Charles Bronson

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Dieser Artikel ist über den Schauspieler Charles Bronson; für den britischen Häftling siehe Charles Bronson (Häftling).
Charles Bronson, 1987

Charles Bronson (geboren als Charles Dennis Buchinsky; * 3. November 1921 in Ehrenfeld, Pennsylvania; † 30. August 2003 in Los Angeles) war ein US-amerikanischer Schauspieler lipka-tatarischer Abstammung.

Ab den späten 1960er Jahren zählte Bronson ein gutes Jahrzehnt lang zu den weltweit populärsten Stars. Er spielte in der Regel wortkarge Helden in Western und Actionfilmen. Besondere Berühmtheit erlangte er so 1968 in dem Westernepos Spiel mir das Lied vom Tod in der Rolle eines mysteriösen Revolvermannes. Einer seiner erfolgreichsten Filme war der Thriller Ein Mann sieht rot (1974), der Selbstjustiz zum Thema hatte.

Leben[Bearbeiten]

Charles Bronson wurde 1921 als elftes von insgesamt 15 Kindern einer armen litauischen Einwandererfamilie geboren. Seine Mutter war amerikanische Staatsbürgerin, sein Vater, ein Bergmann, wurde später eingebürgert. Bronsons Familie stammt von den Lipka-Tataren ab, einem muslimischen Turkvolk aus Litauen.

In seiner Jugend wurde in der Familie kein Englisch gesprochen. Bronson absolvierte die High School, während seine Geschwister ohne Schulabschluss blieben. Er sprach fließend Russisch, Litauisch und Griechisch. Als sein Vater starb, war er zehn Jahre alt. Um seine Familie zu unterstützen, arbeitete er im Alter von 16 Jahren zusammen mit seinen Brüdern in einem Kohlebergwerk, wie es ihr Vater getan hatte. Die harte Akkordarbeit unter Tage, die er vier Jahre lang ausübte, soll er gehasst haben. In dieser Zeit saß Bronson zudem zweimal im Gefängnis – wegen eines Ladendiebstahls und einer Schlägerei.

Im Zweiten Weltkrieg war Bronson Bordschütze in einem B-29-Bomber und wurde wegen einer Verletzung mit dem Purple Heart ausgezeichnet. Nach Kriegsende arbeitete er als Boxer und Gelegenheitsarbeiter, dann studierte er Kunst in Philadelphia. Er war zeitlebens an der Malerei interessiert und stellte, als er bereits ein Filmstar war, unter seinem Geburtsnamen Buchinsky mit Erfolg Bilder aus.

Er war als Bühnenarbeiter tätig und ging ans Pasadena Playhouse, wo er kleinere Rollen übernahm. In den späten 1940er Jahren teilte er sich eine Zeitlang ein Apartment mit seinem Kollegen Jack Klugman, mit dem ihn eine Freundschaft verband.[1] Nachdem Filmregisseur Henry Hathaway auf ihn aufmerksam geworden war, gab er ihm 1951 seine erste kleine Hollywood-Rolle.

Zwischen 1949 und 1967 war Charles Bronson mit Harriet Tendler verheiratet. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor. 1968 heiratete er seine Kollegin Jill Ireland; mit ihr trat er in 17 Filmen zusammen auf. Bronson hatte sie über seinen Kollegen David McCallum kennengelernt, mit dem er 1963 in Gesprengte Ketten aufgetreten war. Ireland hatte sich 1967 von McCallum scheiden lassen.[2]

Bronson und Ireland bildeten mit den drei Kindern aus ihrer ersten Ehe sowie Bronsons beiden Kindern aus erster Ehe und mit der gemeinsamen Tochter Zuleika (* 1971) eine Großfamilie. 1983 adoptierte das Ehepaar ein weiteres Kind namens Katrina Holden, nachdem dessen Mutter gestorben war. Bronsons Adoptivsohn Jason starb 1989 an einer Überdosis Drogen. Bronson lebte mit seiner Familie abwechselnd auf einer großen Farm in Vermont[3] und auf seinen Anwesen in Bel Air und Malibu.[4]

Jill Ireland, mit der Bronson über 22 Jahre verheiratet war, erlag 1990 ihrer langjährigen Krebserkrankung.[5]

1998 heiratete der Schauspieler die vierzig Jahre jüngere Fernsehproduzentin Kim Weeks. In den späten 1990er Jahren erkrankte er an Alzheimer und beendete seine Schauspielkarriere. Charles Bronson starb am 30. August 2003 im Alter von 81 Jahren im Cedars-Sinai Hospital in Los Angeles an einer Lungenentzündung. Schon zwei Wochen vorher hatten die Medien gemeldet, dass der bekannte Schauspieler im Sterben liege.[6]

