Biesenthal

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Dieser Artikel behandelt die Stadt Biesenthal im Landkreis Barnim; für andere Bedeutungen siehe Biesenthal (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Biesenthal
Biesenthal
Deutschlandkarte, Position der Stadt Biesenthal hervorgehoben
52.76666666666713.63305555555650Koordinaten: 52° 46′ N, 13° 38′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Barnim
Amt: Biesenthal-Barnim
Höhe: 50 m ü. NHN
Fläche: 60,92 km²
Einwohner: 5564 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 91 Einwohner je km²
Postleitzahl: 16359
Vorwahl: 03337
Kfz-Kennzeichen: BAR, BER, EW
Gemeindeschlüssel: 12 0 60 024
Stadtgliederung: 1 Ortsteil
Adresse der
Stadtverwaltung:
Am Markt 1
16359 Biesenthal
Webpräsenz: www.biesenthal.de
Bürgermeister: Carsten Bruch (CDU)
Lage der Stadt Biesenthal im Landkreis Barnim
Ahrensfelde Althüttendorf Bernau bei Berlin Biesenthal Breydin Britz (bei Eberswalde) Chorin Eberswalde Friedrichswalde Hohenfinow Joachimsthal Liepe Lunow-Stolzenhagen Marienwerder Melchow Niederfinow Oderberg Panketal Parsteinsee Rüdnitz Schorfheide Sydower Fließ Wandlitz Werneuchen Ziethen BrandenburgKarte
Über dieses Bild

Biesenthal ist eine zum Amt Biesenthal-Barnim gehörige Stadt im Landkreis Barnim in Brandenburg.

Geomorphologie[Bearbeiten]

Geomorphologisch wurde die Region wesentlich in der Weichsel-Kaltzeit vor etwa 15.000 Jahren geformt. Im Südwesten der Gemeinde ist die glaziale Prägung im Naturschutzgebiet Biesenthaler Becken anhand vieler Zungenbeckenseen besonders erkennbar.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Zur Stadt Biesenthal gehört das frühere Dorf Danewitz, das nach Biesenthal eingemeindet wurde und heute Ortsteil ist.

Geschichte[Bearbeiten]

Von der Entstehung der Siedlung bis zum Ende des 17. Jahrhunderts[Bearbeiten]

Verdute der Burg

Der Raum um Biesenthal war bis zum 10. Jahrhundert slawisches Siedlungsgebiet, das durch die Askanier erobert wurde. Der Ort wurde ursprünglich als Askanierburg gegründet, 1258 als Sitz einer Vogtei erstmals urkundlich erwähnt (als Bizdal oder Bysdal). Aus dem Jahr 1265 ist eine weitere urkundliche Erwähnung, diesmal von einem Pfarrer überliefert. Experten vermuten, dass zu dieser Zeit bereits ein Vorgängerbau der Stadtkirche existierte. Aus dem Jahr 1267 ist eine Heer- und Handelsstraße nach Berlin überliefert (via Bysdal).[2] Einen weiteren Aufschwung erlebt die Ansiedlung durch die Anerkennung als Marktort durch den Markgrafen Johann VI. am 18. Dezember 1315. In diesem Jahr erhielt sie auch das Stadtrecht. [3] Bereits 1267 wurde von einer Straße (via Bizdal) über Oderberg in die Uckermark gesprochen. Der Ortsname wurde wahrscheinlich von Siedlern aus der Altmark übernommen.

Eine Burg wurde 1337 erstmals urkundlich erwähnt, 1426 sind die Brüder Claus, Wilke und Otto von Arnim als Burgherren genannt. Den Überlieferungen zu Folge handelte es sich um eine Doppelanlage auf zwei Hügeln, die mit einer Brücke untereinander verbunden waren. Die Familie derer von Armin behielt sie bis in das Jahr 1577 und übernahm auch das Kirchenpatronat. In diesem Jahr erwarb Kurfürst Johann Georg Biesenthal samt Burg, die im Dreißigjährigen Krieg schon sehr schadhaft war. Anfang des 17. Jahrhunderts war sie bis auf die Grundmauern abgetragen.[4] Auf dem Schloßberg befinden sich im 21. Jahrhundert Reste der Grundmauern.

