Ufhusen

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Ufhusen
Wappen von Ufhusen
Basisdaten
Staat: Schweiz
Kanton: Luzern (LU)
Wahlkreis: Willisau
BFS-Nr.: 1145i1f3f4
Postleitzahl: 6153
Koordinaten: 634782 / 21851047.1166667.89695717Koordinaten: 47° 7′ 0″ N, 7° 53′ 49″ O; CH1903: 634782 / 218510
Höhe: 717 m ü. M.
Fläche: 12.25 km²
Einwohner: 847 (31. Dezember 2012)[1]
Einwohnerdichte: 69 Einw. pro km²
Website: www.ufhusen.ch
Ufhusen vom Dorfeingang aus

Ufhusen vom Dorfeingang aus

Karte
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Ufhusen ist eine politische Gemeinde im Wahlkreis Willisau des Kantons Luzern in der Schweiz.

Geographie[edit]

Die Gemeinde liegt im Hügelland 7 km westlich von Willisau an der Kantonsgrenze Bern/Luzern. Die südliche Gemeindegrenze bildet der Warmisbach, der zuerst vom Hegenwald bis Bärenhüsli (Gemeinde Luthern) nordostwärts fliesst - um danach nach Norden zu führen, wo er in Hüswil (Ortsteil von Zell LU) von rechts in den (Gondiswiler-) Rotbach einmündet. Die Nordwestgrenze (gleichzeitig Kantonsgrenze) führt entlang dem Ibach , welcher bei Haltestelle Gondiswil von rechts in den (Gondiswiler-) Rotbach einmündet. Südlich des Ibachs liegen der Eschwald und der Gummerenwald. Das Dorf liegt in einem Hochtal südlich von Hüswil. Der Weiler Engelprächtigen (658 m.ü.M.) liegt 900 m nordwestlich des Dorfs südlich des Rotbachs. Zur Gemeinde gehört ebenfalls der Ortsteil Ruefswil (1,5 km südöstlich; 653 m.ü.M.) an der Luthern im gleichnamigen Tal. Viele weitere kleine Weiler und Gehöfte findet man südlich des Dorfs. Die höchsten Punkte liegen auf 815 m.ü.M östlich (Hilferdingerhöhe) und südlich (Hübeli) von Ober Hilferdingen (2,2 km südlich des Dorfs; 789 m.ü.M.). Vom Gemeindeareal von 1225 ha ist ein Fünftel (20,7 %) von Wald bedeckt. Als Folge der vielen Rodungen wird 73,6 % landwirtschaftlich genutzt. Weitere 5,6 % sind Siedlungsfläche.

Ufhusen grenzt an Fischbach, Luthern, Willisau und Zell im Kanton Luzern - sowie an Eriswil, Gondiswil und Huttwil im Kanton Bern.

Bevölkerung[edit]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1798 950
1850 1'003
1880 947
1888 851
1900 837
1941 975
1980 738
1990 774
2000 789
2004 841

Die Bevölkerung wuchs zwischen 1798 und 1850 nur wenig (1798–1850: +5,6 %). Danach geriet die Gemeinde in den Sog der Landflucht - der Abwanderung von den Landgemeinden in die Industriezentren. Die Zahl der Bewohner sank bis ins Jahr 1900 (1850–1900: −16,6 %) - besonders stark zwischen 1880 und 1888 (1880–1888: −10,1 %). Von zwei kurzen Stagnationsphasen abgesehen wuchs sie dann bis 1941 wieder fast auf den Stand von 1850 (1900–1941: +16,5 %). Danach begann eine zweite grosse Abwanderungswelle, die bis ins Jahr 1980 anhielt (1941–1980: –24,3 %), als ein absoluter Bevölkerungstiefststand erreicht wurde. Seither wächst die Einwohnerzahl wieder (1980–2004: +14,0 %).

Sprachen[edit]

Die Bevölkerung benutzt als Alltagssprache eine hochalemannische Mundart. Bei der letzten Volkszählung im Jahr 2000 gaben 98,61 % Deutsch und je 0,51 % Französisch und Albanisch als Hauptsprache an.

Religionen - Konfessionen[edit]

Früher waren alle Bewohner Mitglied der Römisch-Katholischen Kirche. Durch Kirchenaustritte und Zuwanderung aus anderen Regionen der Schweiz und dem Ausland hat sich dies geändert. Heute (Stand 2000) sieht die religiöse Landschaft wie folgt aus. Es gibt 72,62 % römisch-katholische und 21,42 % evangelisch-reformierte Christen. Daneben findet man 1,77 % Konfessionslose und 0,51 % Muslime.

Herkunft - Nationalität[edit]

Von den 829 Einwohnern Ende 2006 waren 815 Schweizer und 14 (=1,7 %) Ausländer. Anlässlich der letzten Volkszählung waren 98,10 % Schweizer Staatsangehörige. Die wenigen Ausländer kommen aus Serbien-Montenegro (Albaner), Bosnien-Herzegowina, Österreich und Polen.

Verkehr[edit]

Ufhusen ist durch die Postautolinie Hüswil-Ufhusen ans Netz des öffentlichen Verkehrs angebunden. In Hüswil gibt es eine Haltestelle an der Bahnlinie Luzern-Langenthal. Ufhusen liegt an keiner Hauptstrasse und die nächsten Autobahnanschlüsse in Sursee und Dagmersellen an der A2 sind jeweils 19 km entfernt.

Geschichte[edit]

Erste Erwähnung findet der Ort 1160 in der Acta Murensia, einem Güterverzeichnis des Klosters Muri im Kanton Aargau. Dort wird ein Ymzo nobilis de Ufhusen als Gönner aufgeführt. Die Gemeinde fiel im 13. Jahrhundert an die Habsburger und kam zur Grafschaft Willisau. Im Jahr 1407 kaufte die Stadt Luzern diese und machte sie zur Landvogtei Willisau. Die niedere Gerichtsbarkeit übten - zuerst im Auftrag der Habsburger, dann von Luzern - die Herren von Büttikon aus. Im Jahr 1516 übernahm Luzern auch die niedere Gerichtsbarkeit. Bis 1798 änderte sich nichts mehr an den Machtverhältnissen. In jenem Jahr wurde Ufhusen Teil des Distrikts Willisau und kam 1803 ans damals neu geschaffene Amt Willisau.

Bilder[edit]

Weblinks[edit]

 Commons: Ufhusen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[edit]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)