Von Kollegen wurde Bronson oft als schweigsam und unzugänglich beschrieben. Er saß manchmal lange in einer Ecke, ließ sich die Instruktionen vom Regisseur erläutern und sprach erst, wenn die Kamera lief. Bronson erklärte, seine harte und entbehrungsreiche Kindheit habe seinen Charakter geformt. Der Schauspieler schirmte sein Privatleben hermetisch vor der Öffentlichkeit ab und gab ungern Interviews. Freunde hatte Bronson, glaubt man seinen eigenen Worten, keine: "Ich habe und brauche keine Freunde. Meine Kinder sind meine Freunde."

Werk[Bearbeiten]

1949 bis 1967[Bearbeiten]

Charles Bronson 1961 im Film X15

1949 debütierte Charles Bronson als Fernsehdarsteller. In seinen ersten Filmen (ab 1951) trat er noch unter seinem Familiennamen „Buchinsky“ auf. Im Horrorklassiker Das Kabinett des Professor Bondi (1953) agierte er als Assistent des wahnsinnigen Wachsbildhauers Vincent Price. Er wurde in Western wie Vera Cruz (1954) oder Massai – Der große Apache (1954) eingesetzt, stand aber immer weit unten auf der Besetzungsliste und konnte sich während der 1950er Jahre in Hollywood nicht wirklich profilieren. Er spielte kleinere Rollen in mehreren Dutzend Filmen und wurde während dieser Zeit aufgrund seiner äußeren Erscheinung häufig als Schurke eingesetzt.

Um während der McCarthy-Ära nicht für einen Russen gehalten zu werden, änderte der Schauspieler Mitte der 1950er Jahre seinen Nachnamen und tauchte in den Besetzungslisten fortan als Charles Bronson auf (diesen Namen übernahm er von der Bronson Gate in der Nähe der Paramount-Studios). Während der 1950er Jahre war er regelmäßig im Fernsehen zu sehen und spielte in Serien wie Rauchende Colts, Yancy Derringer oder Der Mann mit der Kamera (1958-1960). Seine profilierteste Rolle spielte Bronson während dieser Zeit in dem B-Film Revolver-Kelly (1958), in dem er unter der Regie von Roger Corman den berüchtigten Bankräuber George R. Kelly darstellte.

Während der 1960er Jahre trat Bronson in einigen kommerziell sehr erfolgreichen Filmen auf, seine Rollen wurden zunehmend größer und profilierter, bis er am Ende des Jahrzehnts als führender Star etabliert war.

1960 gelang ihm der entscheidende Karrieresprung, als ihn John Sturges als einen der Glorreichen Sieben besetzte. Der gleichnamige Westernklassiker mit Yul Brynner und Steve McQueen in den Hauptrollen war ein durchschlagender Erfolg an den Kinokassen. Bronson spielte erstmals eine profilierte Rolle in einem großen Hollywoodfilm. Er wechselte außerdem das Image, er war im Kino fortan fast nur noch in positiv besetzten Rollen zu sehen.

Der Regisseur Sturges gab Bronson 1963 in Gesprengte Ketten auch die Rolle eines klaustrophobischen Kriegsgefangenen im Zweiten Weltkrieg, der zusammen mit mehreren Dutzend Kameraden aus einem deutschen Gefangenenlager flüchtet. Dieser epische, mit zahlreichen Stars besetzte Streifen wurde ebenfalls zu einem Klassiker und großen kommerziellen Erfolg.

1962 spielte Bronson an der Seite von Elvis Presley in dem Unterhaltungsfilm Kid Galahad – Harte Fäuste, heiße Liebe (Kid Galahad) dessen Boxtrainer. 1967 zählte er zum Dreckigen Dutzend und stellte neben Lee Marvin den einzigen Überlebenden des bekannten Kommandos dar. Obwohl der etablierte Star Marvin die Hauptrolle spielte, erschien Bronsons Part als nahezu gleichrangig. Der harte Kriegsfilm, in dem auch kommende Stars wie Donald Sutherland oder Telly Savalas auftraten, zählte zu den größten Filmerfolgen der späten 1960er Jahre und brachte Bronsons Karriere weiter voran.

Bis 1967 spielte er auch regelmäßig Rollen in bekannten Fernsehserien wie Bonanza oder Auf der Flucht, wobei er allerdings nie Hauptdarsteller war.

