Zwei rechnen ab
| Filmdaten | |
|---|---|
| Deutscher Titel | Zwei rechnen ab |
| Originaltitel | Gunfight at the O.K. Corral |
| Produktionsland | USA |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 1957 |
| Länge | 122 Minuten |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Stab | |
| Regie | John Sturges |
| Drehbuch | Leon Uris |
| Produktion | Hal B. Wallis für Paramount |
| Musik | Dimitri Tiomkin |
| Kamera | Charles Lang |
| Schnitt | Warren Low |
| Besetzung | |
|
|
Zwei rechnen ab ist ein Western des Regisseurs John Sturges aus dem Jahr 1957. Er handelt von den legendären US-amerikanischen Revolverhelden Wyatt Earp und Doc Holliday. Österreichischer Titel ist Blutsbrüder.
Inhaltsverzeichnis |
Handlung [Bearbeiten]
Der Film erzählt die wahre Geschichte der Wild-West-Legende Wyatt Earp. Im Jahr 1881 lässt sich der ehemalige Sheriff mit seiner Geliebten Laura in Dodge City nieder. Eines Tages erreicht ihn aus Arizona der Hilferuf seiner Brüder James, Morgan, Virgil und Warren, die in einen Konflikt mit der rivalisierenden Clanton-Ringo-Bande geraten sind. Wyatt und sein Freund, der Zahnarzt und Revolverheld Doc Holliday gehen daraufhin nach Tombstone, um den Brüdern beizustehen. Der Streit der beiden verfeindeten Gruppen findet seinen blutigen Höhepunkt in der legendären Schießerei am O. K. Corral, bei der drei Mitglieder der Clanton-Bande getötet werden.
Hintergrund [Bearbeiten]
Als Vorlage für das Drehbuch diente der Zeitungsartikel The Killer von George Scullin. John Sturges drehte den Film in Vistavision und Technicolor größtenteils an Originalschauplätzen. Teile des Sets wurden später für die Fernsehserie Bonanza verwendet. Der Schusswechsel am O. K. Corral, der in Wirklichkeit nur 30 Sekunden gedauert hat, nimmt im Film beinahe fünf Minuten ein.
Zwei rechnen ab feierte seine Premiere am 30. Mai 1957 und kam am 3. Oktober in die deutschen Kinos. Der Film spielte in den Vereinigten Staaten über elf Millionen Dollar ein. Zehn Jahre später drehte John Sturges einen weiteren Film über Wyatt Earp mit dem Titel Die fünf Geächteten. Diesmal übernahmen James Garner und Jason Robards die Hauptrollen.
DeForest Kelley, der in diesem Western als Morgan Earp besetzt wurde, geriet 1968 in der Serie „Raumschiff Enterprise“ (Folge: „Wildwest im Weltraum“; „Spectre of the Gun“) erneut in die Schießerei am O. K: Corral, diesmal auf Seiten der Clanton-Gang als (vermeintlicher) Tom McLaury.
Kritiken [Bearbeiten]
- Lexikon des internationalen Films: „Western um die legendären Figuren Wyatt Earp und Doc Holliday und den historischen Kampf am O. K. Corral im Jahre 1881, dem es nicht um historische Wahrheit, sondern um eine fesselnde Geschichte geht. Obwohl reichlich hart, beeindruckt der Film durch die ausgezeichnete Leistung der Hauptdarsteller und die hervorragende Fotografie.“[1]
Joe Hembus merkt an, der Film gelange „mit mühelos beherrschter Kunst zur Perfektion der Tradition“. Alle Abläufe seien „mit dem Esprit und der Virtuosität vorgeführt, die aus der Sicherheit in der Beherrschung des Metiers erwachsen“.[2]
Phil Hardy nennt Zwei rechnen ab einen „enorm einflussreichen Film“. Er sei „beeindruckend“, aber auch „seltsam zerfahren“, indem er sich auf das Duell konzentriere, die Figuren in ihrer historischen Authentizität vernachlässige und sie zu Chiffren mache.[3]
Auszeichnungen [Bearbeiten]
- Nominierung in der Kategorie Bester Schnitt für Warren Low
- Nominierung in der Kategorie Bester Ton für George Dutton
Directors Guild of America Awards 1958
- Nominierung als Bester Regisseur für John Sturges
Laurel Awards 1958
- Goldener Laurel als Bestes Actiondrama
- Goldener Laurel in der Kategorie Bester Hauptdarsteller in einem Actionfilm für Burt Lancaster
- Nominierung in der Kategorie Bester Hauptdarsteller in einem Actionfilm für Kirk Douglas
Weblinks [Bearbeiten]
- Zwei rechnen ab in der Internet Movie Database (englisch)
- Artikel über den Gunfight am O. K. Corral in der englischsprachigen Wikipedia
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Zwei rechnen ab im Lexikon des Internationalen Films
- ↑ Joe Hembus: Western-Lexikon - 1272 Filme von 1894-1975. Carl Hanser Verlag München Wien 2. Auflage 1977. ISBN 3-446-12189-7. S.731
- ↑ Phil Hardy: The Encyclopedia of Western Movies. Woodbury Press Minneapolis 1984. ISBN 0-8300-0405-X. S.255
The Man Who Dared | Treibsand | Der einsame Champion | Die Tote in den Dünen | Kind Lady | The Magnificent Yankee | Mordprozess O’Hara | Frau in Weiß | Sekunden der Angst | Die goldene Galeere | Verrat im Fort Bravo | Der scharlachrote Rock | Stadt in Angst | Das Geheimnis der fünf Gräber | Zwei rechnen ab | Der Schatz des Gehenkten | Der alte Mann und das Meer | Der letzte Zug von Gun Hill | Wenn das Blut kocht | Die glorreichen Sieben | Und die Nacht wird schweigen | Die siegreichen Drei | Das Mädchen Tamiko | Gesprengte Ketten | Geheimagent Barrett greift ein | Vierzig Wagen westwärts | Die fünf Geächteten | Eisstation Zebra | Verschollen im Weltraum | Sinola | Wilde Pferde | McQ schlägt zu | Der Adler ist gelandet