Řícmanice
| Řícmanice | ||||
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| Basisdaten | ||||
| Staat: | ||||
| Region: | Jihomoravský kraj | |||
| Bezirk: | Brno-venkov | |||
| Fläche: | 149 ha | |||
| Geographische Lage: | 49° 15′ N, 16° 42′ O | |||
| Höhe: | 278 m n.m. | |||
| Einwohner: | 838 (1. Jan. 2023)[1] | |||
| Postleitzahl: | 664 01 | |||
| Kfz-Kennzeichen: | B | |||
| Verkehr | ||||
| Straße: | Bílovice nad Svitavou – Jedovnice | |||
| Struktur | ||||
| Status: | Gemeinde | |||
| Ortsteile: | 1 | |||
| Verwaltung | ||||
| Bürgermeister: | Lenka Lišková (Stand: 2010) | |||
| Adresse: | Komenského 68, Řícmanice 664 01 Bílovice nad Svitavou | |||
| Gemeindenummer: | 583821 | |||
| Website: | www.ricmanice.cz | |||

Řícmanice (deutsch Ritzmanitz) ist eine Gemeinde in Tschechien. Sie liegt zehn Kilometer nordöstlich des Stadtzentrums von Brno und gehört zum Okres Brno-venkov.
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Řícmanice befindet sich im Süden des Drahaner Berglandes. Das von Wäldern umgebene Dorf liegt an der Einmündung des Baches Močílky in den Časnýř.
Nachbarorte sind Babice nad Svitavou im Norden, Kanice im Nordosten, Obce und Ochoz u Brna im Osten, Horní Mlýn, Prostřední Mlýn, Hostěnice und Mokrá-Horákov im Südosten, Líšeň im Süden, Bílovice nad Svitavou im Südwesten, Soběšice im Westen sowie Ořešín, Útěchov und Ptačinek im Nordwesten.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die erste schriftliche Erwähnung des Ortes wurde mit einer Urkunde von 1210 in Verbindung gebracht, in der ein Zdislav de Recmanisci genannt wird. Diese Urkunde gilt in der neueren Forschung jedoch als ein späteres Falsifikat. Im Lauf der Geschichte gehörte der Ort den Adelsgeschlechtern von Kunstadt, Leipa, Lichtenburg und Boskowitz. 1562 überließ Kaiser Ferdinand I. die Herrschaft Nový hrad mit allem Zubehör, darunter auch Řícmanice, als erbliches Gut an Albrecht von Boskowitz und Černahora. 1645 eroberten schwedische Truppen die Burg Nový hrad und brannten sie nieder. Anschließend wurde Řícmanice der Herrschaft Pozořice angeschlossen. Řícmanice bildete mit Kanice eine Gemeinde. Seit dem 17. Jahrhundert verwendeten beide Dörfer ein gemeinsames Siegel, das einen mit einer Rodehacke gekreuzten Schlägel und darunter eine Hippe zeigte. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts blieb Řícmanice der Herrschaft Pozořice untertänig.
Nach der Aufhebung der Patrimonialherrschaften bildete Řičmanice mit dem Ortsteil Kanice ab 1850 eine politische Gemeinde in der Bezirkshauptmannschaft Brünn. 1867 löste sich Kanice los und wurde zu einer eigenständigen Gemeinde. 1921 wurde Řícmanice dem Okres Brno-venkov zugeordnet. Zwischen 1948 und 1960 war die Gemeinde Teil des Okres Brno-okolí und seit 1961 gehört sie wieder zum Brno-okolí. Řícmanice gehört heute der Mikroregion Časnýř an. Gepfarrt ist das Dorf nach Babice nad Svitavou.
Gemeindegliederung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Für die Gemeinde Řícmanice sind keine Ortsteile ausgewiesen.
Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Arboretum, auf einer Lichtung nördlich des Dorfes
- Kapelle
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2023 (PDF; 602 kB)