Die Wehrmühle Biesenthal wurde 1375 als „Weremolle“ urkundlich erwähnt. In der Nacht vom 23. auf den 24. September brannte es in der Stadt. 20 Häuser und Wohnstellen wurden vernichtet. 1588 gründete sich die Schützengilde. Aus dem Jahr 1595 ist erstmals eine Bürgerliste überliefert. 1632 kam es zu einem Großbrand, bei dem die Stadt bis auf wenige Häuser komplett zerstört wird. Die Burg fiel den Flammen ebenso zum Opfer wie das Archiv der Stadt. Anschließend wütet die Pest in Biesenthal.

Im Jahre 1671 kamen die ersten Juden in den Ort. Die bis Ende des 17. Jahrhunderts auf 64 Personen gewachsene Gemeinde gründete einen Jüdischen Friedhof an der Berliner Chaussee, der mehrfach zerstört wurde. 1672 nahm die Stadt eine Garnison auf, die der Gemeinde einen bescheidenen Wohlstand brachte.

18. und 19. Jahrhundert[Bearbeiten]

Altes Rathaus

1756 vernichtete ein erneuter Stadtbrand Biesenthal bis auf 10 Häuser, die 1764 einem weiteren Brand zum Opfer fielen. Dadurch sind wertvolle Urkunden und Dokumente vernichtet worden. Die verbliebenen Einwohner bauten ihre Häuser in den Jahren 1760 und 1761 neu auf.[5] Drei Jahre später brannte es erneut in der Stadt. Dieses Mal fielen erneut alle Gebäude den Flammen zum Opfer. Lediglich das im 21. Jahrhundert noch vorhandene Haus in der Schulstraße 10 blieb erhalten.

1808 erhielt Biesenthal durch die neue Städteordnung erneut die Selbstverwaltung. 1812 legte die Stadt den Gemeindefriedhof an und eröffnete im Jahr 1837 eine Post. Weiteren Aufschwung brachte die Eröffnung des Bahnanschlusses an die Bahnstrecke Berlin–Szczecin am 1. August 1843. Zwei Jahre später löste die Verwaltung das Amt Biesenthal auf. Gleichzeitig führte die Stadt eine Straßenbeleuchtung ein. 1874 konnte die Stadt das neue Rathaus beziehen. Ab 1875 war Biesenthal an ein Telegrafennetz angeschlossen. 1884 übergab die Stadt der Öffentlichkeit einen hölzernen Aussichtsturm auf dem Schlossberg.

Ab dem 20. Jahrhundert[Bearbeiten]

Im Jahr 1906 erhielt die Stadt ihr Wappen. Ein Jahr später wurde an Stelle des hölzernen Aussichtsturms ein aus Mauerziegeln errichteter Nachfolgebau eingeweiht, der Kaiser-Friedrich-Turm. Im Ersten Weltkrieg fielen 129 Bürger Biesenthals. 1923 bauten die Stadtväter das Rathaus um. Ein Jahr später begannen die Arbeiten für den Stadtpark, die 1926 abgeschlossen werden konnten. In diesem Jahr eröffnete auch das Strandbad am Großen Wukensee.

In Biesenthal befand sich in den 1940er Jahren eine Außenstelle des KZ Sachsenhausen. Der im Ort angelegte jüdische Friedhof wurde in der NS-Zeit weitestgehend zerstört. Im Jahre 1988 wurden die noch vorhandenen Grabsteine unter einer Eiche aufgestellt und mit einer Tafel unter dem Zeichen des Davidsterns versehen, die an den Guten Ort erinnert.

