Amt Biesenthal-Barnim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Amtes Biesenthal-Barnim
Amt Biesenthal-Barnim
Deutschlandkarte, Position des Amtes Biesenthal-Barnim hervorgehoben
Koordinaten: 52° 46′ N, 13° 44′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Barnim
Fläche: 199,44 km2
Einwohner: 11.923 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 60 Einwohner je km2
Amtsschlüssel: 12 0 60 5003
Amtsgliederung: 6 Gemeinden
Adresse der
Amtsverwaltung:
Berliner Str. 1
16359 Biesenthal
Webpräsenz: www.amt-biesenthal-barnim.de
Amtsdirektor: André Nedlin
Lage des Amtes Biesenthal-Barnim im Landkreis Barnim
AhrensfeldeAlthüttendorfBernau bei BerlinBiesenthalBreydinBritz (bei Eberswalde)ChorinEberswaldeFriedrichswaldeHohenfinowJoachimsthalLiepeLunow-StolzenhagenMarienwerderMelchowNiederfinowOderbergPanketalParsteinseeRüdnitzSchorfheideSydower FließWandlitzWerneuchenZiethenBrandenburgKarte
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeindeverband in Deutschland/Wartung/Wappen

Das Amt Biesenthal-Barnim mit Sitz in der Stadt Biesenthal ist ein Amt im Landkreis Barnim des Landes Brandenburg, in dem sechs Gemeinden zu einem Verwaltungsverbund zusammengeschlossen sind. Es wurde 1992 gebildet und umfasste zunächst acht Gemeinden in den damaligen Kreisen Bernau und Eberswalde. Durch Gemeindezusammenschlüsse und Ein- und Ausgliederungen von Gemeinden hat das Amt heute sechs amtsangehörige Gemeinden.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Amt liegt in der Mitte des Landkreises Barnim und grenzt an die Gemeinde Wandlitz im Westen, an die Stadt Eberswalde und die Gemeinde Schorfheide im Norden, den Landkreis Märkisch-Oderland im Osten sowie die Stadt Bernau bei Berlin im Süden.

Gemeinden und Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Amt gliedert sich derzeit (2018) in folgende Gemeinden, Ortsteile und Wohnplätze[2]:

  • Biesenthal (Stadt) mit dem Ortsteil Danewitz und den Wohnplätzen Dewinsee-Siedlung, Eiserbude, Hellmühle, Priesterpfuhlsiedlung, Siedlung, Vorwerk, Wehrmühle und Wullwinkel
  • Breydin mit den Ortsteilen Tuchen-Klobbicke und Trampe sowie den Wohnplätzen Karlshof, Klobbicke, Mittelmühle, Neue Mühle und Tuchen
  • Marienwerder mit den Ortsteilen Ruhlsdorf, Marienwerder und Sophienstädt und den Wohnplätzen Forsthaus Grafenbrück, Grafenbrücker Mühle, Grafenbrückschleuse, Pechteich und Ruhlsdorfer Schleuse
  • Melchow mit den Ortsteilen Melchow und Schönholz sowie dem Wohnplatz Wildtränke
  • Rüdnitz mit den Wohnplätzen Albertshof, Bahnhofssiedlung, Kühle Kaveln, Langerönner Mühle und Schulzenaue
  • Sydower Fließ mit den Ortsteilen Grüntal (Sydower Fließ) und Tempelfelde sowie den Wohnplätzen Siedlung und Sydow

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 17. Juni 1992 erteilte der Minister des Innern seine Zustimmung zur Bildung des Amtes Biesenthal-Barnim, für dessen Zustandekommen der 19. Juni 1992 festgelegt wurde[3]. Sitz der Amtsverwaltung ist die Stadt Biesenthal. Folgende Gemeinden aus den damaligen Kreisen Bernau und Eberswalde waren darin zusammengefasst:

  1. Danewitz
  2. Tempelfelde
  3. Grüntal
  4. Spechthausen
  5. Tuchen-Klobbicke
  6. Trampe
  7. Melchow
  8. Stadt Biesenthal

