Sister Act (Musical)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Sister Act – Ein himmlisches Musical-Vergnügen
Sister Act the Musical folio.jpg
Musicaldaten
Titel: Sister Act – Ein himmlisches Musical-Vergnügen
Originaltitel: Sister Act
Originalsprache: Englisch
Musik: Alan Menken
Buch: Bill Steinkellner
Cherie Steinkellner
Liedtexte: Glenn Slater
Literarische Vorlage: Sister Act – Eine himmlische Karriere
Originalregie: Peter Schneider
Uraufführung: 24. Oktober 2006
Ort der Uraufführung: Pasadena,
Kalifornien
Spieldauer: ca. 3 Stunden
Ort und Zeit der Handlung: Philadelphia, Pennsylvania
1978
Rollen/Personen

Wo mehrere Namen genannt sind, unterscheiden sich die Rollennamen zwischen den verschiedenen Spielorten.

  • Deloris Van Cartier Familie dort. Es ist außerdem Sitz der „Gräflich Nesselrodeschen Forstverwaltung“. Die
  • Mutter Oberin
  • Curtis Shank / Curtis Jackson
  • Eddie Souther / Eddie Fritzinger
  • Schwester Mary Robert
  • Schwester Mary Lazarus
  • Schwester Mary Patrick
  • Bones / Joey
  • Dinero / Pablo
  • TJ
  • Monsignore Howard / Monsignore O’Hara

Sister Act – ein himmlisches Musical ist ein Musical, das auf dem gleichnamigen Film Sister Act mit Whoopi Goldberg basiert. Die Musik wurde von Alan Menken komponiert, hat aber keinen Bezug zur Filmmusik.

Die Uraufführung des Musicals fand am 24. Oktober 2006 in Pasadena (Pasadena Playhouse) im US-Bundesstaat Kalifornien statt, die Europapremiere am 2. Juni 2009 im Londoner West End (London Palladium).

Zweiter europäischer Spielort wurde das Operettenhaus in Hamburg, wo am 2. Dezember 2010 die deutschsprachige Premiere stattfand. Ab dem 9. Dezember 2012 war das Musical in Stuttgart und ab dem 3. Dezember 2013 in Oberhausen zu sehen.

Ab Oktober 2016 soll Sister Act erneut nach Deutschland kommen und im Theater des Westens in Berlin zu sehen sein. Anschließend soll das Musical auf Tour gehen.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die wenig erfolgreiche Loungesängerin Deloris van Cartier wird Zeugin eines Mordes. Ihr verheirateter Liebhaber Curtis Shank, der ein bedeutender Mann in der Unterwelt und verantwortlich für den Mord ist, gibt seinen Gefolgsmännern den Auftrag, sie auszuschalten.

Weil Deloris die einzige Zeugin ist, wird sie nach ihrer Flucht von Lieutenant Eddie Souther als Schwester Mary Clarence gegen ihren Willen in einem Kloster versteckt. Dort hat sie jedoch erhebliche Eingewöhnungsprobleme und wird von der Mutter Oberin schließlich angewiesen, im Nonnenchor, dessen Gesangskünste nicht gerade erbaulich sind, mitzusingen. Doch Mary Clarence kann der Gruppe eine klare Struktur geben und wird Leiterin des Chores, den sie schwungvoll die Gospel der Harlem-Tradition lehrt. Das neue Programm des Chores lockt wieder viele Menschen in die Kirche. Schließlich erfährt auch der Papst von der inzwischen berühmt gewordenen Gruppe und kündigt seinen Besuch für ein Konzert an.

Doch bevor die Nonnen den Papst mit ihrem Gesang erfreuen können, gibt ein Foto in einem Zeitungsartikel Curtis den Hinweis auf den Aufenthaltsort seiner ehemaligen Geliebten. Shank und seine Helfershelfer Bones, TJ und Dinero schleichen sich als Nonnen verkleidet ins Kloster ein und versuchen Deloris zu entführen. Dank ihren Mitschwestern und Eddie Souther, der noch rechtzeitig auftaucht, können das Vorhaben gestoppt und Shank samt Helfershelfer verhaftet werden.

In der letzten Szene geben die Schwestern das erwartete Konzert für den Papst. Schwester Mary Clarence – zwar im Habit, aber ohne Schleier – verhilft dem Chor ein letztes Mal zu einem sehr erfolgreichen Auftritt.

Spielorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Stück wurde zunächst in Pasadena und Atlanta aufgeführt, schaffte es jedoch nicht an den Broadway. Danach sicherte sich Stage Entertainment die Rechte für Europa und brachte das Stück dann zunächst in London und ein Jahr später in Hamburg auf die Bühne. Daraufhin gab es am New Yorker Broadway eine überarbeitete Fassung, die sich mehr an der Version aus London und Hamburg orientierte.