Im Jahr 1945, als der Zweite Weltkrieg zu Ende ging, besetzte die sowjetische Armee den Ort. In der Folge wurden zahlreiche Archivalien aus dem Rathaus vernichtet.[5] Mehr als 580 Bürgerinnen starben während bzw. an den Folgen des Krieges. 1946 ergab eine Volkszählung 4.165 Einwohner. Die sowjetische Kommandantur übergab 1947 die Verwaltung wieder an die Stadt zurück. Im Auftrag des Amtes für Denkmalpflege erfolgte im Jahr 1952 eine notdürftige Reparatur des Turmes auf dem Schlossberg. 1958 gründeten sich die ersten LPGs. Im Jahr 1965 feierte Biesenthal sein 650-jähriges Bestehen. Die im 15. Jahrhundert vorhandene Wehrmühle stellte 1974 den Mahlbetrieb ein. Am 23. August 2002 brannte sie ab und wurde anschließend teilweise abgerissen. 1978 schlug ein Blitz in den Turm ein und zerstörte den Dachstuhl. Mit der Wende rückte der Schlossberg wieder in den Fokus der Stadt. Sie gab ein Konzept zur Sanierung des Berges in Auftrag. In den Jahren 1991 und 1992 wurde zunächst das Gelände ohne Berücksichtigung des Turms rekonstruiert. 1993 siedeln die Hoffnungsthaler Anstalten in Biesenthal und errichten eine Baumschule sowie ein Wohnheim für Menschen mit Behinderung. 1995 eröffnete die Heimatstube im alten Rathaus, 1998 die Grundschule. Biesenthal unterhält seit 1999 im Rahmen seiner Zugehörigkeit zum Amt Biesenthal mit der polnischen Stadt Nowy Tomysl eine aktive partnerschaftliche Beziehung.[6]

Im 21. Jahrhundert[Bearbeiten]

Im Jahr 2000 erweitern die Hoffnungsthaler Anstalten ihre Werkstätten. Im selben Jahr übergab die Stadt den Bürgern den neu gestalteten Markplatz. 2001 engagiert sich ein Heimatverein für eine erweiterte touristische Nutzung des Schlossberges und gab ein entsprechendes Konzept in Auftrag. In diesem Jahr begannen auch die Schlossbergfeste. Danewitz wurde am 26. Oktober 2003 eingemeindet.[7] 2006 pachtete der Heimatverein das Gelände auf dem Schlossberg. Der Turm wurde saniert und am 13. Oktober 2007 der Öffentlichkeit übergeben. Im selben Jahr konnten auch die Sanierungsarbeiten der Bahnhofstraße abgeschlossen werden. 2008 feierte die Gemeinde die 750-Jahr-Feier. Anlässlich dieser Feierlichkeiten ließ die Stadt farbige „Kultursteine“ verlegen, die an historisch bedeutenden, kulturell oder landschaftlich interessanten Stellen in den Boden eingelassen werden. Sie führen beispielsweise zum Lehmhaus in die Schulstraße 10 oder zur Galerie am Rathaus.[8] 2009 konnte die Schulmensa fertiggestellt werden. Zwei Jahre später sind auch die Breite Straße sowie die Fischerstraße saniert. Der Schlossberg wurde unter anderem mit EU-Mittel zu einem „Erlebnis Schlossberg Biesenthal“ ausgebaut. Mehrere Informationstafeln beschreiben die Geschichte des Ortes. Für Besucher und Reisende des Radfernwegs Berlin–Usedom richtete die Stadt einen Rastplatz ein.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Biesenthal:
Bevölkerungsentwicklung in den Grenzen von 2013 [9]
Jahr Einwohner
1875 2 632
1890 2 732
1910 3 370
1925 3 556
1933 3 879
1939 4 529
1946 4 598
1950 5 120
1964 4 910
1971 4 801
Jahr Einwohner
1981 4 730
1985 4 892
1989 4 815
1990 4 668
1991 4 624
1992 4 695
1993 4 846
1994 4 911
1995 4 869
1996 4 923
Jahr Einwohner
1997 5 058
1998 5 183
1999 5 220
2000 5 272
2001 5 340
2002 5 394
2003 5 454
2004 5 509
2005 5 625
2006 5 621
Jahr Einwohner
2007 5 637
2008 5 507
2009 5 563
2010 5 543
2011 5 498
2012 5 525
2013 5 564

