlichen Bürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Verbandsgemeinderat:[3]

Wahl SPD CDU FDP LINKE FWG Gesamt
2009 10 7 1 1 5 24 Sitze
2004 9 8 1 6 24 Sitze

Wappen[Bearbeiten]

Die Blasonierung des Wappens lautet: „In blauem Schildbord in Silber, durch einen blauen Wellenbalken geteilt, oben ein blauer Fischotter mit einem schwarzen Fisch im Maul, unten ein grüner Eichenzweig mit zwei grünen Blättern und zwei goldenen Eicheln, beseitet von je einem schwarzen Salzkristall“.

Es wurde 1976 von der Bezirksregierung Neustadt genehmigt.[4]

Verkehr[Bearbeiten]

Durch das Gebiet der ehemaligen Verbandsgemeinde verläuft in Süd-Nord-Richtung die Lautertalbahn, die dort mit Lampertsmühle-Otterbach, Katzweiler, Hirschhorn/Pfalz, Untersulzbach und Olsbrücken insgesamt fünf Unterwegshalte besitzt.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesgesetz vom 20. Dezember 2011 (PDF; 3,6 MB)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2009, Verbandsgemeinderatswahlen
  4. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3