Albersbach (Rimbach)

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Albersbach
Gemeinde Rimbach
Koordinaten: 49° 37′ 41″ N, 8° 43′ 44″ O
Höhe: 243 (221–297) m
Fläche: 1,27 km²[1]
Einwohner: 272 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 214 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1969
Postleitzahl: 64668
Vorwahl: 06253

Albersbach ist mit knapp 300 Einwohnern der kleinste Ortsteil der Gemeinde Rimbach im südhessischen Kreis Bergstraße. Zu ihm gehören die Höfe Hesselberg und Kreiswald.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt im vorderen Odenwald in einem kleinen westlichen Seitental der Weschnitz westlich von Rimbach-Mitte. Die höchste Erhebung von Albersbach liegt bei etwa 360 Meter im Westen der Gemarkung auf dem Höhenzug, der sich von der Juhöhe nach Nordosten erstreckt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die älteste erhaltene Erwähnung von Albersbach stammt von 805 als „Albenesbach“. Jahrhundertelang war der Ort im Besitz der Herren von Dalberg.[2] Der heute zu Albersbach zählende Hof Kreiswald[3] gehörte dagegen der Familie Ulner von Dieburg.[4]

In Albersbach und im Hof Kreiswald galt das Pfälzische Landrecht von 1582, erneuert 1610, als Partikularrecht. Darüber hinaus galt das Gemeine Recht, soweit das Pfälzische Landrecht für einen Sachverhalt spezielle Regelungen nicht enthielt. Dieses Sonderrecht behielt seine Geltung auch im gesamten 19. Jahrhundert während der Zugehörigkeit des Gebietes zum Großherzogtum Hessen[5] und wurde erst zum 1. Januar 1900 von dem einheitlich im ganzen Deutschen Reich geltenden Bürgerlichen Gesetzbuch abgelöst.

1806 fielen Albersbach und der Hof Kreiswald durch die Rheinbundakte[6] an das Großherzogtum Hessen, das die Orte in das Fürstentum Starkenburg (ab 1816: Provinz Starkenburg) eingliederte. Die Patrimonialgerichtsbarkeit der adeligen Familien bestand aber zunächst fort.

1812 wurden 97 Einwohner in elf Häusern gezählt.

1820 bis 1822 kam es zu einer Verwaltungsreform im Großherzogtum. Mit ihr wurden nun auch auf unterer Ebene Rechtsprechung und Verwaltung getrennt. Für die Verwaltungsaufgaben wurden Landratsbezirke geschaffen, für die erstinstanzliche Rechtsprechung Landgerichte.[7] Albersbach wurde 1820 oder kurz davor in ein nur kurz bestehendes Amt Heppenheim eingegliedert.[8] Sowohl Albersbach als auch der Hof Kreiswald wurden 1821 hinsichtlich der Verwaltung in den Landratsbezirk Heppenheim eingegliedert[9] und hinsichtlich der Rechtsprechung dem Landgericht Fürth zugeordnet. Die Familie Ulner von Dieburg hatte zuvor gegenüber dem Staat auf ihre Patrimonialgerichtsbarkeit verzichtet.[10]

Von 1821 bis 1839 bildete Albersbach zusammen mit Bonsweiher und Ober-Laudenbach eine gemeinschaftliche Bürgermeisterei („Ober-Laudenbach“).

1886 wurde eine Schule gebaut. Sie blieb nach einem Neubau bis 1968 in Betrieb.

Im Wettbewerb Unser Dorf soll schöner werden wurde der Ort 1964 Landessieger und ein Jahr später sogar Bundessieger.

Kurz vor dem Anlaufen der großen Zusammenlegungswelle der Gebietsreform in Hessen schloss sich die Gemeinde zu Jahresbeginn 1969 der Gemeinde Rimbach an.[11] Für Albersbach wurde ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher eingerichtet, der auch die dicht bei Albersbach, aber doch schon in der Gemarkung Rimbach liegende Gehöftgruppe Helmsberg, mit einschließt.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Eingliederung in die Gemeinde Rimbach wurde für Albersbach ein Ortsbeirat mit Ortsvorsteher installiert. Der Ortsbeirat Albersbach umfasst fünf Sitze, die sich nach den Kommunalwahlen in Hessen 2016 folgendermaßen aufteilen:

  • CDU: 1 Sitz
  • SPD: 4 Sitze

Ortsvorsteher ist Volker Raab (SPD).[12]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für den Straßenverkehr ist Albersbach durch die Kreisstraße 8 erschlossen, die in Rimbach-Mitte von der Bundesstraße 38 abzweigt und im Ort endet.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Seit 1993 gibt es einen Obstlehrpfad.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • L. Ewald: Beiträge zur Landeskunde. In: Grossherzogliche Centralstelle für die Landes-Statistik (Hg.): Beiträge zur Statistik des Grossherzogthums Hessen. Jonghaus, Darmstadt 1862.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Gemeinde Rimbach Haushalt 2014. Deckblatt Seite II. (pdf), abgerufen im Februar 2016
  2. Ewald, S. 49.
  3. Kreiswald, Landkreis Bergstraße. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 28. Mai 2014). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  4. Ewald, S. 49.
  5. Arthur Benno Schmidt: Die geschichtlichen Grundlagen des bürgerlichen Rechts im Großherzogtum Hessen. Curt von Münchow, Giessen 1893, S. 111.
  6. Art. 25 Rheinbundakte.
  7. Verordnung Die Eintheilung des Landes in Landraths- und Landgerichtsbezirke betreffend vom 14. Juli 1821. In: Hessisches Regierungsblatt vom 20. Juli 1821, S. 403ff.
  8. Albersbach, Landkreis Bergstraße. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 27. Februar 2020). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  9. Verordnung Die Eintheilung des Landes in Landraths- und Landgerichtsbezirke betreffend vom 14. Juli 1821. In: Hessisches Regierungsblatt vom 20. Juli 1821, S. 406.
  10. Verordnung Die Eintheilung des Landes in Landraths- und Landgerichtsbezirke betreffend vom 14. Juli 1821. In: Hessisches Regierungsblatt vom 20. Juli 1821, S. 407.
  11. Eingliederung der Gemeinde Albersbach in die Gemeinde Rimbach, Landkreis Bergstraße vom 20. Dezember 1968. In: Der Hessische Minister des Innern (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1969 Nr. 1, S. 5, Punkt 8 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 6,1 MB]).
  12. Gremien und Parteien im Internetauftritt der Gemeinde Rimbach, abgerufen im März 2017.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]