1968 bis 1979[Bearbeiten]

Nachdem er bereits zwei Jahrzehnte als Schauspieler gearbeitet hatte, gelang dem 47-Jährigen 1968 der Durchbruch zum Kino-Star.

Mitte der 1960er Jahre hatte Bronson es mehrfach abgelehnt, in einem Italowestern des Regisseurs Sergio Leone aufzutreten (Für eine Handvoll Dollar usw.). 1968 gelang es Leone endlich, ihn für sein Western-Epos Spiel mir das Lied vom Tod zu engagieren. Der Regisseur musste den zur damaligen Zeit nicht besonders angesehenen Schauspieler gegen viele Widerstände durchsetzen. Mit Bemerkungen wie: "Charley Bronson? Sie wollen uns wohl hochnehmen?!" hätten die Produzenten auf sein Ansinnen reagiert, dem Schauspieler eine der vier Hauptrollen in dem prestigeträchtigen, hochbudgetierten Westernprojekt zu geben. Doch man versuchte vergebens, den Regisseur davon zu überzeugen, stattdessen einen etablierten Star zu engagieren.

Leone wechselte mit seinem Projekt schließlich von der ursprünglich vorgesehenen Produktionsgesellschaft United Artists zu Paramount Pictures. Ursache dafür sollen die Diskrepanzen bei der Wahl des Hauptdarstellers gewesen sein.

Spiel mir das Lied vom Tod zeigt Bronson in der Rolle eines mundharmonikaspielenden Revolvermannes, der einen sadistischen Schurken (Henry Fonda) zur Strecke bringt. Leone hatte Fonda, dem größten Star des Films, die Entscheidung überlassen, ob er den Schurken oder den Helden spielen wollte. Nachdem Fonda Bronson den positiven Part überlassen hatte, fand dieser in der Rolle des schweigsamen Rächers ein passgenaues Image. Regisseur Leone setzte Bronson zu den Klängen von Ennio Morricones berühmter Mundharmonikamelodie als überlebensgroßen Charakter in Szene und verstärkte so den Mythos des Schauspielers, der beispielsweise in Frankreich den Beinamen Das heilige Monster erhielt.

Spiel mir das Lied vom Tod wurde – allerdings nicht in den USA – zu einem Riesenerfolg und ging als Klassiker in die Filmgeschichte ein. In Frankreich und Deutschland (wo er mit 13 Millionen Zuschauern zu einem der bis heute erfolgreichsten Kinofilme wurde) lief Leones Western mitunter jahrelang in den Kinos. Vor allem in Europa und Asien avancierte Charles Bronson nach diesem Erfolg als Action- und Westerndarsteller zu einem der populärsten Stars. Der muskulöse Darsteller mit den zerfurchten Zügen und dem undurchdringlichen Gesichtsausdruck spielte in der Regel Männer, die selbstsicher und latent bedrohlich wirkten.

1968 spielte Bronson an der Seite von Alain Delon in dem französischen Thriller Du kannst anfangen zu beten einen ehemaligen Fremdenlegionär, der in kriminelle Machenschaften verwickelt wird. In dem Western Rivalen unter roter Sonne des Regisseurs Terence Young aus dem Jahr 1971 spielte Bronson zusammen mit Delon, Ursula Andress und Toshiro Mifune.

In dem Western Chatos Land verkörperte er 1972 einen Halbindianer, der sich für die Vergewaltigung seiner Frau rächt, indem er die Täter (eine Truppe verkommener Weißer) in der Wüste angreift. Sein Image als schweigsamer Rächer war in der Rolle des nahezu stummen Indianers, der seine Feinde nacheinander eiskalt abschlachtet, extrem verdichtet. Der durchtrainierte Star trat dabei über weite Strecken nur mit einem Lendenschurz bekleidet auf. Mit Chatos Land begann Bronson seine erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Regisseur Michael Winner, mit dem er sechs Filme drehte und der auch den Actionthriller Kalter Hauch (1972) inszenierte, in dem Bronson als Auftragskiller, der einen jungen Nachfolger anlernt, zu sehen ist.

In den frühen 1970er Jahren hatte Bronson seinen Karrierehöhepunkt erreicht und war mit zahlreichen Filmen weltweit erfolgreich. Mit dem Selbstjustiz-Thriller Ein Mann sieht rot (Death Wish), wiederum unter der Regie von Michael Winner, landete er 1974 seinen wohl größten Kassenhit und konnte sich erstmals auch in seinem Heimatland USA als führender Star profilieren. Der kontrovers diskutierte Film zeigte Bronson in der Rolle eines friedlichen Architekten, der in den Straßen von New York zum Rächer wird, weil seine Frau ermordet und seine Tochter vergewaltigt wurde.

