Wikipedia:Urheberrechtsfragen

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alte URVs[Bearbeiten]

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Ich bin auf einen inaktiven Benutzer gestoßen, der vor Jahren großflächige URVs aus der Deutschen Biographischen Enzyklopädie eingestellt hat, die sich oft bis heute erhalten haben.

Es geht um Benutzer:Thyra.

Beispiele:

Das nur kleine Beispiele, alle unter seinen ersten Artikeln. Ich kann nicht beurteilen, woher die späteren Artikel stammen, die er nicht aus dem DBE kopiert hat. --= (Diskussion) 06:26, 6. Okt. 2014 (CEST)

Uff. Thyra war damals sehr aktiv und hat nicht weniger als 1238 Artikel angelegt. Da könnte einiges an Arbeit auf uns zukommen. Die genannten Beispiele stellen als wörtliche Textübernahmen m.E. in der Tat eindeutige URvs dar. Jemand (oder ein Team) müsste es auf sich nehmen, Thyras Artikel und Ergänzungen allesamt mit der DBE und anderen in Frage kommenden Nachschlagewerken abzugleichen... (ich lösche die Beispiele jetzt noch nicht gleich, hier ist wohl ein systematisches Vorgehen angebracht - Erinnerungen an Wikipedia:DDR-URV werden wach...) - Der Benutzer bzw. wohl die Benutzerin ist seit über 6 Jahren nicht mehr aktiv, eine unbeschränkte Benutzersperre hier aber wohl gleichwohl angebracht, ich werde noch auf WP:AN um Meinungen diesbezüglich bitten... Gestumblindi 20:15, 6. Okt. 2014 (CEST)
Es ist schwer zu beurteilen. Ich vermute eher, dass die späteren Artikel sauberer sind. Bei den paar Artikeln, die ich gecheckt hatte, konnte ich keine grösseren Übernahmen in Google Books finden. Möglich wären natürlich Abschriften aus in Google Books nicht indexierter Literatur. --= (Diskussion) 20:34, 6. Okt. 2014 (CEST)
Wie man den Botnachrichten auf der Benutzerdisk entnehmen kann, hat Thyra wohl auch mehrfache Datei-URVen eingestellt. Ob noch weitere Datei-URven dieses Benutzers existieren, müsste erst überprüft werden (der benutzer hat viele BIlder hochgeladen), das sollte aber die DÜP übernehmen, oder? Grüße, -seko- (Disk) 23:01, 6. Okt. 2014 (CEST)
Ich habe Thyra mal freundlich per E-Mail angefragt zu seinem damaligen Vorgehen. --= (Diskussion) 02:09, 7. Okt. 2014 (CEST)
Man muss sich hier die Frage stellen, ob die einzelnen Texte überhaupt urheberrechtlich schutzfähig sind, siehe Ziffer 3.2.1. in meinem Almanach. Wenn man diese Frage verneint, muss man sich überlegen, ob es bei 1238 Fällen anders aussieht... Gruß, --Gnom (Diskussion) 12:32, 7. Okt. 2014 (CEST)
Das hatte ich mich auch gefragt, aber lies mal den doch sehr ausgeklügelten Text z.B. bei Otto Hintze. Fällt das noch unter „stichwortartig“? --= (Diskussion) 13:18, 7. Okt. 2014 (CEST)
Der lange Hintze-Text ist m.E. eindeutig schutzfähig, weit von einem "stichwortartigen Abriss" entfernt. Hamburger und Heydekampf sind schon deutlich knapper, es handelt sich aber doch um ausformulierte Kurzbiographien, im Falle von Heydekampf auch mit einer bewertenden Einschätzung ("Heydekampf gehörte zu den wichtigsten Wiederbegründern der deutschen Automobilindustrie nach dem Zweiten Weltkrieg"), einen gewissen individuellen Charakter sehe ich da schon. Die Zorn-Ergänzung ist zwar kurz, aber dafür noch individueller formuliert ("in denen er die eigene Krebserkrankung zur schonungslosen Abrechnung mit der schweizerisch-bürgerlichen Umwelt instrumentalisiert" etc.) - daher würde ich sagen: URV, löschen. Gestumblindi 20:10, 7. Okt. 2014 (CEST)
Löschen muss man aber lediglich die alte Version, nachdem man den Text ausreichend umformuliert hat - nicht, dass uns hier reihenweise gute Artikel verloren gehen ;-) Gruß, --Gnom (Diskussion) 21:21, 8. Okt. 2014 (CEST)
Erstmal handelt es sich bei den Beispielen aber schlicht um mutmassliche URVs, die hier so nicht verbleiben können. Wir sollten diese Fassungen/Versionen zeitnah löschen, wenn die Abklärungen abgeschlossen sind (schon etwas gehört, =?) - unabhängig davon, ob dann schon jemand eine umformulierte Fassung eingestellt hat, die bleiben kann. Ich selbst werde das ganz gewiss nicht machen, weil ich die Vorgehensweise "Man nehme einen fremden enzyklopädischen Text, formuliere ihn Satz für Satz etwas um und schon hat man einen Wikipedia-Artikel" für sehr fragwürdig halte. Das mag urheberrechtlich noch in Ordnung gehen (wobei eine geistige Schöpfung m.E. nicht bloss in den genauen Formulierungen, sondern auch im Aufbau einer Darstellung liegen mag - der die "Umformulierer" typischerweise sklavisch folgen), aber es ist keine saubere Arbeitsweise. Wer Artikel aus anderen Nachschlagewerken umformuliert zu Wikipedia-Artikeln macht, ohne die zugrundeliegende Sekundärliteratur zu konsultieren, produziert keine "guten Artikel", sondern Schlamperei. Gestumblindi 21:57, 8. Okt. 2014 (CEST)
Nein, noch keine Antwort von Thyra. --= (Diskussion) 04:16, 9. Okt. 2014 (CEST)

Abschnitt aus dem Archiv geholt, da noch durchaus nicht erledigt. Gestumblindi 23:44, 14. Okt. 2014 (CEST)

CC-Lizenzen vs. Markenrecht[Bearbeiten]

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Von Wikipedia Diskussion:Lizenzvorlagen für Bilder hierher verschoben. @Yellowcard, Ireas, Gnom:

