Lauter (Glan)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Lauter
(Waldlauter)
Flussverlauf

Flussverlauf

Daten
Gewässerkennzahl DE: 25466
Lage Rheinland-Pfalz, Deutschland
Flusssystem Rhein
Abfluss über Glan → Nahe → Rhein → Nordsee
Quelle Bei Kaiserslautern
49° 25′ 36″ N, 7° 49′ 8″ O49.4265555555567.8189722222222249
Quellhöhe ca. 249 m ü. NHN[1]
Mündung Bei Lauterecken in den Glan49.6506111111117.59075159Koordinaten: 49° 39′ 2″ N, 7° 35′ 27″ O
49° 39′ 2″ N, 7° 35′ 27″ O49.6506111111117.59075159
Mündungshöhe ca. 159 m ü. NHN[1]
Höhenunterschied ca. 90 m
Länge 39,4 km[2]
Einzugsgebiet 275,649 km²[2]
Linke Nebenflüsse Mooslauter
Rechte Nebenflüsse Eselsbach, Otterbach
Mittelstädte Kaiserslautern
Kleinstädte Wolfstein, Lauterecken
Künstlicher Quellteich und Verlauf der Lauter im Neumühlpark der Gartenschau Kaiserslautern

Künstlicher Quellteich und Verlauf der Lauter im Neumühlpark der Gartenschau Kaiserslautern

Lauter in Wolfstein

Lauter in Wolfstein

Ritterstein in der Nähe des Ursprungs der Lauter

Ritterstein in der Nähe des Ursprungs der Lauter

Die Lauter, in Unterscheidung zur südpfälzischen Wieslauter auch als Waldlauter bezeichnet, ist ein 39,4 km langer, rechter Nebenfluss des Glan in Rheinland-Pfalz, Deutschland. Die Lauter entspringt im Pfälzerwald, durchfließt die Kaiserslauterer Senke und strebt dann dem Glan durch das Nordpfälzer Bergland zu.

Geographie[Bearbeiten]

Die Lauter entspringt etwa 3 km südöstlich von Kaiserslautern unweit der Landesstraße 504 auf einer Höhe von 249 m ü. NHN. Ihr Wasser entfließt der Lauterspring. Von dort fließt es entlang der Landesstraße in Richtung Norden und erreicht das Stadtgebiet von Kaiserslautern, in dem es kanalisiert und zumeist unterirdisch verläuft. Im Gartenschaugelände wurde ein künstlicher Quellteich angelegt, von dem aus die "Neue Lauter" den Neumühlpark durchquert. Die verrohrte Lauter und die "Neue Lauter" vereinigen sich am nördlichen Stadtrand bei einer Kläranlage. Von dort fließt die Lauter überwiegend in nordwestliche Richtungen über Otterbach, Katzweiler, Hirschhorn/Pfalz, Untersulzbach, Olsbrücken, Kreimbach-Kaulbach, Wolfstein, Oberweiler-Tiefenbach, Heinzenhausen und Lohnweiler um in Lauterecken auf 159 m ü. NHN rechtsseitig in den Glan zu münden.

Auf ihrem 39,4 km langen Weg überwindet die Lauter einen Höhenunterschied von 90 m, was einem mittleren Sohlgefälle von 2,3 ‰ entspricht. Dabei entwässert der Fluss ein 275,649 km² großes Einzugsgebiet über Glan, Nahe und Rhein zur Nordsee.

Nebenflüsse[Bearbeiten]

Längster Nebenfluss der Lauter ist der 12,3 km lange Eselsbach. Die 10,3 km lange Mooslauter hat jedoch mit 50,517 km² das größere Einzugsgebiet. Im Folgenden werden die Nebenflüsse der Lauter in der Reihenfolge von der Quelle zur Mündung genannt, die von der Wasserwirtschaftsverwaltung Rheinland-Pfalz geführt werden. Angegeben ist jeweils die orografische Lage der Mündung[1], die Länge[2], die Größe des Einzugsgebiets[2], die Höhenlage der Mündung[1] und die Gewässerkennzahl[2].

Name Lage Länge
[km]
Einzugs-
gebiet [km²]
Mündungshöhe
[m ü. NHN]
DGKZ
Hammerbach links 3,2 3,813 233 254662
Eselsbach rechts 12,3 27,888 226 254664
Otterbach rechts 9,1 29,564 217 254666
Frauenwiesbach links 4,4 10,344 215 2546672
Kohbach links 1,5 0,820 214 25466732
Eimerbach links 1,1 1,092 214 25466734
Becherbach rechts 5,5 5,080 211 2546674
Mehlbach rechts 5,0 3,718 210 2546676
Lauterbach rechts 4,7 4,259 209 2546678
Mooslauter links 10,3 50,517 209 254668
Wohlbach rechts 2,4 1,979 209 254669112
Sulzbach links 2,3 3,603 207 25466912
Rutzenbach rechts 3,3 2,808 205 25466914
Holzgraben rechts 1,9 2,865 204 254669192
Frankelbach links 3,8 5,085 203 2546692
Kaulbach links 2,0 1,545 202 254669312
Kreimbach rechts 1,9 3,207 200 25466932
Schmeißbach links 1,7 1,119 196 25466934
Lammelbach links 1,8 1,923 194 254669392
Selbach links 1,5 1,781 190 25466952
Roßbach rechts 3,1 3,124 190 2546694
Breitbach rechts 2,8 3,747 187 254669592
Königsbach links 2,9 3,349 179 2546696
Mausbach links 2,0 2,155 166 2546698

Umwelt[Bearbeiten]

Die Lauter zählt im Oberlauf zu den feinmaterialreichen, silikatischen Mittelgebirgsbächen (Typ 5.1). Ab der Mündung des Frauenwiesbachs zählt die Lauter zu den fein- bis grobmaterialreichen, silikatischen Mittelgebirgsflüsse (Typ 9). Die Gewässerstruktur ist überwiegend stark bis vollständig verändert. Unterhalb von Oberweiler-Tiefenbach wird die Strukturgüte mit deutlich bis stark verändert angegeben. Die Gewässergüte wird auf den Abschnitten Kaiserslautern bis Katzweiler und Olsbrücken bis Wolfstein mit kritisch belastet, im Übrigen mit mäßig belastet angegeben (Stand 2005).[2]

Im Anschluss an den Bereich der Kläranlage und demnach zwischen Kaiserslautern und Otterbach befindet sich ein renaturierter Abschnitt.

Infrastruktur[Bearbeiten]

Das Lautertal nördlich von Kaiserslautern ist ein landwirtschaftlich geprägtes, breites Wiesental. Es wird von der B 270 und von der eingleisigen Lautertalbahn Kaiserslautern-Lauterecken erschlossen. Einmal im Jahr (Anfang August) wird das Lautertal zwischen der nördlichen Stadtgrenze Kaiserslauterns und Lauterecken von 9:00 - 18:00 Uhr für den motorisierten Verkehr gesperrt (Autofreies Lautertal) und steht an diesem Tag den Radfahrern, Skatern, Fußgängern usw. zur Verfügung.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Topografische Karte 1:25.000
  2. a b c d e f Geoexplorer der Wasserwirtschaftsverwaltung Rheinland-Pfalz