Williston (Vermont)

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Williston
Williston (Vermont)
Williston
Williston
Lage in Vermont
Basisdaten
Gründung: 7. Juni 1763
Staat: Vereinigte Staaten
Bundesstaat: Vermont
County:

Chittenden County

Koordinaten: 44° 26′ N, 73° 6′ W44.429068-73.096245184Koordinaten: 44° 26′ N, 73° 6′ W
Zeitzone: Eastern (UTC−5/−4)
Einwohner: 8698 (Stand: 2010)
Bevölkerungsdichte: 111,7 Einwohner je km²
Fläche: 79,2 km² (ca. 31 mi²)
davon 77,9 km² (ca. 30 mi²) Land
Höhe: 184 m
Postleitzahl: 05495
Vorwahl: +1 802
FIPS:

05000784475

GNIS-ID: 1462263
Webpräsenz: Town.Williston.VT.usVorlage:Infobox Ort in den Vereinigten Staaten/Wartung/FormatierteWebsite
Kirche in Williston (2013)

Williston[1] ist ein Ort in den Vereinigten Staaten im Chittenden County im US-Bundesstaat Vermont mit 8.698 Einwohnern (Stand: 2010). [2] Der Ort liegt im Einzugsbereich des Industriezentrum Burlington in den fruchtbaren Ebenen zwischen dem Ostufer des Lake Champlain und den westlichen Ausläufern der Green Mountains am Winooski River.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort wurde am 7. Juni 1763 gegründet. An diesem Tag erhielt Samuel Willis, nach dem die Stadt ihren Namen hat, vom Gouverneur New Hampshires, Benning Wentworth, 20.000 acres Land. Die Besiedlung begann ab 1774. Zu den ersten Bewohnern der Stadt zählte Thomas Chittenden, der 1776 hier Land kaufte und 1797 hier starb. Die Besiedlung kam durch den Unabhängigkeitskrieg ins Stocken, ansässige Siedler wurden insbesondere durch Überfälle von mit den Briten verbündeten Indianerstämmen vertrieben. Nach dem Ende des Krieges wurde die Besiedlung wieder aufgenommen. Die konstituierende Gemeindeversammlung fand 1786 statt. Die Besiedlung erfolgte sehr rasch, begünstigt durch die landwirtschaftlich gut nutzbaren Böden. Die Volkszählung von 1790 weist Williston nach Charlotte als zweitgrößte Gemeinde des damaligen Vermonts aus.

1794 wurden die Grenzen der Gemeinde wesentlich verändert. Um eine neue Town zu formen wurde die östliche Hälfte von der Gemeinde abgegeben und erhielt dafür im Westen Flächenerweiterungen, die von der Gemeinde Burlington abgetrennt wurden.

Eine erste Kirche wurde 1797 errichtet und um 1830 durch einen Steinbau ersetzt. Ab 1828 wurde durch den Pastor der baptistischen Gemeinde eine Hochschule für Männer und Frauen, die 'Williston Academy, errichtet und mit Erfolg betrieben. Der Zustrom war so groß, dass bereits 1841 ein neuer, größerer Bau errichtet werden musste, in dem bis zu 120 Schüler unterrichtet wurden. 1858 wurde auch dieser Bau erweitert.

Seit 1849 ist Williston an die bis heute bestehende Bahnstrecke Windsor–Burlington angeschlossen, die dem Ort erweiterte Absatzmärkte bescherte. Der Personenverkehr auf dieser Strecke ist zwar seit 1938 eingestellt, aber der Güterverkehr wird weiterhin aufrechterhalten. Die Ortschaft ist aber durch den Interstate-Highway 89 an das Schnellstraßennetz der USA angeschlossen.

Während des amerikanischen Bürgerkrieges stellte die Gemeinde mehr als 50 Soldaten in Kavallerie und Heer. Von Kampfhandlungen auf seinem Gebiet blieb der Ort aber verschont.

1979 waren 26 Gebäude Willistons im nationalen Register historischer Orte der USA verzeichnet [3].

Im Ort sind heute fünf kirchliche Gemeinden vertreten (je eine katholische, methodistische, eine unabhängige und je eine Gemeinde der Kirche des Nazareners und der United Church of Christ). Das zuständige Krankenhaus liegt im benachbarten Burlington, ebenso alle weiterführenden Schulen.

Seit Mitte der 2010er Jahre ist Williston Austragungsort von Cyclocross-Wettbewerben im Rahmen von Meisterschaften.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1700 1710 1720 1730 1740 1750 1760 1770 1780 1790
Einwohner 471
Jahr 1800 1810 1820 1830 1840 1850 1860 1870 1880 1890
Einwohner 846 1.185 1.246 1.608 1.554 1.669 1.479 1.441 1.342 1.161
Jahr 1900 1910 1920 1930 1940 1950 1960 1970 1980 1990
Einwohner 1.176 1.000 929 961 1.021 1.182 1.484 3.187 3.843 4.887
Jahr 2000 2010 2020 2030 2040 2050 2060 2070 2080 2090
Einwohner 7.650 8.698

Einwohnerzahl 1790–2010 laut Volkszählungsergebnissen

Umliegende Orte[Bearbeiten]

Alle Angaben als Luftlinien.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

  • Russell S. Taft (1835–1902), Anwalt, Politiker, Richter und Vizegouverneur von Vermont

Personen, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten]

  • Todesort von Raul Hilberg, Historiker österreichischer Herkunft. Gilt als einer der bekanntesten und bedeutendsten Holocaust-Forscher

Literatur[Bearbeiten]

  •  Zadock Thompson: History of Vermont, natural, civil and statistical, in three parts. Chauncey Goodrich, Burlington 1842, S. Band III, p 192 f (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  •  Abby Maria Hemenway: The Vermont historical Gazetteer, Band 1. Burlington 1867, S. 900 ff.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Williston im Geographic Names Information System des United States Geological Survey, abgerufen am 20. Mai 2013
  2. Einwohnerdaten aus dem US-Census von 2010 im American Factfinder
  3. Website des WHSV (englisch)