Who’s Nailin’ Paylin?

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Who’s Nailin’ Paylin)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Originaltitel Who's Nailin' Paylin?
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2008
Länge 105 Minuten
Stab
Regie Jerome Tanner
Drehbuch Roger Krypton
Produktion Larry Flynt
Kamera Jake Tanner
Besetzung
Lisa Ann als Serra Paylin auf der AVN Expo, Las Vegas, Nevada, 2010

Who's Nailin' Paylin? ist ein US-amerikanischer Pornofilm aus dem Jahr 2008.

Der Film versteht sich als Satire auf Sarah Palin, die Gouverneurin des US-Bundesstaates Alaska und Kandidatin der Republikanischen Partei um die Vizepräsidentschaft bei den Präsidentschaftswahlen 2008. Neben Palin werden auch ihr Mann Todd, der Journalist und Fernsehmoderator Bill O’Reilly, die US-Außenministerin Condoleezza Rice und die ehemalige First Lady und Bewerberin um die Präsidentschaftskandidatur Hillary Clinton parodiert.

Veröffentlicht wurde der von Larry Flynts Hustler produzierte Film am Wahltag, dem 4. November 2008.

Aus dem Film hat sich mittlerweile eine ganze Serie entwickelt, allerdings mit der echten Schreibweise des Nachnamens, die auch andere Prominente und Politiker aufs Korn nimmt: So erschienen mit „Letterman's Nailin Palin“, „Hollywood's Nailin Palin“, „You’re-nailin’ Palin Interactive“ und „Obama's Nailin' Palin“ sowie "Who's Nailin' Palin? 2" bereits fünf Nachfolger.

Handlung[Bearbeiten]

Nach einer Texttafel, die auf den parodistischen Anspruch des Films hinweist, folgen sechs Episoden in losem Zusammenhang aufeinander:

  1. Zwei russische Soldaten bitten um Einlass in Serra Paylins Wohnzimmer, da sie Probleme mit ihrem Panzer haben. Paylin gewährt ihnen Zugang und es kommt zu einem Flotten Dreier.
  2. Bezugnehmend auf die vorangegangene Szene titelt eine eingeblendete Tageszeitung „Paylin endorses Russian penetration!“ („Paylin befürwortet russisches Eindringen“). Bill Orally folgt mit einem Kommentar aus einem Fernsehstudio, in dem er Paylins Außenpolitik lobt und die „hypocritical left“ („heuchlerische Linke“) geißelt. Orallys Sendung heißt hier The Orally Factor von Faux News, als Parodie auf The O'Reilly Factor von Fox News.
  3. In einem Hotel in Washington, D.C. bereitet eine Mitarbeiterin des Weißen Hauses Paylin auf eine Pressekonferenz vor, wobei sich Paylin bei Testfragen etwas unklug verhält. Letztlich verlässt Paylin die Räume nach Ende des Briefings, um ins Bett zu gehen. Kurz darauf taucht Paylins Mann unter dem Bett der Beraterin hervor. Die Szene endet mit Analverkehr der beiden und einem abschließenden Cumshot.
  4. Paylin liegt im Bett und träumt von Sex mit dem Geschäftspartner ihres Mannes, der Schneemobile verkauft.
  5. In ihrem folgenden Traum erlebt sie als junge Serra Paylin eine Unterrichtsstunde im College im Jahre 1987. In einem pseudowissenschaftlichen Exkurs beziffert Paylin das Alter der Erde auf 10.000 Jahre und bezeichnet Fossilien als einen Trick des Teufels, um die Menschheit zu täuschen. Nach dem Unterricht bittet Paylin den Professor um Rat, um sich gegen Hexenzauber zu schützen. Er zeigt sich bereit, ihr ein Ritual zu zeigen: es kommt zum Cunnilingus und anschließendem Geschlechtsverkehr.
  6. Ein weiterer Monolog Orallys, bei dem er versucht die passenden Worte zu finden, führt Paylins Pressekonferenz ein, auf der sie sich gegen den Vorwurf des Ehebruchs zur Wehr setzt. Nach ihrer Ansprache taucht Hillary unter dem Rednerpult hervor, von wo sie Paylin oral stimuliert hat. Beide ziehen sich in einen Hinterraum zur gegenseitigen Befriedigung zurück. Überraschend stößt auch Condi dazu.