P.S.: Aus meiner (noch recht kurzen) Support-Team-Erfahrung kann ich übrigens berichten, dass erstaunlich viele Firmen bereit sind, ihr Logo frei zu lizensieren, wenn man sie darum bittet. Ich habe da gerade einen Fall mit einem Markenhersteller, der noch in der Schwebe ist – aber wennd as klppt könnte das durchaus eine Ausweichstrategie sein. // Martin K. (Diskussion) 14:59, 6. Mär. 2015 (CET)
Martin, diese Thematik bitte nochmal intern ansprechen. Das Thema ist schwierig und brenzlig; war auf den letzten ST-Workshops regelmäßig Diskussionspunkt. Ich bin mir unschlüssig, ob wir überhaupt freie Lizenzangebote der Firmen annehmen sollten, allein schon, weil sie regelmäßig nichtig ex tunc sein dürften: Dem einzelnen Mitarbeiter ist, selbst wenn er zu einer solchen Freigabe berechtigt ist, häufig nicht klar, was er damit anrichtet und wird von uns auch nicht entsprechend aufgeklärt. Creative Commons rät jedenfalls von der CC-lizenzierung von Unternehmenslogos deutlich ab, das war auch die Aussage von John Weitzmann auf dem vorletzten Workshop (den Vortrag habe ich selbst leider verpasst). Siehe auch hier, oder kurz: Es könnte sein, dass ein Unternehmen allein durch die freie Lizenzierung (Urheberrecht) die markenrechtlichen Ansprüche verliert. Ich habe das Thema vor ein paar Wochen nochmal auf der Mailinglist angesprochen, leider ohne Reaktion, wobei man das gern auch hier onwiki besprechen kann, es ist nämlich grundsätzlich nicht auf das Support-Team beschränkt (sondern betrifft dort eigentlich nur die operative Seite, aber nicht die grundsätzliche Entscheidung zum Vorgehen). Die Unternehmen proaktiv zu einer freien Lizenz zu verleiten, halte ich für einen Fehler, denn hier kämen dem Support-Team dann ganz sicher weitaus höhere Pflichten zur Aufklärung hinsichtlich des Markenrechts zu. Bitte tu das nicht ohne Rücksprache. Grüße, Yellowcard (D.) 15:42, 6. Mär. 2015 (CET)
@Yellowcard: Ich vermute mal, dass bezog sich jetzt alles auf das P.S. und nicht auf den Vorschlag mit dem neunen Baustein?
Du hast natürlich recht. Auch wenn ich den Punkt aus der CC-FAQ noch nicht kannte, ist das ja auch der Grund, weshalb ich diese Bereitwilligkeit so erstaunlich finde.
Allerdings haben wir aktuell die Situation, dass in etlichen Textvorlagen und Mail-Bausteinen explizit drin steht, dass diese nur urheberrechtlich zu verstehen sind und marken-, geschmacksmuster und persönlichkeitsrechtliche Einordnungen völlig unberührt blieben?! Und auch die WMF hat scheinbar einen Weg gefunden, Ihre Markenrechte mit den CC-Lizenzen in Einklang zu bringen. Sollte das juristisch so nicht haltbar sein (was ich nicht einschätzen kann) müssten wir dringenst unser Empfehlungen und Vorlagen korrigieren. Ich bin daher sehr dafür, diese Frage an anderer Stelle weiter zuverfolgen. Wo schlägst Du vor? Mit der Causa Angewandte Kunst hat das ja nur mittelbar was zu tun... // Martin K. (Diskussion) 15:56, 6. Mär. 2015 (CET)
[BK] Ich persönlich handhabe das so, dass ich Logofreigaben nur von leitenden Mitarbeitern, nach ausdrücklichem Hinweis auf die potentiell schwerwiegenden Rechtsfolgen dieser Erklärung und nach Bitte um Klärung mit der Rechtsabteilung bearbeite bzw. akzeptiere. Wer dann immer noch die Freigabe erteilen möchte – dem kann ich auch nicht mehr helfen. ireas (Diskussion) 15:59, 6. Mär. 2015 (CET)
@Martin: Ja sorry – bezog sich auf das PS. Mit dem Baustein selber hatte das nichts zu tun. Wie das mit der CC-Lizenzierung des WMF-Logos in Einklang gebracht werden kann, ist aber eine sehr gute Frage, ich weiß es nicht. Vielleicht andere Rechtslage in den USA? ireas, wurde das im Weitzmann-Vortrag thematisiert? Der Workshop war Anfang 2014, ich glaube, die CC-Lizenzierung der WMF kam später? Vielleicht kann Gnom was dazu sagen?
@ Ireas: Das könnte ja der Königsweg sein. Vielleicht sollten wir dazu einen Freigabe- / Antworttext entwerfen, der diese Problematik mit umfasst (ggf. über WMDE mit anwaltlicher Hilfe)? Ich halte das qualitativ aber für einen großen Unterschied, ob wir trotz der Warnungen dann dem Willen des Unternehmens stattgeben oder ob wir das Unternehmen zunächst mal aktiv um die freie Lizenzierung bitten.
Und zum richtigen Diskussionsort: Das Operative ist zwar irgendwo Sache des Support-Teams, aber die grundsätzliche Frage würde ich auf das ST nicht beschränken. Auf WP:UF umziehen und über die ML einen Hinweis hinterlassen? Grüße, Yellowcard (D.) 16:07, 6. Mär. 2015 (CET)
@Yellowcard: Wir hatten die Problematik an sich thematisiert, das Fazit war aber, dass in solchen Fällen keine freie Lizenzierung anzuraten ist. Die Freigabe der Wikimedia-Logos kam deutlich später; ich meine, erst nach der Wikimania. Ich suche den entsprechenden Blogpost, mein ICE-WLAN schwächelt aber gerade … ireas (Diskussion) 16:20, 6. Mär. 2015 (CET)
So: Yana Welinder: Wikimedia Logos Have Been Freed!, 24. Oktober 2014, blog.wikimedia.org. Ohne Aussage zu den markenrechtlichen Aspekten, es wird nur auf die „historisch gewachsene“ Lizenzierung hingewiesen. Da ein geiwsser Lukas M. in dem Post namentlich erwähnt wird, haben wir aber vielleicht doch eine Chance auf Erleuchtung. ;) ireas (Diskussion) 16:26, 6. Mär. 2015 (CET)
Hi - bitte entschuldigt, dass ich hier erst jetzt mitlese. Es geht also, wenn ich das richtig verstehe, um die Frage, inwiefern die CC-Lizensierung eines Logos die daran bestehende Marke gefährdet. Ich weiß, dass das 1. grundsätzlich nichts miteinander zu tun hat, 2. dann aber doch, dass sich 3. die WMF trotzdem zur freien Lizensierung entschieden hat und, das ist das interessanteste, 4. mit dieser Entscheidung ziemlich aktiv an die Öffentlichkeit geht. Wie immer ist das Problem in jeder Rechtsordnung ein wenig anders. Ich kann folgendes vorschlagen: Bei Yana Welinder nachhaken und/oder die Rechtsfrage für das deutsche Recht mal ein bisschen recherchieren. So aus dem Kopf weiß ich das nämlich nicht mehr, ich habe das damals zwar für ungefähr 20 Länder nachgeschaut, aber es ist halt schon eine Weile her... Was ist gewünscht? Gruß, --Gnom (Diskussion) 08:33, 7. Mär. 2015 (CET)
Hi Gnom, vielen Dank – eine Nachfrage bei Yana Welinder (→ Senior Legal Counsel der WMF – für die, die es wie ich nachschauen müssten) würde uns da sicher einen Schritt weiter bringen. Für uns ist alledings vor allem die Rechtslage für die DACH-Länder interessant, da wir von Unternehmen aus diesen Ländern potentiell Freigaben für ihre Logos bekommen könnten (genauso natürlich Sportvereine und wer sonst noch so alles Logos führt). Da wäre vielleicht eine Anfrage über Kasia Odrozek an JBB sinnvoll? Für uns wäre halt interessant: Sollten wir a) freie Lizenzierungen von Unternehmenslogos nach einem Hinweis auf die Besonderheiten generell annehmen und b) falls ja, sollten wir auch aktiv um solche Lizenzierungen bitten? Grüße, Yellowcard (D.) 12:32, 7. Mär. 2015 (CET)
Frei assoziiert: Vermute mal, Probleme treten erst dann auf, wenn jemand fremde Logos usw. wie eine Marke gebraucht (nannte man jedenfalls früher markenmäßiger Gebrauch). Das kann allerdings nach der Ansicht des EuGH in einem bestimmten Fall auch schon der Verkauf von zuordnenbaren Fanschals eines Vereins sein (Rechtssache C-206/01). Dann müsste eventuell sogar der Markeninhaber vorgehen, damit er keine Markenrechte nicht verliert.
Vielleicht kann man für die Logos usw. ein eigenes Feld für Markenrechte einrichten, vielleicht sogar der Kopplung mit Warnhinweis?--Pistazienfresser (Diskussion) 13:33, 7. Mär. 2015 (CET)
@Yellowcard: Meintest Du so etwas wie Verwirkung durch Duldung? Vgl.: Thüringer Oberlandesgericht (= OLG Jena), Urteil vom 4. Mai 2011 – 2 U 469/10 – Musikveranstaltung, GRUR-RR 2012, 113-119 (weitere Links aber offenbar keine kostenlosen Volltexte bei dejure).--Pistazienfresser (Diskussion) 14:09, 7. Mär. 2015 (CET)
@Pistazienfresser: Ich habe keinen Volltextzugang für dejure, aber „Verwirkung durch Duldung“ dürfte exakt das Problem beschreiben. Denn: Mit einer freien Lizenzierung erlaubt der Rechteinhaber auf urheberrechtlicher Ebene Dritten potentiell die Nachnutzung. Er gibt also gewisse Mittel auf (wenn auch abseits des Markenrechts), seine Rechte am Logo durchsetzen zu können. Es wäre jetzt ein nachvollziehbarer Umkehrschluss, dass man hiervon auf eine Verwirkung der Rechte schließen könnte. Falls Du Zugriff auf dejure / juris hast, kannst Du ja mal schauen, ob eine solche Analogie aus dem Urteil abzuleiten wäre? Der Leitsatz / Tenor über Jurion (kostenfrei zugänglich) lässt das zumindest erahnen, auch wenn die Fälle mglw. schwierig zu vergleichen sind. Grüße, Yellowcard (D.) 20:16, 7. Mär. 2015 (CET)
  1. Das Urheberrecht dürfte (jedenfalls nach kontinetaleuopäischer Tradition) sowieso eher beim Designer vom Logo liegen, der Markeninhaber hat vermutlich nur ein (ausschließliches?) Nutzungsrecht, soweit die beiden nicht identisch sind...
  2. Das Urteil vom OLG Jena ist auch noch nicht rechtskräftig, sondern bei juris steht sogar „anhängig BGH, Az: I ZR 94/11“ - einen Termin konnte ich im Pressebereich des BGH auch noch nicht finden. Darum finde ich die Entscheidung wohl auch noch nicht direkt beim OLG Jena: http://www.thueringen.de/th4/olg/entscheidungen/
  3. Die Entscheidungen betreffen fast nie genau den selben Sachverhalt, sonst bräuchte man ja keine RAe/Juristen zum Beraten... Das mit dem OLG Jena war mir nur spontan eingefallen, weil ich die Entscheidung erst kürzlich gelesen habe und weil ich das mit den Konzertnamen recht lustig fand.
  4. Vermute mal, hier könnte § 21 MarkenG (zumindest als Ausgangspunkt für ein Suchen) einschlägig sein (siehe die ca. 108 Entscheidungen dazu bei dejure hinter dem verlinkten §...) - entweder Absatz 2 oder indirekt Absatz 4 mit dem Verweis auf das (noch immer anwendbare) allgemeine Rechtsinstitut der Verwirkung. Ersetzt aber wohl nicht die (konkrete und längere) Prüfung durch einen bzw. mehrere RAe oder auch nur den Blick in ein paar Kommentare oder Handbücher zum Markenrecht (bzw. den Rechten zumindest der DACH-Länder und dem in D und Ö zu Grunde liegenden EU-Recht bzw. vielleicht noch ein paar internationale Abkommen...).
  5. Vielleicht könnte man das Thema (und ähnliche) ja mal bei einem Art Seminar durchkauen. --Pistazienfresser (Diskussion) 21:46, 7. Mär. 2015 (CET)
Vielen Dank. Ich glaube, hier wäre die Einschätzung eines Rechtsanwalts in Form eines Memorandums oder Rechtsgutachtens sehr hilfreich. Da zu diesem Themenbereich schon einmal ein hilfreiches Memorandum von Dr. Ansgar Koreng verfasst wurde und diese Problematik ja auf der damaligen Problematik aufbaut (Annahme der Schutzfähigeit der Mehrzahl von Logos → Notwendigkeit von freien Lizenzen gemäß unserer Projektgrundsätze → mögliche Kollision mit Markenrecht), kann ich mir gut vorstellen, dass WMDE die Anfertigung unterstützen würde. Wenn es hier keine Einwände gibt, würde ich dort in den nächsten Tagen mal anfragen.
@Pistazienfresser: Einmal mehr vielen Dank. Zu 1: Das ist richtig, dennoch eine Fragestellung auf „urheberrechtlicher Ebene“ (§ 31 UrhG). Das Unternehmen dürfte in den allermeisten Fällen ein ausschließliches Nutzungsrecht innehaben. Grüße, Yellowcard (D.) 12:34, 8. Mär. 2015 (CET)
Ich habe mal bei Yana Welinder nachgefragt. Vor einer Gutachtenanfrage an den Verein sollten wir die Antwort abwarten und dann die Fragestellung an den Gutachter hier diskutieren. Danke und Gruß, --Gnom (Diskussion) 20:38, 8. Mär. 2015 (CET)
Ich muss leider mit leeren Händen zurückkommen, und das wohl zu recht: Die Beantwortung meiner Frage wäre Rechtsberatung für Dritte, weshalb uns die WMF keine Auskunft geben kann. Gruß, --Gnom (Diskussion) 08:39, 11. Mär. 2015 (CET)
@Gnom: Danke für Deine Mühe. So recht verstehe ich die Negativantwort nicht: Es ging doch eigentlich bloß um die Gedanken, ob man mit der freien Lizenzierung seine Stellung bei der Verteidigung der Marke nicht verschlechtert. Rechtsberatung für Dritte kann ich da, vor allem wegen der abstrakten Frage, nicht erkennen. Ich könnte mir aber vorstellen, dass da eher aus strategischen Gründen nicht drauf geantwortet wird. Wie dem auch sei, ich würde dann mal die Anfrage bzgl. eines Gutachtens / Memoratoriums vorbereiten, die wir dann an WMDE mit der Bitte um fachliche Beantwortung weitergeben könnten. Yellowcard (D.) 09:18, 11. Mär. 2015 (CET)

Sammlung Fragen für Memorandum[Bearbeiten]

Ich würde die Fragen möglichst einfach halten, uns reichen ja einfache Antworten, aus denen wir Handlungsoptionen für uns herleiten. Bis ins letzte Detail muss die Frage aus unserer Sicht nicht abgehandelt werden, sondern bloß grundsätzlich. Erste Vorschläge mit der Bitte um Anpassung, Kritik, Erweiterung:

  1. Kann die Einräumung von urheberrechtlichen Nutzungsrechten gegenüber allen Dritten (wie es durch eine freie Lizenzierung passiert) durch den Rechteinhaber als „Verwirkung durch Duldung“ der Markenrechte fungieren? Wird durch eine freie Lizenzierung auf urheberrechtliche Ebene die Verteidigung der Markenrechte unter Umständen erschwert?
  2. Gibt es Aufklärungspflichten hinsichtlich der Folgen für das Markenrecht, wenn wir eine freie Lizenzierung entgegennehmen wollen?
  3. Welche Pflichten könnten uns (d.h. insb. das Support-Team, das die Anfragen bearbeitet, aber auch jeden Wikipedianer) obliegen, wenn wir aktiv auf Unternehmen zugehen und für die freie Lizenzierung eines Logos werben?

Das wäre erstmal das, was mir einfällt. Grüße, Yellowcard (D.) 09:18, 11. Mär. 2015 (CET)

Wollen wir diese Frage nicht erst einmal selbst versuchen, für uns beantworten? Zur zweiten Frage erlaube ich mir mal einen Versuch: Ja, §§ 241 II, 311 Abs. 2 Nr. 3, III BGB. Gruß, --Gnom (Diskussion) 11:52, 11. Mär. 2015 (CET)
Ja natürlich, das wäre doch umso besser. Ich als Nichtjurist kann mit Deiner Antwort allerdings nichts anfangen. Grüße, Yellowcard (D.) 12:36, 11. Mär. 2015 (CET)
Meint Ihr Aufklärungspflichten dem Lizenzgeber oder den potentiellen Lizenznehmern gegenüber?
Strenggenommen haben wir (als Wikipedia) abgesehen von der Nutzung in unserer Enzyklopädie (die aus markenrechtlicher Sicht ziemlich unproblematisch sein dürfte) ja keinerlei vertragliche Beziehung zu einen der beiden. Und auch in der Kommunikation betonen wir immer, dass das alles völlig unverbindlich ist und natürlich keine Rechtsberatung darstellt. Natürlich sollte man nicht vorsätzlich etwas falsches behaupten (darum geht's hier ja), aber ich glaube nicht, dass wir als Nicht-Vertragspartner juristisch gesehen irgendwelche Pflichten haben. // Martin K. (Diskussion) 10:18, 18. Mär. 2015 (CET)
Dem Lizenzgeber gegenüber. Und so ganz unseren Kopf aus der Schlinge ziehen können wir wohl dann nicht mehr, wenn wir es sind, die den Freigabebaustein auf die Dateibeschreibungsseite schreiben. Grüße, Yellowcard (D.) 09:48, 19. Mär. 2015 (CET)
@Martin K.: Das BGB ist da etwas strenger, in dem es unter bestimmten Voraussetzungen (die ich nicht zwingend als gegeben ansehe, aber man kann es in Betracht ziehen) auch Dritten, die nicht Vertragspartei werden, vorvertragliche Aufklärungspflichten auferlegt, siehe § 311 Abs. 3 BGB. Gruß, --Gnom (Diskussion) 11:06, 19. Mär. 2015 (CET)

Foto von Alberto Giacometti[Bearbeiten]

wurde heute eingestellt, siehe hier. Es trägt zwar ein OTRS-Ticket, ich bin aber unsicher, ob die Datei abbildbar ist, weil im Hintergrund groß und nicht als Beiwerk deklarierbar, eine Skulptur das Foto prägt. Was meinen die Experten? Dank und Gruß von -- Alinea (Diskussion) 15:10, 15. Mai 2015 (CEST)

@Alinea: Sja, die Gretchenfrage ist hier, wie in vielen ähnlichen Fällen, ob (1.) der Photograph dieses Bildes eine (explizite/implizite) Abbildungserlaubnis für die darauf abgebildete Plastik hatte und (2.) in wie weit wir hier verpflichtet sind, sowas nach zu recherchieren.
  1. Ich persönlich halte es für plausibel dass der Urheber dieses Photos als professioneller Photograph bei der Biennale akkreditiert war und diese ihrerseits (zumindest implizit) die für einen Abbildung und Veröffentlichung der dort ausgestellten Werke nötigen Nutzungsrechte besaß und über die Akktreditierung weiter gab. Ein weiteres Indiz wäre, dass der Urheber des Werkes ja selbst auf dem Photo zu sehen ist und folglich der Abbildung widersprechen konnte. Aber das sind - wie gesagt - alles nur Indizien.
  2. Die Spur der Nutzungrechte 100% rechtssicher nachzurecherchieren dürfte gerade bei älternen Photos so gut wie unmöglich sein. Womit wir also bei eine Risikoabwägung wären.
Ich persönlich halte es für vertretbar, solche alten Abbildungen fremder Werke zu nutzen, die von einem professionellen Photographen stammen, schon seit Jahrzehnten öffentlich im Umlauf sind und jetzt von ihrem Nutzungsrechteinhaber unter eine frei Lizenz gestellt werden. Ggf. würde ich jedoch nochmals eine entsprechende Nachfrage an den Lizenzgeber stellen. // Martin K. (Diskussion) 14:01, 16. Mai 2015 (CEST)
Vielen Dank, Martin K.. Ich werde jetzt nichts weiter unternehmen, nur noch diesen Hinweis posten, von einem Foto, das ursprünglich auf Commons war und nach einer Disku in :en verschoben wurde:
https://en.wikipedia.org/wiki/File:Jacques_Doucet%27s_h%C3%B4tel_particulier,_33_rue_Saint-James,_Neuilly-sur-Seine,_1929_photograph_Pierre_Legrain.jpg
Fotograf lange genug verstorben, aber die Demoiselles an der Wand ... VG -- Alinea (Diskussion) 14:25, 16. Mai 2015 (CEST)
@Alinea: In dem Fall ist die Sache nochmal ganz anders gelagert, weil dieses Bild ja nicht auf Basis einer freien Lizenz sondern auf Basis der Gemeinfreiheit genutzt werden soll. Und gemeinfrei ist etwas natürlich nur, wenn alle Bestandteile völlig frei von Rechten Dritter sind. // Martin K. (Diskussion) 18:22, 16. Mai 2015 (CEST)
Was spricht dagegen, das Foto nur auf die relevante Person zu beschneiden und somit allen Problemen aus dem Weg zu gehen? Grüße, Yellowcard (D.) 14:34, 16. Mai 2015 (CEST)
Die Idee ist gut, nur die Ausführung kann ich mir nicht so recht vorstellen. Die Pose von G. ist nicht so ideal und seine Nase stößt in die Figur, was Probleme bereiten könnte. -- Alinea (Diskussion) 15:12, 16. Mai 2015 (CEST)
Da dieses Problem im Kunstbereich ja immer mal wieder auftritt, würde es sich ja schon lohnen hier mal eine Policy für den Umgang mit solchen Abbildungen zu beschließen. Dass Photos die Jahrzehnte lang ohne jede Kritik im (kommerziellen) Gebrauch waren, plötzlich problematisch werden, wenn Sie der Inhaber der vollumfänglichen Nutzungsreche unter eine frei Lizenz stellen möchte, ist nämlich wirklich nur schwer zu vermitteln. // Martin K. (Diskussion) 18:22, 16. Mai 2015 (CEST)
Ich habe die Abbildung ja nicht entfernt, nur auf das Problem aufmerksam gemacht. Ist sicher ein guter Vorschlag, das unter Euch Kundigen einmal zu diskutieren und das Ergebnis in eine policy zu gießen. Vielen Dank für Eure Beiträge --Alinea (Diskussion) 18:34, 16. Mai 2015 (CEST)
@Alinea: Es ist ja kein Problem, wenn im Hintergrund noch ein kleiner Teil der Skulptur erkennbar ist, solange die künstlerischen Elemente fehlen. Heißt: Einfach auf die notwendigen Dimensionen beschneiden. Der Rest der Skulpturabbildung wird dann zum unwesentlichen Beiwerk. Grüße, Yellowcard (D.) 18:52, 16. Mai 2015 (CEST)
@ Martin: Was für eine Policy? Dass wir Dateien nicht nutzen, wenn sie nicht hinreichend sicher frei sind, auch wenn sie realistischerweise keine Probleme verursachen, gehört zu den vier unumstößlichen Grundprinzipien. Auf Commons gibt's dahingehend eine klare Policy – die genau das Gegenteil von dem aussagt, was Du im Sinn hast (wenn ich Dich richtig verstehe). Grüße, Yellowcard (D.) 18:52, 16. Mai 2015 (CEST)
@Yellowcard: Eben zur Definition dieses „hinreichend sicher“ fände ich eine Richtlinie ganz sinnvoll:
  • Benötigen wir kategorisch für jede Abbildung eines Werkes, die nicht unter irgendeine Schrankenregelung fällt eine gesonderte Abbildungserlaubnis?
  • Oder gibt es äußere Umstände (s.o.), in denen die Existenz einer solchen Erlaubnis so hinreichend plausibel ist, dass diese nicht gesondert angefordert/rekonstruiert werden muss?
Ich denke hierbei vor allem an professionell erstellte Aufnahmen aus dem Umfeld von Künstlern und Museen, die bereits längere Zeit widerspruchslos kommerziell verwertet wurden und die man im professionellen Bereich (Zeitschriften, Bücher) ohne weiteres akzeptieren würde, ohne in irgendwelchen Archiven nach jahrzehnte alten Unterlagen zur Übertragung irgendwelcher Nutzungsrechte forschen zu müssen. Hier fände ich gerade im Hinblick auf die in vielen Photographen- und Zeitungsarchiven enthaltenen Schätze eine pragmatische Regelung angemessen.
Nur zur Erinnerung: Wir sprechen hier nicht über die von uns verwendeten Bilder selbst, sondern über auf ihnen abgebildete Werke Dritter – und damit nicht über die Erteilung einer freien Lizenz, sondern über das Einräumen eines proprietären Nutzungsrechtes, dass genau diese Abbildung gestattet, in der Praxis aber völlig unterschiedlich übertragen werden kann – sogar mündlich. / Martin K. (Diskussion) 19:34, 16. Mai 2015 (CEST)
P.S.: Die Commons-Richtlinie Commons:Derivative works beschäftigt sich (aus gutem Grund) fast ausschließlich mit selbst erstellten Photos von Werken Dritter. Der hiesige Fall, nämlich eine höchstwahrscheinlich regulär entstandene historische Abbildung, bei der man aber keinen Zugriff mehr auf die Abbildungsfreigabe hat, wird dort (soweit ich das sehen kann) nicht mal erwähnt. Und wir sollten uns schon die Frage stellen, wie wir damit umgehen würden, wenn morgen z.B. Magnum Photos bei uns auf der Matte stünde und ihr Archiv unter eine frei Lizenz stellen wollte, dass genau solche Photos enthält. // Martin K. (Diskussion) 19:44, 16. Mai 2015 (CEST)
@Martin Kraft: Nein, ich meine Commons:Project scope/Precautionary principle, das genau diese Überlegungen verbietet und eine offizielle Commons-Policy darstellt. Zu Deinem ersten kursiven Absatz: Ich bin der Auffassung, dass irgendein einfaches Nutzungsrecht nicht ausreicht, um das abbildende Foto dann frei zu lizenzieren, beliebig weiter zu nutzen und vor allem auch auf das abgebildete Werk zuschneiden zu können. Aber diese Diskussion hatten wir hier ja auch schon mehrmals, ohne vernünftiges Ergebnis. Lohnt ggf. mal eine Anfrage an JBB, was genau dazu notwendig ist. Grüße, Yellowcard (D.) 22:29, 16. Mai 2015 (CEST)
@Yellowcard: Ehrlich gesagt seh ich keinen grundsätzlichen Widerspruch zwischen dem, was ich oben angeregt habe, und dem Precautionary principle?! Schließlich geht es nicht darum irgendjemandes Copyright zu ignorieren, sondern einzig und allein darum, ob wir bei Bildern, wie dem oben beschriebenen, dem Nutzungsrechteinhaber glauben, wenn er angibt alle für diese Abbildung nötigen Nutzungsreche zu haben, oder nicht?
In letzterem Fall müssten wir wohl in 90% der Fälle auf solches Bildmaterial verzichten, weil es sehr unwahrscheinlich ist, dass nach 50 Jahren noch irgendwelche Modell- oder Property-Releases existieren - so es denn überhaupt mal was schriftliches gab. Und da die Beteiligten bei so alten Aufnahmen häufig nicht mal mehr am Leben sind, lässt sich sowas auch nicht einfach nachausstellen. // Martin K. (Diskussion) 22:54, 16. Mai 2015 (CEST)
@Martin Kraft: Oben ist der Sachverhalt aber etwas anders beschrieben. Wenn ein zuverlässiger Fotograf angibt, die Nutzungsrechte innezuhaben, und dies glaubhaft darlegt, kann man ihm ohne irgendwelche weiteren Beweise natürlich glauben. Das ist in der Ausgangsfrage aber keineswegs klar. Grüße, Yellowcard (D.) 10:14, 18. Mai 2015 (CEST)
@Yellowcard: Ich sprach bewusst nicht vom Urheber, sondern vom Nutzungsrechteinhaber. Bei zuverlässigen Photographen und aktuellen Aufnahmen haben wir dieses Problem nicht, weil sich so eine Abbildungsfreigabe ja zur Not noch irgendwie anfordern liese. Das Problem, um das es mir hier geht, sind alte kommerzielle Aufnahmen, bei denen man im Zweifel weder den Photographen noch den Künstler des abgebildeten Werkes fragen kann (weil beide tot sind), die aber seit Jahrzehnten im Professionellen Kontext so verwendet werden, wie es nur auf Basis einer solchen Freigabe möglich wäre. Es geht also nicht um irgendwelche Dachbodenkartons, sondern um bereits offiziell verwendete alte Bilder.
Natürlich wäre im vorliegenden OTRS-Fall eine weitere Nachfrage sinnvoll gewesen. Im Zweifel hätte das aber auch nur zu Tage gefördert, dass dieses Bild damals mit Zustimmung des abgebildeten Künstlers veröffentlich worden sei und seit jahren im professionellen Gebrauch entsprechend verwendet würde, es dazu aber kein schriftlicher Beleg (mehr) gebe. Und damit sind wir wieder bei der Frage, wie wir mit sowas umgehen?! // Martin K. (Diskussion) 13:09, 18. Mai 2015 (CEST)
@Martin Kraft: Ich glaube, hier werden ein paar Dinge vermischt. Zunächst mal: „Fotograf“ war ein missverständlicher Begriff, ich meinte viel mehr abstrakter „Nuzter“, „Uploader“ etc. – ich bezog mich also auf die Situation, dass es sich nicht um ein Foto, das von dieser Person geschossen wurde, handelt. Soweit sind wir uns also einig. Aber: Wir müssen schon eine klare Kante schaffen und können nur die Fälle akzeptieren, in denen uns zugesichert wurde, dass wirklich eine Nutzungsrechteübertragung vorlag. Standardfall: „Das Foto kommt aus dem Familienalbum, ist 80 Jahre alt, Fotograf unbekannt, wir haben alle Nutzungsrechte.“ – Hier wird klar, wenn der Fotograf unbekannt ist, ist es sehr unwahrscheinlich, dass wirklich alle Nutzungsrechte übertragen worden sind. Oder, bezogen auf den konkreten Fall: Nur, weil der Künstler die Aufnahme gestattet hat und (irgendwelche!) Nutzungsrechte konkludent übertragen hat, heißt das doch lange nicht, dass er der freien Lizenzierung (!) dieses Fotos zugestimmt hat – im Gegenteil, eine freie Lizenzierung ist doch weit tiefgreifender als die einfache Abbildung und die Veröffentlichung dieses Fotos, man denke an die Weiternutzung durch Dritte. Ich frage mich also nach wie vor, wie Du zu dem Ergebnis kommst, dass die freie Lizenzierung des Bildes im Sinne des Künstlers gewesen sein muss. Ich vermute aber, dass das bereits darin begündet liegt, dass Du eine Fotografiererlaubnis pauschal für ausreichend erachtest – und das tue ich nicht. Meiner Auffassung nach muss er der freien Lizenzierung des Fotos explizit zustimmen; mit einer Akkreditierung ist das ganz gewiss nicht getan (man möge sich mal überlegen, wo das hinführen könnte). Grüße, Yellowcard (D.) 14:38, 18. Mai 2015 (CEST)
Ich sehe schon einen erhelblichen qualitativen Unterschied zwischen der freien Lizensierung eines Photos (die ja dessen uneingeschränkte Reproduktion erlaubt) und einer Abbildungsfreigabe für eine Plastik (die nichtmal ansatzweise deren Nachbau legitimieren würde). Während wir bei ersterem aus gutem Grunde sehr genau sein müssen, ist letzteres etwas, dass in der Praxis meistens sehr, sehr informell vergeben wird. Wenn Dir jemand gestattet, ihn neben seinem Werk zu photographieren und dieses Photo zu veröffentlichen geschieht das i.d.R. nicht mittels eines 10seitigen Lizenzdokuments, sondern bestenfalls über einen einseitigen Property-Release oder oft sogar nur mündlich. Und das hat eben zur Folge, dass die Freigaben, die wir in solchen Fällen bei aktuellen Bildern anfordern, post mortem schwierig bis unmöglich zu beschaffen sind.
Und was die Tragweite der Lizenz für den Urheber des abgebildeten Werkes angeht, sehe ich eigentlich keinen Unterschied zwischen dem Recht zu einer beliebigen proprietären Lizensierung (Branchenstandard) und einer frei Lizenz. Giacometti dürfte es z.B. ziemlich egal gewesen sein, ob dieses Photo über Getty, AP oder eine vergleichbare Agentur weitervertrieben wird oder über uns.
Ich würde daher dafür pädieren, bei historischen Photos dreidimensionale Werke durch den offiziellen Rechteinhaber des Photos (als z.B. irgendeine Stiftung) nicht auf einer gesonderten Abbildungserlaubnis zu beharren, wenn deren Kontext und bisherige Verwendung (in Büchern, Zeitschriften, usw.) das Vorhandensein einer solchen Erlaubnis bei der Erstveröffenlichung plausibel erscheinen lassen. // Martin K. (Diskussion) 15:52, 18. Mai 2015 (CEST)
Nur zur Info: Das ist der Fotograf, Erhard Wehrmann, mit weiteren Fotos von Künstlern und deren Werken im Lemma. VG -- Alinea (Diskussion) 12:13, 19. Mai 2015 (CEST)

