Frankelbach

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Frankelbach (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Frankelbach
Frankelbach
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Frankelbach hervorgehoben
49.5344444444447.6363888888889230Koordinaten: 49° 32′ N, 7° 38′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Kaiserslautern
Verbandsgemeinde: Otterbach-Otterberg
Höhe: 230 m ü. NHN
Fläche: 5,29 km²
Einwohner: 318 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 60 Einwohner je km²
Postleitzahl: 67737
Vorwahl: 06308
Kfz-Kennzeichen: KL
Gemeindeschlüssel: 07 3 35 009
Adresse der Verbandsverwaltung: Hauptstraße 27
67697 Otterberg
Webpräsenz: www.vg-otterbach.de
Ortsbürgermeister: Hans-Peter Spohn
Lage der Ortsgemeinde Frankelbach im Landkreis Kaiserslautern
Karte

Frankelbach ist eine Ortsgemeinde im Norden des Landkreises Kaiserslautern in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg an.

Geographie[Bearbeiten]

Die Ortsgemeinde liegt in einem linken Seitental der oberen Lauter, das vom Frankelbach durchflossen wird. Auf nur drei Kilometern fällt das Tal vom 443 m ü. NN liegenden Galgenberg zur Lauter um 250 m ab. Großräumig gehört das Gebiet zum Pfälzer Bergland. Die Universitätsstadt Kaiserslautern, das Zentrum der gesamten Region, ist etwa 16 km von Frankelbach entfernt, die Kleinstadt Wolfstein etwa 6 km. Die nördliche Nachbargemeinde Kreimbach-Kaulbach liegt bereits im Landkreis Kusel.

Zu Frankelbach gehören auch die Wohnplätze Brühlhof, Grubenhof und Bahnhof Olsbrücken.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Frankelbach teilt im Wesentlichen die Geschichte der gesamten Pfalz. Spuren früher keltischer Siedlungen lassen sich zwar nicht definitiv nachweisen, sind aber zu vermuten. Die Bezeichnung "Teufelsstein" dürfte auf die Kelten hinweisen. Zudem spricht die Straßenbezeichnung „Ruhling“ für eine alte Römerstraße die hier entlang lief. Ruhling kommt etymologisch vom Wort „Reuel“, im pfälzischen „Raul“, was enger, schmaler Durchgang heißt. Raul wiederum kann man vom lateinischen „rivulus“ herleiten.[3] Der Erhalt dieser Bezeichnung spricht für eine Siedlungskontinuität seit der Römerzeit, da die Bezeichnungen für Straßen in der Vergangenheit nur mündlich von Generation zu Generation weitergegeben wurden.

Frankelbach gehörte von 1939 an zum Landkreis Kusel. Nach der Verwaltungsreform 1971 wechselte der Ort in den Landkreises Kaiserslautern.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Frankelbach besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[4]

Wappen[Bearbeiten]

Die Blasonierung des Wappens lautet: „Von Schwarz und Gold durch eine Schrägwellenline geteilt, oben links ein wachsender rotbewehrter, -bezungter und -bekrönter goldener Löwe, unten rechts ein nach links gewendeter aufgerichteter rotbezungter schwarzer Wolf, begleitet von drei schwarzen Rautensteinen 1:2“.

Es wurde 1975 von der Bezirksregierung Neustadt genehmigt und geht zurück auf ein Siegel von 1743. Der Pfälzer Löwe erinnert an die ehemalige Zugehörigkeit zur Kurpfalz.[5]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Frankelbach ist eine Pendlergemeinde. Viele Einwohner haben ihren Arbeitsplatz in den Betrieben und Einrichtungen in und um Kaiserslautern.

Verkehr[Bearbeiten]

Die wichtigste Verkehrsader im Lautertal ist die B 270, die von Kaiserslautern über Wolfstein und Lauterecken nach Idar-Oberstein führt. Die Bahnlinie von Kaiserslautern nach Lauterecken nutzt ebenfalls das zum Teil enge Tal der Lauter. Der nächste Autobahnanschluss liegt ca. 12 km von Frankelbach entfernt (Kaiserslautern-West an der A 6 von Kaiserslautern nach Saarbrücken).

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Frankelbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile, Seite 95 (PDF; 2,3 MB)
  3. Rudolf Post: Pfälzisch - Einführung in die Sprachlandschaft Landau/Pfalz 1992
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2009, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  5. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3