Aggertal-Gymnasium

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Aggertal-Gymnasium
ATG Logo
Logo des Aggertal-Gymnasiums
Schulform Gymnasium
Schulnummer 167101
Gründung 1965
Adresse

Olpener Straße 13
51766 Engelskirchen

Ort Engelskirchen
Land Nordrhein-Westfalen
Staat Deutschland
Koordinaten 50° 59′ 6″ N, 7° 25′ 1″ OKoordinaten: 50° 59′ 6″ N, 7° 25′ 1″ O
Schüler 678 (15. Okt. 2015)
Lehrkräfte 63 (28. Januar 2021) (davon 6 Referendare)[1]
Leitung Balthasar Rechner
Christian Baitz
Website www.aggertal-gymnasium.de
Das Aggertal-Gymnasium 2019

Das Aggertal-Gymnasium (kurz: ATG) befindet sich in der Gemeinde Engelskirchen bei Köln im Oberbergischen Kreis. Es wurde nach dem durch Engelskirchen fließenden Fluss Agger benannt. Die Gründung der heutigen Schule fand 1965 statt, die Geschichte reicht aber bis in das 18. Jahrhundert zurück. Das Gymnasium besteht in der heutigen Form aus 63 Lehrern, davon 6 Referendare, die etwa 700 Schüler unterrichten.

Schülerselbstverwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das ATG verfügt über eine aktive Schülerselbstverwaltung (kurz SV). Durch die SV sind alle Schüler in den Mitwirkungsgremien vertreten. Unter den formalen Mitwirkungsgremien sind an dieser Stelle die Fachkonferenzen zu sehen, in denen die Schülervertreter als beratende Mitglieder Einfluss nehmen können. Als höchstes Mitwirkungsgremium existiert die Schulkonferenz. Bei der Schulkonferenz besitzt die SV ein Drittel der Stimmen. Die Mitglieder der Schulkonferenz werden direkt durch die Klassensprecher aller Klassen gewählt.
Die Schülerselbstverwaltung verfügt jedes Jahr über ein zentrales Team (SV-Team). Dieses Team wird direkt durch eine Vollversammlung aller Schüler gewählt. Das SV-Team führt in eigener Verantwortung Veranstaltungen wie z. B. einen Videoabend, eine Disco für die Schüler, einen Bunten Abend bei denen alle Klassen zur Mitwirkung aufgerufen sind oder eine politische Podiumsdiskussion durch. Daneben werden durch das SV-Team regelmäßig Sportveranstaltungen organisiert. Auch im Bereich des sozialen Engagements ist die SV tätig.
Als Erfolg der SV ist zu sehen, dass es seit 1997 das Schülercafe „Fata Morgana“ gibt. Dieses ist aus dem Brötchenverkauf durch die SV-Mitglieder entstanden. Im Nachgang unterstützte der Förderverein die Erstausstattung großzügig. Mit einer ABM-Kraft und einem Team von Eltern und ehemaligen Lehrern, die sich regelmäßig abwechseln werden Lebensmittel angeboten.

Schüleraustausch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das ATG unterhält ein Austauschprogramm mit Partnerschulen in Plan-de-Cuques (Frankreich). Im jährlichen Wechsel fahren Schülern des ATG für eine Woche in eine Gastfamilie und erhalten im Folgejahr einen Gegenbesuch der Partnerschule. In jedem Jahr absolvieren Schüler der 10. Klassen des ATG ein Betriebspraktikum in Plan-de-Cuques. Damit unterstützt die Schule die partnerschaftlichen Beziehungen der Gemeinde Engelskirchen mit der französischen Partnergemeinde.
In der Vergangenheit gab es lange Jahre einen Austausch mit einer Partnerschule in Sankt Petersburg (Russland) sowie einer Partnerschule in Croydon (London, Großbritannien). In den letzten Jahren ist eine weitere Partnerschaft zu einem Gymnasium im polnischen Mogilno entstanden. Auch hier findet in regelmäßigen Zeitabständen ein Schüleraustausch sowohl nach Polen als auch nach Deutschland statt.

Arbeitsgemeinschaften & andere Projekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das ATG verfügt über mehrere Arbeitsgemeinschaften. In diesen Arbeitsgemeinschaften (kurz: AG) erstellen die Schüler unter Anleitung eines Lehrers, Elternteils oder eines senioren Schülers Arbeitsergebnisse. Aktuell gibt es folgende AGs:

Schülerzeitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das ATG verfügt über eine eigene Schülerzeitung mit dem Titel „PS“, was für „Post Scriptum“ steht. Im Inhalt ist meist ein Sportteil, ein Teil, in dem die Schüler berichten, die im Ausland sind bzw. waren, und in einer Rubrik wird immer allgemein über das ATG berichtet. Sie erscheint in der Regel zweimal pro Schuljahr und wird zum Preis von 1 € (für Schüler) bzw. 2 € (für Erwachsene) verkauft.

Nach einer Umorganisierung hat sich die Schülerzeitung in "Kaktus" umbenannt. Dieser Name wurde bereits zeitweise in der Vergangenheit verwendet.

