Almoharín

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Gemeinde Almoharín
Almoharín – Portikus und Galerie der Kirche
Almoharín – Portikus und Galerie der Kirche
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Almoharín
Almoharín (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: Extremadura
Provinz: Cáceres
Comarca: Sierra de Montánchez
Koordinaten 39° 11′ N, 6° 3′ WKoordinaten: 39° 11′ N, 6° 3′ W
Höhe: 300 msnm
Fläche: 93,68 km²
Einwohner: 1.848 (1. Jan. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 19,73 Einw./km²
Postleitzahl: 10132
Gemeindenummer (INE): 10020 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Website: Almoharín

Almoharín ist ein spanischer Ort und eine Gemeinde (municipio) mit 1.848 Einwohnern (Stand: 2017) in der Provinz Cáceres (Extremadura).

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Almoharín liegt zwischen mehreren Bächen (arroyos) am Südrand der maximal ca. 850 m hohen Sierra de San Cristóbal in einer Höhe von annähernd 300 m ü. d. M.[2] Die Entfernung zur Provinzhauptstadt Cáceres beträgt ungefähr 50 km (Fahrtstrecke) in nordwestlicher Richtung; die historisch bedeutsame Kleinstadt Trujillo befindet sich ca. 45 km nordöstlich. Das Klima ist gemäßigt bis warm; Regen (ca. 480 mm/Jahr) fällt hauptsächlich vom Herbst bis zum Frühjahr.[3]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1842 1900 1950 2000 2016
Einwohner 2.191 2.879 4.274 2.141 1.899

Der deutliche Bevölkerungsrückgang seit den 1950er Jahren ist im Wesentlichen auf die Mechanisierung der Landwirtschaft und den damit einhergehenden Verlust an Arbeitsplätzen zurückzuführen.[4]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gegend wird seit der Römerzeit Wein- und Olivenanbau sowie Viehzucht betrieben. Der Anbau von Weizen und anderen Feldfrüchten diente früher vorwiegend der Selbstversorgung. Ein Teil des Gemeindegebiets ist bewaldet und wird als Jagdgebiet genutzt. Darüber hinaus gibt es eine Wolfram- und Zinnmine, die von einer britischen Gesellschaft ausgebeutet wird.[5]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Iberer, Römer und Westgoten hinterließen kaum Spuren. Im 8. Jahrhundert überrannten arabisch-berberische Heere die Region; der Ortsname scheint aus almohadischer Zeit zu stammen. Um das Jahr 1230 wurde die Gegend von Alfons IX. von León für die Christen zurückerobert (reconquista) und dem Santiago-Ritterorden übergeben; anschließend erfolgte eine Neu- oder Wiederbesiedlung (repoblación) durch Christen aus dem Norden der Iberischen Halbinsel sowie durch Flüchtlinge aus Andalusien (mudéjares). Erst im Jahr 1596 löste sich Almoharín vom Nachbarort Montánchez.[6]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Südseite der dreiportaligen und dreischiffigen Iglesia del Salvador erhielt im 17. Jahrhundert einen Portikus mit darüber befindlicher Galerie. Bemerkenswert ist auch der vom 15. bis 18. Jahrhundert erbaute und mehrfach gestufte obere Teil des Glockenturms (camapanar).[7]
  • Die zu Beginn des 20. Jahrhunderts erbaute Ermita de Nuestra Señora de Sopetrán steht am Ortsrand. Auch sie verfügt über einen Portikus – allerdings auf der Nordseite.[8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Almoharín – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. Almoharín – Karte mit Höhenangaben
  3. Almoharín – Klimatabellen
  4. Almoharín – Bevölkerungsentwicklung
  5. Almoharín – Erzmine
  6. Almoharín – Geschichte
  7. Almoharín – Kirche
  8. Almoharín – Ermita