Viodos-Abense-de-Bas

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Viodos-Abense-de-Bas (Bildoze-Onizepea)
Viodos-Abense-de-Bas (Frankreich)
Viodos-Abense-de-Bas
Region Aquitanien
Département Pyrénées-Atlantiques
Arrondissement Oloron-Sainte-Marie
Kanton Mauléon-Licharre
Gemeindeverband Communauté de communes de Soule-Xiberoa.
Koordinaten 43° 14′ N, 0° 53′ W43.225-0.88135Koordinaten: 43° 14′ N, 0° 53′ W
Höhe 110–420 m
Fläche 12,71 km²
Einwohner 765 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 60 Einw./km²
Postleitzahl 64130
INSEE-Code

Abense – Kirche mit Clocher trinitaire

Viodos-Abense-de-Bas (baskisch: Bildoze-Onizepea) ist eine französische Gemeinde mit 765 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Pyrénées-Atlantiques im französischen Teil des Baskenlandes in der Region Aquitanien.

Lage[Bearbeiten]

Die Doppelgemeinde Viodos-Abense-de-Bas liegt unweit des Flusses Saison, knapp vier Kilometer (Fahrtstrecke) in nördlicher Richtung von der Kantonshauptstadt Mauléon-Licharre entfernt.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1968 1975 1982 1990 1999 2006
Einwohner 808 879 911 831 743 740

Wirtschaft[Bearbeiten]

Wie die meisten kleineren Gemeinden im Baskenland ist der Ort ist immer noch sehr landwirtschaftlich orientiert, wobei die Weidewirtschaft eindeutig im Vordergrund steht. Er gehört zu einem begrenzten Gebiet, in welchem die baskische Käsesorte Ossau-Iraty, ein Schnittkäse aus Schafsmilch, hergestellt wird.

Geschichte[Bearbeiten]

Jacques de Bela, ein Chronist aus dem 17. Jahrhundert, erwähnt, dass die Bewohner mehrerer Dörfer der historischen Provinz Soule ihre schriftlich niedergelegten Rechte und Privilegien wohlverschlossen in der Kirche von Viodos aufbewahrt hielten.

Beide Nachbargemeinden waren über Jahrhunderte eigenständig, schlossen sich aber im Jahr 1842 zu einer Gemeinde zusammen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Viodos – Kirche
  • Die einschiffige Kirche von Viodos stammt wohl aus dem 16. Jahrhundert und hat einen – im Gebiet der ehemaligen Provinz Soule häufig anzutreffenden – Glockengiebel mit drei Spitzen (Clocher trinitaire), die jedoch durch ein umlaufendes Gesims vom Unterbau getrennt sind. Hinter der Fassade befindet sich eine große Glockenstube aus Holz. Wie die meisten Dorfkirchen des Baskenlandes hat auch die Kirche von Viodos kein steinernes Gewölbe, sondern stattdessen einen hölzernen Dachstuhl mit einer abgehängten Deckenverkleidung. Außerdem gibt es keine halbrunde Apsis, sondern nur einen geraden Chorschluss. Darüber hinaus fehlt – wie im Baskenland üblich – am Außenbau und am Portal jeglicher figürlicher oder sonstwie dekorativer Schmuck.
  • Auch die ebenfalls nur einschiffige Kirche von Abense besitzt einen Clocher trinitaire mit einer vorgehängten hölzernen Glockenstube, die als Schutz der Glocken vor den häufigen Regenfällen, möglicherweise aber auch als Schallverstärker, diente. Es gibt keinen Eingang auf der Westseite; stattdessen betrat man die apsislose Kirche von der Nordseite aus. Der hölzerne Altarretabel im Innern der Kirche ist ein kleines Meisterwerk bäuerlicher Barockkunst des 18. Jahrhunderts. Auf dem örtlichen Friedhof finden sich einige der für weite Teile des Baskenlandes typischen Grabstelen (Hilarri). In unmittelbarer Nähe zur Kirche steht eine – im Baskenland eher seltene – mittelalterliche Steinbrücke.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Viodos-Abense-de-Bas – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien