Wilde Pferde

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Filmdaten
Deutscher Titel Wilde Pferde
Originaltitel Valdez il mezzosangue
Produktionsland Italien, Spanien, Frankreich
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1973
Länge 100 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie John Sturges
Drehbuch Massimo De Rita
Clair Huffaker
Dino Maiuri
Rafael J. Salvia
Produktion John Sturges
Dino De Laurentiis
Duilio Coletti
Musik Guido & Maurizio De Angelis
Kamera Armando Nannuzzi
Godofredo Pacheco
Schnitt Luis Alvarez
Vanio Amici
Besetzung

Wilde Pferde ist ein Italo- und Spätwestern, den Hollywood-Regisseur John Sturges 1973 drehte. Seine deutsche Erstaufführung erfolgte am 29. November 1973. Internationale Titel sind Chino und The Valdez horses.

Inhalt[Bearbeiten]

Chino Valdez, ein Halbindianer, dessen größte Leidenschaft und Beruf die Pferdezucht ist, bietet dem Ausreißer Jamie Wagner an, auf seiner Farm unterzukommen. Als er ihm seine Herden und seinen ganzen Stolz, den Hengst Flagg, vorführt, entdeckt er Verletzungen der Tiere durch den Stacheldraht des Ranchers Maral. Dieser schickt Chino wieder weg, als er ihn zur Rede stellen will. Louise, die Halbschwester des Ranchers, ist jedoch um Ausgleich bemüht und lässt sich deshalb von Chino im Reiten unterweisen, wobei sie sich in ihn verliebt.

Währenddessen hat Jamie Freundschaft mit dem Stamm der Arapahoes geschlossen, aus dem Chino teilweise stammt; insbesondere ein Indianermädchen gefällt ihm gut, mit dem er auch seine erste Liebesnacht erlebt.

Maral ist außer sich vor Wut, als er von der Liaison Chinos mit seiner Schwester erfährt, lässt Chino von seinen Leuten gefangennehmen und auspeitschen. Bei den Arapahoes wird Chino gesundgepflegt. Als er auf seine Farm zurückkehrt, entdeckt er, dass auch das Fohlen des damals schwer verletzten Tieres erschossen wurde. Maral hat es offenbar auf seine besten Pferde und vor allem auf Flagg abgesehen. Er lässt seine Pferde laufen, brennt seine Ranch nieder und reitet davon.

Kritiken[Bearbeiten]

„Ein melancholischer Film über die bittere und stolze Resignation des eingeborenen, eingewurzelten Amerikaners, der der Besessenheit ausgesetzt wird, mit der der herrschende und besitzende Zivilisationsamerikaner auf Zerstörung aus ist.“

Joe Hembus: Das Western-Lexikon. München, 1998, S.729f.

„Es handelt sich hier um einen ruhigen, beizeiten gar melancholischen Spätwestern, der allerdings mit einem wirklich guten und intelligenten Drehbuch ausgestattet ist, das sich jede falsche Note verkneift: Bronson ist hundertprozentig glaubhaft als zivilisationsmüder Einzelgänger, der weiß, dass er einer aussterbenden Rasse angehört.“

Christian Keßler: Willkommen in der Hölle, 2002, S. 266f.

„Unspektakulärer, handlungsarmer Western mit schönen Bildern.“

Lexikon des internationalen Films[1]

Bemerkungen[Bearbeiten]

Der Film entstand nach dem Roman The Valdez horses von Clair Huffaker in der Gegend von Almería.

Das Filmlied Freedom Rainbow interpretiert Canary Jones.

Regisseur John Sturges schuf 13 Jahre vorher den Westernklassiker Die glorreichen Sieben.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wilde Pferde im Lexikon des Internationalen Films