Alteno

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Alteno
Stadt Luckau
Koordinaten: 51° 51′ 41″ N, 13° 48′ 49″ O
Höhe: 58 m ü. NHN
Eingemeindung: 15. März 1973
Eingemeindet nach: Duben
Postleitzahl: 15926
Vorwahl: 035456
Alteno (Brandenburg)
Alteno

Lage von Alteno in Brandenburg

Alteno (niedersorbisch Rudow) ist ein Gemeindeteil von Duben, einem Ortsteil der Stadt Luckau im Landkreis Dahme-Spreewald in Brandenburg.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alteno liegt in der Niederlausitz etwa zehn Kilometer östlich von Luckau und 14 Kilometer westlich von Lübbenau. Umliegende Ortschaften sind Duben im Norden, Terpt im Nordosten, die zur Stadt Lübbenau gehörenden Ortsteile Groß Radden im Osten und Hindenberg im Südosten, Willmersdorf-Stöbritz im Süden, Cahnsdorf im Südwesten, Karche-Zaacko im Westen sowie Freiimfelde im Nordwesten.

Alteno liegt etwa vier Kilometer südlich der Bundesstraße 89 nach Lübben. Die Landesstraße 526 nach Lübbenau verläuft etwa zwei Kilometer südlich des Ortes.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alteno wurde erstmals im Jahr 1397 als „Altinow“ erstmals urkundlich erwähnt. 1487 wurde der Ort als „Altenow“ bezeichnet. Der Ortsname bedeutet in etwa „Allzunah“, bezeichnet also die Nähe zu einem anderen Ort. Dieser Ortsname war im Mittelalter sehr verbreitet.[1] Der Ort gehörte Anfang des 15. Jahrhunderts zur Herrschaft Reichwalde.[2] Am 26. April 1414 verkaufte der damalige Besitzer Johann von Bieberstein die Herrschaft mit den dazu gehörigen Dörfern an die Stadt Luckau.

Nach den Vereinbarungen des Wiener Kongresses kam das vormals sächsische Alteno an das Königreich Preußen und lag im Landkreis Luckau im Regierungsbezirk Frankfurt. Am 25. Juli 1952 wurde die Gemeinde dem neu gebildeten Kreis Luckau im Bezirk Cottbus zugeordnet. Zum 15. März 1973 wurde Alteno zusammen mit der bis dahin ebenfalls eigenständigen Gemeinde Kaden nach Duben eingemeindet.

Nach der Wende lag Alteno zunächst im Landkreis Luckau in Brandenburg. Am 25. Mai 1992 schloss man sich als Teil der Gemeinde Duben dem Amt Luckau an. Nach der brandenburgischen Kreisreform am 6. Dezember 1993 kam Alteno schließlich zum neu gebildeten Landkreis Dahme-Spreewald. Am 26. Oktober 2003 wurde Alteno im Zuge der Eingemeindung von Duben nach Luckau eingegliedert und zu einem Gemeindeteil herabgestuft.[3]

Fliegerhorst Alteno[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Nähe der Ortslage wurde 1938 ein Fliegerhorst vollständig fertig gestellt, welcher von der Luftwaffe der Wehrmacht genutzt wurde. Ab Oktober 1944 war dort zunächst das Jagdgeschwader 4 und von Januar bis Februar 1945 das Jagdgeschwader 301 stationiert. Anschließend wurde der Platz bis April 1945 durch das Schlachtgeschwader 77 genutzt.[4]

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges blieb der Flugplatz zunächst ungenutzt, bis er von den Luftstreitkräften der Nationalen Volksarmee übernommen wurde. Nach den Umbauarbeiten 1967 wurde er als Dezentralisierungsflugplatz des Jagdfliegergeschwaders 1 genutzt. Seit 1990 fand auf dem Flugplatz kein Flugbetrieb mehr statt. Bis 2009 wurde er für Motorsportveranstaltungen des MZA Luckau durchgeführt. Anfang 2012 errichtete die Wirsol Solar AG auf einem Teil der Landebahn eine Photovoltaik-Freiflächenanlage mit einer Spitzenleistung von 21 MWp.[5]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerentwicklung in Alteno von 1875 bis 1971[6]
Jahr Einwohner Jahr Einwohner
1875 140 1939 123
1890 109 1946 153
1910 138 1950 154
1925 146 1964 98
1933 146 1971 93

Nachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Reinhard E. Fischer: Die Ortsnamen der Länder Brandenburg und Berlin: Alter - Herkunft - Bedeutung. be.bra Wissenschaft, 2005, S. 18.
  2. Rudolf Lehmann: Historisches Ortslexikon für die Niederlausitz. Band 1: Einleitung und Übersichten. Die Kreise Luckau, Lübben und Calau. Marburg 1979, ISBN 3-921254-96-5.
  3. Alteno im Geschichtlichen Ortsverzeichnis. Abgerufen am 29. August 2017.
  4. Henry L. deZeng IV: Luftwaffe Airfields 1935-45 Germany (1937 Borders), S. 14–15, abgerufen am 29. August 2017.
  5. WIRSOL Solar AG verkauft 21 Megawatt Solarpark in Brandenburg. 13. Januar 2012, abgerufen am 29. August 2017.
  6. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. (PDF; 331 KB) Landkreis Dahme-Spreewald. Landesbetrieb für Datenverarbeitung und Statistik Land Brandenburg, Dezember 2006, abgerufen am 29. August 2017.