Zusammen mit anderen bekannten New-York-Filmen dieser Ära (French Connection, Stoppt die Todesfahrt der U-Bahn 123, Taxi Driver etc.) spiegelte Ein Mann sieht rot ein damals weit verbreitetes Unbehagen über das unsichere Leben in der weltberühmten Metropole. In der Rolle des Durchschnittsbürgers Paul Kersey, der das Recht selbst in die Hand nimmt, traf Bronson den Zeitgeist und personifizierte ganz offensichtlich die heimlichen Sehnsüchte zahlreicher Kinozuschauer. Der deutsche Filmtitel ging in die Umgangssprache ein.

Mit Mitte 50 zählte Bronson nun auch zu den Hollywood-Superstars und war jahrelang in den für ihn typischen Genrefilmen erfolgreich. Er drehte Western (Nevada-Pass, 1975, Der weiße Büffel, 1977), Actionthriller (Das Gesetz bin ich, 1974, Telefon, 1977) und Abenteuerfilme (Capoblanco, 1980, Yukon, 1981) und war bis zum Ende des Jahrzehnts neben Clint Eastwood und Steve McQueen der populärste Star dieser Genres.

1980 bis 1999[Bearbeiten]

In den 1980er Jahren, als Bronson die 60 überschritten hatte, ließ seine Popularität deutlich nach. Er trat zwar bis in die 1990er Jahre in Actionfilmen auf, doch das Publikum wandte sich während dieser Zeit neuen Genre-Stars wie Arnold Schwarzenegger, Sylvester Stallone oder Bruce Willis zu, die zum Teil Jahrzehnte jünger waren.

Während der 1980er Jahre drehte Bronson zahlreiche Filme für die Produktionsgesellschaft Cannon Films, die zu dieser Zeit stark im Action-Genre engagiert war und die Karrieren von Darstellern wie Chuck Norris oder Jean-Claude van Damme förderte. Cannon produzierte quasi am Fließband kostengünstige Filme, die sich an großen Hollywood-Erfolgen anlehnten. Diese Produktionen, auch die mit Bronson, wurden aber von der Kritik in der Regel ablehnend aufgenommen - und Cannon meldete Ende der 1980er Jahre Konkurs an.

Bis 1994 drehte Bronson vier Fortsetzungen seines Erfolgsfilms Ein Mann sieht rot, die aber nicht mehr annähernd so erfolgreich waren wie der Originalfilm von 1974. In den letzten Folgen hatte Bronson bereits das Rentenalter überschritten. 1987 stand er für Der Mordanschlag ein letztes Mal mit seiner Ehefrau Jill Ireland vor der Kamera.

In den 1990er Jahren war Bronson überwiegend in Fernsehfilmen zu sehen und spielte zum Beispiel den Seewolf Wolf Larsen. 1991 trat er in dem anspruchsvollen Sozialdrama Indian Runner auf, dem Regiedebüt von Sean Penn, einem Bronson-Verehrer, der den Altstar für eine profilierte Nebenrolle gewinnen konnte. 1999 stand Charles Bronson letztmals vor einer Kamera.

Der Schauspieler Bronson[Bearbeiten]

„Ich vermute, ich sehe aus wie ein Steinblock, den man in die Luft gesprengt hat“, sagte Bronson über sich selbst. Ab den späten 1960er Jahren bewegte er sich als Western- und Actionheld in einem relativ eng definierten Rollenfach. Von der Filmkritik wurde er nicht als hochklassiger Darsteller eingeschätzt, sondern galt als reiner Genre-Star ohne besondere schauspielerische Fähigkeiten. Vielfach wurde ihm sogar jegliches Schauspieltalent abgesprochen. Bronson war während seiner langen Karriere nie für einen Oscar nominiert und gewann für keine seiner Rollen einen wichtigen Filmpreis. Er blieb ein reiner Publikums-Star, der bei der Kritik nie reüssieren konnte.

Offensichtlich hatte der Schauspieler auch keine besonderen Ambitionen oder den Wunsch, wichtige Hauptrollen in künstlerisch hochklassigen Filmen zu spielen. Bronson wurde in der Regel nicht von den führenden Regisseuren für profilierte Rollen engagiert – eine Ausnahme war Sergio Leone (Spiel mir das Lied vom Tod). Er arbeitete beispielsweise nie für die Regisseure des New Hollywood-Kinos, die in den 1960er und 1970er Jahren mit künstlerisch ambitionierten Filmen sehr erfolgreich waren. Der Darsteller, der jahrzehntelang auf seinen Durchbruch gewartet hatte, war vor allem am kommerziellen Erfolg seiner Filme interessiert: „Wir machen keine Filme für die Kritiker, denn die bezahlen keinen Eintritt.“ In einem Interview erklärte er: "Ich bin ebenso eine Ware wie ein Stück Seife, die so gut wie möglich verkauft werden soll."