Deutsche Fotothek bzw. Architekturmuseum der TU Berlin[Bearbeiten]

Moin, ich hätte da ma ne Fräge. Das Bild:Emscher-Düker (1895).png stammt mal von der Fotothek die selbst von der TU Berlin eingebunden haben. Nun würden die eigentlich gerne Geld haben wollen für eine Repro in hoher Auflösung (zwischen 5€ und 31 €). Das Bild ist nur als Flashanwendung (Zoomify-Viewer) in allen Details zu betrachten. Diese Hürde kann ich jedoch nehmen und habe das Bild in 3000x2407px zusammen gepuzzlet. Das Bild ist ja nun über 100 Jahre. Ist es unter den beschriebenen Bedingungen nun gemeinfrei oder hätten die möglicherweise Anspruch auf die Gebühr für die hohe Auflösung? --Knochen ﱢﻝﱢ‎  06:34, 17. Mai 2015 (CEST)

Keine Antwort auf deine Frage, aber ich habe den Lizenzbaustein mal vorsichtshalber auf {{Anonymous-EU}} geändert, da der Fotograf ja unbekannt ist. --Túrelio (Diskussion) 10:18, 17. Mai 2015 (CEST)
Das Fehlen eines Schutzes bei aufwendigen, hochwertigen Reproduktionen zweidimensionaler Werke ist jedenfalls nicht hundertprozentig klar (vgl. Henrik Lehment: Das Fotografieren von Kunstgegenständen. V&R unipress, Göttingen 2008, ISBN 978-3-89971-455-5, Kap. II; Felix Stang: Das urheberrechtliche Werk nach Ablauf der Schutzfrist. Negative Schutzrechtüberschneidung, Remonopolisierung und der Grundsatz der Gemeinfreiheit. Mohr Siebeck, Tübingen 2010, ISBN 978-3-16-150699-4, Kap. 3.A.IV). Bloße Kopien oder Scans sollen nach der weit überwiegenden Literaturmeinung ungeschützt bleiben (siehe auch BGH, Urt. v. 8. November 1989, I ZR 14/88 = GRUR 1990, 669 – Bibelreprouktion). Zum Teil gibt es allerdings Stimmen, die der Auffassung sind, dass ein hoher technischer Aufwand beim Digitalisierungsvorgang daran etwas ändern kann. Ob ein solcher vorliegend bestand und der Vorgang über „Ich leg das mal auf den Scanner und drücke einen Knopf“ hinausgeht, sieht man dem Bild nicht an (muss man aber auch nicht). Nach den Richtlinien von Wikipedia und Wikimedia Commons können derartige Reproduktionen dessen ungeachtet immer aufgenommen werden, vgl. WP:BR#Nicht schützbare Fotos (Reproduktionen) – 2-D-Regel. Eine entsprechende Nutzung verletzt aber bestimmt die AGB des Museums. — Pajz (Kontakt) 15:28, 17. Mai 2015 (CEST)
Danke für die Antworten. Den Ärger spar ich mir. Habe einen Schnelllöschantrag auf das Bild gestellt. --Knochen ﱢﻝﱢ‎  18:08, 17. Mai 2015 (CEST)