Bisherige Spielorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Versionen
  • USA: Pasadena: Premiere: 24. Oktober 2006, Derniere: 23. Dezember 2006
  • USA: Atlanta: Premiere: 17. Januar 2007, Derniere: 25. Februar 2007
Neuproduktionen
  • England: London: Premiere: 2. Juni 2009, Derniere: 30. Oktober 2010 (Stage Entertainment)
  • Deutschland: Hamburg (Operettenhaus): Premiere: 2. Dezember 2010, Derniere: 26. August 2012 (Stage Entertainment, 720 Aufführungen)
  • USA: New York (Broadway): Premiere: 24. März 2011, Derniere: 26. August 2012
  • Deutschland: Stuttgart: Premiere: 9. Dezember 2012, Derniere: 25. September 2013 (Stage Entertainment)
  • Italien: Mailand : Premiere : 27. Oktober 2011, Derniere: 29. April 2012 (Stage Entertainment)
  • Vereinigtes Königreich, Irland (Tournee): Premiere: 26. September 2011, Derniere: 20. Oktober 2012 (Stage Entertainment)
  • Österreich: Wien (Ronacher): Premiere: 15. September 2011, Derniere: 31. Dezember 2012 (Lizenzvergabe der Stage Entertainment)
  • Frankreich: Paris: Premiere: 20. September 2012, Derniere: 30. Juni 2013 (Stage Entertainment)
  • Niederlande: Den Haag: Premiere: 3. März 2013, Derniere: 10. August 2014 (Stage Entertainment)
  • Deutschland: Oberhausen: Premiere: 3. Dezember 2013, Derniere: 12. Februar 2015 (Stage Entertainment)
  • Kanada: Montreal: Premiere: 17. Juni 2014, Derniere: 2. August 2014
Zodwa Selele (2013)

Aktuelle Spielorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • USA: Tournee: Premiere: 2. Oktober 2012
  • Spanien: Barcelona: Premiere: 24. Oktober 2014
  • Berlin: Theater des Westens – Premiere: 9. Oktober 2016

Titelliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Musicalfassung wurde neue Musik geschrieben, d.h. die aus dem Film bekannten Lieder sind nicht in der Bühnenversion vorhanden.

Erster Akt

  • Prolog
  • Take Me to Heaven (Zeig mir den Himmel) – Deloris, KT, LaRosa & Backups
  • Fabulous (Fabelhaft, Baby) – Deloris, KT & LaRosa
  • Here Within These Walls (Hier an diesem Ort) – Mother Superior & Nuns
  • How I Got the Calling (Meine Offenbarung) – Deloris, Mary Patrick, Mary Lazarus, Mary Robert & Nuns (nur London & Hamburg)
    • Good To Be A Nun (Nonnen haben´s gut) (Neues Lied für die Shows in Wien, New York, Mailand, Paris, Stuttgart und Scheveningen)
  • When I Find My Baby (Ich mach sie kalt) – Shank, TJ, Bones, & Dinero
  • Do the Sacred Mass (Der geweihte Pfad des Herrn) – Deloris, Mary Patrick, Mary Lazarus, Mary Robert & Barflies (der Song ist seit Wien nicht mehr in der Show enthalten)
  • I Could Be That Guy (Tief in mir) – Eddie & Transients
  • Raise Your Voice (Singt hinauf zum Himmel) – Deloris, Mary Patrick, Mary Lazarus, Mary Robert & Nuns
  • Take Me to Heaven-Reprise (Zeig mir den Himmel - Reprise) – Monsignor Howard, Deloris, Mother Superior, Mary Patrick, Mary Lazarus, Mary Robert, Nuns & Photographers