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Am 5. März 2015 wurde Carsten Bruch (CDU) von der Stadtverordnetenversammlung mit 10 von 18 Stimmen gewählt und setzte sich damit gegen den Kandidaten Detlef Klix (BfB) durch. Bruch ist Amtsnachfolger von André Stahl (Die Linke), der seit dem 12. Dezember 2006 Bürgermeister von Biesenthal gewesen war.[10]

Stadtverordnetenversammlung[Bearbeiten]

Am 28. September 2008 fanden die letzten Kommunalwahlen statt. Danach setzt sich die aus 19 Personen bestehende Stadtverordnetenversammlung wie folgt zusammen:[11]

Partei / Wahlbewerber Stimmenanteil (Prozent) Sitze
Bürgermeister 1
Die Linke 41,79 7
SPD 14,80 3
CDU 16,61 3
Grüne/B90 06,30 1
FDP 03,46 1
PROD 03,38 1
BfB 06,83 1
NPD 06,82 1

Wappen[Bearbeiten]

Gültiges Wappen von Biesenthal

Das Wappen wurde am 21. Juli 1994 genehmigt.

Blasonierung: „In Silber eine bezinnte und gequaderte rote Burg zwischen deren zwei bezinnten, mit spitzen, geschindelten Dächern und je vier schwarzen Fenstern versehenen Türmen ein goldbewehrter roter Adler schwebt. Im offenen goldenen Torbogen erscheint ein aufgezogenes schwarzes Fallgatter.“[12]

Altes Wappen zu DDR-Zeiten[Bearbeiten]

Blasonierung: „Auf Silber zwei mit roten Zinnen versehene Spitztürme verbunden durch ein gelbes Tor mit angelassenem fünfzinkigen Fallgitter, darüber eine Mauer mit roten Zinnen; zwischen beiden Spitztürmen freischwebend einen roten Adler mit ausgebreiteten Schwingen und geschlossenem Schnabel sowie gelben Fängen; als oberen Abschluss eine gelbe Mauer mit 3 Zinnen, unterbrochen von einer in der Mitte befindlichen schwarzen Tür mit roter Längstrennung und beidseitig je vier roten entgegenlaufenden Diagonalstreifen.“

Sehenswürdigkeiten und Kultur[Bearbeiten]

Marktplatz Biesenthal

Sehenswert ist aber der historische Altstadtkern, der seit 1996 schrittweise saniert wird und komplett unter Denkmalschutz steht. Laut Amtsbeschluss vom Mai 2008 wird in der Grünstraße Ecke August-Bebel-Straße ein Pflasterdenkmal installiert, mit dem auf den Standort der früheren Schäfers Schmiede hingewiesen wird.[13] In dem früheren Kaffee zum Ratskeller, dessen Inhaber mit dem Hinweis „Stammkaffee des Boxweltmeisters Max Schmeling und anderer Prominenter“ warb, befindet sich heute das Büro des Tourismusvereins Naturpark Barnim.[5] Der alte Bahnhof wurde als Kulturbahnhof ausgebaut.[13] Im Jahre 2004 wurde Biesenthal als „Naturparkstadt“ ausgezeichnet.

Im Jahr der 750-Jahr-Feier wurde erstmals ein Internationales Speedway-Rennen erfolgreich organisiert.

Die Umgebung der Stadt bietet viele Wander- und Radtourmöglichkeiten auf den Spuren der Märkischen Eiszeitstraße. Im Ort Melchow, der zum Amtsbereich Biesenthal-Barnim gehört, befindet sich ein touristisches Begegnungszentrum.