Nochmal Deutsche Fotothek[Bearbeiten]

Dort gibt es die Bilder von Zeche Rheinelbe bzw. Zeche Vereinigte Rheinelbe & Alma. Diese Kohlebude hat 1878 bzw. 1928 geschlossen. Demnach sind die Bilder http://www.deutschefotothek.de/documents/obj/87110293 und http://www.deutschefotothek.de/documents/obj/87110290 über 85 Jahre bzw. über 100 Jahre. Gemeinfrei ohne Probleme oder muss man mit Abmahnung rechnen? --Knochen ﱢﻝﱢ‎  06:34, 17. Mai 2015 (CEST)

Der Fotograf der Bilder Stoedtner, Franz, * 1870 † 1944 ist vor 71 Jahren verstorben. --Knochen ﱢﻝﱢ‎  07:10, 17. Mai 2015 (CEST)

@Knochen: Die Photos selbst sind wohl in beiden Fällen gemeinfrei. Ob es ihre Reproduktionen auch sind, hängt so ein bisschen von der Rechtauslegung ab:

  • Die Wikimedia Foundation geht grundsätzlich davon aus, dass bei der Reproduktion von 2dimensionaler Bilder kein neues Urheberrecht entsteht und Reproduktionen gemeinfreier Bilder gemeinfrei genutzt werden können. Dies ist auch die offizielle Policy in diesem Projekt: Wikipedia:Bildrechte#Nicht schützbare Fotos (Reproduktionen) – 2-D-Regel.(Interessanterweise mit einem von mir erstellten Repro illustriert.)
  • Die Rechtspraxis in Deutschland und Österrreich ist das leider nicht ganz so eindeutig. Hier es das Leistungsschutzrecht für Lichtbilder, das sehr niedrige Schöpfungshöhenanforderungen hat, eher am Aufwand als am Werkcharakter orientiert ist und daher auch für solche Repros gelten könnte. @Kollegen: Ihr dürft gerne entsprechende Urteile ergänzen ;)

Es ist und bleibt für Dich persönlich also eine Risikoabwägung. Wenn Du hier eh anonym unterwegs bist, könntest Du Dich einfach auf Ersteres berufen. // Martin K. (Diskussion) 10:39, 17. Mai 2015 (CEST)

@Martin Kraft: Ich nehme an das damit auch das Bild:Emscher-Düker (1895).png gemeint ist. Bei über 30.000 Edits ist mir das Risiko zu groß. Da werde ich einen Löschantrag auf den Emscher-Düker stellen. Wenn jemand Interesse an dem Bild hat kann er ihn ja in der hohen Auflösung runterladen und mit seinen Fußwärmern unter neuem Namen hochladen. --Knochen ﱢﻝﱢ‎  10:59, 17. Mai 2015 (CEST)
Danke nochmal für die Antworten. Werde die Bilder nicht hier einstellen. Auf den Emscher-Düker hab ich einen Schnelllöschantrag gestellt. --Knochen ﱢﻝﱢ‎  18:08, 17. Mai 2015 (CEST)
@Martin Kraft, Knochen: Die Reproduktion von einfachen Fotos in Form eines Scans dürfte auch nach deutschem Recht kein Leistungsschutzrecht begründen. Dabei geht es vielmehr um die Reproduktion von Gemälden o.ä., die nur mit entsprechenden Kenntnissen umgesetzt werden kann (nichttriviale Belichtung etc.). Einen Fotoabzug in einen 08/15-Scanner zu legen und damit zu digitalisieren, erzeugt nach herrschender (widerspruchsfreier?) Meinung der Literatur keinen Leitungsschutz. Knochen, ich sehe daher keine Risiken beim Upload dieser Dateien, wenn der Fotograf definitiv 1944 gestorben ist. Grüße, Yellowcard (D.) 10:11, 18. Mai 2015 (CEST)
Obigen Beiträg hätte ich mir auch sparen und stattdessen auf den Beitrag von Pajz nur einen Abschnitt weiter oben verweisen können; er äußert sich dort präziser zu derselben Fragestellung und führt untermauernde Literaturstellen an. (Diff) Gruß Yellowcard (D.) 10:17, 18. Mai 2015 (CEST)

FYI: Broschüre zu CC-Lizenzen[Bearbeiten]

Till Kreutzer: Open Content – A Practical Guide to Using Creative Commons Licences

Auf der Wikimedia Conference ist mir ein Exemplar dieser Broschüre zu CC-Lizenzen in die Hände gefallen, die von Wikimedia Deutschland Ende letzten Jahres mitherausgegeben wurde. (An dieser Stelle danke an Jan für die Unterstützung dieses Projekts!) Die Broschüre bietet einen verständlichen und gut lesbaren Überblick darüber, was die Lizenzen bedeuten und wie sie genutzt werden können. Besonders interessant fand ich die konkreten Einschätzungen dazu, was bei NC- und ND-Lizenzen erlaubt ist und was nicht (Seiten 46 und 51). ireas (Diskussion) 23:30, 17. Mai 2015 (CEST)

Danke dir für die positive Rückmeldung! Eine deutsche Version ist übrigens bereits in Arbeit. Jan Engelmann (WMDE) (Diskussion) 10:36, 18. Mai 2015 (CEST)
In der Tat. NC ist laut diesem Werk doch erlaubt für den gedachten Gebrauch: der fast uneingeschränkten Verwendung durch NPOs und Privatpersonen. Unterscheidet sich inhaltlich daher stark von der anderen Broschüre (s.10 ff). −Sargoth 11:23, 18. Mai 2015 (CEST)
+1, ich nehme an, hier gibt es auch gegenteilige Ansichten. So habe ich schon öfter vernommen, dass NC-Lizenzen auf einer Website nicht mehr nutzbar sind, wenn auf dieser Website kommerzielle Werbung mit Gewinnerzielungsabsicht (allein aus der Werbung, das heißt unterm Strich durchaus zu Zwecken der Kostendeckung) eingebunden wird. Ich würde das im Grenzbereich daher lieber mit Vorsicht genießen im Bewusstsein, dass ein Gericht möglicherweise zu gegenteiliger Ansicht kommen könnte. Grüße, Yellowcard (D.) 11:51, 18. Mai 2015 (CEST)
@Jan Engelmann (WMDE): Weil ich mir die CC-by-4.0-Lizenz gerade ansehen wollte und die URI aus der Innenklappseite rauskopierte: bei der Creative-Commons.org-Lizenz (direkt zum Legalcode nur) darf am Abschluss kein Schrägstrich stehen, sonst wird man auf die Startseite umgeleitet. Vllt. kann man das in der dt. Übersetzung berücksichtigen. Probleme gibts ebenfalls bei verlinkten URLs, da bei einem Zeilenumbruch (durch Spaltendesign also bei fast jedem Link), der (automatische?) Hyperlink in Adobe Acrobat Reader einen ins Leere schickt.
@Allgemein: Auf Seite 23 steht: „Free licences apply to all copies of the respective work – regardless of their quality.“ Was auch hier öfter Thema war. In den Fußnoten (warum sind die nicht auf jeder Seite direkt darunter anstelle 7 Seiten später?) wird auf CC-FAQ-Seiten verwiesen, die das wiederum "je nach Rechtslage" einschränken. Wie ist nun die Rechtslage in D(-A-CH)?
Ansonsten interessante Broschüre, freue mich über die dt. Übersetzung, auch wenn leider die Frage, ob innerhalb einer Schulklasse durch den Lehrer NC-Material verwendet werden darf, wieder mit einem schwammigen "ist umstritten" beantwortet wurde. --Quedel Disk 12:30, 18. Mai 2015 (CEST)
@Sargoth, Yellowcard: Der Autor weist ja darauf hin, dass es sich um seine persönliche Ansicht handelt, nicht um eine Darstellung der vertretenen Ansichten. Gerade bei diesen Fragen kann man momentan auch nicht viel mehr leisten, und eine rechtliche Diskussion zu diesen Detailfragen würde auch den Umfang einer einführenden Broschüre sprengen. ireas (Diskussion) 14:16, 18. Mai 2015 (CEST)
ireas, das ist aber die Kernfrage: gelten nicht kommerzielle Sites als nichtkommerziell im Sinne der Non-Commercial-Licence? Bisher hieß es immer, der EUGH habe entschieden, dass prinzipiell kein Geld bewegt werden dürfe und die Gewinnabsicht für die Erwägung keine Rolle spiele. −Sargoth 14:24, 18. Mai 2015 (CEST)

