Zeitungssterben

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Unter Zeitungskrise oder Zeitungssterben wird insbesondere ein teilweiser Ausstieg der Verlage für Zeitungen und Zeitschriften aus dem Printgeschäft verstanden.

Aktuelle Hintergründe sind sinkende Verkaufszahlen und sinkende Werbeeinnahmen. Als Perspektive für den Journalismus gelten Onlinemedien im Rahmen der digitalen Revolution. Ähnliche Erscheinungen könnten sich auch für die Buchverlage abzeichnen. Zugleich wird aber auch die Möglichkeit diskutiert, ob sich durch Verschiebung von Interessenschwerpunkten das Rieplsche Gesetz (1913) bestätigen lässt.

Veränderungen im Bereich der Printmedien[Bearbeiten]

1991[Bearbeiten]

Die Verkaufsentscheidungen der Treuhandanstalt im April 1991 führten bis Anfang 1992 zum „Leipziger Zeitungssterben“.[1]

2009[Bearbeiten]

Das Jahr 2009 war in vielen Industrieländern von einer starken Rezession geprägt. Krisen auf einigen Finanzmärkten, Bankenkrisen sowie der Konkurs der US-Bank Lehman Brothers wirkten sich auf die Realwirtschaft aus.

Diese Rezession bekamen auch Zeitungsverlage zu spüren.

2010[Bearbeiten]

Im September 2010 beschloss die Deutsche Bischofskonferenz als Mitgesellschafter die Einstellung des Rheinischen Merkur als eigenständige Zeitung und die Liquidation der Rheinischer Merkur GmbH (Geschäftsführer: Bert G. Wegener). Zuletzt habe die Zeitung jedes Jahr einen Verlust im einstelligen Millionenbereich eingefahren.[2][3]

2012[Bearbeiten]

Im November 2012 meldete die Frankfurter Rundschau die Insolvenz an.[4] Es erfolgte die Übernahme durch den Verlag Frankfurter Allgemeine Zeitung, Frankfurter Societät und Karl-Gerold-Stiftung, um den Weiterbetrieb zu gewährleisten.

El País musste im Oktober 2012 ein Drittel der Belegschaft entlassen.[4][5]

Der Aufsichtsrat der Financial Times Deutschland – sie machte in den etwa 12 Jahren seit ihrer Gründung insgesamt etwa 250 Millionen Euro Verluste – entschied, die Ausgabe einzustellen.[6] Die letzte Ausgabe erschien am 7. Dezember 2012.[4]

Das amerikanische politische Wochenmagazin Newsweek stellte im Dezember 2012 seine Printausgabe ein und erscheint seitdem nur noch online.[4]

2013[Bearbeiten]

Im Januar 2013 kündigte die WAZ-Mediengruppe an, die Redaktion der Westfälischen Rundschau zum 1. Februar 2013 komplett zu schließen. [7]

Die Washington Post wurde Anfang August 2013 für 250 Millionen US-Dollar an Amazon-Gründer Jeff Bezos verkauft. Das öffentliche Echo war groß; viele Kommentare nehmen die Transaktion zum Anlass, das Zeitungssterben bzw. die Zeitungskrise und die Probleme von Printmedien vor dem Hintergrund der schnellen Verbreitung von Internet und mobilem Internet (Smartphones) zu betrachten.[8]

Im August 2013 wurde bekannt: Die Axel Springer AG verkaufte die Berliner Morgenpost, das Hamburger Abendblatt die Hörzu und andere Medien für 920 Millionen Euro an die Essener Funke Mediengruppe in Essen.[9] Die Übergabe erfolgte zum 1. Januar 2014.

Im Mai 2013 beantragte der Suhrkamp Verlag ein Insolvenzverfahren in Eigenregie.[10]

2014[Bearbeiten]

Im März 2014 stellte die Abendzeitung aus München einen Insolvenzantrag.[11]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Steffen Reichert: Transformationsprozesse: der Umbau der LVZ. (online)
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatAlexander Krei: "Rheinischer Merkur" in seiner bisherigen Form am Ende. 21. September 2010, abgerufen am 21. September 2010 (deutsch).
  3. Das Ende des „Rheinischen Merkur“. Das Siechtum währte Jahrzehnte. In: FAZ vom 22. September 2010, abgerufen am 22. September 2010.
  4. a b c d 3sat (online)
  5. newsroom.de (online)
  6. Der Spiegel (online)
  7. Neue Medien (online)
  8. Jan Friedmann: Besitzerwechsel bei "Washington Post": Internet kauft Papier. Der Spiegel (Onlineausgabe), 6. August 2013, abgerufen am 6. August 2013.
  9. Frankfurter Rundschau (online)
  10. 27. Mai 2013: Schutzschirmverfahren sichert Existenz und Handlungsfähigkeit des Suhrkamp Verlags
  11. Spiegel online (online)