3rd Division (Vereinigtes Königreich)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von 3rd Mechanised Division (GB))
Wechseln zu: Navigation, Suche
Teile dieses Artikels scheinen seit 2014 nicht mehr aktuell zu sein.
Bitte hilf mit, die fehlenden Informationen zu recherchieren und einzufügen.

Insignie der Division

Die 3rd (United Kingdom) Division (deutsch 3. Infanteriedivision) ist eine von gegenwärtig sechs aktiven Divisionen der British Army. Das Hoheitszeichen bildet sich durch ein schwarzes Dreieck, welches durch ein auf dem Kopf stehenden rotes Dreieck in drei Teile geteilt wird.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschichte der Division beginnt mit ihrer erstmaligen Aufstellung durch Sir Arthur Wellesley während der Napoleonischen Kriege im Jahr 1809. Sie kämpfte auf der Iberischen Halbinsel und im Waterloo-Feldzug 1815. Weitere Einsätze der Division erfolgten im Krimkrieg. Dort nahm sie an der Schlacht an der Alma und der Belagerung von Sewastopol teil.

Erster Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ersten Weltkrieg war sie, im Gegensatz zu den Kitchener Divisionen, eine Division der regulären Armee und erhielt 1916 den Spitznamen Iron Division ("Eiserne Division").

Als Teil des II. Corps (General Horace Smith-Dorrien) landete die 3. Division am 16. August 1914 in Nordfrankreich.

Gliederung im August 1914

7th Brigade

  • 3rd Worcestershire
  • 2nd South Lancashire
  • 1st Wiltshire
  • 2nd Royal Irish Rifles

8th Brigade

  • 2nd Royal Scots
  • 2nd Royal Irish
  • 4th Middlesex
  • 1st Devonshire
  • 1st Honourable Artillery Company

9th Brigade

  • 1st Northumberland Fusiliers
  • 4th Royal Fusiliers
  • 1st Lincolnshire
  • 1 Royal Scots Fusiliers

Die 3. Division unter Führung von General Hubert Hamilton kämpfte in der Schlacht von Mons, bei Le Cateau und nahm ab 9. September 1914 im Raum Château-Thierry an der Gegenoffensive an der Marne teil. Nach der Teilnahme an der Schlacht an der Aisne wurde die Division während dem Wettlauf zum Meer nach Estaires im Raum südlich von Armentières verlegt, wo am 14. Oktober General Hamilton durch feindliches Granatfeuer bei Vielle Chapelle gefallen ist. In der Ersten Flandernschlacht zwischen Mitte Oktober und Ende November 1914 hatte die Division Verluste von 8355 Mann zu beklagen. Unter der Führung von General Haldane übernahm die Division im Frühjahr 1915 nach dem eingetretenden Stellungskrieg im Raum südöstlich von Ypern den Abschnitt von den Höhen von Messines bis St. Eloi.

Während der Schlacht an der Somme war die Division im Juli 1916 im Abschnitt Bazentin und gegen den Delville Wald angesetzt. Im Rahmen des V. Corps (Fanshawe) wurde die 3. Division Mitte November 1916 zusammen der 2. und 51. Division gegen die deutsche Verteidigung nördlich der Ancre angesetzt. Im April und Mai 1917 führte die Division unter Generalmajor Cyril Deverell im Rahmen der Schlacht von Arras Angriffe an der Scarpe, bei Arleux, Monchy und Roeux. In der Dritten Flandernschlacht verlor die Division im September 1917 bei den Angriffen an der Menin Road und im Polygon Wald innerhalb weniger Tage 4032 Soldaten. Während der deutschen Frühjahrsoffensive ab 21. März 1918 lag die 3. Division wieder im Raum Arras und hielt die Front von Guémappe bis Croiselles, wo sie am 29. März im Abwehrkampf durch kanadische Truppen entlastet wurde. Im April 1918 wurde die 3. Division nach Norden verlegt und auch in der Schlacht an der Lys eingesetzt. Während der Hunderttageoffensive überquerte die Division im September 1918 den Canal du Nord und war an den Kämpfen um Cambrai und an der Schlacht an der Selle beteiligt.

Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Division war Teil der British Expeditionary Force (BEF) und wurde von August 1939 bis Sommer 1940 von General Bernard Montgomery kommandiert. Nach Monaten des Sitzkrieges begannen mit dem deutschen Angriff am 10. Mai 1940 der Westfeldzug, in deren Verlauf sich die alliierten Streitkräfte rasch an die Kanalküste zurückziehen mussten. Nach dem Angriff der Deutschen auf Dünkirchen wurde die 3. Division während der Schlacht um Dünkirchen in der Operation Dynamo Ende Mai erfolgreich zur See evakuiert.