Cartier-Bresson schießt ein Foto[Bearbeiten]

Hier ein Foto, auf dem Henri Cartier-Bresson den Auslöser betätigt hat, aber offensichtlich nichts mit der Komposition zu tun hatte. Gibt es einen Urheberrechtsinhaber oder nicht? --Seewolf (Diskussion) 11:50, 19. Mai 2015 (CEST)

Natürlich gibt es da einen Urheber. Wahrscheinlich sogar zwei: Den Schützen und den Schießbudenbesitzer, der dieses ganze Setup so eingerichtet hat, dass diese Art von Bild dabei rauskommt. // Martin K. (Diskussion) 20:30, 19. Mai 2015 (CEST)
Beim Urheber gehe ich mit. Allerdings dürften die Bilder als einfache Lichtbilder nach §72 UrHG nicht mehr geschützt sein. --Pölkkyposkisolisti 21:27, 19. Mai 2015 (CEST)

Frage zum Urheberrecht[Bearbeiten]

Ich habe mich gefragt was ich alles tätigen muss, wenn ich auf meinem eigenen Blog bzw meiner eigenen Internetseite Informationen von Wikipedia verwende? Ich habe mich durch alle möglichen Wikipediabeiträge bzgl. Urheberrecht und Nutzungsbedingungen gelesen, bin mir aber nicht sicher ob ich das richtig verstanden habe. Bei Bildern verwende ich den bereitgestellten Lizenztext, bei Texten bin ich mir jedoch unsicher. Ich möchte niemandem auf die Füße treten oder Rechte verletzen, ich habe vor die Arbeit der Wikipediaautoren zu würdigen. Deshalb bitte ich mir bei meiner Frage zu helfen, wie mache ich das mit dem Urheberrecht und der "Quellenangabe" richtig?

Danke im Voraus Yannik (nicht signierter Beitrag von Pautkey (Diskussion | Beiträge) 10:15, 20. Mai 2015 (CEST))

Auf Wikipedia:Weiternutzung ist doch ein super Beispiel inkl. HTML-Code. Wenn du die Leute noch mehr würdigen willst, könntest du die Hauptautoren noch ergänzend mitnennen, ich nehm da immer lt. WikiHistory alle Nutzer mit mehr als 1% Artikeltext. Aber das ist meine persönliche Vorgehensweise und für die CC-Lizenz nicht vorgeschrieben. --Quedel Disk 11:33, 20. Mai 2015 (CEST)

Unabhängig von der rechtlichen Situation ist mir als Autor wichtig, dass Wikipedia als Beleg angegeben wird. Denn es kann sonst passieren, dass jemand etwas von Wikipedia abschreibt und ich das Buch wieder in Wikipedia zitiere. Ich habe schon öfter erlebt, dass ich nicht wusste, wer von wem abgeschrieben hat und nicht einmal sagen konnte, ob Wikipedia eine Urheberrechtsverletzung beganngen hat, wie im folgenden Fall: Beispsiel. Als Autor des ganzen Artikels möchte ich lieber nicht genannt werden, weil ich nur die Verantwortung für den Satz übernehme, den ich bearbeitet habe. Ich weiß oft nicht, ob der Rest vom Artikel stimmt und will damit lieber nicht in Verbindung gebracht werden. LG --Christian Stroppel (Diskussion) 12:08, 20. Mai 2015 (CEST)

Bild gelöscht. File:Schuon-small.jpg[Bearbeiten]

Ich habe am 30. Sept. 2014 ein Bild eingestellt. https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Frithjof_Schuon&action=history

Das Bild wurd am 10. Dez. 2014 entfernt mit dem Hinweis: "No OTRS permission for 30 days". Mir liegt aber die Kopie einer E-Mail des Rechteinhabers dieses Bildes vom 4. 9. 2014 an permissions-commons@wikimedia.org vor. Warum ist das Bild trotzdem entdernt worden? Was kann ich tun, um das Bild wieder einzufügen?

--Lupus3~dewiki (Diskussion) 12:01, 20. Mai 2015 (CEST)

@Lupus3~dewiki: Hast du diese E-Mail eingesendet? Dann hast du eine Ticketnummer als automatische Antwort bekommen. Dann können die Leute mit OTRS-Zugriff evtl. was dazu sagen. --Quedel Disk 12:04, 20. Mai 2015 (CEST)

Ich habe die E-Mail nicht selbst eingesandt, sondern der amerikanische Rechteinhaber. Wie bekomme ich denn Kontakt zu den "Leuten mit OTRS-Zugriff"? -- Lupus3~dewiki

Über diese Seite ;) Dann solltest du den Rechteinhaber kontaktieren und nachfragen, was daraus geworden ist, das geht am Schnellsten. Für die mitlesenden, es geht wohl um die Commons-Datei File:Schuon-small.jpg. --Quedel Disk 12:31, 20. Mai 2015 (CEST)
(bk) @Lupus3~dewiki: Den hast Du bereits ;) Ich hab gerade mal im System nach gesehen, dort aber unter dem Stichwort „Schuon“ leider nichts gefunden. Bitte schick uns mal eine Kopie der alten Mail mit einer kurzen Erklärung worum es geht an permissions-commons@wikimedia.org. Dann können wir mit den darin enthalten Informationen nochmal nachforschen. Bitte lade das Bild nicht erneut hoch. Sobald die Freigabe vorliegt können wir es von einem Commons-Admin wieder herstellen lassen. // Martin K. (Diskussion) 12:36, 20. Mai 2015 (CEST)

Temporärkopien[Bearbeiten]

Auf der Diskussionsseite der Vorlage:Temporärkopie wird diskutiert, wie lange solche Kopien (ohne Versionsgeschichte, aber mit Permanentlink) erhalten bleiben können bzw. ob sie überhaupt gelöscht werden sollten. Kann dort bitte jemand vorbeischauen? Diskussion hier: Vorlage Diskussion:Temporärkopie --mfb (Diskussion) 17:17, 20. Mai 2015 (CEST)

Richard_Wagner_by_Caesar_Willich_ca_1862.jpg[Bearbeiten]

Der User "WolfD59" schreibt beim Foto

http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Richard_Wagner_by_Caesar_Willich_ca_1862.jpg

"Das Gemälde ist gemeinfrei, da der Maler länger als 70 Jahre tot ist. Auch das Foto des Gemäldes ist nicht geschützt, da diese gewöhnliche Reproduktionsfotografie einer zweidimensionalen Vorlage in Deutschland (wie auch in den USA) nicht schutzfähig ist (siehe w:de:Bildrechte#Zweidimensionale_Vorlagen; dort v. a. BGH-Urteile "Bibelreproduktion" und "Telefonkarten"). Abmahnungen und Rechnungen seitens des Museums sind daher als rechtlich ohne Grundlage (wenn nicht gar missbräuchlich als Copyfraud und in Zusammenhang mit der Zahlungsaufforderung als Betrugsversuch) anzusehen."

Abgemahnt wurden wir bereits vom Museum bzw. einer Kanzlei aus Berlin. Wir warten noch auf Feedback. Stellt sich hier nicht die Frage, ob nicht ein Leistungsschutzrecht für Lichtbilder vorliegt? Wenn nein, wie kann man gegen die Abmahnung argumentativ vorgehen? Wenn wir es auf eine Verhandlung ankommen lassen, mit welchen Kosten sind da zu rechnen?

Danke.