Im Anschluss an den Abspann spricht Serra Paylin den Zuschauer direkt an, wie es bei US-amerikanischen Wahlkampffilmen üblich ist: „Hi, I'm Serra Paylin and I approved this message.“ („Hallo, ich bin Serra Paylin und ich billige diese Botschaft.“)

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 2009: XBIZ Award - Marketing Campaign of the Year (Hustler Video, “Who’s Nailin’ Paylin?”)
  • 2010: AVN Award - Clever Title of the Year

Produktion[Bearbeiten]

Wenige Tage nach der Ernennung Palins zur Vizepräsidentschaftskandidatin wurde von Larry-Flynt-Publications-Produzenten ein anonymes Hilfegesuch auf Craigslist eingestellt. Auf der Suche nach einem Palin-Look-Alike boten sie der potentiellen Darstellerin $3.000 für einen Dreh in den folgenden zehn Tagen.[1] Laut der Autorin Violet Blue „a pretty shocking amount of money“, zumal die Stellenbeschreibung der Annonce mit „no anal“ präzisiert wurde.[2]

Nach dem Casting hatte Lisa Ann nur vier Tage Zeit sich mit der Rolle vertraut zu machen. Als Vorlage galten ihr Palins Auftritt bei der Fernsehdebatte der Vizepräsidentschaftskandidaten und Tina Feys Palin-Parodie in Saturday Night Live. Die Dreharbeiten begannen am 11. Oktober 2008 in den North-Avenue-Studios in Westport im US-Bundesstaat Connecticut und wurden innerhalb von zwei Tagen fertiggestellt.[3]

Der Untertitel des Films „Adventures of a Hockey MILF“ bezieht sich zum einen auf Palins Aussagen eine „Hockey mom“ zu sein, zum anderen auf öffentliche Äußerungen über Palin, die sie als MILF oder VPilf (Vice Presidents I’d like to fuck) bezeichnen.

Während des Films wird Palins Unerfahrenheit kritisiert. In der zweiten Szene zum Beispiel stellt die Mitarbeiterin des Weißen Hauses an Paylin allgemeinwissende Fragen und prüft Wörter, wie „absolut“, „bestimmt“ etc. welche auf Bitte diese zu wiederholen von Paylin mit „You betcha“ wiederholt werden. Später soll Paylin eine Person aus der Geschichte erraten, was sie auch wieder nicht kann (Lincoln). Solche und ähnliche Elemente finden sich auch auf der Szene der Pressekonferenz.

Rezeption[Bearbeiten]

Nachdem die Ankündigung und die Veröffentlichung des Films von der Presse begleitet wurde[4][5], sorgte auch ein Telefonstreich zweier Komiker aus Kanada für Aufsehen. Am 1. November 2008 telefonierten sie mit Sarah Palin und gaben sich als Nicolas Sarkozy aus. Er betonte ihr gegenüber besonders "the documentary on your life, Hustler's Who's Nailin' Paylin?" genossen zu haben. Palin antwortet mit den Worten "Oh good, thank you."[6][7][8]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Larry Flynt is Hustling up an Ala-skin flick with Sarah Palin look-alike
  2. No More Palin Porn, Please
  3. Porn in the U.S.A.
  4. Palin-Double beim Parteitag: Strippen gegen Romney in Spiegel Online vom 26. August 2012
  5. Katzen-Strip, christliche Keuschheits-Geräte und ein Porno mit Handlung, Jetzt vom 16. Oktober 2008
  6. Telefonstreich: Palin plaudert mit falschem Sarkozy über Präsidentschaftspläne in Spiegel Online vom 2. November 2008
  7. Auf der Leitung
  8. "Cher Barak" - oder doch Barack?