Vor allem nach seinem Auftritt als mystischer Revolvermann in Spiel mir das Lied vom Tod avancierte Charles Bronson in den späten 1960er Jahren beim Kinopublikum zu einer Art Kultfigur. 1972 wurde er – neben Sean Connery – mit einem Golden Globe als weltweit populärster Filmdarsteller ausgezeichnet. In den 1970er Jahren war er einer der bestbezahlten Stars und erhielt teilweise 100.000 Dollar Gage pro Drehtag. Während dieser Zeit drehte Bronson in der Regel zwei bis drei Filme pro Jahr, von denen fast alle auf das Image eines schweigsamen Actionhelden zugeschnitten waren.

Im fortgeschrittenen Alter zeigte Bronson kein Interesse daran, sein Rollenspektrum zu erweitern oder sein Image durch ironisierende Darstellungen zu hinterfragen, wie es zum Beispiel Clint Eastwood oder Sean Connery taten. Noch mit über 70 spielte er die für ihn typischen Actionrollen – allerdings mit geringer Resonanz beim Kinopublikum. Er war auch nie als Produzent oder Regisseur an der Herstellung der Filme beteiligt, in denen er als Schauspieler auftrat.

Sonstiges[Bearbeiten]

Parodien/Hommagen[Bearbeiten]

Bronsons Image als überlebensgroßer Machoheld gab auch gerne zu Parodien Anlass. In einer Episode der Zeichentrickserie Die Simpsons aus dem Jahr 2002 findet sich die Familie Simpson versehentlich in der Kleinstadt „Bronson“ wieder, deren Einwohner nur in knappen Charles-Bronson-Dialogen kommunizieren und außerdem alle wie er aussehen. In einer anderen Episode aus dem Jahre 1995 gibt es eine Nachricht von einem neuen Charles-Bronson-Film namens „Todeswunsch 9“, in der er nur im Krankenbett liegt und sagt „Ich wünschte, ich wär' tot, Ui!“.

Regisseur Quentin Tarantino, ein erklärter Charles-Bronson-Fan, widmete dem Schauspieler posthum seinen Zweiteiler Kill Bill 1 und Kill Bill 2.

Synchronsprecher[Bearbeiten]

Vor seinem Durchbruch zum Star hatte Charles Bronson keinen Standard-Synchronsprecher. Er wurde unter anderem von Harald Juhnke, Claus Biederstaedt, Arnold Marquis und Günter Pfitzmann gesprochen.

Ab 1968 war Michael Chevalier (* 1933) der feste Sprecher von Charles Bronson. Chevalier ist zum Beispiel in Spiel mir das Lied vom Tod zu hören, seine tiefe Stimme wird allgemein mit dem Star assoziiert (so ist er auch in Udo Lindenbergs Song Cowboy-Rocker zu hören). Chevalier synchronisierte Bronson bis 1994 in insgesamt 30 Filmen. Arnold Marquis, der Standardsprecher von John Wayne, sprach ihn zwischen 1962 und 1982 acht Mal. Wolfgang Hess, Standardsprecher von Bud Spencer, war zwischen 1964 und 1988 sieben Mal als Bronsons Stimme zu hören. Am Ende seiner Karriere wurde Bronson drei Mal von Klaus Kindler gesprochen (1997–1999).[7]

Filmografie[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 1972 erhielt Charles Bronson einen Golden Globe in der Kategorie Beliebtester männlicher Darsteller der Welt (zusammen mit Sean Connery).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Charles Bronson – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. welt-des-wissens.com: Charles Bronson abgerufen 25. Juli 2011
  2. welt-des-wissens.com: Charles Bronson abgerufen 13. August 2012
  3. luxist.com: Bronson Farm, abgerufen am 25. Juli 2011
  4. dougiethompson.com: Charles Bronson Interview, abgerufen am 25. Juli 2011
  5. welt-des-wissens.com: Charles Bronson abgerufen 25. Juli 2011
  6. welt-des-wissens.com: Charles Bronson abgerufen 25. Juli 2011
  7. Deutsche Synchronkartei: [1] abgerufen 24. Juli 2012