Bauwerke[Bearbeiten]

evangelische Kirche

Die Liste der Baudenkmale in Biesenthal und die Liste der Bodendenkmale in Biesenthal enthalten alle in der Denkmaldatenbank des Landes Brandenburg eingetragenen Kulturdenkmale der Stadt und ihres Ortsteils Danewitz. Darunter:

  • Altes Rathaus, ein 1762–1768 erbautes Fachwerkgebäude, an dessen Restaurierung 2003 auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz beteiligt war.
  • Neues Rathaus, 1874 erbaut
  • Kaiser-Friedrich-Turm auf dem Schlossberg, auf dem Reste einer ehemaligen Askanierburg aus dem 13. Jahrhundert gefunden wurden.
  • Die evangelische Stadtkirche ist ein Sakralbau aus dem 13. Jahrhundert. Nach einem schweren Brand im 18. Jahrhundert, bei dem nur der Turm erhalten blieb, baute die Gemeinde das Bauwerk in den Jahren 1762 bis 1766 wieder auf. Im Innenraum befinden sich ein spätbarocker Kanzelaltar sowie eine Orgel von Ferdinand Dinse aus dem Jahr 1859. Sie gilt als sein bedeutendstes Werk.[14]
  • Katholische Kirche St. Marien, 1908/09 im französischen Barockstil erbaut (Bahnhofstraße 162)[15]
  • Ältestes Haus in Biesenthal: ein Fachwerkhaus mit Schilfrohrdach und der Inschrift „Si Deus pro nobis quis contra nos MDCCVII.“ („Wenn Gott mit uns ist, wer ist gegen uns 1707.“), Schulstraße 10
    Hier werden regelmäßig Lehmbau-Schnupperkurse gegeben, in denen sich Bauherren über diese umweltfreundliche Bauweise informieren können.
  • Altes Schul- und Rektorenhaus aus dem Jahre 1812 (Schulstraße 32)
  • Das 1946 errichtete Ehrenmal für die Opfer des Faschismus an der Bahnhofstraße, in der Nachbarschaft des größeren Kriegerdenkmals für die Gefallenen im Deutsch-Französischen Krieg 1870/1871
  • Feldsteindorfschmiede von 1595 und Feldsteinbacköfen im Ortsteil Danewitz

Naturdenkmäler[Bearbeiten]

Übersicht: Liste der Naturdenkmale in Biesenthal

  • Jubiläumseiche auf dem im Jahr 2000 neu gestalteten Markt vor dem Alten Rathaus. Der Baum wurde am 3. Januar 1886 anlässlich des 25. Regierungsjubiläums des Königs von Preußen gepflanzt. Bis in die 1920er Jahre war er von einem schmiedeeisernen Gitter umgeben.[16]
  • Großer und Kleiner Wukensee: Am Großen Wukensee, um den ein Rundweg führt, liegt das 1925 erbaute Strandbad.

Wirtschaft, Infrastruktur und Bildung[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Die Stadt liegt an der Bundesstraße 2 und der Landesstraße L 294. Biesenthal ist außerdem über die Eisenbahnlinie Berlin – Stettin sowie Berlin-Stralsund erreichbar. Der Bahnhof existiert seit 1843.

Die Motorisierung gemessen als Dichte an Privat-PKW entspricht in etwa dem Brandenburger Durchschnitt. Die Zahl der PKW ist etwas deutlich gestiegen als der Bevölkerungszuwachs. Die private Motorisierung hat proportional zur Entwicklung im Bundesland zugenommen.

Motorisierung

private Motorisierung in Biesenthal 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014
nichtgewerblich zugelassene PKW (zum 1.1.)[17] 2 677 2 682 2 727 2 763 2 792 2 861 2 861
nichtgewerbliche PKW je 1.000 Einwohner (31.12.Vj.) 475 487 490 498 508 518 514
Vergleichswert Land Brandenburg 475 479 486 493 506 508 510

Der Radfernweg Berlin-Usedom führt durch die Kleinstadt und durch das Biesenthaler Becken.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Die Hoffnungsthaler Werkstätten sind eine Werkstatt für Menschen mit Behinderung und in einer gemeinnützige GmbH organisiert.[18]. Sie betreiben unter anderem eine Baumschule sowie eine Bio-Molkerei.