Am 27. September 1998 schlossen sich Trampe und Tuchen-Klobbicke zur neuen Gemeinde Breydin zusammen[4], und die Gemeinden Grüntal und Tempelfelde bildeten die neue Gemeinde Sydower Fließ[5]. Zum selben Zeitpunkt schlossen sich auch Melchow und Spechthausen zur neuen Gemeinde Melchow zusammen[6]. Am 31. Dezember 2002 wurde die Gemeinde Rüdnitz (vorher Amt Panketal) dem Amt Biesenthal-Barnim zugeordnet[7]. Im Zuge der Gemeindereform 2003 in Brandenburg wurde am 26. Oktober 2003 Danewitz in die Stadt Biesenthal eingegliedert[8]. Die Gemeinde Marienwerder (vorher Amt Groß Schönebeck (Schorfheide)) wurde dem Amt Biesenthal-Barnim zugeordnet; das Amt Groß Schönebeck (Schorfheide) wurde aufgelöst[9]. Der Ortsteil Spechthausen der Gemeinde Melchow wurde zum 1. Januar 2006 nach Eberswalde eingegliedert.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1992 7 259
1993 7 389
1994 7 481
1995 7 456
1996 7 570
1997 7 759
1998 7 968
1999 8 002
Jahr Einwohner
2000 8 093
2001 8 175
2002 10 231
2003 11 957
2004 12 000
2005 12 032
2006 11 818
2007 11 826
2008 11 712
2009 11 743
Jahr Einwohner
2010 11 792
2011 11 779
2012 11 790
2013 11 888
2014 11 962
2015 12 038
2016 11.923

Gebietsstand des jeweiligen Jahres,[10][11] ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Amtsdirektor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

André Nedlin wurde am 22. Oktober 2012 durch den Amtsausschuss für eine Amtsdauer von acht Jahren zum Amtsdirektor gewählt. Er trat sein Amt am 1. Dezember 2012 an.[12]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „In Gold über einem durchbrochenen grünen Achtberg als Schildfuß, rechts eine aus diesem herauswachsende begrannte grüne Ähre mit einem Halm, links ein gestürztes grünes Lindenblatt. Aus diesem erwächst ein roter Adler.“

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2016 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Amt Biesenthal-Barnim auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung
  3. Bildung des Amtes Biesenthal-Barnim. Bekanntmachung des Ministers des Innern vom 13. Juni 1992. Amtsblatt für Brandenburg - Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 3. Jahrgang, Nummer 47, vom 10. Juli 1992, S. 890.
  4. Bildung einer neuen Gemeinde aus den Gemeinden Trampe und Tuchen-Klobbicke. Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 6. Mai 1998. Amtsblatt für Brandenburg - Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 9. Jahrgang, Nummer 21, vom 2. Juni 1998, S. 499.
  5. Bildung einer neuen Gemeinde aus den Gemeinden Grüntal und Tempelfelde. Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 6. Mai 1998. Amtsblatt für Brandenburg - Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 9. Jahrgang, Nummer 21, vom 2. Juni 1998, S. 500.
  6. Bildung einer neuen Gemeinde aus den Gemeinden Spechthausen und Melchow. Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 6. Mai 1998. Amtsblatt für Brandenburg - Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 9. Jahrgang, Nummer 21, vom 2. Juni 1998, S. 499.
  7. Änderung des Amtes Panketal. Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 5. Dezember 2002. Amtsblatt für Brandenburg - Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 13. Jahrgang, Nummer 54, vom 30. Dezember 2002, S. 1181. PDF
  8. Eingliederung der Gemeinde Danewitz. Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 3. Mai 2002. Amtsblatt für Brandenburg - Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 13. Jahrgang, Nummer 22, vom 29. Mai 2002, S. 561. PDF
  9. Fünftes Gesetz zur landesweiten Gemeindegebietsreform betreffend die Landkreise Barnim, Märkisch-Oderland, Oberhavel, Ostprignitz-Ruppin, Prignitz, Uckermark (5.GemGebRefGBbg) vom 24. März 2003 (GVBl.I/03, Nr. 05, S.82), geändert durch Gesetz vom 1. Juli 2003 (GVBl.I/03, Nr. 10, S.187)
  10. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Barnim, S. 12–13.
  11. Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2015 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7.
  12. André Nedlin heißt der neue Amtsdirektor. In: Märkische Oderzeitung, 24. Oktober 2012

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]