Gliederung im Mai 1944

'8. Brigade :'

'9. Brigade :'

'185. Brigade :'

Die 3. Division unter General Tom Rennie war am 6. Juni 1944 während der Operation Overlord die erste Division, die am D-Day am Strandabschnitt Sword landete und war ein Teil der Verstärkung, welche die bereits gelandete 6. Luftlandedivision nach der Operation Tonga unterstützte.

Die Division landete im Rahmen des I. Corps (General John Crocker) ab 7.25 Uhr östlich der Orne und des Caen-Kanals. Zur Verteidigung lagen am Sword Beach Teile der deutschen 716. Infanterie-Division, sowie Kräfte der 21. Panzer-Division, die aus dem nahen Hinterland eingreifen konnten. Im Osten hinter der Dives war noch zusätzlich die 711. Infanterie-Division stationiert. Die Briten konnten trotz des deutschen Widerstands ins Landesinnere vordringen und sich mit den Soldaten der 6. Luftlandedivision vereinen. Das Vorrücken auf Caen wurde erheblich durch die deutsche 21. Panzer-Division behindert. Es dauerte bis Mitte Juli, bis Caen vollständig eingenommen werden konnte.

Nach der Schlacht im Reichswald (7. bis 22. Februar 1945) stieß die 3. Division unter Major-General Lashmer G. Whistler im Raum Kleve zum Rhein vor. Während der Operation Plunder (März 1945) war die Division Teil des XXX. Corps und beteiligte sich am Ausbruch aus dem Brückenkopf bei Wesel.

Führung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Major-General Sir Bruce M. Hamilton (1902 – Mai 1904)
  • Major-General William E. Franklyn (Mai 1907 – Mai 1910)
  • Major-General Sir Henry S. Rawlinson (Juni 1910 – Mai 1914)
  • Major-General Hubert I. W. Hamilton (Mai – Oktober 1914)
  • Major-General Colin J. Mackenzie (Oktober 1914)
  • Major-General Aylmer L. Haldane (Oktober 1914 – August 1916)
  • Major-General Cyril J. Deverell (August 1916 – April 1919)
  • Major-General Robert D. Whigham (Juni 1919 – Juli 1922)
  • Major-General William C. G. Heneker (Juli 1922 – Juli 1926)
  • Major-General John T. Burnett-Stuart (Juli 1926 – Mai 1930)
  • Major-General Harry H. S. Knox (Mai 1930 – November 1932)
  • Major-General Walter W. Pitt-Taylor (November 1932 – Oktober 1934)
  • Major-General Robert Gordon-Finlayson (Oktober 1934 – April 1936)
  • Major-General Cecil P. Heywood (April – Oktober 1936)
  • Major-General Denis J. C. K. Bernard (Dezember 1936 – August 1939)
  • Major-General Bernard L. Montgomery (August 1939 – Juli 1940)
  • Major-General James A. H. Gammell (Juli 1940 – November 1941)
  • Major-General Eric C. Hayes (November 1941 – Dezember 1942)
  • Major-General William H. C. Ramsden (Dezember 1942 – Dezember 1943)
  • Major-General Thomas G. Rennie (Dezember 1943 – Juni 1944)
  • Major-General Lashmer G. Whistler (Juni 1944 – Januar 1947)
  • Major-General John B. Churcher (Januar-Juni 1947)
  • Major-General Hugh C. Stockwell (April 1951 – Mai 1952)
  • Major-General J. H. Nigel Poett (Mai 1952 – März 1954)
  • Major-General John B. Churcher (März 1954 – März 1957)
  • Major-General George C. Gordon Lennox (March 1957 – November 1959)
  • Major-General Charles H. P. Harington (November 1959 – Oktober 1961)

Gegenwart[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Struktur der 3. mechanisierten Infanteriedivision, 2008

2008 bestand die 3. mechanisierte Division, aus vier Kampfbrigaden – der 1. mechanisierten, 12. mechanisierten, 19. leichten und 52. Infanterie – und einer Logistikbrigade. Die Division bildet die einzige kontinuierlich kampfbereite Division im Vereinigten Königreich, da die zweite kampfbereite Division der British Army in Deutschland stationiert ist.

2014 wurde der abgerüstete Großverband wieder in 3rd (United Kingdom) Division umbenannt. Das Divisionshauptquartier befindet sich in Bulford, Wiltshire.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]