Katov

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Katov
Wappen von Katov
Katov (Tschechien)
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Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Jihomoravský kraj
Bezirk: Brno-venkov
Fläche: 300 ha
Geographische Lage: 49° 20′ N, 16° 17′ OKoordinaten: 49° 19′ 51″ N, 16° 16′ 52″ O
Höhe: 474 m n.m.
Einwohner: 255 (1. Jan. 2019)[1]
Postleitzahl: 594 55
Kfz-Kennzeichen: B
Verkehr
Straße: KřovíKuřimské Jestřabí
Bahnanschluss: BrnoŽďár nad Sázavou
Struktur
Status: Gemeinde
Ortsteile: 1
Verwaltung
Bürgermeister: Luděk Mičánek (Stand: 2009)
Adresse: Katov 29
594 55 Dolní Loučky
Gemeindenummer: 587907
Website: www.katov.cz

Katov (deutsch Kattow) ist eine Gemeinde in Tschechien. Sie liegt sechs Kilometer nordöstlich von Velká Bíteš und gehört zum Okres Brno-venkov.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Katov befindet sich in der zur Böhmisch-Mährischen Höhe gehörigen Křižanovská vrchovina (Krischanauer Bergland) in der Quellmulde eines rechten Zuflusses zur Březinka gegenüber deren Einmündung in die Halda. Westlich des Dorfes verläuft die Bahnstrecke Brno-Havlíčkův Brod, die nächste Bahnstation Níhov liegt in anderthalb Kilometer Entfernung von Katov.

Nachbarorte sind Na Burkách, Lubné und Kutiny im Norden, Kuřimská Nová Ves und Kuřimské Jestřabí im Nordosten, Blahoňov und Prosatín im Osten, Deblín und Svatoslav im Südosten, Pánov im Süden, Křižínkov im Südwesten, Březské und Březí im Westen sowie Níhov im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste schriftliche Erwähnung des zur Herrschaft Deblín gehörigen Dorfes erfolgte im Jahre 1390 zusammen mit Nelepeč, Nová Ves, Cechy (Čížky), Žernovice (Žernůvka), Prosatín, Holasice, Podolí, Žďárek, Blahoňov, Pístkov (Pejškov) und Jestřebice als Margarethe von Lomnice die Güter ihrem Mann Čeňek von Kunstadt überschrieb. 1415 verkaufte Jan d. J. von Lomnice die Herrschaft Deblín mit allem Zubehör an dem Ritter Albrecht von Vetéřov. Dessen Nachkommen hielten den Besitz bis 1464, danach erwarben ihn die Herren von Boskowitz. Die Boskowitzer verkauften ihren Besitz in Deblín 1470 an die Stadt Brünn. Im 17. Jahrhundert bestand Katov aus neun Häusern. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts blieb Katov danach der Stadt Brünn untertänig.

Nach der Aufhebung der Patrimonialherrschaften bildete Katov ab 1850 eine Gemeinde im Brünner Bezirk. Seit 1892 gehörte die Gemeinde zum Gerichtsbezirk Velká Bíteš im neu gebildeten Bezirk Velké Meziříčí. Im Jahre 1890 hatte das Dorf 247 Einwohner. 1930 lebten in den 31 Häusern von Katov 247 Menschen. Davon waren 207 Katholiken. Im Jahre hatte Katov 212 Einwohner. Zugleich war der Ort auf 41 Häuser angewachsen. 1939 begann der Bau der Eisenbahnstrecke von Tišnov nach Havlíčkův Brod. Während der deutschen Besetzung wurden in den Tunneln der Strecke unter dem Decknamen Diana unterirdische Fertigungsanlagen für den Flugzeugbau der Messerschmitt GmbH errichtet. In der Umgebung entstanden zum Ende des Zweiten Weltkrieges Kriegsgefangenenlager. Die Baracken des Lager Kutiny wurden nach Kriegsende zu Erholungsobjekten umgebaut[2]. Nach der Auflösung des Okres Tišnov kam das Dorf mit Beginn des Jahres 1961 zum Okres Žďár nad Sázavou. Seit Beginn des Jahres 2005 gehört die Gemeinde Katov zum Okres Brno-venkov. Gepfarrt ist das Dorf zur Kirche St. Peter und Paul in Žďárec.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Gemeinde Katov sind keine Ortsteile ausgewiesen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kapelle Mariä Wiegenfest
  • Felsental der Halda, nördlich des Dorfes

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2019 (PDF; 0,8 MiB)
  2. Loučky und Žďárec.@1@2Vorlage:Toter Link/www.tisnov.cz (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Tišnov