Zweiter Akt

  • Sunday Morning Fever (Sonntagmorgenfieber) – Monsignor Howard, Deloris, Mother Superior, Eddie, TJ, Bones, Dinero, Nuns & Barflies
  • Lady in the Long Black Dress (Hey, Schwester) – TJ, Bones, & Dinero
  • Bless Our Show (Schütz die Show) – Deloris, Mary Patrick, Mary Lazarus, Mary Robert & Nuns
  • Here Within These Walls – Reprise (Hier an diesem Ort – Reprise) – Mother Superior (London und Hamburg)
    • Haven’t Got a Prayer (Mir bleibt wohl keine Wahl) (Neues Lied für die Aufführungen in New York, Wien, Mailand, Paris, Stuttgart und Scheveningen)
  • The Life I Never Led (Die Welt, die ich nie sah) – Mary Robert
  • Fabulous, Baby! – Reprise (Fabelhaft Baby – Reprise) - Eddie
  • Fabulous, Baby! – Reprise (Fabalhaft Baby – Reprise) – Deloris, Backups & Nuns
  • Sister Act (Sister Act) – Deloris
  • When I Find My Baby – Reprise (Ich mach sie kalt) – Shank
  • The Life I Never Led – Reprise (Die Welt, die ich nie sah – Reprise) – Mary Robert
  • Sister Act – Reprise (Sister Act – Reprise) – Deloris, Mother Superior, Mary Patrick, Mary Lazarus, Mary Robert & Nuns
  • Spread the Love Around (Lasst die Liebe rein) – Mother Superior, Deloris, Mary Patrick, Mary Lazarus, Mary Robert, Nuns & Altar Boy

Besetzung London[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Deloris Van Cartier: Patina Miller
  • Mutter Oberin: Sheila Hancock
  • Curtis Shank: Chris Jarman
  • Monsignore Howard: Ian Lavender
  • Eddie Souther: Ako Mitchell
  • Schwester Mary Robert: Kathy Rowley Jones
  • Schwester Mary Lazarus: Jacqueline Clarke
  • Schwester Mary Patrick: Claire Greenway
  • TJ: Thomas Goodbridge
  • Bones: Nicolas Colicos
  • Dinero: Ivan De Freitas

Besetzung Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sister Act Deutschland Premierenbesetzung Hamburg (2010) Premierenbesetzung Stuttgart (2012) Premierenbesetzung Oberhausen (2013)
Deloris Van Cartier Zodwa Selele
Mutter Oberin Daniela Ziegler Karin Schröder Gudrun Schade
Curtis Shank/Curtis Jackson Cusch Jung Daniele Nonnis Mischa Mang
Monsignor Howard/ Monsignore O'Hara Uwe Dreves Anton Rattinger Armin Dillenberger
Eddie Souther/ Eddie Fritzinger Mathieu Boldron Gino Emnes Mathieu Boldron
Schwester Mary Robert Ina Trabesinger Madeleine Lauw Abla Alaoui
Schwester Mary Lazarus Sonya Martin Regina Venus Verena Plangger
Schwester Mary Patrick Martine de Jager Sonja Atlas
TJ Dave Mandell Luigi Scarano Fehmi Göklü
Bones/Joey Tetje Mierendorf Benjamin Eberling
Dinero/Erkan/Pablo Pedro Reichert Fehmi Göklü Terry Alfaro

Premierenbesetzung Broadway[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Deloris Van Cartier: Patina Miller
  • Mutter Oberin: Victoria Clark
  • Curtis Jackson: Kingsley Leggs
  • Monsignor Howard: Fred Applegate
  • Eddie Souther: Chester Gregory II
  • Schwester Mary Robert: Marla Mindelle
  • Schwester Mary Lazarus: Audrie Neenan
  • Schwester Mary Patrick: Sarah Bolt
  • TJ: Demond Green
  • Joey: John Treacy Egan
  • Pablo: Caesar Samayoa

Premierenbesetzung Wien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Deloris Van Cartier: Ana Milva Gomes
  • Mutter Oberin: Dagmar Hellberg
  • Curtis Jackson: Drew Sarich
  • Eddie Fritzinger: Thada Suanduanchai
  • Schwester Mary Robert: Barbara Obermeier
  • Schwester Mary Lazarus: Kathy Tanner
  • Schwester Mary Patrick: Sonja Atlas
  • TJ: Bernhard Viktorin
  • Joey: Martin Berger
  • Erkan: Arcangelo Vigneri
  • Monsignore O'Hara: Michael Schönborn

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 15. und 18. April 2011 wurde die Kulisse sowie die Besetzung der Hamburger Inszenierung des Musicals in die Handlung der Serie Hand aufs Herz eingebaut. In der Serie traten die Seriendarsteller gemeinsam mit dem Ensemble auf. Zodwa Selele (Deloris) sowie Tetje Mierendorf (Bones) verkörperten sich selbst und hatten auch einige Dialoge.[1]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2011 erhielt Patina Miller für ihre Leistung in der Broadway-Produktion den Theatre World Award. 2012 wurde die Hamburger Produktion mit dem Live Entertainment Award als beste En-Suite-Veranstaltung ausgezeichnet.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hand aufs Herz meets Sister Act auf presseportal.de, veröffentlicht am 13. April 2011, abgerufen am 11. Februar 2013