--85.127.84.75 18:17, 20. Mai 2015 (CEST)Marco

Grundsätzlich: Hier phantasieren sich wie überall in der Welt ein paar Leute Dinge zusammen, die sie dann umso lautstärker vertreten, je weniger Substanz sie haben; dass man jetzt auch noch den Verdacht des Betruges aufwirft, ist allerdings auch noch mal etwas Neues. Zur Einordnung: Die Wikimedia Foundation, die die Seiten Wikipedia und Wikimedia Commons betreibt, vertritt (aus US-Sicht) die Auffassung, dass originalgetreue Reproduktionen zweidimensional festgelegter Werke (eben etwa Gemälde) in den USA keinen Urheberrechtsschutz genießen. Die freiwilligen Projektmitarbeitenden auf Wikimedia Commons haben das in ihrer Mehrheit zum Anlass genommen, eine Projektregelung einzuführen, wonach derartige Reproduktionen grundsätzlich – egal woher sie stammen – akzeptiert werden. Das ist ein editoriale Entscheidung. Erstens muss das nicht unbedingt stimmen und zweitens liegt darin auch systematisch kein Urteil darüber, dass derlei Inhalte tatsächlich in jeder Rechtsordnung der Welt für ungeschützt befunden werden. Jedenfalls ist die US-Rechtslage für eine Nutzung in Deutschland zum Beispiel typischerweise irrelevant; denn deutsche Gerichte greifen in solchen Fällen auf deutsches Recht zurück. Es ist ein dauerhaftes Ärgernis, dass dies nicht hinreichend klar kommuniziert wird. // Nun gibt es in diesem Projekt ebenfalls eine verwandte Ansicht, nach der solcherlei Reproduktionen auch nach deutschem Recht generell nicht geschützt sein sollen (vgl. WP:Bildrechte). Dies entspricht, worauf commons:COM:PDARTREUSE#Germany belegreich hinweist, nicht der Ansicht des urheberrechtlichen Schrifttums, das weit überwiegend jedenfalls dann einen Schutz des Reproduktionsfotografen bejaht, wenn ein solcher das betreffende Kunstwerk – salopp gesagt – „mit einer Kamera“ aufgenommen (und nicht: lediglich auf den Scanner gelegt bzw. kopiert) hat. Dies nur zur Einordnung der Situation in Wikipedia / Wikimedia Commons. // Zu deinen Fragen im Einzelnen können bzw. dürfen wir dir hier konkret leider nicht weiterhelfen, weil es sich in dieser Konkretheit um gesetzlich geregelte Rechtsdienstleistungen handeln würde. Ich möchte dir, wenn du von einer entsprechenden Abmahnung betroffen bist, aber den Rat geben, mit Wikimedia Deutschland (legalatwikimedia.de) (und möglicherweise auch der Wikimedia Foundation, vgl. meta:Legal) in Kontakt zu treten. Diese Rechtsfrage taucht hier immer wieder auf und beide Organisationen sind grundsätzlich an der gerichtlichen Klärung von direkt projektrelevanten Rechtsfragen interessiert, würden diese ggf. also auch fördern. Ob dies auch im vorliegenden Fall so wäre, kann ich natürlich als Außenstehender nicht mit Gewissheit sagen, ich meine mich aber daran zu erinnern, dereinst mal in Gesprächen vernommen zu haben, dass die Frage der Gemeinfreiheit von originalgetreuen Reproduktionen zweidimensional festgelegter Werke auch von den dort Zuständigen als klärungsbedürftiger „Dauerbrenner“ wahrgenommen wird. Ich hoffe die Antwort hilft etwas weiter, — Pajz (Kontakt) 19:47, 20. Mai 2015 (CEST)
@85.127.84.75: Da wir hier keine Rechtsberatung erteilen dürfen, würde ich Dir empfehlen Dich zur Abwehr dieser Abmahnung an einen Urheberrechtsanwalt zu wenden.
@all: Bevor wir hier mal wieder in ein Leistungsschutzrechtsdiskussion einsteigen, sollten wir vielleicht klären, ob die Reproduktion überhaupt von diesem Museum erstellt (und dann von hierher kopiert) wurde, oder ob sie vom Uploader selbst erstellt wurde, womit wir es hier eher mit einem hausrechtlichen Problem zu tun hätten. @AndreasPraefcke: Kannst Du uns da weiterhelfen?
@WolfD59: Da Du die Erläuterung bei diesem Bild eingefügt hast, kannst Du uns doch bestimmt sagen ob und wie das Museum in dieser Frage schon auffällig geworden ist?! // Martin K. (Diskussion) 20:10, 20. Mai 2015 (CEST)
Die fragende IP ist aus Dornbirn. In solchen Fällen hilft Wikimedia Österreich, wende dich am besten direkt an den Obmann Kurt Kulac, er ist Anwalt mit Erfahrung im Urheberrecht. --Pölkkyposkisolisti 20:15, 20. Mai 2015 (CEST)

KZ-Häftlingsfotos[Bearbeiten]

Wer konstruktive Vorschläge zum Urheberrechtsstatus von offiziellen KZ-Aufnahmefotos von Häftlingen hat, möge sich auf c:Commons:Village_pump/Copyright#Photos_von_KZ-Haeftlingen (auch auf deutsch) äußern. --Túrelio (Diskussion) 08:18, 21. Mai 2015 (CEST)

Gottesdienst im Wald[Bearbeiten]

Foto ggf bitte löschen

Gilt ein Gottesdienst auf der Ruine einer Wallfahrtskirche als "Versammlung" nach § 23 KUG Absatz I Nr. 3? Auf dem Foto sind 1 Priester und 4 minderjährige Messdiener/innen zu sehen. Kann man von einer konkludenten Einwilligung der Abgelichteten bei dem Foto ausgehen? -- Cherubino (Diskussion) 09:13, 21. Mai 2015 (CEST)

Eine konkludente Einwilligung kann man ohne Kontext wohl nicht sicher annehmen: Niemand schaut in die Kamera oder posiert, es ist also nicht einmal klar, ob den Beteiligen bewusst war, dass sie fotografiert werden. Bleibt die von Dir angesprochene Ausnahme nach § 23 (1) Nr. 3 KUG. Ob es sich hierbei um eine Veranstaltung im Sinne der Norm gehandelt hat (öffentlicher Gottesdienst vorausgesetzt), weiß ich nicht, ich würde es aber annehmen. Yellowcard (D.) 09:57, 21. Mai 2015 (CEST)
Ich würde den Pfarrer einfach mal fragen ob er etwas dagegen hat, und den Kontakt zu den Messdienern kann er sicher auch herstellen. Ich würde das Bild - egal wie die Rechtslage ist - nicht gegen den Willen der Abgebildeten veröffentlichen. --HelgeRieder (Diskussion) 10:18, 21. Mai 2015 (CEST)
Ich denke, dass der Gottesdienst grundsätzlich schon unter § 23 I 3 UrhG fällt (siehe hierzu auch Dreier/Schulze, KUG § 23 Rn. 18: „weit zu verstehen“, „alle Ansammlungen von Menschen, die den kollektiven Willen haben, etwas gemeinsam zu tun“). Da aber neben dem Priester auch noch vier offensichtlich minderjährige Messdiener abgebildet sind, würde ich hier den vollen Spielraum des Gesetzes nicht ausnutzen, sondern um Erlaubnis bitten. ireas (Diskussion) 17:12, 21. Mai 2015 (CEST)

Der Fotograf hat mir gemailt, dass er das Bild bereits am 13.9.2013 in der Butzbacher Zeitung veröffentlicht hatte. Ändert das irgendetwas? -- Cherubino (Diskussion) 17:48, 21. Mai 2015 (CEST)

Das ändert prinzipiell nichts. Und angesichts der Caroline-Urteile würde ich §23 eher sehr eng auslegen. --Pölkkyposkisolisti 19:17, 21. Mai 2015 (CEST)

Datei:DarstellungWeiach.png - Beiwerksschranke[Bearbeiten]

Bitte um Beurteilung bzw. weitere Meinungen zur Beiwerkschranke (siehe auch oben). Bild war in der DÜP, zu meiner Behaltenentscheidnung siehe Kommentar beim Bild, nach Wikipedia:Urheberrechtsfragen/Archiv/2015/05#Urteilshinweis_zur_Beiwerksschranke könnte diese Entscheidung falsch sein. Es geht primär um das verkleinerte Bild, die Textschnippsel aus der WP mal beiseite gelassen. Hinweis auch auf diesen DR auf commons welcher das Bild seiner selbst betrifft.--wdwd (Diskussion) 19:32, 21. Mai 2015 (CEST)

Datei:Georg Feller.jpeg[Bearbeiten]

Guten Tag, da ich nicht herausfinde, was mein Fehler ist und ich auch keinen Ansprechpartner identifizieren kann, der das von mir hochgeladene Foto blockiert und ich auch bislang keine automatische Benachrichtigung in der Post hatte, bitte ich auf diesem Weg um Unterstützung/Aufklärung.

Mit freundlichem Gruß

Theodor Nuber --Theodor Nuber (Diskussion) 11:42, 22. Mai 2015 (CEST)

Hallo Theodor,
bist der Fotograf, der dieses Foto aufgenommen hat?
Wenn ja, warum hast du es nicht gleich auf Commons hochgeladen? Das ist zwar kein Muss, aber ein Soll. Was dem Foto derzeit fehlt, ist der Lizenzbaustein. Eine empfohlene Standardlizenz ist CC-BY-SA. Wenn du sie wählen willst, dann füge einfach {{Bild-CC-by-sa/3.0/de}} auf der Bildseite ein.--Túrelio (Diskussion) 12:18, 22. Mai 2015 (CEST)