Amateurfunk – Arduino[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2015 existiert am Aggertal-Gymnasium die Arduino AG, welche unter anderem, mit der Nutzung der Arduino-Plattform und dem eigenen herstellen von Platinen, einen Einblick in die Bereiche Elektronik und Programmierung gibt. Im Jahr 2018 war eines der Projekte der AG die Fertigung einer CNC-Fräse und eines autonomen Roboters.

Da Herr Dittrich, Leiter der AG, auch als Funkamateur tätig ist, vermittelt die AG den Teilnehmern auch Wissen über dieses Themengebiet.

Sowohl Herr Dittrich als auch der stellvertretende Schulleiter Herr Baitz besitzen für diesen Zweck Ausbildungsrufzeichen. Diese ermöglicht es den Schülern selbst ohne Amateurfunklizenz unter Aufsicht selbst am Amateurfunk aktiv zu werden.

Die AG findet (Stand: Juni 2020) dienstags von 14:15 - 15:50 in NW-Labor des Aggertal-Gymnasiums statt.[2]

Kulturelle Projekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem Schuljahr 1998/99 werden am ATG regelmäßig Musicalprojekte in Angriff genommen. Den Anfang machte „Suore Cecilia“, eine Adaption von „Sister Act“. 2001 folgte eine Adaption von „Grease“ unter dem Namen „Let's Make A Musical“. Schließlich hatte im Oktober 2005 das erste selbst geschriebene Musical unter dem Namen „The Power Of Music“ Premiere. Alle drei Stücke durften die Schüler des ATG auch bei der Schultheaterwoche in Köln präsentieren.

Soziales Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1995 ist an der Schule das Projekt „Eine-Welt-Kreis“ etabliert, an dem Lehrer, Eltern und Schüler beteiligt sind. Als zentrale Fragestellungen widmet sich der Kreis monatlich den Themen Armut, Hunger und globale Umweltzerstörung. 1996 ist aus diesem Projekt der „Eine-Welt-Laden“ hervorgegangen. Hier verkaufen Schüler hauptsächlich aus der 1. und 2. Sekundarstufe in ihren Pausen freiwillig Schulhefte, Schokolade und Kaffee.

Ebenfalls seit 1995 schloss sich das ATG der „Aktion Courage“ an und zwar als Unterprojekt „Schule ohne Rassismus“, einem Titel, der 1996 verliehen wurde. Als Anerkennung für die Bemühungen erhielt das bundesweite Projekt die Buber-Rosenzweig-Medaille. In monatlichen Treffen werden zahlreiche Veranstaltungen organisiert, um für die Themen Rechtsextremismus, Antisemitismus und Diskriminierung zu sensibilisieren. Ziel ist es, eine „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ zu werden. Das gleichnamige Projekt wird von dem Verein Aktion Courage getragen.

Wettbewerbe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2003 war das Aggertal-Gymnasium auch bei Physikwettbewerben von vier Schülern erfolgreich vertreten. So konnten sie bei landesweiten Wasserraketen-Wettbewerben in Duisburg und Berlin Ergebnisse im vorderen Teilnehmerfeld erreichen. Nach ihrer ersten Rakete „Nepomuck“ folgten, jedes Mal deutlich verbessert, Nepomuck „2“, Nepomuck „3“ und Nepomuck „4“.

Besondere Begeisterung weckt in jedem Jahr der Känguru-Wettbewerb, an dem regelmäßig fast die Hälfte der Schülerschaft teilnimmt. 2007 hat die Schule das erste Mal am Englischwettbewerb „The Big Challenge“ mit ungefähr der Hälfte aller Schüler teilgenommen.

Seit 2007 haben regelmäßig Schülergruppen des Aggertal-Gymnasiums am Roboterwettbewerb der Gemeinschaftsoffensive Zukunft durch Innovation.NRW (zdi) teilgenommen. Durch kreativen Umbau eines vom Förderverein gestifteten Lego-NXT werden entsprechende Lösungen der jährlich neu gestellten Aufgaben entwickelt.

Solardach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Besonderheit ist das Solardach, mit dem Strom gewonnen wird, der in das lokale Netz eingespeist wird. Bei dem vom Wuppertal Institut organisierten Solardachprojekt wurde erstmals in Nordrhein-Westfalen die energetische Sanierung eines Schulgebäudes durch ein Bürgercontracting-Modell erfolgreich umgesetzt.

Alumni und ehemaliges Personal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Förderverein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein der Förderer und Freunde des Aggertal-Gymnasiums Engelskirchen e. V. (kurz Förderverein) unterstützt das Aggertal-Gymnasium bei Anschaffungen aller Art, die unterrichtlichen Zwecken dienen. Somit soll die Lern- und Lehrqualität erhöht werden, um die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber anderen Schulen aufrechtzuerhalten.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Aggertal-Gymnasium Kollegium. Abgerufen am 24. Juli 2019.
  2. Amateurfunk - Arduino AG. Abgerufen am 23. Juni 2020.