Bildung[Bearbeiten]

In Biesenthal gibt es eine Grundschule. Für diesen Schulkomplex wurde ein früher hier vorhandenes Chemiekabinett umgebaut und dient seit kurzem als gemeinsame Mensa. Zum Amtsbereich gehören noch je eine Grundschule in Marienwerder und Sydower Fließ.[13]

Ständige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Musikfestival Rockende Eiche
  • Spielplatzfestival auf dem Spielplatz Waldlicht
  • Wukenseefest
  • Adventskunstmarkt im Kulturbahnhof
  • Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weitere Persönlichkeiten, die mit der Stadt in Verbindung stehen[Bearbeiten]

  • Max Schmeling, deutscher Boxweltmeister, war häufiger Gast im Trainingslager in Biesenthal[5]
  • Ralf Kerbach, deutscher Maler und Hochschullehrer, wohnt in Biesenthal
  • Wolfgang Coy, deutscher Informatiker und Hochschullehrer, wohnt in Biesenthal
  • Friedrich Schötschel (* 1926), Bildhauer, lebt und arbeitet seit 1954 in Biesenthal
  • Margit Schötschel-Gabriel (* 1933), Bildhauerein, lebt und arbeitet seit 1954 in Biesenthal
  • Heinz Graffunder, Stadtarchitekt in Berlin; lebte in Biesenthal
  • Walter Laas (1870–1951), Schiffsbauingenieur, Professor an der TH Berlin, Vorstandsvorsitzender des Germanischen Lloyd
  • Richard Ruthe (1887–1934), Mitglied der Biesenthaler Widerstandsgruppe gegen den Nationalsozialismus
  • Joachim Ziesche, Eishockeyspieler, lebt in Biesenthal[20]

Literatur[Bearbeiten]

  • Historischer Führer, Stätten und Denkmale der Geschichte in den Bezirken Potsdam, Frankfurt (Oder), Urania-Verlag Leipzig, Jena, Berlin, 1.Auflage 1987
  • Rudolf Schmidt, Geschichte der Stadt Biesenthal, 2. Auflage Eberswalde 1941

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Biesenthal – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Geschichte der Stadt, Webseite des Heimatvereins Biesenthals, abgerufen am 26. April 2015.
  3. Hermann Gottfried Gengler: Regesten und Urkunden zur Rechts- und Verfassungsgeschichte der deutschen Städte im Mittelalter, Erlangen 1863, S. 223–224.
  4. Informationstafel: Albrecht der Bär und die Herrschaft der Askanier, aufgestellt auf dem Schlossberg, Inaugenscheinnahme im April 2015.
  5. a b c d Amtsblatt für die Gemeinde Wandlitz vom 21. Juni 2008, Seite 60: Biesenthal: 750 Jahre alt und sehr lebendig
  6. Zu Gast in der Partnerstadt Nowy Tomysl auf amt-biesenthal-barnim.de; abgerufen am 29. Dezember 2012
  7. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2003
  8. Kultursteine Biesenthal, Webseite des Ateliers Be, abgerufen am 26. April 2015.
  9. Die Quellen der Daten finden sich detailliert in den Wikimedia Commons Population Projection Brandenburg at Wikimedia Commons
  10. Website der Stadt Biesenthal mit Bericht zur Bürgermeisterwahl
  11. Kommunalwahl 2008, Stadtverordnetenversammlung Biesenthal
  12. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg
  13. a b c Homepage des Amts B-B
  14. Stadtkirche Biesenthal, Webseite des Förderkreises Alte Kirche, abgerufen am 26. April 2015.
  15. Website Biesenthal, einiges zur katholischen Kirche
  16. Informationstafel Jubiläumseiche, angebracht am Baum, Inaugenscheinnahme im April 2015.
  17. Kraftfahrt-Bundesamt Statistik Fz3
  18. Webseite der Hoffnungsthaler Werkstätten, abgerufen am 26. April 2015
  19. „Ferdinand Dinse schenkte seiner Heimatstadt Biesenthal ...1859 eine Orgel für die evangelische Kirche“ auf barnim-tourismus.de, abgerufen am 29. Dezember 2012
  20. Ziesche, J. im Telefonbuch