Aldo Ciccolini

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Aldo Ciccolini (2005)

Aldo Ciccolini (* 15. August 1925 in Neapel; † 1. Februar 2015 in Asnières-sur-Seine) war ein italienisch-französischer Pianist.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aldo Ciccolini begann das Musikstudium im Alter von neun Jahren am Konservatorium Neapel, mit einer Sondererlaubnis des damaligen Direktors Francesco Cilea. Dort nahm er Klavierstunden bei Paolo Denza, einem Schüler von Ferruccio Busoni, und studierte Harmonielehre und Kontrapunkt bei Achille Longo.

Seinen ersten Auftritt als Pianist hatte er 1941 als 16-Jähriger im Teatro San Carlo, musste jedoch bis 1946 in Bars spielen, um das Familieneinkommen zu verbessern. 1949 gewann er den Marguerite Long-Jacques Thibaud-Wettbewerb in Paris; ein weiterer Preisgewinner war Paul Badura-Skoda. 1969 wurde er französischer Staatsbürger und unterrichtete von 1970 bis 1988 am Conservatoire de Paris, wo unter anderem Jean-Yves Thibaudet, Pascal Le Corre, Jean-Marc Savelli, Nicholas Angelich, André Sayasov, Francesco Libetta und Jean-Luc Kandyoti[1] zu seinen Schülern gehörten.

Als Interpret hat sich Ciccolini hauptsächlich mit seinen Darbietungen der Klavierwerke französischer Komponisten wie Camille Saint-Saëns, Maurice Ravel, Claude Debussy und Erik Satie einen Namen gemacht. Daneben spielte er auch gerne weniger bekannte Klavierwerke von Déodat de Séverac, Jules Massenet, Charles-Valentin Alkan oder Alexis de Castillon, sowie Werke der spanischen Komponisten Isaac Albéniz, Enrique Granados, Manuel de Falla oder von Franz Liszt.

Die Sopranistin Elisabeth Schwarzkopf sagte über ihn: „Ich habe kaum einen wunderbareren Partner und Begleiter getroffen.“

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2002 erhielt Ciccolini den Diapason d’or für seine Aufnahme des gesamten Klavierwerks von Janáček und von Schumann. Zudem wurde er Kommandeur des Ordre national du Mérite. Im März 2013 wurde er in Mailand für sein Lebenswerk mit dem „Lifetime Achievement Award“ von der Jury des „International Classical Music Award“ ausgezeichnet.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Aldo Ciccolini – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Piano ma non solo, Jean-Pierre Thiollet, Anagramme Ed., 2012, s. 79. ISBN 978 2 35035 333 3.