Wünschendorf/Elster
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Thüringen | |
| Landkreis: | Greiz | |
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Wünschendorf/Elster | |
| Höhe: | 216 m ü. NN | |
| Fläche: | 19,45 km² | |
| Einwohner: |
3010 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 155 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 07570 | |
| Vorwahl: | 036603 | |
| Kfz-Kennzeichen: | GRZ, ZR | |
| Gemeindeschlüssel: | 16 0 76 084 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Poststraße 8 07570 Wünschendorf/Elster |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Jens Auer (parteilos) | |
| Lage der Gemeinde Wünschendorf/Elster im Landkreis Greiz | ||
Wünschendorf/Elster ist eine Gemeinde im thüringischen Landkreis Greiz. Sie ist seit dem 1. Januar 2012 Mitglied in der Verwaltungsgemeinschaft Wünschendorf/Elster, die bis zum 7. Februar 2013 Verwaltungsgemeinschaft Ländereck hieß.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie
Wünschendorf liegt südlich von Gera im Landkreis Greiz, an der Weißen Elster und markiert den südlichsten Ausdehnungspunkt der Elstereiszeit und gilt als die Pforte zum oberen Elstertal zwischen Wünschendorf und Greiz.
[Bearbeiten] Gemeindegliederung
Zur Gemeinde gehören die Ortsteile Veitsberg, Mildenfurth, Cronschwitz, Zschorta, Zossen, Meilitz, Untitz, Pösneck, Mosen und Wünschendorf.
[Bearbeiten] Nachbargemeinden
Angrenzende Gemeinden sind die Stadt Berga/Elster, Crimla, Endschütz, Teichwitz, die Stadt Weida und Zedlitz im Landkreis Greiz sowie die kreisfreie Stadt Gera.
[Bearbeiten] Geschichte
Auf Grund seiner besonderen Lage am Südrand des Wünschendorfer Beckens war der langgestreckte Rücken des Veitsberges von Wünschendorf schon in frühgeschichtlicher Zeit besiedelt. Das am Zusammenfluss von Weißer Elster und Weida befindliche Dorf lag im Frühmittelalter am Rand einer slawischen Siedlungskammer um Gera. Darauf weist auch noch der Ortsname hin, der sich von Wendendorf – Windischendorf ableitet. Der heute Veitsberg genannte Bergrücken soll zunächst eine Burg getragen haben, von der man die sechs Furten über die Elster kontrollieren und beschützen konnte. In Schriften aus dem 16. Jahrhundert wird 974 als Gründungsjahr der Veitskirche genannt.[2] Der heutige Kirchenbau geht allerdings eher auf das 11. oder 12. Jahrhundert zurück.[3] Die Kirche gehört damit zu den ältesten Kirchen des Vogtlandes.
1193 wurde unweit des Ortes das Kloster Mildenfurth durch die Vögte von Weida als Hauskloster gestiftet. Danach ging der ursprüngliche Ortsname Mildenfurth für Wünschendorf (1209: in slavica villa Mildenvorde) allmählich auf das Kloster über. Im Jahr 1238 stiftete Jutta, die Gemahlin Heinrichs IV., Vogt von Weida, mit dem Kloster Cronschwitz ein weiteres Hauskloster für weibliche Familienangehörige und den vogtländischen Adel. Bis heute blieb nur die Ruine der Kirche erhalten.
Während des Zweiten Weltkrieges mussten 15 Frauen und Männer aus der Sowjetunion in einer kriegswichtigen Flugmotorenreparatur-Fabrik Zwangsarbeit leisten.[4]
Am 29. Mai 1999 wurde die Eisenbahnstrecke von Wünschendorf über Teichwolframsdorf nach Werdau stillgelegt. Sie war Bestandteil der Bahnstrecke Werdau–Weida–Mehltheuer. Heute hat Wünschendorf noch Eisenbahnanschluss über den Haltepunkt Wünschendorf-Nord und den Bahnhof im Ort, beide an der Elstertalbahn.
[Bearbeiten] Eingemeindungen
Die Orte Meilitz, Pösneck, Untitz, Zossen und Zschorta wurden am 1. Juli 1950 nach Wünschendorf eingemeindet.[5] Mosen verlor am 2. September 1995 seine Selbstständigkeit und ist seitdem ein Ortsteil von Wünschendorf.[6]
[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung
Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1994 31. Dezember):
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- Datenquelle ab 1994: Thüringer Landesamt für Statistik
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Bürgermeister
Der derzeitige Bürgermeister ist Jens Auer (parteilos).
[Bearbeiten] Gemeinderat
Der Gemeinderat setzt sich seit der Kommunalwahl vom 7. Juni 2009 wie folgt zusammen:
- FWGW: 4 Sitze
- BGW: 5 Sitze
- CDU: 2 Sitze
- OWBF: 2 Sitze
- HuVWuU: 3 Sitze
[Bearbeiten] Wappen
Das Gemeindewappen, am Rathaus zu betrachten, zeigt eine Pelikangruppe in den Farben Weiß und Rot auf gelbem Grund.
[Bearbeiten] Städtepartnerschaft
Die Partnerstadt von Wünschendorf ist die Stadt Taunusstein im Rheingau-Taunus-Kreis in Hessen.
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
Zu den Sehenswürdigkeiten zählen die 1786 errichtete, schindelgedeckte Historische Holzbrücke Wünschendorf über die Weiße Elster (Veitsberg), die über 900-jährige Kirche St. Veit, das 1193 von Vogt Heinrich II. von Weida gegründete Kloster Mildenfurth und die Ruine des 1238 gegründeten Klosters Cronschwitz.. Eine weitere Sehenswürdigkeit sind die mit Wasserkraft betriebenen Märchenspiele, weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannt als Märchenwald. Der Märchenwald feierte im Jahr 2007 sein 80-jähriges Bestehen.
[Bearbeiten] Gedenkstätten
- Eine Grabstätte mit Gedenkstein auf dem Ortsfriedhof erinnert an zwei KZ-Häftlinge von einem Todesmarsch des KZ Buchenwald, die im Frühjahr 1945 von SS-Männern ermordet wurden.
- Am Grab mit Grabstein auf dem Friedhof des Ortsteils Zossen gedenkt die Gemeinde eines unbekannten Häftlings aus dem gleichen Todesmarsch.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
- Ludwig Ernst von Pöllnitz (1641–1695), kursächsischer Politiker
- Heiner Rothfuchs (1913–2000), Hochschullehrer und Illustrator
- Waltraud Strotzer (* 1952), Leichtathletin
- Jörg Köhler (1960–2005), Radsportler
- Volkmar Kühn (* 1942), Bildhauer
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung nach Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften (Hilfe dazu)
- ↑ Michael Köhler: Heidnische Heiligtümer. Jenzig-Verlag, 2007, ISBN 978-3-910141-85-8, S. 247.
- ↑ Hans Müller: Thüringen. Landschaft, Kultur und Geschichte im „grünen Herzen“ Deutschlands. DuMont Reiseverlag, Ostfildern 2005, ISBN 978-3-7701-3848-7, S. 262
- ↑ Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten und Studienkreis deutscher Widerstand 1933–1945 (Hg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933–1945, Reihe: Heimatgeschichtliche Wegweiser Band 8 Thüringen, Erfurt 2003, S. 119, ISBN 3-88864-343-0
- ↑ Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 1. Januar 1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
- ↑ StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1995
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